DE3231829C2 - - Google Patents
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- Processing Of Color Television Signals (AREA)
- Amplifiers (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung mit den im
Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen, wie sie
aus der US 40 13 972 bekannt ist.
Viele signalverarbeitende Systeme benötigen einen Differenz
verstärker, der ein emittergekoppeltes Transistorpaar ent
hält und dessen Verstärkung abhängig von einem Verstärkungs
steuersignal gesteuert wird. Bei solchen Differenzverstär
kern ist naturgemäß die Signalübertragungscharakteristik
über einen beträchtlichen Teil des Arbeitsbereichs zwischen
gesperrtem und voll leitendem Zustand nichtlinear, und häufig
ist es gewünscht, diese Nichtlinearität so zu kompensieren,
daß sich die Verstärkung des Differenzverstärkers in linearer
Beziehung zu den Änderungen des Verstärkungssteuersignals
ändert. Dies gilt besonders bei der Signalverarbeitung in
einem Fernsehempfänger, wo das Verstärkungssteuersignal von
benutzerbetätigten Reglern abgeleitet wird wie etwa vom
Kontrastregler oder vom Farbsättigungsregler. Hierbei sieht
es der Benutzer am liebsten, wenn sich der Kontrast oder die
Farbsättigung des wiedergegebenen Bildes linear mit der Ver
stellung (d. h. mit Drehung) des Kontrast- oder Farbsättigungs
reglers ändert. Eine solche lineare Beziehung erleichtert
auch die Feinjustierung des Bildkontrastes oder der Farb
sättigung nahe den Extremen des Steuerbereichs, insbesondere
wenn die Regler (z. B. Potentiometer) einen linearen Wider
standsverlauf haben, wie es allgemein üblich ist.
Aus der bereits erwähnten US 40 13 972 ist eine Verstärkungs
steuerschaltung für einen Differenzverstärker bekannt, wel
cher eine solche lineare Beziehung ergibt. Sie enthält einen
Stromteiler mit einem Paar emittergekoppelter Transistoren,
in deren Emitterzuleitungen zur gemeinsamen Stromquelle
relativ hochohmige Gegenkopplungswiderstände liegen. Die Aus
gangselektroden der Transistoren liegen über jeweils einen
mit einer konstanten Spannung vorgespannten Lasttransistor
an der Betriebsspannung und ferner über jeweils einen Emitter
folgerverstärker als Puffer an den Steuereingängen des Dif
ferenzverstärkers. Um zu verhindern, daß diese Emitterfolger
transistoren dann, wenn einer der beiden Stromteilertransi
storen in den Sperrzustand gerät, keinen Treiberstrom mehr
erhalten, sind die Stromteilerausgänge über Widerstände an
eine zusätzliche Betriebsspannung geführt, oder zwischen
Kollektor und Basis der Emitterfolgertransistoren ist eine
relativ aufwendige Rückkopplungsschaltung mit jeweils drei
Transistoren eingefügt. Zur Korrektur von Offset-Gleichspan
nung verwendet diese bekannte Schaltung einen zweiten Dif
ferenzverstärker mit einer eigenen Stromquelle, dessen Ein
gänge mit den jeweils entgegengesetzten Eingängen des zu
steuernden Differenzverstärkers verbunden sind und dessen
Ausgang an die Last des zu steuernden Verstärkers angeschlos
sen ist.
Ferner ist aus der US 36 49 847 eine regelbare Dämpfungs
schaltung mit einem unsymmetrisch aufgebauten Stromteiler
bekannt, bei welcher das Eingangssignal der Basis eines
Stromquellentransistors zugeführt wird, dessen Strom sich
über eine Diode zu einer Steuerstromquelle und über in Basis
grundschaltung arbeitenden weiteren Transistor zu einer
Signalauswertungsschaltung aufteilt. Bei einer Verringerung
des Steuerstroms verstärkt sich der Strom im Transistor des
anderen Stromkreises und umgekehrt, womit die Verstärkung
des Signalstroms sich entsprechend ändert. Eine Verdoppelung
dieser unsymmetrischen bekannten Schaltung zu einer ins ge
samt wieder symmetrischen Schaltung ist aus der
DE-AS 25 54 880 bekannt. Hierbei sind die beiden Diodenstrom
zweige zur gemeinsamen Zuführung der von einem Potentio
meter über einen Emitterfolgertransistor abgeleiteten
Steuerspannung zusammengeschaltet. Das in seiner Stärke
zu verändernde Nutzsignal wird wiederum über die Basis
des Stromquellentransistors eines der beiden Stromteiler
zugeführt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in einer Vereinfachung
der Verstärkungssteuerschaltung und in einer größeren
Unempfindlichkeit gegenüber der Betriebsspannung überlagerte
Störungen.
Diese Aufgabe wird durch die im An
spruch 1 angeführten Merkmale gelöst. Weiterbildungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Bei der Erfindung wird ein veränderbares Verstärkungssteuer
signal zu einer Steuerspannung mit einer nichtlinearen Kompo
nente modifiziert und die Beaufschlagung des Differenzver
stärkers mit dieser Steuerspannung bewirkt, daß sich die
Leitfähigkeit des Verstärkers in einer linearen Beziehung
zum ursprunglichen veränderbaren Verstärkungssteuersignal
ändert.
