DE3224334C2 - - Google Patents

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DE3224334C2
DE3224334C2 DE3224334A DE3224334A DE3224334C2 DE 3224334 C2 DE3224334 C2 DE 3224334C2 DE 3224334 A DE3224334 A DE 3224334A DE 3224334 A DE3224334 A DE 3224334A DE 3224334 C2 DE3224334 C2 DE 3224334C2
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drum
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Description

Die Erfindung betrifft eine Reifenaufbauanlage, mit einer Banderzeugungseinrichtung zur Erzeugung eines unvulkanisierten Reifenbandes, einer von dieser Einrichtung beabstandet angeord­ neten Reifenerzeugungseinrichtung zur Erzeugung einer Reifenkar­ kasse auf einer Reifenaufbautrommel und mit einer zwischen beiden Einrichtungen angeordneten Überführungseinrichtung, die das erzeugte Reifenband zu der Reifenaufbautrommel überführt.
Eine derartige Reifenaufbauanlage ist durch die DE 29 34 752 A1 und die US-PS 41 05 486 bekanntgeworden.
Dieser Stand der Technik macht zum Ausrüsten des so aufgebauten Reifenrohlings mit einem Wulst keine näheren Ausführungen.
Gemäß dem allgemeinen Stand der Technik werden die Wülste zu der Reifenaufbautrommel manuell von einem Arbeiter gebracht. Hierfür hat jedoch der Arbeiter nur eine sehr kurze Zeit innerhalb eines Zyklus der Erzeugung eines Reifenrohlings zur Verfügung. Berücksichtigt man ferner, daß der Arbeiter primär mit dem Betrieb der Reifenaufbautrommel und mit einer Reihe von vorbe­ reitenden Schritten, wie der Entfernung des Wulstes von einem Vorratsgestell, seiner Anbringung an der Reifenaufbautrommel und dem Inordnungbringen der erzeugten Reifen beschäftigt ist, so ist verständlich, daß diese Abläufe durch den Schritt der Reifenzufuhr nachteilig beeinflußt werden. Als Ergebnis hiervon verlängert sich die für einen Betriebszyklus des Reifenaufbaues erforderliche Zeit, was die Produktionszeit verschlechtert.
Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Reifenaufbauanlage der eingangs bezeichneten Art zu schaffen, die eine automatische Wulstzufuhr zu der Reifenaufbautrommel anstelle der manuellen Operation gestattet, um so die für jeden Zyklus der Erzeugung eines Reifenrohlings erforderliche Zeit zu vermindern und die Produktivität zu erhöhen.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt gemäß der Erfindung dadurch, daß zu beiden Seiten der Reifenaufbautrommel Vorrichtungen zum Setzen eines Wulstes gegen die Reifenkarkasse mit einem Wul­ string vorgesehen sind und daß die Überführungseinrichtung auf der der Reifenerzeugungseinrichtung zugewandten Seite eine Wulstzufuhreinrichtung aufweist, die einmal eine Wulsthalterung mit mehreren voneinander getrennten, in einem expandierbaren Ring radial bewegbar angeordneten Segmenten besitzt und zum anderen eine Stoßeinrichtung enthält, welche einen auf der Wulsthalterung befindlichen Wulst auf einen Wulstring in der Reifenerzeugungseinrichtung stößt.
Mittels der erfindungsgemäßen Reifenaufbauanlage ist eine automatische Wulstzufuhr und Verarbeitung des Wulstes möglich, was die Produktivität bei der Herstellung eines Reifenrohlings erhöht.
Bei der Ausrüstung des Reifenrohlings mit Wulsten ist grundsätz­ lich zu unterscheiden, wie der Wulst in der Reifenerzeugungsein­ richtung selbst auf die Karkasse gesetzt wird und wie der Wulst automatisch zugeführt und auf die Wulstsetzvorrichtung gebracht wird.
