DE322901C - Vorrichtung zum Einstellen der Strassenbahnweichen - Google Patents

Vorrichtung zum Einstellen der Strassenbahnweichen

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DE322901C
DE322901C DE1919322901D DE322901DD DE322901C DE 322901 C DE322901 C DE 322901C DE 1919322901 D DE1919322901 D DE 1919322901D DE 322901D D DE322901D D DE 322901DD DE 322901 C DE322901 C DE 322901C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
    • B61L11/02Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using mechanical interaction between vehicle and track

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Railway Tracks (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die bekannte Art von Vorrichtungen zum Einstellen der Straßenbahnweichen, welche vom Wagenführer mit dem Fuß betätigt werden und bei welchen ein nach unten gedrückter Arm den Weichenumstellhebel betätigt.
Um die bei den bekannten derartigen Vorrichtungen bestehenden Nachteile der Unzuverlässigkeit zu vermeiden, sind gemäß vorliegender Erfindung besondere Sicherheitsorgane, Zuhaltungen und Ausgleichvorrichtungen vorgesehen. Durch die am Umsteller befindliche Zuhaltung wird die Schiene in der heruntergedrückten Stellung so lange festgehalten, bis die Weiche in die richtige Lage gekommen ist. Hierauf wird der Umsteller wieder mechanisch durch einen an demselben angeordneten Ausheber außer Gebrauch gesetzt. Der Ausheber steht unten ein Stück über die Schiene des Umstellers vor, so daß durch das Weiterfahren des Wagens das untere Ende des Aushebers an den Weichenumstellhebel stoßen muß und so lange davor stehen bleibt, bis der Ausheber die erforderliehe schräge Stellung, um über den Weichenumstellhebel hinwegzugleiten, eingenommen hat. Bei dieser Schrägstellung des Aushebers stößt das obere im Winkel gebogene Ende desselben gegen die Zuhaltung, die dadurch ausgesetzt wird, so daß der Umsteller nun durch eine Feder in die Höhe gezogen wird.
Sollte der Ausheber durch das Auf- und Niederbewegen des Wagens nicht an den Weichenumstellhebel stoßen, so ist dicht hinter demselben zur Sicherheit noch ein unter Federdruck stehender Aushebebolzen angeordnet, der etwas höher steht, als der in schräger Stellung befindliche Weichenumstellhebel. Gegen den Aushebebolzen muß der Ausheber unbedingt stoßen, so daß die Zuhaltung ausgeschaltet wird.
Mit dem Weichenumstellhebel ist noch eine anderqAusgleichvorrichtungverbunden, welche dazu dient, denselben auszuschalten, wenn die Weiche bereits richtig eingestellt worden ist. Hierdurch wird verhindert, daß der Umsteller nicht, ehe er ganz über den Weichenumstellhebel hinweg ist, den Wagen in die Höhe hebt und dadurch Stöße verursacht.
Die Ausgleichvorrichtung ist gleichfalls mit einer Zuhaltung versehen, die den Umstellhebel von der ersteren so lange in senkrechter Stellung festhält, bis die Weiche herumgelegt ist. An den beiden Enden der· Weiche ist je ein Draht befestigt, welcher über Rollen läuft und an der Zuhaltung befestigt ist. Kurz bevor die Weiche vollständig herumgelegt ist, wird nun derjenige Draht angezogen, welcher hierfür in Frage kommt, wodurch die Zuhaltung ausgeschalten und der Umstellhebel an der Schiene des Umstellers niedergedrückt wird. Ist letztere über den Einstellhebel hinweg, so wird dieser durch Federdruck wieder in die richtige, senkrechte Stellung gebracht.
Wird nun die Weiche durch einen anderen Wagen wieder herumgelegt, so erschlafft der vorher angezogene Draht und die Zuhaltung wird durch die an ihr befindliche Feder ange-
zogen und schnappt mit ihrem Haken in die Nut des Führungswinkels hinein, wodurch der Umstellhebel festgehalten und der am anderen Ende der Weiche befestigte Draht angezogen wird.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiele veranschaulicht, und zwar zeigt:
ίο Fig. ι einen Längsschnitt (Umsteller befindet sich oben, Ruhestellung),
Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie A-B der Fig. i,
Fig. 3 einen Grundriß mit der nach links gestellten Weiche nebst der Ausgleichvorrichtung,
Fig. 4 einen Grundriß mit der nach rechts gestellten Weiche und der Anordnung des Aushebebolzens,
Fig. 5 einen Querschnitt mit .dem am Wagenuntergestell angeordneten Umsteller,
Fig. 6 und γ den Umsteller der Vorrichtung in Ansicht und einem Querschnitt, Fig. 8 einen Längsschnitt von der verschiebbaren Schiene des Umstellers,
Fig. 9 und io die Ausgleichvorrichtung in Ansieht und einem Grundriß.
Die Vorrichtung besteht in der Hauptsache aus dem im Fußboden des Vorderperrons neben dem Führerstande angeordneten Fußtritt i, dem Umsteller 2,· welcher sich außerhalb des Fußbodens am A¥agenuntergestell zwischen den Schienen befindet, den gleichfalls zwischen den Schieneng angeordneten Weichenumstellhebeln 3 und 4 mit Zwischenhebel 6 nebst der Weiche 7, dem Aushebebolzen 8 und der Ausgleichvorrichtung 9.
