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Verfahren und Vorrichtung zum
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Verkleben von Kunstrasenbahnen Die Erfindung betrifft zunächst ein
Verfahren zum Verkleben von Kunstrasenbahnen, bei dem ein Zweikomponenten-Reaktionskleber
auf einen vorbereiteten Untergrund aufgetragen wird und an die Kunstrasenbahn ausgelegt
und angedrückt wird. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
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Vollständig geschlossene, nicht dränierende Kunstrasenbahnen werden
üblicherweise vollflächig verklebt. Sollen jedoch Kunstrasenbahnen, die, um dränieren
zu können, gelocht sind, verarbeitet werden, würde eine vollflächige Verklebung
zum Zukleben der Löcher in der Kunstrasenbahn und damit zur Aufhebung der Dränagewirkung
führen.
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Es ist bekannt geworden, bei der Verarbeitung von dränierenden Kunstrasenbahnen
den Kleber streifenförmig auf den vorbereiteten Untergrund aufzutragen. Es hat sich
jedoch gezeigt, daß dies sowohl im Hinblick auf die Gefahr einer Verklebung der
Löcher in den Kunstrasenbahnen wie auch im Hinblick auf die für den streifenförmig
ihren Auftrag einzusetzenden Vorrichtungen sehr problematisch ist.
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Für die in Frage stehende Verklebung werden Zweikomponenten-Reaktionskleber
auf Polyuretan-Basis oder Epoxi-Basis benutzt, die in ihrem Strömungsverhalten beinahe
schon als pastös zu bezeichnen sind und die nur eine sehr begrenzte
sogenannte
Topfzeit haben, so daß die Gefahr einer schnellen und vollständigen Zusetzung von
Schläuchen, Leitungen, Auftragdüsen und sonstigen mit dem Kleber in Berührung kommenden
Vorrichtungsteilen außerodentlich groß ist.
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Hierbei ist auch zu berücksichtigen, daß zur sicheren Verklebung jeweils
im Streifen doch eine relativ große Menge von Kleber benötigt wird. Es ist darauf
hinzuweisen, daß der Untergrund, auf dem eine derartige dränierende Kunststoffrasenbahn
verlegt wird, naturgemäß selbst dränierend sein muß, so daß ein Teil des aufgetragenen
Klebers auch in den Untergrund eindringt, und hier sogar ja beim Abwalzen und damit
Andrücken der ausgelegten Kunstrasenbahn regelrecht hineingepreßt wird.
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Dies bedeutet, daß für eine Verlegearbeit eine ganz erhebliche Menge
eines derartigen Reaktionsklebers bereitgehalten werden muß. Eine derart relativ
große Masse eines derartigen Klebers heizt sich aber besonders schnell auf, so daß
die Reaktionszeit hierdurch besonders kurz wird und ein schneller Aufbau von den
Grenzschichten des Klebers zu Vorrichtungsteilen her erfolgt.
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Darüberhinaus erfordert der Streifenauftrag im Hinblick auf die erforderliche
Streifenstärke auch einen erheblichen Kl eb erverbrauch.
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Problematisch ist auch, daß es trotz des streifenförmigen Kleberauftrages
immer noch zum 7ukleben ganzer Lochreihen in der Kunstrasenbahn kommen kann. Hierbei
ist zu berücksichtigen, daß beim Andrücken der Kunstrasenbahn an den
Kleber,
was durch Abwal7en geschieht, der Streifen bis auf eine Breite von etwa 1 cm verlaufen
kann. Um eine sichere und zuverlässige Verklebung ohne Gefahr von Wölbungen- und
Faltenbildungen auch bei entsprechenden Außentemperaturschwankungen zu gewährleisten,
dürfen die Streifen höchstens einen Abstand von 5 cm voneinan der haben. Die Lochreihen
in den Kunstrasenbahnen haben dabei, um eine gute Dränagewirkung zu erzielen, einen
Abstand von etwa 3 cm. Berücksichtigt man da hinzu nicht zu vermeidende Verlegeungenauigkeiten,
liegt es auf der Hand, daß immer noch ganze Lochreihen für die Dränagewirkung ausfallen
können.
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Der vorliegenden Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mit dem bzw. der auch gelochte, dränierende
Kunstrasenbahnen unter weitestgehender Aufrechterhaltung der Dränagewirkung und
unter denkbar geringer Beeinträchtigung der Auftragvorrichtung für den Kleber verklebt
werden können.
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Bezüglich des Verfahrens ergibt sich die erfindungsgemäße Lösung aus
dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1, bezüglich der Vorrichtung aus dem
kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 5.
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Es hat sich überraschend gezeigt, daß sich durch die Verwendung einer
Lochplatte unter Beseitigung aller bislang bestehender Probleme bei derartigen Zweikornponenten-
Reaktionsklebern
ein punktförmiger Kleberauftrag erzielen läßt, der auch weitestgehend die Dränageeigenschaften
der gelochten Kunstmaterialbahn aufrechterhält. Das Anbringungsraster der punktförmigen
Kleberspots läßt sich mit eusreichender Sicherheit, auch unter Berücksichtigung
der Tatsache, daß sich der Kleber beim Anwalzen der Kunstrasenbahn noch ein wenig
ausbreitet, so ausreichend versetzt zum Lochraster in der Kunststoffrasenbahn halten,
daß es nur, wenn überhaupt, in einzelnen Ausnahmefällen einmal zur Beeinträchtigung
eines Dränageloches kommt. Auch ist der Materialverbrauch an Kleber deutlich geringer
als beim streifenförrnigen Auftrag.
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Es kommt hinzu, daß von der Vorrichtungsseite her eine ernsthafte
Beeinträchtigung duch den Kleber infolge Aufbauen, Zusätzen und dergleichen nicht
mehr gegeben ist. Zwar kommt es sicherlich im Laufe der Zeit auch hier bei der Lochplatte
zu einem Aufbau in den Löchern und an den Lochrändern und zu einem Zusätzen der
Löcher, doch ist im Verhältnis zu den Streifenauftragsaggregaten mit ihren Zuleitungen,
Auftragdüsen und dergleichen die Beseitigung des Klebers bei einer solchen Lochplatte
völlig problemlos.
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Es genügt unter Umständen schon das Herausblasen mit Druckluft. Der
Kleber kann auch mit Hilfe eines Lösungsmittels problemlos aus den Löchern herausgebracht
werden und bei Wahl ein es entsprechenden Lochplattenmateriales ist auch das Ausbrennen
des Klebers aus den Löchern, beispielsweise mit einem Gasbrenner, problemlos und
schnell
durchzuführen. Darüberhinaus sind derartige Lochplatten
so einfache und preiswert herzustellende Teile, daß ohne weiteres ein ganzer Satz
derartiger Lochplatten bevorratet werden kann, so daß für ein kontinuierliches Verkleben
immer jeweils gereinigte Lochplatten zur Verfügung gestellt werden können.
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Es hat sich gezeigt, daß für eine sichere Verklebung pro 3 Kleberpunkt
zwischen 0,5 und 4 cm Kleber, ja nach Zusammensetzung des Zweikomponenten-Reaktionsklebers,
3 vorzugsweise 0,8 - 1,0 cm benötigt werden, eben noch unter Berücksichtigung der
Porosität des Untergrundes.
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Es hat sich dabei überraschend gezeigt, daß tatsächlich ein Tropfen
dieser Menge auch im Hinblick auf die fast pastöse Eigenschaft eines derartigen
Klebers einwandfrei aus einem entsprechend dimensionierten Loch der Lochplatte abtropft.
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Die in den Hauptvorrichtungsansprüchen gekennzeichneten Lochplatten
ermöglichen in beiden Varianten eine schnelle bequeme Kleberverarbeitung. Bei der
durchgehend gelochten Lochplatte mit nur seitlicher Aufkantung kann ein ganzer Lochplattensatz
bündig aneinander stoßend nebeneinander ausgelegt werden und der aufgeführte Kleber
kann dann bequem unter Füllung der Löcher von Lochplatte zu Lochplatte gestrichen
werden. Bei der Lochplatte mit Blindteil und allseitiger Aufkantung wird der aufg-efüllte
Kleber unter Füllung der Löcher vom Lochbereich auf den Blindbereich abgestrichen
und nach Versetzen der Lochplatte von dort dann wieder zurück über den Lochbereich
gestrichen Die allseitig umlaufende Aufkantung gibt hier der Lochplatte eine besondere
Stabilität bei erforderlich werdender großer Lochplattenlänge im Hinblick auf eine
mögliche
erhebliche Kunstrasenbahnbreite. Sowohl die allseitige
Aufkantung wie die seitlichen Aufkantungen bei Aneinanderreihung mehrerer durchgehender
gelochter Lochplatten gewährleisten, daß kein Kleber unerwünscht von der bzw. den
Lochplatten herunter auf den Untergrund gelangt.
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Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen.
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Ein Verfahrensbeispiel sowie Ausführungsbeispiele der Vorrichtung
werden nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung näher beschrieben.
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Es zeigen Figur 1 eine Lochplatte zur Durchführung des Verklebeverfahrens
in perspektivischer Darstellung mit einem Teilschnitt, Figur 2 eine weitere derartige
Lochplatte in perspektivischer Darstellung.
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Zur Verklebung dräni erender, gelochter Kunstrasenbahnen auf einem
vorbereiteten, festen, dränierenden Untergrund, beispielsweise auf Gummimatten,
Asphalt oder Kunstschäumen, wird ein Zweikomponenten-Reaktionskleber auf der Basis
Polyuretan oder auf Epoxi-Basis punktförmig auf den Untergrund aufgetragen, und
zwar unter Verwendung einer Lochplatte 1, 1', durch deren Löcher 2 man den Kleber
auf den Untergrund tropfen läßt.
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Die in Figur 1 dargestellte Lochplatte weist neben einem Bereich,
in dem sich die Löcher 2 befinden, einen geschlossenen, als Blindteil zu bezeichnenden
Bereich 3 auf. Sie ist ferner mit einer allseitig umlaufenden Aufkantung 4 versehen.
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Die Lochplatte 1 wird auf dem mit dem punktförmigen Kleberauftrag
zu versehenden Bereich des Untergrundes aufgestellt und es wird dann Klebermasse
auf sie aufgefüllt. Die Auffüllung des Klebers geschieht zunächst vorzugsweise auf
dem gelochten Bereich. Mit einem Gummiwischer, Rakel oder dergleichen wird dann
der Kleber unter Füllung der Löcher 2 vom gelochten Bereich der Platte auf den geschlossenen
Bereich 3 hin abgestrichen, wo er bis zum nächsten Kleberauftrag bevorratet bleibt.
Die allseitige Aufkantung 4 verhindert ein unbeabsichtigtes Herablaufen des Klebers
von der Lochplatte 1.
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Nach dem Ab streichen wird die Lochplatte 1 so weit über den Untergrund
angehoben, daß die in den einzelnen Löchern befindliche Klebermasse aus den Löchern
abtropfen kann, wodurch es auf dem Untergrund zum gewünschten punktförmigen Kleberauftrag
kommt. Das Punktraster wird dabei so aufgetragen, daß es ausreichend versetzt zu
dem in der aufzubringenden Kunstrasenbahn befindlichen Lochraster liegt.
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Nach dem Abtropfen des Klebers wird die Lochplatte auf den nächstfolgenden
Untergrundbereich aufgesetzt. Der Kleber wird dann von dem Blindteil 3 der Lochplatte,
gegebenenfalls unter Auffüllung mit weiterem Kleber, über den gelochten Bereich
zurück gestrichen und er wird dann wieder von ihr unter Füllung der Löcher zum Blindteil
hin abgestrichen.
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Ist ein vorgegebener Untergrundbereich mit dem punktförmigen Kleberauftrag
versehen, wird die Kunstrasenbahn aufgelegt und angedrückt, was durch Abwalzen geschieht.
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Durch das Abwalzen wird ein Teil der Masse der Kleberpunkte in den
porösen Untergrund gedrückt. Es kommt auch durch das Abwalzen zu einer Verbreiterung
des Kleberpunktes, wobei jedoch durch den Loch- und Punktrasterversatz normalerweise
auch nach dem Abwalzen dränierende Löcher in der Kunstrasenbahn nicht durch den
Kleber zugesetzt werden.
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Bei einem typischen Beispiel beträgt der Lochabstand der dränierenden
Löcher in der Kunstrasenbahn etwa 3 cm. Der Abstand der Löcher 2 in der Lochplatte
1 voneinander und damit der Abstand der Kleberpunkte auf dem Untergrund beträgt
dabei 4 - 5 cm.
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Aus den eingangs genannten Gründen werden pro Kleberpunkt je nach
Art des Klebers zwischen 0,5 - 4 cm3 Klebermasse, vorzugsweise 0,8 - 1,0 cm³ Klebermasse
benötigt.
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Man erhält diesen Bereich beispielsweise bei einer Lochplatte mit
einer Stärke von 6 - 8 mm dann, wenn die Löcher 2 einen Durchmesser von ca. 13 mm
haben.
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Die Lochplatten 1 haben im Hinblick auf die üblichen Bahnbreiten derartiger
Kunstrasenbahnen in Quererstrekkung der Bahn einen Längsbereich von 2 - 3,50 m.
In Längsrichtung der Bahn gesehen haben sie eine Erstreckung von ca. 1 m. In diesen
Abmessungen sind sie noch bequem von zwei Bedienungspersonen, auch mit aufgefülltem
Kleber, zu handhaben, wenn im einfachsten Fall die Handhabung manuell erfolqt, wozu
dann die Lochplatte 1 mit seitlichen Tragegriffen versehen ist.
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Es ist auch ohne weiteres möglich, die Lochplatte als Funktionsteil
einer Vorrichtung vorzuschen. Die Vorrichtung würde dann neben einem einfachen verfahrbaren
Gestell ein Hubwerk für das zeitweilige Anheben und das
Aufsetzen
der Lochplatte haben, sowie ferner einen zweckmäßig motorisch angetriebenen Rakel
oder Abstreicher an der Oberseite der Lochplatte. Die in Figur 2 dargestellte Lochplatte
1' ist im Gegensatz zu der in Figur 1 dargestellten Lochplatte 1 überall auf ihrer
Erstreckung mit den Löchern 2 versehen.
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Sie ist ferner nur an ihren beiden schmalen Handhabungsseiten, an
denen die Griffe vorgesehen sind, mit einer Aufkantung 4' versehen. Bei Durchführung
des Verfahrens mit einer derartigen Lochplatte 1' ist vorgesehen, daß eine Mehrzahl
von Lochplatten 1' in Bahnverlegerichtung aneinanderstoßend aneinandergereiht werden,
der Kleber dann auf die zuerst liegende Lochplatte 1' aufgefüllt wird und der Kleber
dann von dieser auf die nachfolgende Lochplatte 1' abgestrichen wird und so fort,
wobei dann die erstgenannte Lochplatte 1' nach ihrem Anheben und dem Abtropfenlassen
des Klebers aus ihren Löchern wieder in der Lochplattenreiche hinten angesetzt wird.