Für den Betrieb der erfindungsgemäßen Schaltung ist es gleich,
ob diese Schaltung durch einen oder mehr Differenzverstärker
belastet wird. Ferner wird die von ihr gelieferte Steuer
spannung weder durch Änderung der Versorgungsspannung (z. B.
infolge von Temperaturschwankungen) noch durch Störsignale
beeinträchtigt, wie sie z. B. auf den Versorgungsspannungs
leitungen erscheinen können.
Die erfindungsgemäße Schaltung enthält einen als unsymme
trische Differenzschaltung aufgebauten Stromteiler, der durch
eine summetrische Vorspannungsschaltung vorgespannt ist, die
an ein gemeinsames Betriebspotential angeschlossen ist und
zwei Vorspannungsschaltungen mit je einem ersten und einem
zweiten Transistor sowie zugehörigen ersten bzw. zweiten
Widerständen enthält. Der Stromteiler enthält ein Halbleiter
bauelement mit pn-Diodenübergang, das eine nichtlineare
Spannungs/Strom-Kennlinie hat, ferner einen Verstärkertran
sistor und eine gemeinsame Stromquelle für den Transistor und
das Diodenelement. Die Vorspannungsschaltung reagiert auf
eine eingangsseitige veränderbare Verstarkungssteuerspannung
und bewirkt, daß das Diodenelement einen Strom leitet, der
sich linear mit der Verstärkungssteuerspannung ändert. Von
den Eingängen des Stromteilers am Transistor und am Dioden
element werden eine erste und eine zweite Spannung abge
leitet, die zueinander im Gegentakt stehen und eine sich
nichtlinear ändernde, durch das Diodenelement eingeführte
Spannungskomponente enthalten. Diese abgeleiteten Spannungen
werden als Ausgangssignale des Stromteilers an den Differenz
verstärker gelegt, um dessen Verstärkung in linearer Beziehung
zum eingangsseitigen Verstärkungssteuersignal zu steuern.
Die Erfindung wird nachstehend an Ausführungsbeispielen
anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer er
findungsgemäßen Schaltungsanordnung für ein Verstär
kungssteuersignal;
Fig. 2 zeigt eine abgewandelte Form der Schaltungsanordnung
nach Fig. 1;
Fig. 3 zeigt, teilweise in Blockform, einen Teil eines Farb
fernsehempfängers, der einen steuerbaren Verstärker
mit einer Steuerschaltung des in Fig. 1 dargestellten
Typs enthält;
Fig. 4 und 5 zeigen Übertragungskennlinien, die in der
Verstärkungssteuerschaltung nach Fig. 3 gelten;
Fig. 6 zeigt eine Schaltungsanordnung des in Fig. 2 darge
stellten Typs, der sich zur Verwendung im Farbfernseh
empfänger nach Fig. 3 eignet.
Gemäß der Fig. 1 wird vom Schleifer eines Potentiometers 75
eine veränderbare Steuerspannung für die Verstärkung abge
leitet und über ein lineares Gleichspannungsübertragungs
netzwerk 78 auf den Steuereingang (Basis) eines steuerbaren
Stromquellentransistors 85 gekoppelt. Das Netzwerk 78 wirkt
mit der den Transistor 85 und Emitter- und Kollektorwider
stände 83 und 84 für diesen enthaltenden Schaltung derart
zusammen, daß sich Strom und Spannung am Kollektor des Tran
sistors 85 linear mit der vom Schleifer des Potentiometers 75
abgegriffenen Steuerspannung ändern, wenn das Potentiometer
zwischen seinen Extrempositionen verstellt wird. Somit ändert
sich der Stromfluß durch den Widerstand 84 und die Spannung
an diesem Widerstand linear mit der Verstärkungssteuerspan
nung.
Die den Transistor 85 enthaltende Schaltung 70 weist ferner
einen Konstantstromquellentransistor 90 mit zugehörigen
Kollektor- und Emitterwiderständen 92 und 94 in völlig glei
chem Aufbau mit dem den Transistor 85 und die Widerstände 83
und 84 enthaltenden Netzwerk auf, und beide Netzwerke sind
an dieselbe Betriebsspannung zwischen +8,5 Volt und Masse
angeschlossen.
Die Schaltung 70 enthält ferner einen Stromteiler 100, wel
cher einen Transistor 102, eine Diode D1 und eine Stromquelle
mit einen Transistor 105 und einem Widerstand 108 aufweist.
Der vom Transistor 105 gelieferte Betriebsstrom spaltet sich
zwischen dem Transistor 102 und der Diode D1 in einer Weise
auf, die von den veränderbaren Vorspannungen abhängt, welche
an den Widerständen 84 und 92 entstehen, wie es noch er
läutert wird.
Wie oben erwähnt, ändert sich die Kollektorspannung des
Transistors 85 und dadurch der Spannungsabfall am Wider
stand 84, ebenso wie die Basisspannung des Transistors 102,
in linearer Beziehung zur Verstärkungssteuerspannung vom
Potentiometer 75 (das nachstehend einfach als "Regler" be
zeichnet wird). Die Anodenspannung der Diode D1 und der
Spannungsabfall am Widerstand 92 ändern sich ebenfalls in
praktisch dem gleichen Maß, abgesehen von einer festen
Offset-Spannung, die sehr klein im Vergleich zu den veränder
lichen Spannungsabfällen an den Widerständen 84 und 92 ist.
