-
mit der Lafette verbundener Schutzschild für hinter einer Panzerung
stehende schwenkbare Schiffsgeschütze. Bekanntlich werden die auf den Schiffen hinter
der festen Panzerwand stehenden Geschütze durch einen zylindrischen Panzerschild
geschützt -der über d_ie Panzerung des Schiffes hinaus durch die zu diesem
Zweck im Panzer vorgesehene Öffnung vorgeschoben ist. Dieser Schutzschild besteht
aus einer Panzerplatte, die unmittelbar oder unter Einschiebung eines Blechmantels
mit der Lafette verbunden ist, und zwar durch Verbindungsstücke von einer gewissen
Elastizität, wodurch unter dem Stoß eines Geschosses eine gewisse Verschiebung des
beweglichen Schildes gegenüber dem Blechmantel und der Lafette -ermöglicht wird.
-
Bei den bekannten derartigen Vorrichtungen wird die Verschiebung des
Schildes nur durch den Widerstand der .elastischen Verbindung begrenzt; hieraus
ergibt sich, daß ein Stoß oder wiederholte Stöße von feindlichen Geschossen. die
Zerstörung des Blechmantels und der Lafette durch den nach innen gestoßenen Schild
veranlassen können, wobei dann die Öffnung im Panzer vollkommen ungeschützt und
für den Eintritt von feindlichen Geschossen offen verbleibt.
-
Nach der Erfindung sollen diese Unzuträglichkeiten durch eine besondere
Anordnung des Schutzschildes und der diesen aufnehmenden Geschützpforte vermieden
werden. Die Pforte im festen Panzer und der in dieser Öffnung liegende Teil des
Schutzschildes erhalten zu diesem Zweck an ihren oberen und unteren Rändern einen
solchen Querschnitt, daß j ede " ungewöhnlich starke Verschiebung des Schildes unter
dem Stoß eines Geschosses den Schild in der Luke festdrückt oder gegen Rasten oder
Anschläge der Luke zur Anlage bringt, und zwar bildet man den oberen und unteren
Innenrand der Pforte, anstatt wie früher, als einfache Durchtrittsöffnung für den
Schutzschild; so aus, daß sie ein Widerlager für den Schild durch Anlage oder Verriegelung
bilden, sobald eine starke Verschiebung des Schildes nach innen unter der Wirkung
von Stößen von außen eintritt.
-
Einige Ausführungsformen der neuen Anordnung sind beispielsweise in
der Zeichnung dargestellt. Fig. z zeigt im Schnitt von der Seite in schematischer
Darstellung die bisher üblichen Profile der in der Panzerung angebrachten Öffnung
und des in dieser Öffnung liegenden Teiles des Schutzschildes. Der obere Rand a1
und der untere Rand a2 der Pforte sind wagerecht und einander parallel angeordnet
und gestatten einen vollkommen freien Durchtritt des beweglichen Schutzschildes
b. Die Wände b1, b2 des beweglichen Schutzschildes besitzen eine entsprechende Gestaltung
an ihren Rändern.
-
In Fig. a und 3 sind im senkrechten und wagerechten Schnitt die Öffnung
im Panzer und der bewegliche Schutzschild nach der Erfindung gezeigt; Fig. 4 zeigt
dieselbe Anordnung in der am weitesten -zurückgezogenen Stellung, Fig. 5 und 6 in
vorgeschobener und
zurückgerückter Stellung eine andere Ausführungsform,
Fig. 7 und 8 zwei weitere Ausführungsformen der neuen Anordnung.
-
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. a bis-4 zeigt die in der gepanzerten
Schiffswand angeordnete Pforte eine obere Kante &, die von außen oben nach innen
unten geneigt ist, während die untere Kante a= umgekehrt geneigt ist, d. h. von
außen unten nach innen oben. Der Querschnitt der Wände b1 und b'. des beweglichen
Schildes b ist entsprechend ausgebildet.
-
Es ist- aus Fig. q. ersichtlich, daß diese besonderen Anordnungen
der Geschützluke nur einen begrenzten Rückhub des Schildes um die Strecke e (Fig.
q.) gestatten. Auf diese Art wird in jedem Falle jede besonders große, von einem
Stoß von außen herrührende Beanspruchung von der festen Panzerung aufgenommen, wodurch
verhindert wird, daß der Schild so weit in das Innere des Schiffes geschoben wird,
daß er die Öffnung verläßt und diese für das Eindringen von feindlichen Geschossen
frei macht.
-
Bei der Ausführungsform gemäß Fig.5 und 6 zeigt die feste Panzerung
ein nach vorn offenes Widerlager a3, das zur Anlage der Fläche b$ des Schildes dient.
-
In der Ausführungsform gemäß Fig. 7 ist in der oberen und der unteren
Wand der Öffnung eine Nut angeordnet, in die ein Flansch von geringeren Abmessungen
b4 eingreift, der an dem Schutzschild b vorspringt.
-
Bei der Ausführung gemäß Fig. 8 endlich zeigt die Öffnung oben und
unten j e eine vordere Stützfläche a1, a2; der bewegliche Schutzschild b ist mit
dem Blechmantel o durch elastische Zwischenstücke d verbunden. Bei dieser Anordnung
sind die oberen und unteren Wände wagerecht, und der Schutzschild legt sich gegen
die äußere Wand der Panzerung an den Kanten der Luke an.
-
Die in der festen Panzerung angeordneten Widerlager für die Flächen
der Schutzschilde können der Form nach verändert werden, wenn sie nur einen freien
Durchtritt des Schutzschildes und eine Anordnung vorsehen, die eine Begrenzung der
wagerechten Bewegung des Schutzschildes um das erforderliche Maß gestattet.