DE323655C - Verfahren und Vorrichtung zum Mischen von Fluessigkeiten mit Gasen oder von Fluessigkeiten mit Fluessigkeiten oder von Gasen mit Gasen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Mischen von Fluessigkeiten mit Gasen oder von Fluessigkeiten mit Fluessigkeiten oder von Gasen mit Gasen

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DE323655C
DE323655C DE1919323655D DE323655DD DE323655C DE 323655 C DE323655 C DE 323655C DE 1919323655 D DE1919323655 D DE 1919323655D DE 323655D D DE323655D D DE 323655DD DE 323655 C DE323655 C DE 323655C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F25/00Flow mixers; Mixers for falling materials, e.g. solid particles
    • B01F25/30Injector mixers
    • B01F25/31Injector mixers in conduits or tubes through which the main component flows
    • B01F25/313Injector mixers in conduits or tubes through which the main component flows wherein additional components are introduced in the centre of the conduit
    • B01F25/3131Injector mixers in conduits or tubes through which the main component flows wherein additional components are introduced in the centre of the conduit with additional mixing means other than injector mixers, e.g. screens, baffles or rotating elements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Mischen von Flüssigkeiten mit Gasen oder von Flüssigkeiten mit Flüssigkeiten oder von Gasen mit Gasen.
  • Das Vermischen von Flüssigkeiten erfolgte bis jetzt einfach dadurch, daß man eine Flüssigkeit der anderen beifügte und zur Herbeiführung einer engeren Verbindung der Teilchen der Flüssigkeiten das Gemisch durchrührte oder schüttelte. Bei längerem Stehen trennen sich aber verschiedene Flüssigkeiten bald wieder voneinander, da die Verbindung der Teilchen derselben nicht stark genug ist.
  • Es lassen sich nur jene Flüssigkeiten mischen, zwischen denen die Adhäsion stärker ist als die Kohäsion; falls diese vorwiegt, bleiben die Flüssigkeiten voneinander getrennt und lagern sich nach ihrer Dichte übereinander.
  • Bekanntlich werden auch gasförmige Körper von Flüssigkeiten aufgenommen oder gelöst bzw. absorbiert.
  • Die Mischung wird eine um so bessere, je mehr den allerkleinsten Teilchen, den Molekülen, einer Flüssigkeit Gelegenheit gegeben ist,. in recht enge Verbindung-mit den Molekülen der anderen Flüssigkeit zu treten.
  • Dies erreichen aber die bisher bekannt geword enen Rüttel-, Schüttel- und Mischvorrichtungen nur höchst unvollkommen. Ebenso verhält es sich, wenn Gase oder gasförmige Körper von Flüssigkeiten aufgenommen, oder wenn zwei gasförmige Körper miteinander -innigst gemischt oder gemengt werden sollen.
  • Je mehr es gelingt die Adhäsion der allerkleinsten Teilchen der zu mischenden oder zu vermengenden Mittel gegenseitig wirksam zu machen, desto besser und inniger und vor allem haltbarer wird die Mischung oder Vermengung.
  • Man hat schon in Vorschlag gebracht, die einzelnen zu mischenden Mittel unter Druck in kreisende Bewegung zu setzen, indem das Mittel durch eine tangentiale Zuführung in einen Behälter eintritt oder eine schraubenförmige Führungsbahn passiert und die so erzeugtes kreisenden Ströme in einem Winkel gegeneinander geleitet werden. Dadurch wird der - angestrebte Zweck nur unvollkommen erreicht.
  • Hiervon unterscheidet sich die Erfindung dadurch, dag die kreisenden Ströme mit achsialem Zufluß in parallelen Ebenen übereinander durch tangentiale Austrittsdüsen gebildet und so gegeneinander geleitet werden, daß der untere kreisende Strom in der Austrittsrichtung an der-Getäßwandung hochsteigt und an der engsten Stelle des sich allmählich verjüngenden Querschnitts vom darüber befindlichen, entgegengesetzten, wieder durch tangentiale Austrittsdüsen erzeugten Strom des anderen zu vermischenden Mittels getroffen wird, wodurch die Ströme aufeinander eine sich gegenseitig zerreibende Wirkung ausüben, um so die engste Berührung der kleinsten Teilchen der zu mischenden Mittel zu sichern, worauf das Gemisch einer Beruhigungsvorrichtung zugeführt wird. Dadurch ist die zur Zeit denkbar beste Vermischung erreichbar.
