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Schutzschild. Gegenstand der Erfindung ist ein Schutz-Schild für Fußsoldaten,
der während des Marsches beim Vorgehen als Brustschild, beim Zurückgehen als Rückenschild-getragen
wird, während des Feuergefechtes aber an einer stielartigen Handhabe in aufgestellter
Lage als vorteilhafter Ersatz für aus Zeitmangel oder sonstigen Gründen nicht herstellbare
Deckungen bzw. im Verein mit diesen zur Erhöhung der Sicherheit gegen feindliches
Infanteriefeuer bei erhöhter Zielgenauigkeit verwendet werden kann.
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Dieser Schutzschild besteht im wesentlichen aus zwei leicht lösbar
miteinander und mit dem Stiel verbundenen,-fächerartig gegeneinander verschiebbaren
und zu dem Stiel in verschiedene Winkelstellungen bringbaren Stahlblechplatten,
die in zusammengeschobener Stellung, auf den Stiel niedergeklappt, als Brust- oder
Rückenpanzer dienen, in auseinandergeschobener Stellung dagegen zwischen sich eine
Öffnung zum Durchstecken und Auflegen der Feuerwaffe und zum Visieren auf das Ziel
freilassen. Der Schutzschild ist außerdem so eingerichtet, daß er direkt auf dem
Boden oder in einem entsprechenden Abstande davon aufgestellt werden kann, um körperlich
schwächeren oder stärkeren Schützen als Deckung zu dienen. Er kann vermittels des
Stieles aus der einen in die andere Kampfstellung vorgeschoben werden und auch gegebenenfalls
als Sitzgelegenheit Anwendung finden. Durch Abnahme der einen Platte kann die verbleibende
Platte als Schaufel- oder Hauenblatt am Sitz fixiert werden und letzterer ist vorteilhaft
hohl ausgeführt, um Signalfahnen in demselben unterbringen zu können, deren Stangen
zu einem Gewehrputzstock zusammenstellbar sind. Das Griffende des Stieles wird durch
einen mit Schraubenzieher ausgestatteten Ölbehälter gebildet und die Schließhaken,
welche gleichzeitig das Höher- oder Tieferstellen des Schutzschildes während des
Schießens ermöglichen, können als Konservenbüchsenöffner ausgebildet sein.
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In der Zeichnung stellt Fig. z und 2 in Rückansicht und Schnitt den
zusammengeschobenen, vom Soldaten an der Brust- oder Rückenseite zu tragenden Schutzschild
dar. Die Fig. 3 und 4 zeigen Vorder- und Seitenansicht des beim Schießen in liegender
Stellung gebrauchten Schutzschildes. Fig. 5 zeigt die in dem hohlen Stiel unterzubringenden
Hilfsgeräte.
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Die den Schutzschild bildenden Platten a und b, von denen die eine
die Umrißform eines Spatenblattes mit geschärftem und stellenweise sägeartig gezahntem
Rande hat, während die andere Platte einen seitlichen Randausschnitt c für das durchzusteckende
und aufzulagernde Gewehr, sowie einen an den Ausschnitt oben anschließendenVisierschlitz
ä besitzt, sind .durch einen Bolzen f drehbar miteinander verbunden und durch eine
Flügelmutter e in verschiedener gegenseitiger Stellung feststellbar. Die beiden
Platten sind fächerartig gegeneinander verschiebbar, so daß sie aus der Stellung
nach Fig. r in jene nach Fig.2 gebracht werden können. In ersterer Stellung ist
die Endlage der Platte a durch einen an der Platte b angebrachten Anschlag g bestimmt;
in letzterer
Stellung legt sich die Platte ca mit ihrem Rande in
eine lappenartige Umbiegung der Platte b ein, so daß auch bei gelüfteter Schraubenmutter
e ein Zusammenschieben der Platten verhindert ist.
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Der Schutzschild ist mit einem als Handhabe dienenden Stiel h versehen,
der an einem an der Rückseite der Platte a abstehenden . Steg i um den Bolzen
j in einer zum Schild senkrechten Ebene drehbar ist und in jeder beliebigen
Stellung mittels einer Mutter k, die auf einem am Stiel vorragenden und durch einen
Schlitz n des Steges i
gehenden Bolzen m festgeschraubt werden kann, feststellbar
ist.
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Um den auf den Boden oder eine Brustwehr aufgesetzten Schild höher
stellen zu können, sind an beiden Platten a und b drehbare Füße o
angebracht, welche gegebenenfalls nach Art eines Konservenbüchsenöffners ausgestaltet
und abschraubbar sind, .um sie für diesen Zweck verwendbar zu machen.
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Der Stiel h, welcher, wenn der Schutzschild beim Schießen in liegender
Stellung gebraucht wird, nach hinten ragend in mehr oder weniger geneigter Lage
eingestellt wird und alsdann als Handhabe zum Verschieben des Schutzschildes aus
einer Feuerstellung in die andere dient, liegt bei am Körper getragenem Schutzschild
an diesem an und wird alsdann durch einen Bügel am Leibriemen gesteckt und mittels
eines in den Stegschlitz n eingehakten Halsriemens oder Bandes getragen.
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Für den Fall, daß die Platte a des Schutzschildes als Spatenblatt
oder als Hauenblatt Verwendung finden soll, wird die Platte b nach Lüften der Mutter
e abgenommen und der Stiel h in der Verlängerung der Ebene der Platte a oder in
entsprechender Winkelstellung zu derselben festgestellt.
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Der Stiel ist hohl und zur Aufnahme von um Stangen p gewickelten Signalfahnen
bestimmt. Diese Stangen sind zu einem Putzstock zusammenstellbar. Das Griffende
des Stieles wird durch einen in die Höhlung des letzteren einsetzbaren Ölbehälter
q gebildet, dessen Füllöffnung durch einen eingesteckten und einschraubbaren Pinsel
y verschließbar ist, während .eine der Stangen p mit ihrem kappenartigen Endstück
auf einen als Schraubenzieher s ausgebildeten Ansatz des Behälters q aufschraubbar
ist.
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Der Schutzschild und seine Teile sind demnach einer vielseitigen Verwendung
fähig, leicht und schnell zu handhaben und daher dem jeweiligen Gebrauche rasch
und bequem anzupassen.
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Ein derartiger Schutzschild, der -an Stelle des gebräuchlichen Infanteriespatens
zu treten hat und mit dem Stiel durch einen am Leibriemen angebrachten Bügel gesteckt
und mittels Riemen oder Bänder an den Hals gehängt wird, erhöht bei seinem Gebrauche
als Brust- oder Rückenschild, vornehmlich aber im Feuergefecht, das Gefühl der Sicherheit
des Soldaten, ermöglicht ein ruhiges und sicheres Zielen und gestattet das ungehinderte
Vorrücken bis nahe an den Gegner heran unter ganz erheblicher Verminderung des Gefahrmomentes.