Soll nun die Weiche 7 herumgelegt werden, so tritt der Wagenführer auf den Fußtritt 1, welcher sich im Lager 29 führt und dadurch heruntergedrückt wird. Die Bewegung wird durch den Winkelhebel 10, Zugstange 11 und Winkelhebel 12 auf den Umsteller 2 über- ■ tragen, wodurch die Schiene 13 nach "unten gedrückt wird, die in dieser Stellung durch die Zuhaltung 14 festgehalten wird. Sobald die ; Schiene 13 an den Weichenumstellhebel 3 . stößt, wird dieser nach vorn gedrückt und ; neigt sich; gleichzeitig, da er in seiner Mitte ( drehbar im Lager 15 gelagert ist, nach unten. ! Das andere untere Ende des Weichenumstell- | hebeis 3 dagegen hat sich nach hinten bewegt, i Diese Bewegung wird durch die Zugstange 16 j dem in Lagern 17 drehbar gelagerten Zwi- | schenhebel 6 übertragen, von dessen unterem \ Ende eine weitere Zugstange 18 nach dem un- ! teren Ende des anderen Weichenumstellhebels 4 geht, der im Lager 19 drehbar gelagert und nun senkrecht zu stehen, kommt. Mit dem auf der Welle 20 der Lager 17 befestigten j Zwischenhebel 6 wird gleichzeitig der ebenfalls fest auf der Welle 20 sitzende Hebel 21 be-, wegt, welcher die Zugstange 22 nach vorn ! zieht und den im Lagerarm 23 des Lagers 19 j drehbar gelagerten Winkelhebel 24 mitnimmt. Letzterer ist anderseits mit der Schiene 25 von der Weiche 7 verbunden, welche hierdurch zur Seite geschoben und richtig eingestellt wird. Soll die Weiche von einem ande-1 ren Wagen aus wieder herumgelegt werden, so wird dieses Mal der Weichenumstellhebel 4 niedergedrückt. Der ganze Vorgang geht \ jetzt entgegengesetzt, wie vorher beschrieben ist, vonstatten.
Hat der Umsteller 2 den Weichenumstellhebel 3 oder 4 herumgelegt, so wird er wieder , außer Gebrauch gesetzt, was durch den Aus- : heber 26 des Umstellers 2 erfolgt. Der Aus-■ heber ist oben im Winkel gebogen und unten etwas länger als die Schiene 13 des Umstellers 2. Durch das Weiterfahren des Wagens '■ stößt das untere Ende des Aushebers 26 an 1 den Weichenumstellhebel 3 oder 4 und bleibt ' davor so lange stehen, bis er" "die genügende I schräge Stellung eingenommen hat, um über 1 den Weichenumstellhebel hinwegzugleiten. : Bei dieser schrägen Stellung stößt das obere im Winkel gebogene Ende des Aushebers 26 ; gegen die Zuhaltung 14, die hierdurch ausge- ! schaltet wird. Jetzt wird der Umsteller 2 mit j der Schiene 13 durch die Feder 27 in die Höhe I gezogen, ebenso erhält nun gleichzeitig der , Fußtritt ι durch die Zugfeder 28 seine Anfangsstellung wieder.
Sollte der Ausheber 26 durch das Auf- und 9S Niederbewegen des Wagens nicht an den Weichenumstellhebel 3 stoßen, so ist dicht hinter diesem noch ein unter Federdruck stehender Aushebebolzen 8 angeordnet. Kommt nun die Schiene 13 vom Umsteller 2 dagegen, so wird der Aushebebolzen, weil die Schiene 13 unten abgeschrägt ist, nach unten gedrückt, geht aber sofort wieder in die Höhe, wenn der Umsteller darüber hinweg ist. Der dahinter befindliche Ausheber 26 muß nun unbedingt an den Aushebebolzen 8 stoßen^ so daß jetzt die Zuhaltung 14 ausgeschaltet wird. Der Aushebebolzen 8 muß etwas höher stehen, als der geneigte Weichenumstellhebel 3 oder 4.
An diese ist noch mittels der Zugstange 16 und 18 je eine Ausgleichvorrichtung 9 angeschlossen, welche dazu dient, die Weichenumstellhebel 3 und 4 auszuschalten, wejm die Weiche bereits richtig liegt, damit der Umsteller 2 nicht, ehe er ganz über den Weichenumstellhebel 3 oder 4 hinweg ist, den Wagen in die Höhe hebt und dadurch Stöße verursacht. Die Ausgleichvorrichtung 9 besitzt ebenfalls eine. Zuhaltung 30, die den Umstellhebel 31 oder 32 so lange festhält, bis die
Weiche herumgelegt ist. An beiden Gleisenden der Weiche 7 ist je ein Draht 33, 34 befestigt, welche über Rollen 35 gehen und an der Zuhaltung 30 befestigt sind.
Kurz bevor die Weiche 7 herumgelegt ist, wird der in Frage kommende Draht (nach der. vorhergehenden Beschreibung Draht 33) angezogen. Durch das Anziehen dieses Drahtes wird die Zuhaltung 30 ausgeschaltet und der Umsteller 2 kann den Umstellhebel 31 niederdrücken. Ist die Schiene 13 des Umstellers 2 darüber hinweg, so wird der Umstellhebel 31 durch die Federn 36 wieder in die senkrechte Anfangsstellung zurückgebracht. Wird die
*5 Weiche 7 durch einen änderen Wagen wieder herumgelegt, so erschlafft der Draht 33 und die Zuhaltung 30 wird durch ihre Feder 37 angezogen und faßt mit ihrem Haken in die Nut der Führungswinkel 39 hinein, wodurch der Umstellhebel 31 festgehalten wird. Jetzt ist der Draht 34 angezogen!

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche :
    i. Vorrichtung zum Einstellen der
    Straßenbahnweichen, dadurch gekennzeichnet, daß die heruntergedrückte Schiene __ (13) des Umstellers (2) durch die Zuhaltung (14) so lange festgehalten wird, bis die Weiche (7) in die richtige Lage gekommen ist und alsdann der Umsteller (2) wieder mechanisch durch den Ausheber (26) außer Gebrauch gesetzt wird.
    2. Vorrichtung zum Einstellen der Straßenbahnweichen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Weiterfahren des Wagens das untere Ende des Aushebers (26), welcher unten ein Stück über die Schiene (13) des Umstellers (2) vorsteht, gegen den Weichenumstellhebel (3) stößt und vor diesem so lange stehen bleibt, bis der Ausheber (26) eine genügende schräge Stellung eingenommen hat, daß er über den Weichenumstellhebel (3.) hinweggleitet und sein oberes im Winkel gebogenes Ende gegen die Zuhaltung (14) stößt und diese herausdrückt, so daß der Umsteller (2) durch die Feder (27) und mit diesem gleichzeitig der Fußtritt (1) durch die Zugfeder (28) wieder in ihre
    Anfangsstellung zurückgezogen und außer Gebrauch gesetzt werden.
    3. Vorrichtung zum Einstellen der Straßenbahnweichen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dicht hinter dem Weichenumstellhebel (3 und 4) zur Sicherheit je ein unter Federdruck stehender Aushebebolzen (8) angeordnet ist, der etwas höher steht als der in schräger Stellung befindliche, niedergedrückte Weichenumstellhebel (3), so daß der Ausheber (26) unbedingt gegen den Aushebebolzen (8) stoßen muß und die Zuhaltung (14) ausgeschaltet wird.
    4. Vorrichtung zum Einstellen der e5 Straßenbahnweichen gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Weichenumstellhebel (3) noch eine Ausgleichvorrichtung (9) in Verbindung steht, welche dazu dient, denselben auszuschalten, wenn die Weiche (7) schon richtig liegt und die eine Zuhaltung (30) besitzt, die den Umstellhebel (31) so lange in senkrechter Stellung festhält, bis die Weiche herumgelegt ist.
    5. ' Vorrichtung zum Einstellen der Straßenbahnweichen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden Enden der Weiche (7) je ein Draht (3,3> 34) befestigt ist, der über Rollen (35) geht und mit der Zuhaltung (30) fest verbunden ist, welche durch das Anziehen des Drahtes (33) ausgeschaltet wird, so daß die Schiene (13) des Umstellers (2) dem Umstellhebel (31) niederdrücken kann, welcher durch Federn (36) wieder in seine senkrechte Stellung zurückgedrückt wird.
    6. Vorrichtung zum Einstellen der Straßenbahnweichen nach Anspruch 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß, nachdem die Weiche (7) durch einen anderen Wagen wieder herumgelegt wird, der vorher angezogene Draht (33) erschlafft, so daß die Zuhaltung (30) an der Ausgleichvorrichtung (9) durch die Feder (37) an- gezogen und mit ihrem Haken in die Nut (38) der Führungswinkel (29) hineinfaßt, wodurch der. Umstellhebel (31) festgehalten und nun der Draht (34) angezogen wird. 10a
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1919322901D 1919-07-22 1919-07-22 Vorrichtung zum Einstellen der Strassenbahnweichen Expired DE322901C (de)

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