Die DE 29 43 189 A1 zeigt eine Reifenaufbauanlage mit Darstellung des ersten Schrittes. Diese Schrift zeigt eine Wulstsetzvorrichtung, die Wülste an ein Karkassengewebe setzt, das sich auf einer Reifenaufbautrommel befindet. Im Gegensatz dazu wendet sich die Erfindung primär an die Reifenwulstzufuhr­ vorrichtung, die nicht dazu dient, einen Wulstring gegen die Lagen einer Reifenkarkasse zu setzen, die vielmehr dazu dient, Wülste der Wulstsetzeinrichtung in geeigneter Weise automatisch zuzuführen.
Andere ausgestaltende Merkmale der Erfindung sowie weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Reifenaufbauanlage nach einer Ausführungsform,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Wulstzufuhreinrichtung, die im Vorderteil der Bandüberführungseinrichtung in der in Fig. 1 gezeigten Reifenaufbauanlage vorgesehen ist,
Fig. 3 eine Vorderansicht der Bandüberführungseinrichtung,
Fig. 4 eine teilweise quergeschnittene Seitenansicht eines wichtigen Teils der Wulstzufuhreinrichtung,
Fig. 5 einen Schnitt in der Richtung V in Fig. 4,
Fig. 6 eine Seitenansicht des wichtigen Teils der Wulstzufuhr­ einrichtung nach einer anderen Ausführungsform mit einem im Querschnitt gezeigten Teil und
Fig. 7 eine Vorderansicht in der Richtung VII in Fig. 6.
In Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1 die Banderzeugungsein­ richtung, das Bezugszeichen 6 die Reifenerzeugungseinrichtung und das Bezugszeichen 15 die Bandüberführungseinrichtung. In der Banderzeugungseinrichtung 1 ist eine Hauptwelle 3 an einem Spindelkasten und mit dem einen Ende an einer Reifenband- Fertigungstrommel 4 befestigt. Diese Trommel 4 ist so konstru­ iert, daß sie in Radialrichtung durch eine an dem hinteren Teil des Spindelkastens 2 vorgesehene Expandiereinrichtung 5 expan­ diert und kontrahiert werden kann. Um ein Kautschuk-Reifenband zu erzeugen, wird die Fertigungstrommel 4 derart im expandierten Zustand gehalten, daß eine unvulkanisierte Kautschuklage bzw. kautschukhaltiger Kord an der Trommel anhaftet und so das Band bildet. Um das so erzeugte Kautschuk-Reifenband von der Ferti­ gungstrommel 4 zu entfernen, wird der Radius der Fertigungstrom­ mel kontrahiert.
In der Reifenerzeugungseinrichtung 6 wird eine Hauptwelle 8 von einem Spindelkasten 7 getragen, der an einem Fundament befestigt ist. Eine Reifenaufbautrommel 9 ist an dem Endteil der Hauptwel­ le vorgesehen. Diese Trommel 9 ist ebenfalls so gebaut, daß sie in der Radialrichtung expandiert und kontrahiert wird. Eine Lagenverankerungseinrichtung 10 ist auf der Hauptwelle 8 zwischen Spindelkasten 7 und der Reifenaufbautrommel 9 vorgese­ hen und hat eine Wulstsetzvorrichtung 11 auf der Seite der Reifenaufbautrommel 9. Die Lagenverankerungseinrichtung 10 quetscht das Endteil des auf der Reifenaufbautrommel 9 befestig­ ten Kautschukbandes in der Durchmesserrichtung, richtet einen Wulst an dem Kautschukbandendteil mit Hilfe der Wulstsetzvor­ richtung 11 aus und faltet danach das Endteil des Kautschukban­ des so, daß dieses den angebrachten Wulst einhüllt. Ein Reit­ stockrahmen 12 ist an der Seite des freien Endes der Reifenauf­ bautrommel 9 vorgesehen; er hat ebenfalls eine ähnliche Lagen­ verankerungseinrichtung 10 und Wulstsetzvorrichtung 11 auf der zu der Reifenaufbautrommel 9 hinweisenden Seite. Dieser Reit­ stockrahmen 12 wird von einem Lager 13 am unteren Ende getragen und ist außerdem schwenkbar von einer Welle 14 unterstützt, um bezüglich der Ausrichtebene der Einrichtungen rückwärts gekippt zu werden. Wenn beispielsweise die Bandüberführungseinrichtung 15 von einer Stellung A zu einer anderen Stellung C sich bewegt, kippt der Reitstockrahmen 12 nach hinten, um so die Überfüh­ rungseinrichtung vorbeizulassen.