Die Emitterspannung des Transistors 102 und die Kathodenspan
nung der Diode D1 sind um ein Maß, das gleich der an einem
Halbleiterübergang abfallenden Spannung ist (IVBE oder unge
fähr 0,7 Volt), kleiner als die Basisspannung des Transi
stors 102. Die Anodenspannung der Diode D1 ist um 1VBE größer
als die Kathodenspannung der Diode D1, so daß sich die Basis
spannung des Transistors 102 und die Anodenspannung der Diode
D1 gemeinsam (zusammen mit den Spannungsabfällen an den
Widerständen 84 und 92) in linearer Abhängigkeit vom Regler
75 ändern.
Der durch den Widerstand 92 fließende Strom enthält eine
variable Komponente, die sich linear mit dem Regler 75
ändert, und eine konstante Komponente, die dem Konstantstrom
quellentransistor 90 zuzuschreiben ist. Beim dargestellten
Beispiel ändern sich die an den Widerständen 84 und 92 ab
fallenden Spannungen in linearer Abhängigkeit vom Regler 75
um ungefähr 1,5 Volt (d. h. ± 0,75 Volt) bzw. um ungefähr
1,4 Volt (d. h. ± 0,7 Volt), wenn der Regler 75 zwischen maxi
maler und minimaler Verstärkungssteuerspannung verstellt
wird. Die Basisspannung des Transistors 102 und die Anoden
spannung der Diode D1 sind im wesentlichen gleich, wenn der
Regler 75 auf die Mitte seines Verstellbereichs eingestellt
ist. Wenn der Regler 75 in der einen Extremstellung steht
(Massepotential), dann ist der Transistor 85 nichtleitend,
und die Basis des Transistors 102 liegt auf dem Versorgungs
potential (+8,5 Volt). Um sicherzustellen, daß in diesem Fall
der gesamte von der Quelle 105 gelieferte Strom im Transistor
102 fließt, muß für einen Spannungsversatz zwischen der Anode
der Diode D1 und der Basis des Transistors 102 gesorgt werden.
Dieser wird durch den Gleichspannungsabfall am Widerstand 92
aufgrund des vom Stromquellentransistor 90 gelieferten Kon
stantstroms gebildet. Wenn sich der Regler 75 in der anderen
Extremstellung befindet (+11,2 Volt), dann leitet der Tran
sistor 85 stark und sperrt T102, und der gesamte Strom aus
der Quelle 105 wird von der Diode D1 geführt und fließt im
Widerstand 92. In diesem Fall ist der Spannungsabfall am
Widerstand 84 (verursacht durch den Kollektorstrom des Tran
sistors 85) im wesentlichen gleich dem Spannungsabfall am
Widerstand 92 (verursacht von der Summe des aus der Quelle
105 gelieferten Stroms und des aus der Quelle 90 gelieferten
konstanten Stroms).
Die Halbleiterdiode D1 (ein pn-Übergang) hat eine nicht
lineare Strom/Spannungs-Kennlinie. Da die Diode D1 einen
Strom leitet, der wie erwähnt in linearer Beziehung zur
Einstellung des Reglers 75 steht, wird an der Diode D1 durch
diesen Strom eine nichtlineare Spannungskomponente erzeugt.
Von den an der Basis des Transistors 102 und an der Anode
der Diode D1 entstehenden Spannungen wird jeweils eine modi
fizierte Verstärkungssteuerspannung als Ausgangssignal V1
bzw. V2 für die Verstärkungssteuerung abgeleitet. Die Kollek
torspannung des Transistors 85 und somit die Basisspannung
des Transistors 102 und das Ausgangssignal V1 ändern sich
linear mit der am Schleifer des Reglers 75 abgegriffenen
Verstärkungssteuerspannung. Die Anodenspannung der Diode D1
und damit die Ausgangsspannung V2 enthalten eine Komponente,
die sich linear mit der Einstellung des Reglers 75 ändert,
und außerdem eine nichtlineare Komponente als Folge der an
der Diode D1 entwickelten nichtlinearen Spannung. Wenn also
die Differenz V1-V2 an die Verstärkungssteuereingänge eines
steuerbaren Differenzverstärkers gelegt wird, dann ändert
sich die Leitfähigkeit dieses Verstärkers linear mit der Ver
stärkungssteuerspannung vom Regler 75. Das heißt, die Signal
differenz V1-V2 hat eine Nichtlinearität, welche die natur
gemäße Nichtlinearität der Leitfähigkeitscharakteristik des
Differenzverstärkers kompensiert. Weitere Einzelheiten über
dieses Ergebnis werden weiter unten anhand der Fig. 3, 4
und 5 erläutert
Es sei noch erwähnt, daß sich vom Kollektorausgang des Tran
sistors 102 eine Gleichstrompegel-Kompensationsspannung V3
ableiten läßt, die auf den steuerbaren Differenzverstärker
gekoppelt werden kann, um den Gleichstrom- oder Ruhewert der
Ausgangsspannung des Verstärkers im wesentlichen konstant zu
halten, wenn die Verstärkung des Verstärkers gesteuert wird.
Dieses Merkmal wird ebenfalls ausführlicher anhand der Fig. 3
erläutert.
Die Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform des Übertragungs
netzwerks 70 in Form eines Netzwerks 70′ mit einem in seiner
Leitfähigkeit steuerbaren Stromquellentransistor 85′ mit
Kollektor- und Emitterwiderständen 84′ und 83′ und einen Kon
stantstromquellentransistor 90′ mit Kollektor- und Emitter
widerständen 92′ und 94′. Wie der Transistor 85 in Fig. 1
spricht auch der Transistor 85′ auf eine in geeigneter Weise
übertragene (umgesetzte) Version der Verstärkungssteuerspan
nung vom Regler 75 derart an, daß sich die Kollektorspannung
und der Kollektorstrom des Transistors 85 linear mit der
Einstellung des Reglers 75 ändern. Somit ändern sich der
durch den Widerstand 84′ fließende Strom und die an diesem
Widerstand abfallende Spannung ebenfalls linear mit dem Reg
ler 75.
