DE323733C - Antrieb und Regelung mechanischer Kraehl- und Aufgabevorrichtungen bei OEfen zum Roesten von Erzen u. dgl. - Google Patents

Antrieb und Regelung mechanischer Kraehl- und Aufgabevorrichtungen bei OEfen zum Roesten von Erzen u. dgl.

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DE323733C
DE323733C DE1919323733D DE323733DD DE323733C DE 323733 C DE323733 C DE 323733C DE 1919323733 D DE1919323733 D DE 1919323733D DE 323733D D DE323733D D DE 323733DD DE 323733 C DE323733 C DE 323733C
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    • F27B9/14Furnaces through which the charge is moved mechanically, e.g. of tunnel type; Similar furnaces in which the charge moves by gravity characterised by the path of the charge during treatment; characterised by the means by which the charge is moved during treatment
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Description

  • Antrieb ünd Regelung mechanischer Krähl- und Aufgabevorrichtungen bei Öfen zum Rösten von Erzen u. dgl. Bei allen Ofen mit mechanischen .Krähl-und Aufgabevorrichtungen zum Rösten, Kalzinieren, Glühen oder Darren von Erzen oder anderen mineralischen oder chemischen Stoffen erfordert es der Arbeitsprozeß bzw. die Materialbeschaffenheit, daß die Geschwindigkeit, mit der die Krählorgane und die Aufgabevorrichtung bewegt werden, innerhalb gewisser Grenzen geändert werden kann, wobei die einmal eingestellte Geschwindigkeit im Dauerbetriebe möglichst gleichbleibend beibehalten werden muß. Diese Geschwindigkeitsänderung wird bei den bekannten Ofenausführungen fast ausnahmslos durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses zwischen Antriebsmaschine bzw. Motor oder einer Transmission und den zu bewegenden Arbeitsorganen erzielt, indem man dem zur Übertragung der höheren Drehgeschwindigkeit in die niedrigere dienenden mechanischen Zwischengetriebe, das in der Regel aus Zahnrädern, Stufenriemenscheiben, Klinkwerken o. dgl. besteht, abgestufte umschaltbare Übersetzungen gibt. Auf eine unmittelbare Regelung der Drehzahl des Antriebsmotors verzichtet man dagegen einesteils wegen des geringen Regelbereichs der gewöhnlich verwendeten Motoren und dann auch, weil sich eine bestimmte Geschwindigkeitseinstellung ohne weiteres nicht erzielen läßt. Der Nachteil der mechanischen Wechselgetriebe ist, daß sie in ihrer Konstruktion, namentlich wenn eine feine Geschwind9keitsabstufung in weiten Grenzen erzielt werden soll, sehr kompliziert ausfallen. Schwierig ist auch die Bedienung und Instandhaltung der unmittelbar am Ofen und hier den Einflüssen der Hitze, des Staubes und der Gase ausgesetzten Getriebsteile. Sehr häufig sind die Mißerfolge an mechanischen Ofen auf die Schwierigkeiten und Störungen in derartigen Antriebsmechanismen zurückzuführen.
  • Die vorliegende Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß die erwähnten Nachteile vermieden werden, wenn die Geschwindigkeitsregelung auf elektrischem Wege im Antriebsmotor erfolgt, und zwar unter Verwendung eines Gleichstrommotors mit Steuerdynamo in der bekannten Leonardschaltung. Diese Anordnung ermöglicht eine feinstufige und wehbegrenzte Regelung der Drehzahl des Motors zwischen Null und einem Höchstwert, praktisch unbeeinflußt von der Belastung. Der Betrieb gestaltet sich durchaus wirtschaftlich und die Bedienung einfach. Die Bewegungen des Motors werden ebenfalls durch ein mechanisches Getriebe, jedoch von gleichbleibendem Übersetzungsverhältnis, auf die Arbeitsorgane übertragen.
  • Bei Ofen mit mehreren Sohlen, die das zu verarbeitende Gut nacheinander durchwandern muß, ist es im normalen Betriebe notwendig, daß die Krählvorrichtungen in allen Ofensohlen mit praktisch gleicher Drehzahl laufen, um zu vermeiden, daß an irgendeiner Stelle des Ofens Materialstauungen auftreten, oder daß an einer anderen Stelle die Röstsohlen leer gerührt werden. Der Arbeitsbetrieb kann es aber auch erfordern, daß die Krählvorrichtungeneinzelner Sohlen unabhängigvon denen der anderen Sohlen vorübergehend stillgesetzt oder auch schneller oder langsamer, unter Umständen auch rückwärts bewegt werden müssen. Im ersten Falle genügt eine mechanische Kupplung der einzelnen Krählvorrichtungen und ein gemeinsamer Antrieb durch einen Motor. Es sind auch Fälle denkbar, bei denen die einzelnen Krählvorrichtungen jeder Sohle durch je einen besonderen Motor angetrieben werden und bei denen alle Motoren zur Erzielung einer gemeinsamen Bewegung im Stromkreis einer Steuerdynamo parallel geschaltet sind. Wenn auch die Bedingung erfüllt werden muß, daß die Bewegungen der einzelnen Vorrichtungen unabhängig voneinander erfolgen sollen, so muß jeder Motor eine besondere Steuerdynamo erhalten. Zur Erzielung der gleichen Drehzahl aller Motoren braucht man dann den Steuerschaltern nur die bestimmte Kontaktstellung zu geben.
  • Der Antrieb und die Regelung der Aufgabevorrichtungen erfolgt in gleicher Weise wie bei den Krählvorrichtungen, entweder durch Gruppen- oder Einzelantriebe.
  • Die Steuerdynamos werden in bekannter Weise mit der gemeinsamen Erregermaschine gekuppelt und in beliebiger Weise angetrieben.
  • Es sei hervorgehoben, daß es sich bei dieser Erfindung um eine Kombination des bekannten Leonardgetriebes mit den als bekannt vorausgesetzten Krähl- und Aufgabevorrichtungen am mechanischen Röstofen handelt. Der Nachdruck wird nicht auf die einzelnen Teile der Kombination, sondern auf die Anordnung, vermöge deren die Teile zu einem Ganzen zusammenwirken, gele7t.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSpRucH: Antrieb und Regelung mechanischer Krähl- und Aufgabevorrichtungen an ein-oder mehretagigen Öfen zum Rösten, Kalzinieren, Glühen oder Darren von Erzen oder anderen mineralischen oder chemischen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeitsregulierung in einem zum Antrieb benutzten Leonardgetriebe erfolgt, wobei es gleichgültig ist, ob die verschiedenen am Ofen vorhandenen Vorrichtungen gruppenweise-durch ein Getriebe oder zur Erzielung voneinander unabhängigen Bewegungen durch mehrere Einzelgetriebe angetrieben werden.
DE1919323733D 1919-09-03 1919-09-03 Antrieb und Regelung mechanischer Kraehl- und Aufgabevorrichtungen bei OEfen zum Roesten von Erzen u. dgl. Expired DE323733C (de)

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