Die Bandüberführungseinrichtung 15 ist auf einem Wagen 16 befestigt. Der Wagen 16 ist mit einem Bandgreifarm 17 sowie einem stationären Rahmen 18 versehen. Dieser stationäre Rahmen 18 ist auf der Seite der Reifenerzeugungseinrichtung 6 mit einer Wulstzufuhreinrichtung 20 versehen, die auf einer ringförmigen Platte 19 befestigt ist. Der Wagen 16 hat mehrere Lager 21, die an dem Boden befestigt sind und über die der Wagen 16 auf einer Schiene 23 getragen wird. Die Schiene ist auf einem Schienenfun­ dament 22 befestigt und umfaßt zwei Schienenteile, die parallel in der Bewegungsrichtung des Wagens 16 verlaufen. An den beiden Enden des Schienenfundamentes 22 ist ein Paar Zahnräder 24 und 25 vorgesehen, eines an jedem Ende, und diese sind mit einer Kette 26 verbunden. Die Kette 26 ist mit dem Wagen 16 an beiden Enden verbunden. Das Zahnrad 25 wird von einem Motor 27 mit einem Untersetzungsgetriebe angetrieben. Im Betrieb wird die Bandüberführungseinrichtung 15 zwischen der Banderzeugungsein­ richtung 1 und der Reifenerzeugungseinrichtung 6 entlang der Schiene 23 mit Hilfe des Wagens 16 durch Betätigung des Motors 27 mit Untersetzungsgetriebe hin und her bewegt.
Ein Zyklus der Reifenrohling-Fertigung mit der Reifenaufbauanla­ ge nach Fig. 1 ist folgender: Zunächst ist die Bandüberführungseinrichtung 15 in Ruheposition A (Fig. 1). Ein Arbeiter befestigt einen Wulst in der Wulstzu­ fuhreinrichtung 20. Wenn die Banderzeugungseinrichtung den Reifenbandherstellungsschritt beendet hat, arbeitet der Motor 27 mit dem Untersetzungsgetriebe so, daß er die Bandüberführungs­ einrichtung 15 von der Ruheposition bzw. Ausgangsposition A in eine Position B bewegt, die in Fig. 1 mit einer unterbrochenen Linie gezeigt ist und wo der Bandgreifarm der Bandüberführungs­ einrichtung 15 das von der Banderzeugungseinrichtung 1 erzeugte Reifen-Kautschukband ergreift. Danach zieht sich die Fertigungs­ trommel 4 der Banderzeugungseinrichtung 1 zusammen, und sodann kehrt die Bandüberführungseinrichtung 15 zur Ausgangs- oder Ruhelage A mit dem Kautschukband zurück.
Anschließend wird der den Reifenrohling erzeugende Fertigungszy­ klus in der Einrichtung 6 beendet, und die Reifenaufbautrommel 9 der Einrichtung 6 zieht sich in ihrem Durchmesser so zusammen, daß der erzeugte Reifenrohling von ihr entfernt werden kann.
Sodann rückt die Bandüberführungseinrichtung 15 an der Ausgangs­ position A zu einer Position C vor, die mit einer strichpunk­ tierten Linie gezeigt ist und bei der das überführte Reifen- Kautschukband die Reifenaufbautrommel 9 der Reifenerzeugungsein­ richtung 6 umgibt. Während dieser Bewegung der Bandüberführungs­ einrichtung 15 wird der Reitstockrahmen 12 vorübergehend in die rückwärtige Ausweichposition mit Hilfe einer nicht gezeigten Antriebseinrichtung gekippt, um die Bandüberführungseinrichtung glatt vorbeizulassen.