Die aus den Elementen 75′, 83′, 84′ bestehende Schaltung
und die aus den Elementen 90′, 92′, 94′ bestehende Schaltung
sind an die gleiche Betriebs- oder Versorgungsspannung ange
schlossen (d. h. zwischen die Potentiale +8,5 Volt und Masse).
In einer bevorzugten Ausführungsform haben die Transistoren
85′ und 90′ gleiche Leitfähigkeitseigenschaften, die Wider
stände 83′ und 94′ haben gleichen Wert, und auch die Wider
stände 84′ und 92′ sind aneinander gleich. Die Kollektorspan
nung des Transistors 90′ ist fest, wodurch die Basisspannung
des Transistors 104′ ebenfalls fest ist.
Die Schaltung 70′ weist außerdem einen Stromteiler 100′ auf,
der eine Diode D2 und einen Transistor 104′ enthält. Betriebs
ströme für den Stromteiler werden von einer Stromquelle mit
einem Transistor 105′ und einen Widerstand 108′ geliefert.
In der Anordnung nach Fig. 2 ist der Spannungsabfall am
Widerstand 92′ (das Produkt des Widerstandswertes des Wider
standes 92′ mit dem Konstantstrom vom Transisto 90′) wesent
lich größer als die Differenz zwischen den Ausgangssignalen
V1 und V2, die in der weiter unten beschriebenen Weise ab
geleitet werden. Der Transistor 85′ wird durch die Steuer
signalquelle (Regler) vorgespannt, um einen veränderlichen
Strom zu leiten. Dieser Strom ändert sich von praktisch Null
bei der einen Extremeinstellung des Reglers bis zu einem
Maximalwert, der im wesentlichen gleich dem von der Strom
quelle 105′ gelieferten Strom ist, bei der anderen Extrem
einstellung des Reglers 75. Im erstgenannten Fall fließt der
gesamte von der Quelle 105′ gelieferte Strom durch die Diode
D2 und den Widerstand 84′, während im zweiten Fall der ge
samte Strom von der Quelle 105′ im Transistor 104′ fließt.
Infolgedessen wird ein Anstieg des Kollektorstroms des Tran
sistors 85′ durch eine entsprechende Abnahme des die Diode
D2 durchfließenden Stroms kompensiert, und das Potential am
Verbindungspunkt zwischen dem Kollektor des Transistors 85′
und der Anode der Diode D2 bleibt im wesentlichen konstant.
Wenn z. B. der Ruhespannungsabfall am Widerstand 84′ etwa
3 Volt beträgt, dann entspricht eine Gesamtspannungsänderung
am Widerstand 84′ von 100 Millivolt ( ± 50 Millivolt) einem
Relativmaß von nur 3%.
Der vom Widerstand 84′ geleitete Strom ist gleich der Summe
des von der Diode D2 geleiteten Stroms und des Kollektor
stroms des Transistors 85′. Der Strom in der Diode D2 ändert
sich linear mit dem Regler 75, da der Gesamtstrom im Wider
stand 84′ im wesentlichen konstant ist und sich der variable
Kollektorstrom des Transistors 85′ linear mit dem Regler 75
ändert. Anders ausgedrückt: Der im wesentlichen konstante
Gesamtstrom im Widerstand 84′ abzüglich der linear-abhängigen
Kollektorstromkomponente des Transistors 85′ resultiert in
einem ebenfalls linear-abhängigen Strom in der Diode D2. Der
Strom in der Diode D2 hat entgegengesetzte Phase wie der
Kollektorstrom des Transistors 85′, so daß die Summe des Kol
lektorstroms des Transistors 85′ und des Stroms in der Diode
D2 im wesentlichen konstant ist.
Da die Diode D2 (die eine nichtlineare Leitfähigkeitscharak
teristik hat) einen vom Regler 75 linear-abhängigen Strom
leitet, ist die an der Diode D2 entwickelte Spannung nicht
linear. Vom Verbindungspunkt zwischen dem Kollektor des Tran
sistors 90′ und der Basis des Transistors 104′ wird eine
feste Spannung V1 abgeleitet, und vom Verbindungspunkt zwi
schen dem Kollektor des Transistors 85′ und der Anode der
Diode D2 wird eine veränderliche Spannung V2 abgeleitet. Die
Spannung V2 enthält eine feste Komponente entsprechend dem
Spannungsabfall am Widerstand 84′ und eine nichtlineare Kom
ponente, die auf die nichtlineare Spannung an der Diode D2
zurückzuführen ist. Wenn die Spannungsdifferenz V1-V2 an
einen steuerbaren Differenzverstärker gelegt wird, leitet
dieser Verstärker linear-abhängig von der Einstellung des
Reglers 75, da die nichtlineare Komponente der Spannung V2
die naturgemäße Nichtlinearität der Steuerkennlinie des ver
stärkungsgesteuerten Differenzverstärkers kompensiert.