  • Die aufnehmende Flüssigkeit tritt unter Druck in möglichst feinster Verteilung vom Hohlkörperinnem- aus tangential gerichtet in einen bauchigen Hohlkörper aus und steigt daher von selbst, in Schraubenwindungen kreisend, in diesem hoch und wird an der engsten Querschnittsstelle in wiederum vom Hohlkörperinnern aus tangentialer Gegenkreisung vom anderen Mittel wieder unter Druck getroffen, so daß der eine kreisende Druck dem anderen entgegenwirkt, daher geradezu ein gegenseitiges Zerreiben und Zerreißen der beiden Strömungen bei ununterbrochener Durcheinanderwirbelung stattfindet, und dadurch die denkbar engste Verbindung der beiden Mittel eintritt, da jetzt die allerkleinsten Teilchen in ihrer Adhäsion aufe-inander wirksam werdert. Dabei tritt teilweise durch die Reibung, teilweise durch die Mischung selbst eine Wärmeerhöhung ein, welche den Mischvorgang begünstigt; Um die so erzeugte, ungemein innige Mischung in den Stand der Ruhe überzuführen, läßt man sie unter dem, nach deni Mischen noch der Flüssigkeit innewohnendem Druck hochsteigen und dabei die Wirbelbewegung in der Flüssigkeit aufzehren.
  • Dieser letztere Vorgang läßt sich in verschiedener Weise erreichen.
  • Man kann somit nach der Erfindung eine Flüssigkeit mit der anderen in unbegrenzten Mengen weit inniger vermischen, als dies bisher möglich war, z. B. eine Flüssigkeit mit Alkohol, eine Farbflüssigkeit mit einer zweiten usw, Natürlich kann man die Einrichtung auch so treffen, daß die-eine Mischfiüssigkeit hochsteigend von einer weiteren Flüssigkeit, wiederum vom Hohlkörperinnern aus tangential austretend, kreisend getroffen wird, indem eine dritte tangentiale Austrittsdüsenanordnung in einer dritten Ebene darüber befindlich ist.
  • Es hat sich gezeigt, daß es vorteilhaft ist, das spezifisch schwerere Mittel in der untersten Düsenringebene tangential kreisend austreten zu lassen und die leichteren-Mittel darüber im Gegenstrom, ebenfalls von einer Düsenringebene aus tangentialkreisend, zuzuführen.
  • Beim Mischen von Flüssigkeiten mit Gasen tritt die Flüssigkeit ebenfalls in der unteren Düsenringebene aus, während das Gas durch die oberen Düsen die kreisende Flüssigkeit an der engsten Ouerschnittsstelle im Gegenstrom trifft und so die Mischung oder Absorption vor sich geht. Da das Gas nunmehr auf die denkbar kleinsten Teilchen der Flüssigkeit trifft, ist die adhäsierende Wirkung bedeutend größer und vor allem andåuernder als bisher, da das Gas von den kleinsten Flüssigkeitsteilchen geradezu fest gebunden wird, weshalb sich das Verfahren der Erfindung auch mit Vorteil zur Anreicherung von Flüssigkeiten mit Gasen eignet. Man kann nicht nur beispielsweise Wasser mit Kohlensäure oder Sauerstoff oder anderen Gasen innigst mischen, sondern man kann auch beispielsweise den Kohlensäuregehalt des Bieres-wesentlich erhöhen und, was glanz besonders wichtig ist, längere Zeit erhalten als bisher, da das Gas in seinen kleinsten Teilchen viel besser und daher viel länger an den kleinsten Teilchen der Flüssigkeit haftet, als es bisher möglich war, da bisher die heftige und innige Aufeinanderwirkung der beiden Mittel im Gegenstrom fehlte. Kohlensäurebäder nach der Er-findung hergestellt werden daher wirksamer als dle bisherigen künstlichen Kohlensäurebäder, ebenso Sauerstoffbäder. Auch - das Imprägnieren alkoholfreier Getränke mit Kohlensäure wird nach der Erfindung vorteilhafter als bisher, da nunmehr die denkbar innigste Vermischung der beiden Mittel gesichert ist.
  • Beim Vermengen von Gasen mit Gasen bzw.
  • Luft mit Gasen treten ähnliche Wirkungen auf, da die Gasmoleküle in denkbar innigste Berührung miteinander gelangen und daher in vorteilhaftester Weise adhäsierend aufeinander wirksam werden.
  • Das Verfahren der Erfindung, die miteinander zu mischenden Mittel übereinander im Gegenstrom kreisend aufeinander wirken zu lassen, und hierauf in den Zustand der Ruhe überzuführen, kann durch zweckentsprechend konstruierte Einrichtung erreicht werden.
  • Auf der Zeichnung ist in Fig. I eine beispielsweise Ausführungsform- einer zur Durchführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung im Schnitt dargestellt. Fig. 2 zeigt den unteren Austrittskörper für sich herausgezeichnet im Schnitt, Fig. 3 in Draufsicht, -Fig. 4 den oberen Austrittskörper in Draufsicht und Fig. 5 eine andere Änsführungsform der Weiterleitung des Gemisches zur Bewirkung der Beruhigung.
  • Die in Fig; I dargestellte Vorrichtung dient 'beispielsweise zum Mischen oder zur Anreicherung einer Flüssigkeit mit einem Gase.
  • Die durch den Stutzen a eintretende Flüssigkeit tritt durch die tangential gerichteten Düsen b, welche gebildet sind durch entsprechende tangentiale Aussparungen im unteren Körper c, und diesem zugehörige Aussparungen im darüber passenden Deckkörper d, aus, so daß die Flüssigkeit in der bauchigen Hohl. wulst e von selbst, in Schraubenwindungen kreisend, hochsteigt, daher hier feinst verteilt wird, da sie ununterbrochen an die Wandung von e anschlägt und nach der engsten Stelle f des Ringquerschnittes getrieben wird. An dieser wird die von selbst in Schraubenwindungen nach oben kreisende Flüssigkeit im Gegenstrom unter Druck vom Gase. (von der Kohlensäure) getroffen, die durch den Stutzen in den Apparat eintritt und durchdie den unteren Austrittsdüsen b entgegengesetzt gerichteten in einer darüber befindlichen Ebene liegenden Düsen h in die Flüssigkeit übertritt. Diese Düsen entsprechen ebenfalls wieder einem aufeinanderpassenden Doppelkörper, indem i und k aufeinanderpassen und dabei die Ringnut I mit. den Austrittsdüsen h frei lassen. Bei f wird mithin die kreisend hochsteigende Flüssigkeit im ununterb-.-ochenen Wirbel von der Kohlensäure, die bei h austritt, getroffen; man kann den Mischvorgang durch das Schauglas m eines laternenartigen Aufsatzes beobachten.
  • Um die Mischfiüssigkeit allmählich zur Ruhe zu bringen, läßt man sie gemäß Fig. I in eine Schraubennut ff eintreten, um den Beruhigungsweg zu verlängern und die Wirbelungen aufzuheben. Die Flüssigkeit nimmt ihren Weg dann weiter durch einen Siebkörper o nach außen, um durch den Stutzen p zu entweichen. Am Schauglas q erkennt man, daß die Flüssigkeit sich gegenüber dem Stande bei m vollkommen oder doch hinreichend beruhigt hat.
  • Gemäß Fig. 5 wird die Flüssigkeit von f aus durch ein Tauchrohr r geleitet; man läßt sie durch einen Siebkegel s austreten und weiter oben die Siebe t passieren und nach dem Stutzen u gelangen, um so eine Beruhigung der -Flüssigkeit zu bewirken bzw. die Wirbelung zu beheben.
  • Die Apparate zur Durchführung des Verfahrens zeichnen sich durch ihre große Einfachheit aus und lassen sich überall ohne weiteres aufstellen, so - daß sie in allen einschlägigen Industriezweigen Verwendung finden können. Die Anwendung ist eine sehr vielseitige, da derartige Apparate in sehr vielen Zweigen der Technik wünschenswert oder notwendig sind.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Mischen von Flüssigkeiten mit Gasen oder von Flüssigkeiten mit Flüssigkeiten oder von Gasen mit Gasen, indem die einzelnen Teile unter Druck in kreisende Bewegung gesetzt und die so gebildeten kreisenden Ströme gegeneinander geführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisenden Ströme mit achsialem Zufluß in parallelen Ebenen übereinander durch tangentiale Austrittsdüsen gebildet und so gegeneinander geleitet werden, daß der untere kreisende Strom in der Austrittsrichtung an der Gefäßwandung hochsteigt und an der engsten Stelle. des sich allmählich verjüngenden Querschnitts vom darüber befindlichen, entgegengesetzten, wieder durch tangentiale Austrittsdüsen erzeugten Strom des anderen zu vermischenden Mittels getroffen wird, worauf das Gemisch einer Beruhigungsvorrichtung zugeführt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Austritt der Mittel durch übereinander befindliche, mit tangenballen Düsen versehene Düsenkörper erfolgt, wobei der untere Düsenkörper so gestaltet ist, daß seine Düsen (b) der Ausbauchung des ihn umgebenden Hohlkörpers (e) angepaßt sind und daher diesem entsprechend nach aufwärts gerichtet stehen, während die Düsen (h) des oberen Körpers am engsten Querschnitt der Flüssigkeitshülse schräg nach unten gerichtet sind.
  3. 3. Vorrichtung zur Behebung der Wirbelung des Gemisches, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den Mischapparat eine Schraubenbahn mit darauffolgendem Siebdurchgange anschließt.
    4, Vorrichtung zur Aufhebung der Wirbelung des Gemisches, dadurch gekennzeichnet,. daß sich an den Mischapparat ein Tauchrohr mit Siebkörper anschließt.
DE1919323655D 1919-08-03 1919-08-03 Verfahren und Vorrichtung zum Mischen von Fluessigkeiten mit Gasen oder von Fluessigkeiten mit Fluessigkeiten oder von Gasen mit Gasen Expired DE323655C (de)

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DE (1) DE323655C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1081424B (de) * 1958-01-21 1960-05-12 Thomas Fischer Dipl Ing Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von fluessigen oder festen Stoffen aus Gasen oder Fluessigkeiten
DE1165618B (de) * 1959-08-05 1964-03-19 Schoppe Fritz Vorrichtung zum Abschrecken heisser Gase

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1081424B (de) * 1958-01-21 1960-05-12 Thomas Fischer Dipl Ing Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von fluessigen oder festen Stoffen aus Gasen oder Fluessigkeiten
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