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Fahrradfußtritt. Die Erfindung betrifft einen Fahrradfußtritt, der
mittels eines im Antriebssinne wirkenden einseitigen Gesperres mit dem Ende der
Tretkurbel verbunden ist; um der Tretkurbel beim Abwärtstreten (Antrieb) eine größere
Länge als beim Aufwärtsgang zu geben und die Triebkraft auf die Kurbel während eines
Drehwinkels der letzteren wirken zu lassen, der größer ist als 18o°.
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Bei einer bekannten Anordnung dieser Art ist die nach vorn über den
am Kurbelende befindlichen Drehzapfen hinausragende, zum Antrieb dienende Fläche
des Fußtritts mit der nach hinten über denselben Drehzapfen hinausragenden, zum
Einstelleis des Fußtritts dienenden kürzeren Fläche zu. einem einzigen starren Stück
verbunden. Diese Anordnung besitzt daher den Nachteil, daß die zum Antrieb dienende
Fläche beim - Abwärtstreten entsprechend der Umdrehung der Kurbel eine fortwährend.
nach vorn zunehmende Neigung erhält, so daß der vordere Teil .des Fußes dieser Neigung
nicht folgen kann und nach vorn abrutscht.
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Bei einer anderen bekannten Anordnung ist mit dem Tretburbelende durch
ein im Antriebssinne wirkendes Gesperre ein die Kurbel verlängernder Hilfsarm verbunden,
dessen freies Ende eine frei um ihre Achse drehbare, mit Fußhaken versehene Auftrittplatte
trägt. Letztere kann sich also entsprechend der Kurbeldrehung frei einstellen, so
daß das vordere Fußende sich zwanglos auf sie stützt, ohne abzurutschen. Diese Anordnung
besitzt jedoch den Nachteil, däß die Einstellung (Rückwärtsdrehung) des Hilfsarmes
beim Antrieb durch den Fußhaken geschehen muß, so daß während dieser Einstellung
der Antrieb unterbiochen wird.
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Bei der vorliegenden Anordnung werden die genannten Nachteile der
beiden bekannten Anordnungen gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß bei der
erstgenannten bekannten Anordnung der vordere Teil des Fußtritts mit einer frei
drehbaren Auftrittplatte versehen wird. Diese Auftrittplatte kann noch gegenüber
dem Fußtritt einstellbar gemacht werden, so daß ihr Abstand von dem Kurbelende verändert
wird.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt. Fig. 1
ist ein Grundriß des verlängerbaren .Fußtritts. Fig.2 ist die zugehörige Seitenansicht.
Fig. 3 ist ein Längsschnitt nach der Linie C-C der Fig. i. Fig. 4 stellt die Vorderansicht
dazu dar. Fig. 5 zeigt einen Teil des Fußtritts im Schnitt nach der Linie B-B der
Fig. 4 und A-A der Fig. 2 von oben gesehen. Fig. 6 veranschaulicht die Seitenansicht
des Gesperres von der rechten Seite der Fig.5 aus. Fig.7 ist eine Oberansicht einer
anderen Ausführungsform des in Fig. 5 dargestellten Teils des Fußtritts. Fig. 8
ist eine Ansicht des zugehörigen Gesperres. Fig. 9 ist die Ansicht eines der Elemente,
aus denen das Gesperre nach Fig. 8 zusammengesetzt ist. Fig. io veranschaulicht
die Arbeitsweise des gesamten Kurbelantriebes.
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Die Drehachse i (Fig. 3) des Fußtritts. ist am Kurbelende y (Fig.
2 und io) mittels ihres Gewindeendes i` (Fig.5) Unmittelbar neben einem verstärkten
Teil 1', der zu dein Gesperre gehört, befestigt. Die Lager für den Fußtritt
bestehen
aus zwei nach Bedarf einstellbaren Kugelreihen in der Lagerhülse 2 (Fig. 5). Die
Lagerhülse ist an ihren beiden Enden erweitert und dort achteckig gestaltet. Dort
ist der Rahmen 3 (Fig. 5 und i) undrehbar mit der Hülse 2 verbunden. Der Rahmen
ist von rechteckiger Form, wird in seiner Stellung durch eine Schraubkappe 5 (Fig.
5) gehalten und trägt bei 12 und i2' zwei Zapfen, die zum Gesperre gehören.
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Auf dem Rahmen 3 sind zwei Rahmenstangen 6 und 6' gelagert, die wagerecht
und quer zur Drehachse des Fußtritts gerichtet (Fig. i und 2) und an ihren hinteren
Enden mit Gewinde versehen sind, während ihre entgegengesetzten Enden in wagerechter
Ebene im rechten Winkel abgebogen sind und in die Lager einer Auftrittplatte 7 eingreifen,
wodurch das Gelenk Z gebildet wird. Die Stangen 6 und 6' sind mittels vier Oseri
8, 8', g und g' am Rahmen 3 befestigt. Die vorderen Ösen 8 und 8' bilden nur Führungen
für die Stangen, während die hinteren stärkeren Ösen g und g' die Hülsen io und
=o' mittels einer eingeschnittenen Umfangsnut (Fig. 3) unverschiebbar festhalten.
Da sich also die Hülsen nur um ihre Längsachse drehen' können, bewegen sie die beiden
Stangen vorwärts oder rückwärts, je- nachdem man die Hülsen rechts oder links herumdreht.
Die Abflachungen am Umfang der Hülsen gewähren einem Schraubenschlüssel Angriffstellen.
Die Hülsen dienen zugleich als Auftritte für den Fußabsatz. Das den Fußtritt mit
dem Kurbelende verbindende Gesperre (Fig.6) besteht aus einem großen mittleren Zahnrad
i', das mit der Achse i aus einem Stück hergestellt ist, und aus zwei zu beiden
Seiten des Zahnrades symmetrisch angeordneten exzentrischen Zahnsektoren =i und
z=', die auf zwei neben dem mittleren Zahnrad am Rahmen 3 befestigten Zapfen i2
und i2' schwenkbar gelagert sind und in das mittlere Zahnrad eingreifen. Der Fußtritt
kann sich frei um den Zapfen i drehen, wenn die Zapfen 12 und 12' die Zahnsektoren
in Richtung der Pfeile b und c um die Achse i schwenken. Bei der Schwenkung des
Rahmens 3 in entgegengesetztem Sinne tritt das Gesperre in Tätigkeit, so daß hierbei
der Fußtrittrahmen fest mit der Achse i der Kurbel gekuppelt ist. Die Federn 13
und 13' suchen die exzentrischen Zahnsektoren =i und =i' mit Bezug auf das Zahnrad
i' in der Eingriffsstellung zu halten.
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Die andere Ausführungsform des Gesperres mit Rollen (Fig. 8) hat den
Vorteil, eine schnellere Sperrung herbeizuführen, denn die Rollen =q. werden infolge
des Druckes der Feder 15 dauernd in der angriffsbereiten Stellung gehalten. Die
Einschaltung eines besonderen Führungsringes 16 bedingt die gleichzeitige Wirkung
aller Rollen (Fig. 8 und 9).. Der Sperrknopf 17 (Fig. 7) dient dazu, den gegen die
Kurbel zurückgeschwungenen Fußtritt in dieser Lage festzuhalten, wenn das Fahrrad
von Hand vorwärts geschoben wird.
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Die Zeichnungen und die Beschreibung erläutern nur den rechten Fußtritt,
da der linke hierzu genau symmetrisch ist.
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Wenn die Kurbel gemäß der Linie X-D der Fig. ro der Zeichnung, d.
h. senkrecht, steht, sind die Rahmenstangen 6, 6' gegenüber der Kurbel unter einem
Winkel von etwa 45' eingestellt und behalten diese Stellung zur Kurbel beim Abwärtstreten
zunächst bei, da sie durch das einseitige Gesperre in der Antriebsrichtung gehalten
werden. Die Auftrittplatte 7, auf der der vordere, antreibende Fußteil ruht, stellt
sich beim Abwärtstreten mittels des freien Gelenkes Z entsprechend der Lage des
vorderen Fußteils in verschiedene Lagen ein. In der oberen Stellung d (Fig. =o)
bilden die Rahmenstangen und die Auftrittplatte miteinander einen Winkel von q.5°.
Während der Abwärtsbewegung wird dieser Winkel immer kleiner, bis er, nachdem die
Kurbel einen Winkel von 45' zurückgelegt hat, in der Sfellung X-E (Fig. =o) zu o
° wird. Hier trifft der Absatz des Fußes auf den hinteren, von den Hülsen =o und
io' bedeckten Teil der Rahmenstangen. Bei-'der weiteren Kurbeldrehung um 45' bis
in die wagerechte Lage X-F verbleiben die Auftrittplatte und die Rahmenstange in
der gleichen: gegenseitigen Lage. In der Kurbellage X-F wird dann plötzlich durch
Druck des Stiefelabsatzes auf den hinteren Teil der Rahmenstangen der Fußtritt um
go° rückwärts gedreht, so daß die Auftrittplatte aus der Lage f (Fig. =o)
in die Lage f 1 gelangt. Auch während dieser Zeit wird der Antrieb nicht
unterbrochen, da die Triebkraft auch dann noch auf das Kurbelende y einwirkt. Unmittelbar
nach der neuen Einstellung des Fußtritts nimmt die Auftrittplatte wieder eine wagerechte
Lage (bei f 1 der Fig. =o) ein. Jetzt erfolgt weiteres Abwärtstreten der Kurbel
aus der Lage X-F über X-G in die unterste Lage X-H, wo wieder Auftrittplatte und
Rahmenstangen in gleicher Richtung liegen. Bei der Aufwärtsbewegung der Kurbel aus
dieser untersten Lage bis kurz vor die oberste Lage X-D wird durch Druck des Stiefelabsatzes
auf den hinteren Teil der Rahmenstangen der Fußtritt um das Kurbelende y um etwa
go° geschwenkt, bis wieder der Antrieb der Kurbel beginnt.