Die Fig. 3 zeigt einen Teil eines Farbfernsehempfängers, der
eine Steuerschaltung 70 des in Fig. 1 dargestellten Typs ent
hält. Bei dem dargestellten Farbfernsehempfänger enthält der
Farbkanal eine Quelle 10 für Farbsignale, ein Steuernetz
werk 12 für Übersteuerungsschutz und Farbsperre, einen Farb
verstärker 20 und eine Farbsignal-Verarbeitungsschaltung 40.
Der Verstärker 20 enthält drei Ebenen von Differenzverstär
kern. Von der Quelle 10 werden komplementärphasige (Gegen
takt-)Farbsignale auf zugeordnete Basiseingänge eines die
erste Ebene bildenden Differenzverstärkers gegeben, der emit
tergekoppelte Transistoren 21 und 22 aufweist. Von einem
Kollektorausgang des Transistors 21 gelangen verstärkte Farb
signale an die zusammengeschalteten Emitterelektroden zweier
Transistoren 23 und 24, die einen Differenzverstärker der
zweiten Ebene bilden. Weiter verstärkte Farbsignale werden
vom Kollektorausgang des Transistors 24 auf die zusammenge
schalteten Emitter zweier Transistoren 25 und 26 gekoppelt,
die einen Differenzverstärker als Steuerstufe in der dritten
Ebene bilden. An einer Lastimpedanz 28 im Kollektorkreis des
Transistors 26 erscheinen die endgültig verstärkten Farb
signale. Diese Signale werden über einen Emitterfolgertransi
stor 30 und einen Wechselstromkopplungskondensator 32 auf die
Farbsignal-Verarbeitungsschaltung 40 gegeben, um die Farb
differenzsignale R-Y, G-Y und B-Y abzuleiten. Betriebsströme
für die Verstärkungsschaltung 20 werden von einer Stromquelle
geliefert, die einen Transistor 29 enthält.
Die Verstärkerschaltung 20 wird durch drei unabhängig von
einander abgeleitete Verstärkungssteuerspannungen in ihrer
Verstärkung gesteuert. Die Gesamtverstärkung der Verstärker
schaltung 20 wird abhängig von einer Steuerspannung ge
steuert, die von einem Potentiometer 45 abgeleitet wird, das
den vom Benutzer betätigbaren Farbsättigungsregler darstellt.
Eine vom Schleifer des Potentiometers 45 abgegriffene ver
änderbare Steuerspannung wird über einen Emitterfolgertran
sistor 47 auf einen Basiseingang des Stromquellentransistors
29 gekoppelt, um die Stromleitung des Transistors 29 und da
mit die Signalverstärkung der Differenzverstärker der ersten,
zweiten und dritten Ebene zu verändern.
Die Verstärkungen der Differenzverstärker 23, 24 und 25, 26
der zweiten und dritten Ebene werden zusätzlich abhängig von
einem Übersteuerungsschutz- und Farbsperren-Steuersignal ge
steuert, das vom Netzwerk 12 an den Basiseingang des Transi
stors 24 gelegt wird. Dieses Steuernetzwerk 12 ist herkömm
lich aufgebaut und spricht auf den Pegel des Farbsignals
(z. B. von der Quelle 10) an, um die Verstärkung der von der
Verstärkerschaltung 20 gelieferten Farbsignale in Fällen zu
hohen Pegels zu reduzieren (Betriebsart für Übersteuerungs
schutz) und um die Farbsignale ganz zu sperren, wenn ihr
Pegel äußerst schwach ist (Betriebsart für Farbsperre).
Die Verstärkung des Differenzverstärkers 25, 26 der dritten
Ebene wird ebenfalls durch die an die Basiselektroden der
Transistoren 25 und 26 gelegte Spannungsdifferenz V1 und V2
gesteuert, um die Farbsättigung unabhängig von den eben be
schriebenen Verstärkungsänderungen zu steuern.
Der Leuchtdichtekanal des Empfängers enthält eine Quelle 50
für Leuchtdichtesignale, einen Leuchtdichteverstärker 52 und
eine Leuchtdichtesignal-Verarbeitungsschaltung 60. Die von
der Verarbeitungsschaltung 60 gelieferten verstärkten Leucht
dichtesignale Y werden in einem Matrixverstärker 65 mit den
von der Verarbeitungsschaltung 40 gelieferten Farbdifferenz
signalen kombiniert, um am Ausgang die für die Farbanteile repräsentativen
Rot-, Grün- und Blau-Farbsignale R, G und B abzugeben. Diese
Signale werden auf eine Farbbildröhre des Empfängers gekop
pelt, um ein farbiges Bild zu erzeugen.
Der Leuchtdichteverstärker 52 weist einen Differenzverstär
ker mit zwei Transistoren 53 und 54 und einem zugehörigen
Stromquellentransistor 55 auf. An die Basis des Transistors
55 werden Eingangs-Leuchtdichtesignale gelegt, und an einer
Impedanz 57 im Kollektorkreis des Transistors 54 entstehen
Ausgangs-Leuchtdichtesignale. Der Verstärker 52 wird eben
falls in seiner Verstärkung abhängig von den die an die
Basiselektroden der Transistoren 53 und 54 gelegten Span
nungen V1 und V2 gesteuert. Außerdem wird eine Gleichstrom
pegel-Kompensationsspannung V3 an den Kollektorausgangskreis
des Transistors 54 gelegt.
