DE3237488C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorladung von Kommutierungskondensatoren
in einem Wechselrichter mit Phasenfolgelöschung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine
Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens (EP-A2-
00 31 118).
Aufbau und Wirkungsweise eines solchen Wechselrichters, insbesondere
aber auch die Kommutierungsvorgänge bei der Phasenfolgelöschung
sind beispielsweise aus der Zeitschrift ETZ-A,
Bd. 96, 1975, S. 520-523, bekannt. Das Drehstromsystem am Ausgang
des Wechselrichters wird durch zyklisches Zünden und
Löschen von Thyristoren, die z. B. in einer Brückenschaltung
angeordnet sind, aus dem eingeprägten Gleichstrom erzeugt,
der entweder von einer Gleichspannungsquelle über einen Gleichstromsteller
oder aus einem Wechselspannungsnetz über einen
gesteuerten Gleichrichter, sowie über eine nachgeschaltete
Zwischenkreisdrossel in den Wechselrichter eingespeist
wird. Zum Löschen der jeweils leitenden Thyristoren werden
Kommutierungskondensatoren verwendet, die unter geeigneten
Bedingungen beim Betrieb des Wechselrichters auf- und umgeladen
werden und sich beim Zünden des nächsten Thyristors
einer Kommutierungsgruppe über den vorausgegangenen Thyristor
entladen und so seine Löschung erzwingen. Daher wird
diese Kommutierungsart auch als Phasenfolgelöschung bezeichnet.
Beim Einschalten des Wechselrichters haben die Kommutierungskondensatoren
im allgemeinen keine geeignete Kondensatorspannung, um
von Beginn an eine sichere Kommutierung der Thyristoren im
Wechselrichter zu gewährleisten. Je nach Vorgeschichte ist
es möglich, daß einzelne Kommutierungskondensatoren mit
falscher Polarität, mit richtiger Polarität, aber zu geringer
Kondensatorspannung, oder gar nicht geladen sind.
Um von Anbeginn eine volle Betriebsbereitschaft des Wechselrichters
zu erreichen, ist es zweckmäßig, die Kommutierungskondensatoren
vor dem Einschalten durch eine Vorladung auf
eine zur Kommutierung ausreichende Kondensatorspannung aufzuladen.
Nach einem aus der EP-A2-00 31 118, Fig. 1 bekannten Verfahren wird die Vorladung mit
Hilfe einer zusätzlichen Ladespannungsquelle durchgeführt,
die mit den Kommutierungskondensatoren über Widerstände und
Entkopplungsdioden verbunden ist. Dies bedeutet einen erhöhten
Aufwand für die zusätzliche Spannungsquelle, sowie
relativ lange Vorladungszeiten und Verluste, da die Kondensatoraufladung
über Widerstände erfolgt.
Ein weiteres Vorladungsverfahren, das eine zusätzliche Ladespannungsquelle
überflüssig macht, ist ebenfalls aus der
EP-A2-00 31 118 bekannt. Darin wird zum Antakten des Wechselrichters
zunächst der eingeprägte Strom bei gleichzeitiger
Erhöhung der Taktfrequenz für die Thyristoren auf kleine
Werte begrenzt, bis die Spannung an den Kommutierungskondensatoren
eine ausreichende Höhe erreicht hat, um den
vollen Thyristorstrom kommutieren zu können. Daran anschließend
werden gemäß vorgegebener Zeitfunktionen der
engeprägte Strom und die Taktfrequenz auf ihre Anfahrwerte
erhöht bzw. abgesenkt. Aufgrund der in kleinen Schritten
erfolgenden Vorladung wird bei diesem Verfahren eine vergleichsweise
lange Anfahrphase für den Wechselrichter benötigt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren für die Vorladung der Kommutierungskondensatoren
zu schaffen, welches einerseits eine sehr schnelle Vorladung
ermöglicht und andererseits mit geringem Zusatzaufwand
in den bekannten Wechselrichterschaltungen realisiert
werden kann.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei dem eingangs beschriebenen
Verfahren die Merkmale gemäß dem Kennzeichen
des Anspruchs 1 vorgesehen sind.
Die Erfindung macht von der Tatsache Gebrauch, daß in einem
Schwingkreis, wie er üblicherweise aus Induktivität und Kondensator
gebildet wird, in einfacher und schneller Weise
verlustarme Umladungs- und Aufladungsvorgänge durchgeführt
und gesteuert werden können und daß aufgrund des Einschwingvorganges
der Kondensator eines Schwingkreises, der an eine
Gleichspannungsquelle geschaltet wird, auf eine maximale Spannung
aufgeladen werden kann, die höher als die Spannung der
Quelle ist. Daraus ergibt sich der Vorteil, daß der Wechselrichter
innerhalb weniger Schwingkreisperioden seine
Betriebsbereitschaft erreicht und durch die hohe Vorladespannung
eine hohe Kommutierungsfähigkeit erlangt.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand der Zeichnung in Form
eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Vorladungsverfahrens;
Fig. 2 den zeitlichen Ablauf der Steuerungsvorgänge bei der
Durchführung des Verfahrens in einer Schaltungsanordnung
gemäß Fig. 1;
Fig. 3 einen Ausschnitt aus der Schaltung nach Fig. 1 mit
richtig vorgeladenen Kommutierungkondensatoren;
Fig. 4 einen Ausschnitt gemäß Fig. 3 mit falsch vorgeladenen
Kommutierungskondensatoren.
In Fig. 1 ist eine Schaltungsanordnung dargestellt, wie sie
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet
werden kann. Ein Wechselrichter, der im wesentlichen aus
Wechselrichterthyristoren T 1 ... T 6, Wechselrichterdioden
D 1 ... D 6 und Kommutierungskondensatoren C 1 ... C 6 besteht,
speist in einer Brückenschaltung einen dreiphasigen Verbraucher
VB, z. B. eine Asynchronmaschine. Der Wechselrichter
seinerseits wird über zwei Verbindungsleitungen V 1 und V 2
aus einem Netzstromrichter N mit einem eingeprägten Strom
IZ versorgt. Der Netzstromrichter N kann als gesteuerter
Gleichrichter am Wechselspannungsnetz, oder als Gleichstromsteller
am Gleichspannungsnetz mit oder ohne Umgruppierungsmöglichkeit
ausgeführt werden und wird am Eingang
mit einer Netzspannung UE beaufschlagt. In die eine Verbindungsleitung
V 1 ist eine Zwischenkreisdrossel LD eingefügt,
die zur Glättung des eingeprägten oder Zwischenkreisstromes
IZ dient. Im Ausführungsbeispiel ist zwischen
den Verbindungsleitungen V 1 und V 2 eine Freilaufdiode DA
in Sperrichtung angeordnet. Parallel zur Freilaufdiode DA
ist üblicherweise ein Bremszweig für die Widerstandsbremsung
geschaltet, der aus einem Bremswiderstand RB und einem in
Serie liegenden Bremsthyristor TB besteht. In die eine
Verbindungsleitung V 1 ist weiterhin vor der Freilaufdiode
ein Schalter TH, z. B. der Zerhacker des Gleichstromstellers,
in die andere Verbindungsleitung V 2 ist hinter der
Freilaufdiode DA ein Schalter TS, z. B. ein Umgruppierungsschalter,
eingesetzt, mit welchen beiden Schaltern der Verfahrensablauf
bei der Vorladung der Kommutierungskondensatoren
C 1 ... C 6 maßgeblich beeinflußt wird. Wird
als Netzstromrichter N nicht ein Gleichstromsteller, sondern
ein gesteuerter Gleichrichter verwendet, übernehmen
dessen Halbleiterelemente die wichtigen Funktionen der
Schalter TH und TS sowie der Freilaufdiode DA.
Jeder der Wechselrichterthyristoren T 1 ... T 6 bildet zusammen
mit der zugehörigen Wechselrichterdiode D 1 ... D 6
einen von wenigstens sechs Brückenzweigen, die zu je drei
Brückenzweigen in einer oberen Kommutierungsgruppe (T 1,
D 1; T 3, D 3; T 5, D 5) und einer unteren Kommutierungsgruppe
(T 2, D 2; T 4, D 4; T 6, D 6) zusammengefaßt werden können. Zwischen
je zwei Brückenzweigen einer Kommutierungsgruppe
ist einer der Kommutierungskondensatoren C 1 ... C 6 geschaltet.
Beim Betrieb des Wechselrichters werden durch Ansteuern der
entsprechenden Wechselrichterthyristoren die Brückenzweige
paarweise durchgeschaltet und gelöscht, wobei ein Paar jeweils
von einem Brückenzweig der oberen und einem aus der
unteren Kommutierungsgruppe in einer Weise gebildet wird,
daß durch den Verbraucher VB ein Drehstromsystem fließt.
Die einzelnen Phasen des Drehstromsystems werden durch
zyklische Vertauschung der angesteuerten Thyristoren innerhalb
einer Kommutierungsgruppe erzeugt. Eine mögliche Zündfolge
bildet den Zyklus (T 1, T 2)-(T 3, T 2)-(T 3, T 4)-(T 5, T 4)-
-(T 5, T 6)-(T 1, T 6), wobei die in einer Klammer zusammengefaßten
Thyristoren gleichzeitig durchgesteuert sind. Der
einzelne, durch den Kommutierungskondensator bewirkte Kommutierungsvorgang
ist in der eingangs zitierten Zeitschrift
ETZ-A a. a. O. ausführlich dargestellt und soll daher nicht weiter
beschrieben werden.
Die Vorladung der Kommutierungskondensatoren C 1 ... C 6 erfolgt
erfindungsgemäß in wenigstens zwei Schritten in einem
ersten und zweiten, gesteuerten Schwingkreis. Zur Steuerung
der Schwingkreise wird eines der oben aufgeführten,
sechs möglichen Paare von Wechselrichterthyristoren ausgewählt.
In der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 besteht
dieses Paar beispielsweise aus den Thyristoren T 5 und T 6.
Die Kommutierungskondensatoren einer Kommutierungsgruppe
sind zu einem geschlossenen Kreis zusammengeschaltet, so daß
die Summe aller Kondensatorspannungen in einer Gruppe verschwindet.
Gleichzeitig ist dadurch jeder Wechselrichterthyristor
in einer Kommutierungsgruppe mit zwei Kommutierungskondensatoren
verbunden. Im Falle des ausgewählten
Thyristors T 5 sind dies die Kondensatoren C 3 und C 5, beim
Thyristor T 6 handelt es sich um die Kondensatoren C 4 und C 6.
Die andere Seite der Kondensatoren C 3 und C 5 ist über zwei
Vorladungsdioden DV 1 und DV 2, und einen gemeinsamen Vorladungsthyristor
mit der Verbindungsleitung V 2 verschaltet.
Die andere Seite der Kondensatoren C 4 und C 6 dagegen liegt
über zwei Vorladungsdioden DV 3 und DV 4, und einen gemeinsamen
Vorladungsthyristor TV 2 an der Verbindungsleitung V 1.
Wird zur Vorladung ein anderes Thyristorpaar verwendet, gelten
die Ausführungen sinngemäß für andere Kommutierungskondensatoren.
Beim Betrieb des Wechselrichters sind von den drei Kondensatoren
einer Kommutierungsgruppe in den Zeiten zwischen
den Kommutierungsvorgängen zwei gegenläufig geladen, während
der dritte Kondensator weitgehend ungeladen ist. Zwei der
drei möglichen Ladezustände sind am Beispiel der oberen
Kommutierungsgruppe in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt. In
Fig. 3 sind die Kondensatoren C 3 und C 5 mit der Kondensatorspannung
U₀ gegenläufig geladen, der Kondensator C 1
dagegen ist weitgehend entladen. Diese Ladungskonfiguration
ist geeignet für eine Kommutierung von dem durchgeschalteten
Thyristor T 5 auf den nächstfolgenden Thyristor T 1. Bei
diesem Kommutierungsvorgang werden C 5 umgeladen, C 3 entladen
und C 1 gegenläufig zu C 5 aufgeladen, d. h., synchron mit den
durchgeschalteten Thyristoren werden auch die Ladungen der
Kommutierungskondensatoren einer Gruppe zyklisch vertauscht.
Der Wechselrichterbetrieb beginnt immer mit der Ansteuerung
eines durch die Schaltungsanordnung bestimmten Thyristorpaares,
z. B. T 5 und T 6. Die Kommutierungskondensatoren können
je nach Vorgeschichte ungeladen, zu wenig geladen oder
aber mit einer für die erste Kommutierung nicht geeigneten
Polarität geladen sein. Die Vorladung, die vor dem Wechselrichterbetrieb
erfolgt, soll die Bereitschaft der Schaltung
herstellen. Daher ist das erfindungsgemäße Vorladungsverfahren
in zwei Schritte unterteilt. In einem ersten Schritt
werden falsch gepolte Kondensatoren umgeladen. Dazu wird
zunächst der Schalter TS geschlossen, während der Schalter
TH geöffnet bleibt und damit den Wechselrichter von der
Netzspannung NE trennt. Auf diese Weise wird für die Kommutierungskondensatoren
der oberen Kommutierungsgruppe, die
im Nachfolgenden hauptsächlich betrachtet werden soll, ein
erster, steuerbarer Schwingkreis geschaffen, der aus der
Zwischenkreisdrossel LD, dem Wechselrichterthyristor T 5,
den Kommutierungskondensatoren C 3 und C 5, den Vorladungsdioden
DV 1 und DV 2, dem Vorladungsthyristor TV 1, dem Schalter
TS und der Freilaufdiode DA gebildet wird. Ein analoger
Schwingkreis entsteht für die untere Kommutierungsgruppe.
Der zeitliche Steuerungsablauf der verschiedenen Ventile
in den Schwingkreisen für die verschiedenen Verfahrensschritte
1, 2 und 1′, 2′ ist in Fig. 2 zusammen mit den
möglichen Zwischenkreisströmen IZ dargestellt. Werden beispielsweise
im ersten Schritt 1 Kommutierungskondensatoren
mit falscher Polung über den ersten Schwingkreis umgeladen,
werden zum Zeitpunkt t₀ der Schalter TS geschlossen und die
Thyristoren TV 1 und T 5 zur selben Zeit durch einen Steuerimpuls
gezündet. Dann gehen diese drei Schaltelemente vom
nichtleitenden in den leitenden Zustand, was in Fig. 2 als
Übergang von 0 auf 1 gekennzeichnet ist. Der Umladevorgang
erfolgt naturgemäß nur in einer Richtung, die durch die
im Schwingkreis liegenden Ventile festgelegt ist und bricht
daher automatisch ab. Die Dauer des Umladevorganges bestimmt
sich nach der bekannten Schwingkreisformel aus den elektrischen
Werten der Zwischenkreisdrossel LD und der Kommutierungskondensatoren
C 3 und C 5. Da die Gleichspannungsquelle
durch den Schalter TH vom Wechselrichter getrennt ist, ist
der Zwischenkreisstrom IZ bei diesem Schritt 1 identisch
mit dem Umladestrom der Kommutierungskondensatoren in Form
einer Stromhalbwelle.
Hat also beispielsweise zum Zeitpunkt t₀ eine Ladungskonfiguration
gemäß Fig. 4 vorgelegen, die für die Kommutierung
von dem Bezugsthyristor T 5 auf den im Zyklus nachfolgenden
Thyristor T 1 nicht geeignet war, tritt nach Beendigung
des Umladevorganges zum Zeitpunkt t₁ eine neue Ladungskonfiguration
gemäß Fig. 3 auf, die bei ausreichender Spannungshöhe
an den Kondensatoren den Beginn des Wechselrichterbetriebs
ermöglicht. Obgleich die Umladung mit geringen
Verlusten behaftet ist, kann jedoch die Spannung bereits
vor der Umladung kleiner als die Netzspannung UE sein. Um
daher in jedem Fall eine sichere Vorladung zu gewährleisten,
ist dem Umladeschritt 1 ein Auf- bzw. Nachladeschritt 2
nachgeordnet, der von t₁ bis t₂ dauert. Dazu wird in t₁
der Schalter TH von 0 auf 1 geschaltet, d. h., geschlossen.
Bei U₀ < UE wird auf diese Weise ein zweiter steuerbarer
Schwingkreis, ein Serienschwingkreis, mit der Netzspannung
UE verbunden, der in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1
mit dem ersten, steuerbaren Schwingkreis nahezu identisch
ist und wiederum im wesentlichen aus den Kommutierungskondensatoren
C 3 und C 5 und der Zwischenkreisdrossel LD besteht.
Da, wie in Fig. 2 dargestellt, die Thyristoren TV 1 und T 5 im
Schritt 2 ebenfalls gezündet werden, laden sich C 3 und C 5
schwingungsartig aus dem Netz auf oder nach und erreichen
aufgrund des Überschwingens eine Maximalspannung, die über
der Netzspannung liegen kann, so daß in t₂ die volle Kommutierungsfähigkeit
für die obere Kommutierungsgruppe vorliegt.
Analog zu den Schritten 1 und 2 für die obere Gruppe kann
anschließend in der Zeit von t₂ bis t₄ die untere Kommuntierungsgruppe
in einem entsprechenden Umladeschritt 1′ und
einem Auf- bzw. Nachladeschritt 2′ auf die volle Kommutierungsfähigkeit
gebracht werden, in dem die Thyristoren TV 2
und T 6 gemäß Fig. 2 gezündet werden. Insgesamt wird für
die beschriebene Vorladung eine Zeit t₄-t₀ benötigt, die in
der Größenordnung der doppelten Periodendauer der verwendeten
Schwingkreise liegt. In t₄ beginnt dann der Betrieb
des Wechselrichters mit der Zündung des Thyristorpaares (T 5,
T 6).
Darüber hinaus kann bei den Schritten 1 und 1′, d. h. bei den
Umladevorgängen nach Fig. 2, auch der Bremsthyristor TB gezündet
werden. Damit wird eine zusätzliche Absicherung gegenüber
einer möglichen Umladung 1 bzw. 1′ über Netzstromrichter
auf der Eingangsseite des Zwischenkreises erreicht.
Insgesamt ergibt sich aus dem erfindungsgemäßen Verfahren
eine schnelle, verlustarme und leicht steuerbare Vorladung,
die wegen der hohen Kondensatorspannung eine hohe Kommutierungsfähigkeit
bewirkt.
Claims (10)
1. Verfahren zur Vorladung von Kommutierungskondensatoren
in einem Wechselrichter mit Phasenfolgelöschung, der aus
einem Netz mit einer Netzspannung (UE) über einen Netzstromrichter
(N) und eine Zwischenkreisdrossel (LD) mit
einem eingeprägten Gleichstrom betrieben wird und einen
Verbraucher (VB) mit einem wenigstens dreiphasigen Drehstrom
speist, dadurch gekennzeichnet, daß vor Beginn
des Wechselrichterbetriebes in einem ersten Schritt
Kommutierungskondensatoren, deren Kondensatorspannungen
eine für die Kommutierung nicht geeignete Polarität besitzen,
in einem ersten gesteuerten Schwingkreis umgeladen,
und in einem zweiten Schritt Kommutierungskondensatoren,
deren Kondensatorspannungen kleiner als die Netzspannung
(UE) sind, in einem zweiten gesteuerten Schwingkreis
auf- bzw. nachgeladen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Induktivität des ersten und zweiten gesteuerten
Schwingkreises im wesentlichen die Zwischenkreisdrossel
(LD) verwendet wird und die Auf- bzw. Nachladung der
Kommutierungskondensatoren im zweiten Schritt aus dem
Netz erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umladung der Kommutierungskondensatoren im ersten
Schritt über eine Freilauftdiode (DA) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Steuerung des ersten und zweiten Schwingkreises
Thyristoren verwendet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Steuerung sowohl Thyristoren (T 5, T 6) des Wechselrichters
selbst, als auch zusätzliche Vorladungsthyristoren
(TV 1, TV 2) eingesetzt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kommutierungskondensatoren zu Gruppen zusammengefaßt
und gruppenweise, zeitlich gestaffelt, vorgeladen
werden.
7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ablauf der Vorladung durch die Schaltzustände des
Netzstromrichters (N) mitbestimmt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schrittfolge bei der Vorladung durch zwei Schalter
(TH, TS) innerhalb des Netzstromrichters (N) gesteuert
wird.
9. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß der Wechselrichter
über Verbindungsleitungen (V 1, V 2) mit dem Netzstromrichter
(N) verbunden ist, in welche eine Verbindungsleitung
(V 1) die Zwischenkreisdrossel (LD) eingefügt
ist, daß zwischen den Verbindungsleitungen (V 1, V 2) innerhalb
des Netzstromrichters (N) ein Freilaufzweig besteht
und daß eine erste Gruppe (C 1, C 3, C 5) von Kommutierungskondensatoren
über erste Vorladungsdioden (DV 1,
DV 2) und einen ersten Vorladungsthyristor (TV 1) mit der
anderen Verbindungsleitung (V 2), und eine zweite Gruppe
(C 2, C 4, C 6) von Kommutierungskondensatoren über zweite
Vorladungsdioden (DV 3, DV 4) und einen zweiten Vorladungsthyristor
(TV 2) mit der einen Verbindungsleitung (V 1) am
Ausgang der Zwischenkreisdrossel (LD) verbunden sind.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Verbindungsleitungen (V 1,
V 2) innerhalb des Netzstromrichters (N) eine Freilaufdiode
(DA) angeordnet ist, daß in die eine Verbindungsleitung
(V 1) vor der Freilaufdiode (DA) ein erster Schalter
(TH) und daß in die andere Verbindungsleitung (V 2) nach
der Freilaufdiode (DA) ein zweiter Schalter (TS) eingefügt
sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19823237488 DE3237488A1 (de) | 1982-10-09 | 1982-10-09 | Verfahren zur vorladung von kommutierungskondensatoren in einem wechselrichter mit phasenfolgeloeschung und schaltungsanordnung zur durchfuehrung des verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823237488 DE3237488A1 (de) | 1982-10-09 | 1982-10-09 | Verfahren zur vorladung von kommutierungskondensatoren in einem wechselrichter mit phasenfolgeloeschung und schaltungsanordnung zur durchfuehrung des verfahrens |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3237488A1 DE3237488A1 (de) | 1984-04-12 |
| DE3237488C2 true DE3237488C2 (de) | 1990-02-01 |
Family
ID=6175343
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823237488 Granted DE3237488A1 (de) | 1982-10-09 | 1982-10-09 | Verfahren zur vorladung von kommutierungskondensatoren in einem wechselrichter mit phasenfolgeloeschung und schaltungsanordnung zur durchfuehrung des verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3237488A1 (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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| AT409569B (de) * | 1999-05-17 | 2002-09-25 | Ascom Energy Systems Ag | Vorrichtung und verfahren zur netzspannungsabhängig thyristorgesteuerten vorladung der ausgangskondensatoren eines dreipunkt-pulsgleichrichtersystems |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2952323C2 (de) * | 1979-12-24 | 1985-02-14 | Brown, Boveri & Cie Ag, 6800 Mannheim | Verfahren zum Antakten eines Stromrichters mit Phasenfolgelöschung |
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1982
- 1982-10-09 DE DE19823237488 patent/DE3237488A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3237488A1 (de) | 1984-04-12 |
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Legal Events
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|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: RUPPRECHT, K., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 6242 KRONBER |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |