DE32321C - Objektiv-Verschlufs - Google Patents

Objektiv-Verschlufs

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Publication number
DE32321C
DE32321C DENDAT32321D DE32321DA DE32321C DE 32321 C DE32321 C DE 32321C DE NDAT32321 D DENDAT32321 D DE NDAT32321D DE 32321D A DE32321D A DE 32321DA DE 32321 C DE32321 C DE 32321C
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DE
Germany
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lever
arm
star
objective
cassette
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT32321D
Other languages
English (en)
Original Assignee
L. SCHULZE in Wittenberge
Publication of DE32321C publication Critical patent/DE32321C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters
    • G03B9/10Blade or disc rotating or pivoting about axis normal to its plane

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Details Of Cameras Including Film Mechanisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographie.
LEBRECHT SCHULZE in WITTENBERGE. Objectiv-VerschluTs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Mai 1884 ab.
Vorliegender Objectiv - Verschlufs für die Camera obscura kann sowohl für Momentaufnahmen, wie für Aufnahmen mit längerer Expositionsdauer benutzt werden.
Derselbe besteht aus den zwei Flügeln a und b, welche, durch Arme verbunden, auf der Achse c sitzen, Fig, r, 2, 4, 5, 6 und 7. Die Achse trägt ferner die Spiralfeder d, welche, aufgezogen, der Achse ein Drehbestreben verleiht. Die Drehung wird jedoch durch den auf der Achse sitzenden Stern e, sowie durch die Hebel / und g verhindert. / ist um f\ g um g1 drehbar.
Der Stern e hat drei Arme i k und I, und ist so dick, wie der gerade darüber liegende Hebel g, so dafs er an dem Hebel f, welcher davor liegt, vorbeipassiren kann.
Sobald der Hebel g gehoben wird, läfst sein Einschnitt g2 den Arm i des Sternes e los, worauf sich die Achse c mit dem Flügelpaar dreht. Damit dies jedoch nur bis zu einer halben Umdrehung geschieht, wobei Flügel α die Cassettenöffnung schliefst, mufs man den Hebel sofort wieder loslassen. Derselbe wird dann von der kleinen Feder g3 niedergedrückt und der Arm k klinkt in den Einschnitt g'2 ein.
Da dieser aufserordentlich kurze Zug ■ eine sehr geübte Hand erfordert, so würde häufig der Fall eintreten, dafs der Stern mit seinen Armen nicht zur richtigen Zeit einklinkt, die Achse mit dem Flügelpaare würde dann weiter rotiren und die empfindliche Platte durch mehrmaliges Belichten verderben. Dies zu verhindern, dient der kleine Arm m, Fig. 7.
Derselbe sitzt auf einem Vierkant der Achse c, und zwar so, dafs er genau unter dem Hebel f liegt, also in der gezeichneten Stellung (den Arm k überdeckend) nach einer halben Umdrehung gegen den Einschnitt /2 des Hebels f schlägt. Dadurch aber erfolgt die Arretirung des Flügelsysterns in der richtigen Lage, auch wenn der Hebel g noch hochgezogen ist.
Der Arm m kann auf seinem Vierkant versetzt werden, so dafs er mit jedem der drei Arme ik und / zur Deckung gebracht werden kann. Zu dem Zwecke wird die kleine Schraubenfeder τη1, welche den Arm m niederhält, zusammengedrückt, der Arm von dem Vierkant der Achse auf die runde Stelle geschoben und kann nun beliebig gedreht werden.
In Fig. 2 und 4 deckt der Aufsatzarm m den Arm k des Sternes. Nach der nächsten Belichtung, wo k oben im Eingriff, i aber unten steht, wird m mit i zur Deckung gebracht, dann wieder mit k u. s. w. Dies gilt für die Momentaufnahme.
Soll der Verschlufs für eine längere Expositionsdauer benutzt werden, so kommt der dritte Arm / des Sternes mit in Thätigkeit. Der Stern wird so gestellt, dafs der Arm k eingeklinkt ist, der Arm / also rechts steht. Löst man jetzt aus, so klinkt zunächst Arm / ein. Das Flügelpaar α b steht also horizontal und läfst die Oeffhung frei. Nach der gehörigen Expositionsdauer wird Arm / ausgelöst und Arm i, welcher durch den Aufsatzarm m gedeckt ist, legt sich gegen die Einschnitte der Hebel f und g, wodurch der Flügel α schliefst.
Durch kräftigeres Heben des Hebels g wird Hebel f mittelst des in einem Schlitz gehenden Stiftes η ebenfalls gehoben und der Stern kann wieder in die ursprüngliche Lage gebracht bezw. die Feder d aufgezogen werden.
Steht der Photograph in gröfserer Entfernung vom Apparate und mufs die Belichtung mittelst einer Schnur /2, welche am Hebel g angeknüpft ist, vornehmen, so würde der Zug infolge der langen Schnur sehr unsicher sein. Für diesen Fall wird der Regulator, Fig. 3, eingeschaltet. Derselbe wird am Stativ oder an einem schweren Gewicht mit dem Lappen 0 befestigt. Die Schnur h geht vom Hebel g nach der oben mit Oese versehenen Stange ρ des Regulators. Die Stange wird mittelst Kolbens ρ x in dem Rohr q geführt und durch die Feder s gehalten. Um die Länge des Zughubes zu reguliren (dieselbe mufs je nach der Gröfse der Objectivöffnung eine verschiedene sein), wird der Vorsteckbolzen r in eines der am Rohr q angebrachten Löcher gesteckt. Auf diesen Bolzen setzt sich der Kolben p1 am Ende des Hubes auf, wenn an der Schnur h1 gezogen wird.
Die Cassette besteht aus doppelten Wänden, zwischen denen sich der Verschlufs befindet. Durch diese doppelwandige Cassette, welche auch für jeden anderen Verschlufs zu verwenden ist, wie in Fig. 8, 9 und 10 dargestellt, wird:
1. lichtdichter Schlufs erreicht;
2. kann dieselbe ohne weitere Veränderung
an jeder Camera leicht angebracht werden, Fig. 9 und 10, indem die beiden Wände mit den dazwischen liegenden Verschlufsmechanismen nur an die alte Cassette angeschraubt werden;
3. kann man das Objectiv sowohl aufserhalb der Camera, wie innerhalb derselben, also vor oder hinter der Cassette anbringen, Fig. 9 und 10, wodurch man dieselbe Camera für sehr grofse, wie für sehr geringe Brennweiten verwenden kann. Bisher mufste man für diese Fälle verschiedene Cassetten bezw. Cameras benutzen.

Claims (4)

Patent-Ansprüche: An Objectiv-Verschlüssen:
1. die Anordnung des durch die Feder d drehbaren Flügelsystems α b mit dem auf der Drehachse c befindlichen Stern e, dessen
. Arme in den Hebel g einklinken;
2. der zur Sicherung gegen Ueberspringen des Sternes dienende versetzbare Arm m, welcher in den Hebel f einklinkt;
3. die Anordnung des in Fig. 3 dargestellten Mechanismus als Regulator bei der Handhabung des Objectiv -Verschlusses aus beliebiger Entfernung mittelst Schnur, bestehend aus dem Rohr q der Feder s und der Stange p\ ,
4. die Anbringung des Verschlusses an einer doppelwandigen Cassette A, welche ohne jede Aenderung gestattet, das Objectiv vor und hinter der Cassette zu befestigen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT32321D Objektiv-Verschlufs Expired - Lifetime DE32321C (de)

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