Die Spannungen V1 und V2 und die Kompensationsspannung V3
werden von einem Netzwerk geliefert, das ein vom Benutzer
betätigbares Verstärkungseinstellpotentiometer 75 und eine
Übertragungsschaltung 70 enthält, und werden gleichstrommäßig
auf den Farbdifferenzverstärker 25, 26 und den Leucht
dichte-Differenzverstärker 53, 54 gekoppelt. Das Potentio
meter 75 entspricht einem vom Benutzer einstellbaren Regler
zur gleichzeitigen Änderung des (Leuchtdichte-) Kontrasts
und der Farbsättigung eines wiedergegebenen Farbbildes.
Die basisgesteuerten Differenzverstärker 25, 26 und 53, 54
haben über den größten Teil des Transistor-Leitfähigkeits
bereichs zwischen Sattigung und Sperrung eine nichtlineare
Eingangs/Ausgangs-Kennlinie. Die Differenzverstärker 25, 26
und 53, 54 sollen über einen großen Teil des Leitfähigkeits
bereichs in ihrer Verstärkung steuerbar sein. Ohne besondere
Kompensationsvorkehrungen würden die gesteuerten Verstärker
nahe den Extremen des Betriebsbereichs eine ausgeprägte
Nichtlinearität in ihrem Einstellverhalten zeigen. In einem
solchen Fall wäre die Leitfähigkeit der Verstärker 25, 26 und
23, 24 und somit ihre Verstärkung nichtlinear proportional
zur Einstellung der Steuerspannungsquelle (d. h. zur Einstel
lung des Potentiometers 75), von der die Basissteuerspannungs
differenz aus V1 und V2 abgeleitet wird, welche dazu dient,
das nichtlineare Ansprechverhalten der Verstärker 25, 26 und
53, 54 so zu kompensieren, daß diese Verstärker über den an
gestrebten großen Leitfähigkeitsbereich im wesentlichen
linear auf das Verstärkungssteuersignal reagieren.
Die Schaltung 70 in Fig. 3 arbeitet in der gleichen Weise
wie die Schaltung 70 nach Fig. 1. Einander entsprechende
Elemente sind in den beiden Figuren mit jeweils den gleichen
Bezugszahlen bezeichnet. Das Gleichstromübertragungsnetzwerk
78 in Fig. 1 entspricht dem Netzwerk nach Fig. 3, das einen
Emitterfolgertransistor 80, Widerstände 81 und 82 und eine
Diode 87 enthält und zwischen den Schleifer des Regler
potentiometers 75 und den Basiseingang des gesteuerten Strom
quellentransistors 85 geschaltet ist. Am Schleifer des
Potentiometers 75 wird eine Verstärkungssteuerspannung ent
wickelt, die sich ändert, wenn das Potentiometer 75 zwischen
den Extremstellungen MAX für maximale Verstärkung und MIN für
minimale Verstärkung verstellt wird. Für maximale Signalver
stärkung ist die Verstärkungssteuerspannung gleich +11,2 Volt,
und für minimale Signalverstärkung ist sie ungefähr gleich
+2,0 Volt. Der Spannungswert von +2,0 Volt für minimale Ver
stärkung entspricht derjenigen Spannung am Schleifer des
Potentiometers 75, bei welcher der Stromquellentransistor 85
nichtleitend ist. Der Kollektorstrom und die Kollektorspan
nung des Transistors 85 ändern sich linear mit entsprechen
den Änderungen der Verstärkungssteuerspannung zwischen den
Steuerwerten für maximale und minimale Verstärkung. Ein Emit
terfolgertransistor 88 mit niedriger Ausgangsimpedanz koppelt
den Kollektorausgang des Transistors 85 mit der Basis des
Transistors 102, wo die Spannung V1 (in der anhand von Fig. 1
beschriebenen Weise) entwickelt wird, die einer gleichstrom
verschobenen Version der veränderbaren Spannung vom Potentio
meter 75 entspricht.
Die Verstärkungssteuerspannung V2 entsteht an der Basis des
Transistors 104 in der gleichen Weise, wie es oben in Ver
bindung mit Fig. 1 erläutert wurde. Diese Verstärkungssteuer
spannung enthält eine nichtlineare Komponente, so daß die
Verstärker 25, 26 und 53, 54 bei Beaufschlagung mit der Span
nungsdifferenz V1-V2 ihre Verstärkungsfaktoren in linearer
Abhängigkeit von der Einstellung des Potentiometers 75 ändern.
Es sei erwähnt, daß der Transistor 104 des Stromteilers eine
Konfiguration ähnlich einer Diode bildet, indem seine Kollek
tor- und Basiselektroden über eine Leitung 110 und den Basis-
Emitter-Übergang eines Spannungsfolgers 96 miteinander ver
bunden sind. Dieser als Diode geschaltete Transistor 104 in
Fig. 3 entspricht der Diode D1 in Fig. 1 und wirkt auch in
der gleichen Weise, um die oben in Verbindung mit Fig. 1 be
schriebene nichtlineare Komponente zu erzeugen. Das Vorhanden
sein des Spannungsfolgertransistors 96 in der Gleichstrom
kopplung zwischen Kollektor und Basis des Transistors 104
stört weder den Betrieb der Schaltung noch die Art und Weise,
wie die nichtlineare Komponente der Spannung V2 entwickelt
wird.
Ferner sei erwähnt, daß die Spannung V3 vom Kollektorausgangs
strom des Transistors 102 abgeleitet und gleichstrommäßig auf
den Kollektorausgang des Differenzverstärkertransistors 54
gekoppelt wird. Diese Verbindung dient vorteilhafterweise
dazu, den Ruhe- oder Gleichstrompegel der
Kollektorausgangs-Spannung des Transistors 54 im wesentlichen konstant zu hal
ten, wenn die Verstärkung des Differenzverstärkers 52 ab
hängig von den Spannungen V1 und V2 verändert wird. Bei Ver
stellung des Reglers 75 ändern sich die Kollektorgleichströme
der Transistoren 102 und 54 um praktisch den gleichen Betrag,
aber in entgegengesetzter Richtung. Somit bleiben der durch
den Lastwiderstand 57 fließende Gleichstrom und die Gleich
spannung an diesem Widerstand im wesentlichen konstant, wenn
der Regler 75 verstellt wird. Dies ermöglicht eine Gleich
stromkopplung der verstärkungsgesteuerten Ausgangssignale
vom Transistor 54 zur Leuchtdichtesignal-Verarbeitungsschal
tung 60.
Die Fig. 4 zeigt die nichtlineare Abhängigkeit der Spannungs
differenz V1-V2 von der Spannung am Schleifer des Reglerpoten
tiometers 75. Die Fig. 5 zeigt die lineare Abhängigkeit des
Kollektorstroms des Transistors 54 des verstärkungsgesteuer
ten Verstärkers 52 von der Schleiferspannung des Potentio
meters 75 über den Verstärkungssteuerbereich.
Die Fig. 6 zeigt eine das Verstärkungssteuersignal modifizie
rende Übertragungsschaltung 70′ des in Fig. 2 dargestellten
Typs (worin die entsprechenden Elemente mit den gleichen Be
zugszahlen bezeichnet sind), die sich zur Verwendung im
Fernsehempfänger nach Fig. 3 eignet (d. h. anstelle der Schal
tung 70 in Fig. 3).
Ein Vergleich der Schaltungen 70′ in den Fig. 2 und 6
zeigt, daß die Schaltung 70′ nach Fig. 6 zusätzlich zwei
Emitterfolgertransistoren 88′ und 96′ enthält, deren erster
vom Transistor 85′ zum Transistor 102′ und deren zweiter vom
Transistor 90′ zum Transistor 104′ führt. Der Transistor 102′
ist als Diode geschaltet, indem seine Basis- und Kollektor
elektroden über eine Leitung 110′ und den Emitterfolgertran
sistor 88′ miteinander verbunden sind. Der als Diode ge
schaltete Transistor 102′ nach Fig. 6 entspricht funktionell
der Diode D2 in Fig. 2, um die nichtlineare Komponente des
Potentials V2 der differentiellen Steuerspannung V2-V1 zu
erzeugen. Die Erzeugung der nichtlinearen Komponente durch
den als Diode geschalteten Transistor 102′ wird durch das
Vorhandensein des Spannungsfolgertransistors 88′ in der
Kollektor-Basis-Verbindung des Transistors 102 nicht beein
trächtigt.
In der Schaltung nach Fig. 6 wird die Ausgangsspannung V1
vom Transistor 104′ (anstatt von der Basiselektrode des
Transistors 102 gemäß Fig. 3) und die Ausgangsspannung V2
vom Transistor 102′ (anstatt von der Basis des Transistors
104) abgeleitet, um die richtige Richtung für die Gleich
strompegel-Kompensation zu erhalten, wenn die Spannung V3
vom Kollektor des Transistors 104′ zum Kollektorausgang
des Transistors 54 in Fig. 3 gekoppelt wird.
Die Anordnung nach den Fig. 2 und 6, worin sich die Spannungs
differenz V1-V2 um einen sehr kleinen Betrag (± 50 Millivolt)
ändert und worin die Absolutwerte der Spannungen V1 und V2 im
wesentlichen konstant bleiben, ist dann vorteilhaft, wenn der
steuerbare Differenzverstärker Beschränkungen hinsichtlich
seiner Vorspannung unterliegt, z. B. wenn die Spannungsdiffe
renz für seine Verstärkungssteuerung auf einen bestimmten
schmalen Bereich innerhalb des von der Versorgungsspannung
umfaßten Bereichs begrenzt ist. Mit dieser Bedingung ist
unter Umständen zu rechnen, wenn eine Differenzverstärker
anordnung in mehreren "Ebenen" wie die Schaltung 20 in Fig. 3
verwendet wird (worin die Vorspannung jeder Differenzverstär
kerebene einen Teil des Gesamtbereichs der Versorgungsspan
nung belegt), obwohl eine solche Bedingung bei der dargestell
ten speziellen Version der Schaltung 20 weniger gilt.
Die gegenseitige Symmetrie der den Stromteiler 100 vorspan
nenden Koppelschaltungen 85, 83, 84 und 90, 92, 94 (Fig. 1
und 3) bringt den Vorteil, daß der Betrieb des Stromteilers
100 nicht beeinträchtigt wird, wenn sich die +8,5 Volt-Ver
sorgungsspannung ändert oder wenn Störsignale auftreten, die
an den Versorgungsspannungsanschlüssen (+8,5 Volt und Masse)
infolge von Streusignalen aus irgendwelchen anderen Teilen
des Systems erscheinen. Letzteres ist besonders in einer
integrierten Schaltung zu befürchten, da hier die Gefahr der
Einkopplung von Streusignalen z. B. über das Halbleitersubstrat
besteht, welches das Masse- oder Bezugspotential darstellt.
Die symmetrische Konfiguration dieser Koppelschaltungen hat
zur Folge, daß Änderungen der Versorgungsspannung und Stör
signale mit jeweils dem gleichen Betrag auf den Stromteiler
100 gekoppelt werden und keinen Einfluß auf den Betrieb die
ser Schaltung haben, weil der Stromteiler 100 Gleichtakt
signale unterdrückt.
