DE3225231C2 - Vorrichtung zum Führen einer Papierbahn in einer Druckeinrichtung - Google Patents
Vorrichtung zum Führen einer Papierbahn in einer DruckeinrichtungInfo
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Abstract
Die erfindungsgemäße Papierspannvorrichtung für einen Schlagdrucker weist mehrere ein seitliches Verrutschen des Papierstreifens (14) während des Druckvorgangs verhindernde Schutzrollen (41) auf, die in einem Rollengehäuse (40) untergebracht sind, das seinerseits an der Rückseite einer Farbband-Abschirmung (13) angebracht ist. An einer Schlagstückabdeckung (3) sind mehrere Andruckplatten (5) angeordnet, die durch Federn gegen die Schutzrollen (41) vorbelastet sind. Der Papierstreifen (14) läuft zwischen den Schutzrollen (41) und den Andruckplatten (5) hindurch, wobei sich die Schutzrollen (41) in Papiertransportrichtung drehen und dabei ein seitliches Verrutschen des Papierstreifens (14) verhindern, so daß die Druckzeilen ordentlich ausgerichtet bleiben. Zudem üben die Schutzrollen (41) nur eine minimale Hemmwirkung auf den Papierstreifen (14) in dessen Transportrichtung aus, so daß ein Einreißen des Papierstreifens (14) vermieden wird.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen einer Papierbahn in einer Druckeinrichtung, mit einem quer zur Bewegungsrichtung der Papierbahn bewegbaren, auf einer Seite der Papierbahn angeordneten Typenträger sowie mit einer auf der anderen Seite der Papierbahn angeordneten Druckhammervorrichtung mit einer Hammerabdeckung sowie mit einer ein Verrutschen der Papierbahn in Bewegungsrichtung des Typenträgers verhindernden Klemmvorrichtung.
- Obgleich bisherige Vorrichtungen zum Führen einer Papierbahn in Druckeinrichtungen das seitliche Verrutschen der Papierbahn zu verhindern und damit die Ausrichtung der Druckzeilen zu verbessern vermögen, wirken sie auch als eine Art Bremse, welche die Vorschubbewegung der Papierbahn bei ihrem Transport durch die Druckeinrichtung behindert. Diese Bremswirkung hat zur Folge, daß die Transportlöcher bzw. Perforationen auf beiden Seiten der Papierbahn einreißen und sich vergrößern. Ein weiteres Problem bei bisherigen Vorrichtungen besteht darin, daß bei Verwendung von mehrlagigen Papierbahnen mit zwischengefügten Kohlepapierblättern das Druckpapier an der Seite des Typenträgers abgestreift wird. Eine in Fig. 1 und 2 ohne Kohlepapier dargestellte mehrlagige Papierbahn 18 wird außerhalb ihrer Beschriftungsfläche mittels einer Papier-Heftklammer 19 geheftet, so daß die einzelnen Lagen der Papierbahn nicht einreißen können. Wenn jedoch die Zahl der Lagen vergleichsweise groß ist, ist die Spannkraft der Heftklammer 19 zu gering, so daß die Papierbahn vom Typenträger mitgenommen wird und dabei einreißt. Infolgedessen kommen die Transportlöcher 15 der eingerissenen Papierbahn außer Eingriff mit einem an der Druckeinrichtung vorgesehenen Transportmechanismus, wobei sich die Möglichkeit für ein Steckenbleiben der Papierbahn in der Druckeinrichtung vergrößert.
- Bei einer Vorrichtung zum Führen einer Papierbahn in einer Druckvorrichtung mit einem beweglichen Typenträger für fliegenden Abdruck besteht so allgemein das Problem, daß der Typenträger die Papierbahn mitnimmt und in ihrer Bewegungsrichtung verschiebt. Außerdem besteht die Gefahr, daß beim gleichzeitigen Druck mehrerer Durchschläge einzelne Papierbahnlagen sich gegeneinander verschieben.
- Um dieses Verschieben der Papierbahn zu verhindern, ist in der US-PS 37 32 810 (vgl. Fig. 4 und 5) bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art bereits eine Klemmvorrichtung vorgesehen, welche mit einer Spannkufe die Papierbahn an eine Unterlage, nämlich die Hammerführung, andrückt. Dieses Andrücken geschieht dort jeweils während des Abdrucks einer Zeile. Beim Weitertransport der Papierbahn wird die Spannkufe mittels eines Elektromagneten von der Papierbahn abgehoben, so daß diese Klemmvorrichtung in Konstruktion und Steuerung verhältnismäßig aufwendig ist und zusätzliche Halte- und Trägereinrichtungen benötigt.
- Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art die Klemmvorrichtung zur Verhinderung des Verrutschens der Papierbahn in Bewegungsrichtung des Typenträgers, d. h. quer zur Bewegungsrichtung der Papierbahn, mit wesentlich einfacheren Mitteln zu verbessern.
- Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Klemmvorrichtung eine Anzahl von Klemmrollen und diesen gegenüberstehend eine gleich große Anzahl von Andruckplatten aufweist, daß die Klemmrollen auf der Seite des Typenträgers an einer Farbband-Abschirmung in Bewegungsrichtung der Papierbahn drehbar gelagert sind, durch die Farbband- Abschirmung hindurch in die Bewegungsbahn der Papierbahn hineinragen und an ihrer Umfangsfläche einen hohen Reibungskoeffizienten aufweisen, daß jede der Andruckplatten auf der anderen Seite der Papierbahn an der Hammerabdeckung angeordnet ist und daß die jeweils einander gegenüberstehenden Klemmrollen oder Andruckplatten durch Federmittel gegeneinander vorgespannt sind.
- Durch die Verwendung von paarweise einander gegenüberstehenden Klemmrollen oder Andruckplatten ergibt sich eine sehr einfache Klemmvorrichtung, die ein Verrutschen der Papierbahn in Querrichtung, d. h. in Richtung der Typenträgerbewegung, wirksam verhindert, gleichzeitig jedoch die Bewegung der Papierbahn in ihrer Transportrichtung praktisch nicht behindert. Dabei ist es auch nicht erforderlich, mittels eines zusätzlichen Mechanismus die Klemmrollen oder Andruckplatten beim Papierbahntransport abzuheben, da die Klemmrollen in der entsprechenden Richtung ungehindert auf den Andruckplatten bzw. auf der Papierbahn abrollen können und somit praktisch keine Bremswirkung haben. Quer zu ihrer Rollrichtung dagegen üben diese Klemmrollen zusammen mit den Andruckplatten aufgrund ihres hohen Reibungskoeffizienten an der Umfangsfläche eine starke Bremswirkung aus, die das seitliche Verrutschen der Papierbahn verhindert. Durch die einfache Gestaltung der Klemmrollen und ihre Lagerung in der Farbband-Abschirmung, wie auch durch die einfache Anordnung der Andruckplatten in der Hammerabdeckung werden auch keine zusätzlichen Haltemittel benötigt, so daß sich insgesamt eine konstruktiv einfache Klemmvorrichtung ergibt, die keinerlei Steuerung im Betrieb erfordert.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist sowohl auf einen Rückseiten- als auch einen Vorderseiten-Schlagdrucker anwendbar und verhindert zuverlässig eine Fehlausrichtung der ausgedruckten Zeilen sowie ein Einreißen der Transportlöcher der Papierbahn.
- Die Klemmrollen sind in einem Rollengehäuse gelagert, das an der Rückseite der an der Druckeinrichtung angelenkten Farbband-Abschirmung angebracht ist. An einem Umfangsabschnitt der bzw. jeder Klemmrolle ist ein Ring oder Bund angebracht, der einen großen Reibungskoeffizienten besitzt. Dieser Umfangsabschnitt der Klemmrolle ragt durch einen Längsschlitz in einer Wand der Farbband-Abschirmung hindurch bis zu einem Bereich, in welchem sich die zu bedruckende Papierbahn bewegt. Der Klemmrolle gegenüberstehend ist die Andruckplatte so angeordnet, daß die Papierbahn zwischen der Andruckplatte und der Klemmrolle hindurchläuft, wobei Andruckplatte und Klemmrolle gegeneinander vorbelastet sind. Da sich die Klemmrolle ungehindert in Transportrichtung der Papierbahn zu drehen vermag, übt sie eine minimale Hemmkraft gegenüber der Vorschubbewegung der Papierbahn aus, während sie einer seitlichen Verschiebung der Papierbahn eine beträchtliche Hemm- oder Bremskraft entgegensetzt.
- Aus der bereits eingangs erwähnten US-PS 37 32 810 (vgl. die Fig. 6 und 7) ist zwar auch eine Klemmvorrichtung unter Verwendung von Rollen bekannt, wobei diese Klemmvorrichtung mit Reibrollen als Rücklaufsperre für eine Trommeldruckeinrichtung ausgebildet ist, bei der die Papierbahntransportrichtung und die Typenbewegungsrichtung genau entgegengesetzt gerichtet sind. Die Klemmvorrichtung ist dementsprechend so gestaltet, daß die Reibrollen in Bewegungsrichtung des Papierbahntransportes von der Papierbahn abgehoben werden, während sie in entgegengesetzter Richtung, d. h. in Bewegungsrichtung der Typentrommel, an die Papierbahn angepreßt werden und eine weitere Bewegung sperren.
- Schließlich ist aus der DE-PS 23 13 100 eine transportabhängige Papierbremse im Transportweg von in Druckeinrichtungen geförderten Papierbahnen bekannt. Diese Papierbremse besteht im wesentlichen aus einer Bremsplatte, welche jeweils nach dem Transport die Papierbahn abbremsen soll. Die Bremsplatte legt sich dabei auf die Papierbahn und drückt diese gegen eine Auflagefläche. Die Auflagefläche besitzt eine Vertiefung, in die eine Rolle eingreift und dabei die Papierbahn in die Vertiefung hineindrückt. Auf diese Weise wird die Papierbahn sowohl durch die Bremsplatte als auch durch die Rolle nach dem Transport abgebremst. Beim Weitertransport der Papierbahn wird diese gespannt, sie hebt damit die Rolle aus der Vertiefung sowie die Bremsplatte von der Auflagefläche ab, so daß der Transport nicht weiter behindert wird.
- Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1 und 2 perspektivische Darstellungen mehrlagiger Papierbahnen,
- Fig. 3 eine perspektivische Darstellung einer Druckeinrichtung zur Veranschaulichung ihrer verschiedenen Bauteile,
- Fig. 4 und 5 eine perspektivische Darstellung bzw. eine Schnittansicht zur Veranschaulichung des wesentlichen Teils einer Druckeinrichtung mit einer Vorrichtung mit Merkmalen nach der Erfindung und
- Fig. 6 eine Schnittansicht einer anderen Ausführungsform der Erfindung, bei welcher eine Klemmrolle durch Federmittel vorbelastet ist.
- Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Schlagdruckeinrichtung weist ein Gehäuse 1 mit einer Hammerabdeckung 3 auf, die mit einer Öffnung versehen ist, durch welche die Schlagflächen mehrerer Druckhammer 2 hindurchzutreten vermögen, welche ihrerseits parallel zu einer Druckposition bzw. zu einer Zeile auf einer Papierbahn 14 angeordnet sind. Die Hammerabdeckung 3 ist mit mehreren Andruckplatten 5 versehen, die unterhalb der auszudruckenden Zeile parallel zu ihr angeordnet sind. Gemäß Fig. 5 drängt ein Federmittel 4 die Andruckplatten 5 gegen die Papierbahn 14. Ein mittels eines Schwenkzapfens 9 am Gehäuse 1 angelenkter Tragrahmen 8 trägt eine Rolle oder Scheibe 10 für den Antrieb eines Zeichenträgers, etwa eines Typenträgers 11. Ein Farbband 12 wird durch eine nicht dargestellte Antriebseinrichtung angetrieben. Der Schwenkzapfen 9 trägt eine Farbband-Abschirmung 13 mit einer Öffnung, die in einer mit der Öffnung der Hammerabdeckung 3 korrespondierenden Lage angeordnet ist. Ein Transportmechanismus 16 zum Transportieren der Papierbahn 14 greift mit Zapfen in Transportlöcher 15 in beiden Rändern der Papierbahn 14 ein und wird von einer Antriebswelle 6 und einer Umlenkwelle 7 getragen. Die Andruckplatten 5 vermögen die Papierbahn 14 zur Verhinderung eines seitlichen Verrutschens derselben gegen die Farbband- Abschirmung 13 anzudrücken. Die Andruckplatten 5 und die Abschirmung 13 bilden eine Spannvorrichtung. Die Abschirmung 13 bildet eine Papierführungswand und wirkt zusammen mit der Hammerabdeckung 3 als Papierführung.
- Ein an der Rückseite der Farbband-Abschirmung 13 montiertes Rollengehäuse 40 enthält mehrere ein seitliches Verrutschen der Papierbahn verhindernde Klemmrollen 41, die längs einer auszudrukkenden Zeile auf der Papierbahn 14 angeordnet sind und die zur Drehung in Bewegungsrichtung der Papierbahn 14 gelagert sind. Auf der Umfangsfläche der bzw. jeder Klemmrolle 41 ist ein Gummiring oder -bund 42 mit großem Reibungskoeffizienten montiert, der in einen Bereich hineinragt, durch den sich die Papierbahn 14 bewegt.
- Die Papierbahn 14 wird durch eine mittels eines Federmittels 4 vorbelastete Andruckplatte 5 gegen die Klemmrolle 41 und ihren Gummibund 42 angedrückt und dabei durch Klemmrolle 41, Gummibund 42 und Andruckplatte 5 so verspannt, daß ein seitliches Verrutschen der Papierbahn 14 verhindert wird. Da die Klemmrolle 41 an der dem Typenträger 11 zugewandten Farbband-Abschirmung 13 montiert ist, kann ein Abstreifen bzw. Verschieben der Papierlagen 18 zueinander durch den Typenträger verhindert werden. Da sich weiterhin die Klemmrolle 41 in Papierbahn-Transportrichtung dreht, übt sie nur eine geringe Hemmwirkung auf die Papierbahn 14 aus, so daß deren Transportlöcher 15 nicht einreißen können.
- Bei der beschriebenen Ausführungsform der Erfindung ist die Andruckplatte 5 durch ein Federmittel 4 gegen die Klemmrolle 41 vorbelastet; die Drehachse der Klemmrolle 41 ist daher vorrichtungsfest. Wahlweise kann jedoch auch die Klemmrolle 41 durch das Federmittel 4 gegen eine vorrichtungsfeste Andruckplatte vorbelastet sein.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Führen einer Papierbahn in einer Druckeinrichtung, mit einem quer zur Bewegungsrichtung der Papierbahn bewegbaren, auf einer Seite der Papierbahn angeordneten Typenträger sowie mit einer auf der anderen Seite der Papierbahn angeordneten Druckhammervorrichtung mit einer Hammerabdeckung sowie mit einer ein Verrutschen der Papierbahn in Bewegungsrichtung des Typenträgers verhindernden Klemmvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung eine Anzahl von Klemmrollen (41) und diesen gegenüberstehend eine gleich große Anzahl von Andruckplatten (5) aufweist, daß die Klemmrollen (41) auf der Seite des Typenträgers (11) an einer Farbband-Abschirmung (13) in Bewegungsrichtung der Papierbahn (14) drehbar gelagert sind, durch die Farbband-Abschirmung (13) hindurch in die Bewegungsbahn der Papierbahn (14) hineinragen und an ihrer Umfangsfläche einen hohen Reibungskoeffizienten aufweisen, daß jede der Andruckplatten (5) auf der anderen Seite der Papierbahn (14) an der Hammerabdeckung (3) angeordnet ist und daß die jeweils einander gegenüberstehenden Klemmrollen (41) oder Andruckplatten (5) durch Federmittel (4 oder 4&min;) gegeneinander vorgespannt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Klemmrolle (41) einen an ihrer Umfangsfläche befestigten Ring bzw. Bund (42) aufweist, der aus einem Werkstoff mit dem hohen Reibungskoeffizienten besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Klemmrollen (41), Ringe bzw. Bunde (42), Andruckplatten (5) und Federmittel (4) auf einer Linie angeordnet sind, die senkrecht zur Bewegungsrichtung der Papierbahn (14) verläuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückseite der Farbband-Abschirmung (13) ein Rollengehäuse (40) angebracht ist, daß das Rollengehäuse und die Rückseite der Farbband- Abschirmung (13) einen Einbauraum für die Klemmrollen (41) festlegen und daß jede Klemmrolle (41) durch einen Längsschlitz in der Farbband-Abschirmung (13) hindurchragt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Federmittel (4) die Klemmrolle (41) beaufschlagt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Federmittel (4&min;) die Andruckplatte (5) beaufschlagt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Federmittel (4, 4&min;) eine Blattfeder ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbband-Abschirmung (13) schwenkbar an der Druckeinrichtung gelagert ist.
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