Mit der Bandüberführungseinrichtung 15 in der Stellung C steht die Wulstzufuhreinrichtung 20 der Wulstsetzvorrichtung 11 in einer Lage gegenüber, die es gestattet, den in der Wulstzufuhr­ einrichtung 20 gehaltenen Wulst zu einem Wulstring der Wulst­ setzvorrichtung 11 durch Abstoßen zu überführen. Gleichzeitig dehnt die Reifenaufbautrommel 9 ihren Durchmesser aus, und auch der Bandgreifarm 17 dehnt seine Greifbreite aus, so daß das von dem Bandgreifarm 17 ergriffene Kautschukband auf die Reifenauf­ bautrommel 9 der Reifenerzeugungseinrichtung 6 überführt wird.
Wenn danach sich die Bandüberführungseinrichtung 15 etwas zu der Seite der Ausgangsposition A hin bewegt, expandiert das Wulst­ halterungsteil 55, das später noch im einzelnen beschrieben wird und am Vorderteil der Wulstzufuhreinrichtung 20 vorgesehen ist, derart, daß sein Durchmesser größer als der Außendurchmesser des auf die Reifenaufbautrommel 9 der Reifenerzeugungseinrichtung 6 angeordneten Kautschukbandes ist. Sodann kehrt die Bandüberfüh­ rungseinrichtung 15 zu der Ruhe- oder Ausgangsposition A zurück, während das Wulsthalterungsteil 55 kontrahiert wird, bis der Durchmesser des den Wulst haltenden Sitzes identisch mit dem Innendurchmesser des Wulstes wird. Andererseits kehrt der Reitstockrahmen 12 zu seiner Ausgangsposition zurück. Danach erfolgt der Schritt der Herstellung des Reifenrohlings in der Reifenerzeugungseinrichtung 6; dieser wird beendet, indem der erzeugte Reifenrohling von der Reifenaufbautrommel 9 entfernt wird.
Die Fig. 2 bis 5 zeigen die Wulstzufuhreinrichtung 20, die auf der Bandüberführungseinrichtung 15 befestigt ist, im Detail. Die ringförmige Platte 19 der Bandüberführungseinrichtung 15 ist mit einem zylindrischen Rahmen 30 über einen Flansch 31 mit Hilfe eines Bolzens 33 befestigt. Ein Loch 29, durch welches der Bolzen geführt ist, ist länglich ausgebildet, so daß der axiale Kern der Wulstzufuhreinrichtung 20 durch eine Einstellung eines Bolzens 34 eingestellt werden kann, der von der äußeren periphe­ ren Oberfläche des Flansches 31 so eingeschraubt ist, daß er mit dem axialen Kern der Wulstsetzvorrichtung 11 der Reifenerzeu­ gungseinrichtung 6 fluchtet. Ein anderer Flansch 35 auf der Vorderseite des zylindrischen Rahmens 30 ist mit einem ringför­ migen Basisring 37 mit Hilfe eines Bolzens 36 befestigt. Dieser Basisring 37 ist an der Vorderseite mit einem Haltering 40 befestigt, wobei dazwischen ein Spalt begrenzt ist, in den ein Nocken- oder Exzenterring 38 koaxial und drehbar eingesetzt ist. Der Nockenring 38 ist mit mehreren Führungsnuten 39 versehen, die sich von der Seite des Innendurchmessers zu der Seite des Außendurchmessers hin erstrecken und in gleichen Abständen entlang dem Umfang voneinander beabstandet sind. In dieser speziellen Ausführungsform sind die Führungsnuten bogenförmig ausgebildet. Den gleichen Effekt kann man erzielen, wenn sie geradlinig ausgebildet sind. Der Nockenring 38 ist auch auf einem Teil seiner äußeren peripheren Oberfläche mit einem Zahnkranz 42 versehen, mit welchem ein Antriebsrad 47 in Eingriff steht. Das Antriebsrad 47 ist auf einer Ausgangswelle 46 eines Motors 43 mit einem Untersetzungsgetriebe über einen Drehmomentbegrenzer 48 befestigt. Der Flansch 44 des Motors 43 mit Untersetzungsgetriebe ist an dem Basisring 37 mit Hilfe eines Bolzens 45 befestigt.
Auf der Seite der äußeren Oberfläche des Halterings 40 ist ein Paar paralleler Führungsblöcke 49, 49 befestigt, von denen jeder einen L-förmigen Querschnitt besitzt und in der radialen Richtung ausgerichtet ist. zwischen diesem Paar von Führungs­ blöcken 49, 49 ist ein Block 51 gleitbar entlang der Längsrich­ tung der Führungsblöcke 49 eingesetzt. Eine Welle 52 ist an dem äußeren Endteil des Blockes 51 in der Radialrichtung als Nockenstößel befestigt. Die Welle 52 geht durch längliche Schlitze 41, die in der radialen Richtung in dem Haltering 40 vorgesehen sind, und sie ist an ihrem Ende mit einer Rolle 53 versehen. Diese Rolle greift in die Führungsnut 39 des Nocken­ rings 38 ein. Wenn demnach der Nockenring 38 durch den Motor 43 mit Untersetzungsgetriebe gedreht wird, wird der Block 51 in der Radialrichtung über die Rolle 53 und die Welle 52 bewegt.
Andererseits ist das Wulsthalterungsteil 55 integral an der Innendurchmesserseite des Endteils des Blockes 51 befestigt. Dieses Wulsthalterungsteil umfaßt mehrere getrennte Segmente, die so angeordnet sind, daß sie als ganzes einen Ring bilden. Die äußere Umfangsfläche des Wulsthalterungsteils 55 arbeitet als eine Wulstsitzoberfläche 64. Die Zahl der getrennten Segmente kann willkürlich gewählt werden, obwohl in der erläu­ terten Ausführungsform sechs dargestellt sind. Eine geneigte Führungsfläche 65 ist kontinuierlich mit der Vorderkante in der Richtung nach der Wulstsitzoberfläche nach vorne ausgebildet. Die Führungsoberfläche 64 ist so ausgebildet, daß sie mit derjenigen in Anlage steht, die in dem Wulstring 69 der Wulst­ setzvorrichtung 11 der Reifenerzeugungseinrichtung 6 vorgesehen ist. Wenn diese Führungsflächen in Anlage aneinander stehen, bilden die Wulstsitzoberfläche 70 des Wulstringes 69 und die Wulstsitzoberfläche 64 des Wulsthalterungsteils 55 eine einzige stufenlose und kontinuierliche Ebene.
In Fig. 4 bezeichnet das Bezugszeichen 71 die Außendurchmesser­ position der Reifenaufbautrommel der Reifenerzeugungseinrichtung 6 in expandiertem Zustand. Das Bezugszeichen 72 bezeichnet die Außendurchmesserposition des überführten Kautschukbandes. Eine Zylinderkammer 56 ist in dem unteren Endteil des Blockes 51 ausgebildet, in welche ein Kolben 57 eingefügt ist. Außerdem ist ein Stab 58 integral mit dem Kolben 57 verbunden und erstreckt sich durch die Kammer 56 zu der Seite der Wulstsitzoberfläche 64. Der Stab 58 ist mit einer Wendelfeder 59 versehen, die den Kolben 57 normalerweise nach rechts in Fig. 4 vorspannt. Ein Deckel 61 ist an der Rückseite der Zylinderkammer 56 mit einem Bolzen 63 befestigt. Ein Luftdurchgang 66 erstreckt sich von der oberen Endfläche des Blockes 51 zu der Zylinderkammer 56, um letztere mit einer Preßluftquelle (nicht gezeigt) zu verbinden. Wenn demnach Preßluft zu der Zylinderkammer 56 geführt wird, wird der Kolben 57 in Fig. 4 nach links gestoßen, und die Spitze des Stabes 58 stößt ein Drahtteil 68 des Wulstes 67 in den Wulstring 69 und überführt dabei den Wulst. Somit wird der Wulst 67 auf der Wulstsitzoberfläche 64 des Wulsthalterungsteils 55 in der Wulstzufuhreinrichtung 20 zu der Wulstsitzoberfläche 70 des Wulstringes 69 der Wulstsetzvorrichtung 11 in der Reifenerzeugungseinrichtung 6 überführt.
Wenn die Wulstzufuhreinrichtung 20 zusammen mit der Bandüberfüh­ rungseinrichtung 15 zurückgezogen wird, um die Führungsfläche 65 des Wulsthalterungsteils 55 glatt zu trennen, wird die Bandüber­ führungseinrichtung zuerst etwas zu der Ausgangsposition A hin bewegt. Nach dieser leichten Bewegung wird der Motor 43 mit dem Untersetzungsgetriebe in der umgekehrten Richtung gedreht, um den Nockenring 38 so zu drehen, daß die Abmessung des Wulsthal­ terungsteils 55 bis zu der Position expandiert wird, die durch die strichpunktierte Linie in den Fig. 4 und 5 gezeigt ist. Danach kehrt die Bandüberführungseinrichtung 15 zu ihrer Ausgangslage A zurück.
Eine zweite Ausführungsform, die in den Fig. 6 und 7 erläu­ tert ist, ist im wesentlichen die gleiche wie die erste Ausfüh­ rungsform, jedoch mit Ausnahme der Konstruktion der Wulstabstoß­ einrichtung.
In den Fig. 6 und 7 entspricht das Bezugszeichen 73 dem Block 51 in der ersten Ausführungsform, und das Wulsthalterungsteil 75 ist integral an dem unteren Endteil des Blockes 73 befestigt. Das Wulsthalterungsteil 75 hat eine Wulstsitzoberfläche, auf welcher der Wulst 67 gehalten wird. An dem Seitenendteil des Außendurchmessers des Blockes 73 ist ein Arm 80 befestigt, welcher seinerseits schwingbar einen Abstoßarm 83 über eine Welle 81 abstützt. Auch ist ein zurückgesetztes Teil 77 in einer Position entsprechend der Wulstsitzoberfläche 78 auf dem Seitenendteil des Innendurchmessers des Blockes 73 ausgebildet. Ein Ende des Abstoßarmes 83 blickt zu dem zurückgesetzten Teil 77 hin. An dem anderen Ende des Armes 83 ist ein Vorsprung 82, der gleitbar in Anlage mit dem Stab 84 steht, welcher drehbar eine Rolle 86 an seinem Vorderende in Berührung mit dem an dem Wulstring 69 befestigten Stopper 90 unterstützt. Eine Wendelfe­ der 88 überbrückt den Raum zwischen dem Flansch 85 des Stabes 84 und dem Vorsprung 82 des Abstoßarmes 83, um den Stab 84 norma­ lerweise von dem Vorsprung 82 weg vorzuspannen. Mit anderen Worten, das Endteil des Armes 83 ist normalerweise in dem zurückgesetzten Teil 77 eingeschlossen.
Da demnach in der Wulstzufuhreinrichtung 20 dieser speziellen Ausführungsform die Rolle 86 am spitzen Ende des Stabes 84 durch den Stopper 90 zurückgestoßen wird, wenn die Bandüberführung zur Einrichtung 15 sich der Position C nähert, schwingt der Arm 83 um die Achse 81, so daß das andere Ende, das in dem zurückge­ setzten Teil 77 eingeschlossen ist, das Drahtteil 68 des Wulst 67 herausstößt. Der Wulst 67 wird folglich zu der Wulstsitzober­ fläche 70 des Wulstringes 69 in der Reifenerzeugungseinrichtung 6 überführt.
Wie oben beschrieben, kann in der Reifenaufbauanlage, worin die Bandüberführungseinrichtung zwischen der Banderzeugungseinrich­ tung und der Reifenerzeugungseinrichtung angeordnet ist und die Wulstzufuhreinrichtung auf der zu der Reifenerzeugungseinrich­ tung hin gerichteten Seite in der Bandüberführungseinrichtung angeordnet ist, der Wulst automatisch an die Wulstsetzvorrich­ tung bzw. Wulstausrichteinrichtung auf der Spindelkastenseite der Reifenerzeugungseinrichtung abgegeben werden, und zwar gleichzeitig, während das von der Banderzeugungseinrichtung erzeugte Reifen-Kautschukband zu der Reifenerzeugungseinrichtung überführt wird. Daher ist es für den Arbeiter ausreichend, Wulste für die Wulstzufuhreinrichtung in genügend freier Zeit während der Hauptoperation vorzubereiten, was den Freiheitsgrad für die Zeitgebung bei der Wulstherstellung stark erhöht. Dies führt zu einer starken Verminderung der für einen Zyklus der Reifenerzeugung erforderlichen Zeit und somit zu einer Verbesse­ rung der Produktivität bei der Reifenerzeugung.

Claims (5)

1. Reifenaufbauanlage, mit einer Banderzeugungseinrichtung (1) zur Erzeugung eines unvulkanisierten Reifenbandes, einer von dieser Einrichtung beabstandet angeordneten Reifenerzeugungsein­ richtung (6) zur Erzeugung einer Reifenkarkasse auf einer Reifenaufbautrommel (9), und mit einer zwischen beiden Einrich­ tungen (1, 6) angeordneten Überführungseinrichtung (15), die das erzeugte Reifenband zu der Reifenaufbautrommel (9) überführt, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten der Reifenaufbau­ trommel (9) Vorrichtungen (11) zum Setzen eines Wulstes gegen die Reifenkarkasse mit einem Wulst (69) vorgesehen sind, und daß die Überführungseinrichtung (15) auf der der Reifenerzeugungsein­ richtung (6) zugewandten Seite eine Wulstzufuhreinrichtung (20) aufweist, die einmal eine Wulsthalterung (55, 75) mit mehreren voneinander getrennten, in einem expandierbaren Ring radial bewegbar angeordneten Segmenten besitzt und zum anderen eine Stoßeinrichtung (58, 83) enthält, welche einen auf der Wulsthal­ terung befindlichen Wulst auf einen Wulstring (69) in der Reifenerzeugungseinrichtung (6) stößt.
2. Reifenaufbauanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Reifenaufbautrommel (9) für die Reifenrohlingerzeu­ gung und die Fertigungstrommel (4) für die Erzeugung von Reifenbändern in der Banderzeugungseinrichtung (1) koaxial zueinander ausgerichtet sind.
3. Reifenaufbauanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wulst-Stoßeinrichtung in der Wulstzu­ fuhreinrichtung einen durch Preßluft betätigbaren Kolbenstab (57, 58) besitzt (Fig. 2-5).
4. Reifenaufbauanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wulst-Stoßeinrichtung in der Wulstzu­ fuhreinrichtung einen um einen Drehpunkt schwingbaren Hebel (83) besitzt, von dem ein Ende als Wulstabstoßteil ausgebildet ist und von dem das andere Ende als ein Teil ausgebildet ist, welches gegen eine Sperre (90) stößt (Fig. 6, 7).
5. Reifenaufbauanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zur Bewegung der voneinander getrennten Segmente in dem Wulsthalterungsteil (55) in der Radialrichtung einen durch einen Antriebsmotor (43) gedrehten Nockenring (38) und einen Block (51) aufweist, der in eine geneigte Führungsnut (39) in dem Nockenring eingreift und so in der radialen Richtung geführt wird.
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