Die Verwendung der Spannungsdifferenz V1 und V2 ist deswegen
vorteilhaft, weil Versorgungsspannungsänderungen und Stör
signale, die gleichzeitig an den Basiselektroden der Transi
storen 102 und 104 (Fig. 3) oder an der Basis des Transistors
102 und an der Anode der Diode D1(Fig. 1) erscheinen, die
Differenzspannung V1-V2 nicht beeinflussen und sich wegen der
gleichtaktunterdrückenden Eigenschaft des Differenzverstär
kers nicht auswirken.
Die Verwendung der Spannungsdifferenz V1 und V2 hat ferner
den Vorteil, daß mehr als ein Differenzverstärker gesteuert
werden kann, ohne befürchten zu müssen, daß sich die Be
lastung durch gesteuerte Differenzverstärker nachteilig auf
den Stromteiler 100 auswirkt. In der Anordnung nach Fig. 3
beispielsweise ist der Eingang des Transistors 102 durch
die Basisströme zweier gesteuerter Transistoren 25 und 53 be
lastet, und der Eingang des als Diode geschalteten Transi
stors 104 ist durch die Basisströme zweier gesteuerter Tran
sistoren 26 und 54 belastet. Dennoch wird der gewünschte
Gegentaktbetrieb des Stromteilers 100 nicht beeinträchtigt,
da die Verstärker ihn symmetrisch belasten.
Die vorstehend erwähnten Vorteile gelten für Übertragungs
schaltungen sowohl des Typs 70 (Fig. 1 und 3) als auch des
Typs 70′ (Fig. 2 und 6), die auch dazu verwendet werden kön
nen, ein Wechselstromsignal anstatt einer von einem Steuer
potentiometer abgeleiteten veränderbaren Steuergleichspannung
in der gewünschten Weise zu übertragen.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung zur Steuerung der Verstärkung
eines Differenzverstärkers, der ein Paar Steuereingänge,
einen Signaleingang und einen mit einer Last gekoppelten
Ausgang aufweist,
mit einem an eine Stromquelle angeschlossenen Stromteiler, der in Abhängigkeit von einer seinem einen Eingang zugeführ ten Steuerspannung für die Verstärkung und einer seinem anderen Eingang zugeführten Bezugsspannung den Strom auf zwei Stromzweige aufteilt und damit zwei Ausgangssignale zur Zuführung zu den Steuereingängen des Differenzverstärkers liefert, dadurch gekennzeichnet,
mit einem an eine Stromquelle angeschlossenen Stromteiler, der in Abhängigkeit von einer seinem einen Eingang zugeführ ten Steuerspannung für die Verstärkung und einer seinem anderen Eingang zugeführten Bezugsspannung den Strom auf zwei Stromzweige aufteilt und damit zwei Ausgangssignale zur Zuführung zu den Steuereingängen des Differenzverstärkers liefert, dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Stromteiler (100) unsymmetrisch aufgebaut ist und in seinem einen Stromzweig einen Transistor (102; 104′) und in seinem anderen Stromzweig eine Diode (D1; D2) oder einen als Diode geschalteten Transistor (104; 102′) aufweisenden Halbleiterübergang enthält;
- - daß die Steuerspannung und die Bezugsspannung den Eingängen des Stromteilers (100) über jeweils eine Koppelschaltung (85 bzw. 90; 85′ bzw. 90′) zugeführt werden und die Aus gangssignale (V1, V2) für die Steuereingänge des Differenz verstärkers (25, 26) an diesen Stromteilereingängen abge nommen werden,
- - und daß die Koppelschaltungen je einen Transistor (85, 90; 85′, 90′) enthalten, dessen Steuerelektrode die Steuerspan nung bzw. die Bezugsspannung zugeführt wird und dessen Hauptstromstrecke in Reihe zwischen jeweils einem ersten und einem zweiten Widerstand (84, 83; 92, 94) an die Betriebs spannungsklemmen geschaltet ist, und daß die Verbindungs punkte der Hauptstromstrecken mit den ersten Widerständen (84, 92) jeweils an den Stromteilereingängen liegen.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß Kollektor und Basis des als Diode geschalteten
Transistors (104; 102′) miteinander (über 96; 88′) verbunden
sind.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die ersten Widerstände (84, 92) im wesentlichen
den gleichen Wert haben.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweiten Widerstände (83, 94) im
wesentlichen den gleichen Wert haben.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß für eine gegebenenfalls erforderliche Gleich
spannungskorrektur des Differenzverstärkers der Ausgang (V3)
des Transistors (102) des Stromteilers (100) mit einer Last
(57) des Differenzverstärkers (53, 54) derart gekoppelt ist,
daß ein Teil des Laststroms durch den Transistor (102) fließt.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verbindungspunkte der Transistoren (85; 90)
mit den ersten Widerständen (84; 92) in den Koppelschaltungen
über jeweils einen Emitterfolgertransistor (88; 96) mit den
Eingängen des Stromteilers (100) verbunden sind.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Steuerspannung auf die Basis des Transi
stors (102) des Stromteilers (100) gekoppelt wird.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Steuerspannung der Diode (D2) bzw. dem
als Diode geschalteten Transistor (102′) zugeführt wird
(Fig. 2 und 6).
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- 1982-08-26 DE DE19823231829 patent/DE3231829A1/de active Granted
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| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |