DE323822C - Vorrichtung zum Einbauen und Kompensieren von Flugzeugkompassen - Google Patents

Vorrichtung zum Einbauen und Kompensieren von Flugzeugkompassen

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DE323822C
DE323822C DE1918323822D DE323822DD DE323822C DE 323822 C DE323822 C DE 323822C DE 1918323822 D DE1918323822 D DE 1918323822D DE 323822D D DE323822D D DE 323822DD DE 323822 C DE323822 C DE 323822C
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aircraft
compass
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keel
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DE1918323822D
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KARL WAELLER
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KARL WAELLER
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D45/00Aircraft indicators or protectors not otherwise provided for

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Einbauen und Kompensieren von Flugzeugkompassen. jedes Flugzeug wird bekanntlich bei ungenügender Sicht nach dem Kompaß gesteuert. Die Benutzung des Kompasses setzt dabei voraus, daß der Kompaß in bestimmter Stellung in das Flugzeug eingebaut und die honipaßnadel kompensiert, d. h. die durch E=isenteile und elektrische Ströme im Flugzeug hervorgerufene Ablenkung der Kompaßnadel aufgehoben ist. Das Einbauen muß so erfolgen, daß die durch bestimmte Punkte, nämlich die Punkte o° und 18o° der Skala bestimmte Kompaßachse parallel zur Kiel-oder Mittellinie des Flugzeuges liegt. Den Kompaß in dieser Weise einzubauen, begegnet indessen beträchtlichen Schwierigkeiten. Die Kiellinie des Flugzeuges ist äußerlich nicht erkennbar. Der den Einbau vorne=hmende Arbeiter muß sich daher ihre Lage erst unter Benutzung irgendwelcher Anhaltspunkte durch Legen einer in der Kielebene verlaufenden Schnur o. dgl. vorübergehend erkennbar machen. Dies ist aber durchaus nicht leicht. Nicht nur wird der Kompäß einmal an dieser, dann an jener Stelle eingebaut, sondern es gibt auch eine große Anzahl Flugzeugtypen, die alle in ihrer Bauart verschieden sind und die sich selbst wieder in ihren Konstruktionen stetig verändern. Der Arbeiter kann somit nicht nach einer bestimmten Methode vorgehen. Der Einbau bleibt immer umständlich, zeitraubend und trotz aller Sorgfalt ungenau. Ähnlich umständlich wie der Einbau ist nach Erledigung desselben das Kompensieren des Kompasses, da auch in diesem Falle das Flugzeug mit <lelll Kompaß ill 11<<11z liestilllilite Stellungen gebracht werden muß, für welche die Kiellinie des Flugzeuges als Richtlinie benutzt werden muß.
  • Die Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung, die den Einbau des Kompasses außerordentlich erleichtert und gleichzeitig ein denkbar einfaches Kompensieren des Kompasses ermöglicht. Die Vorrichtung besteht aus einem Peilungs- und Visierinstrument in verschiebbarer Anordnung auf einer zur Kiellinie des Flugzeuges senkrecht einstellbaren Führung.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist auf der Zeichnung dargestellt.
  • Fig. i zeigt die neue Vorrichtung in schematischer Darstellung in ihrer Anordnung am Flugzeug in Seitenansicht, Fig. 2 eine entsprechende Darstellung - in Aufsicht.
  • Fig. 3 und .4 zeigen in Vorder- und Seitenansicht das Peilungs- und Visierinstruinent: Fig. 5 und 6 sind in Seitenansicht und Aufsicht Darstellungen der Befestigung für die Führungsschiene am Flugzeug.
  • Gemäß der Erfindung wird über dein Flugzeugrumpf i eine Führungsschiene 2 angebracht. Diese ist so auszubilden, daß ihr Aufliegen auf dein Flugzeugrumpf die Verschiebung des Peilungs- und Visierinstrumentes nicht behindert. Die Schiene 2 erhält zu diesem Zwecke z. B. prismatischen Querschnitt. Sie ist an dein einen Ende mittels eines Gelenkes 3 finit einem Stahlband d: verbunden, das um den Flugzeugrumpf i herumgelegt und am anderen Ende der Schiene durch eine Klemme 5 -eleitet werden kann, die an einer Spannvorrichtung 6 angebracht ist. Die Klemme 5 besitzt in einer Ausführungsform, die beispielsweise in Fig. S und 6 dargestellt ist, eine feste Kleinenbacke 7 und eine gelenkige Klemmbacke B. Letztere kann mittels einer Klemmschraube g gegen die Backe 7 bewegt werden. Diese Klemmvorrichtung 7 bis g sitzt an einem Hebel io, der mittels einer Achse i i drehbar in einem Gehäuse eia gelagert ist. Unter dem Hebel io sitzt in dem Gehäuse 1 ja ein drehbarer Nocken 12. Dieser Nocken bildet die Spannvorrichtung für den Hebel io. Er läßt sich mit einem Griff 13 nach links (Feg. ;) gegen einen Anschlag 14. in die Spannstellung umlegen, und wird in dieser einerseits durch den Anschlag 14., anderseits, weil er über die der höchsten Spannung entsprechende Stellung hinweggedreht ist, selbstsperrend festgehalten. Die ganze Vorrichtung- ist in zweckentsprechender Weise mit der Schiene :2 verbunden.
  • Auf die Schiene 2 ist eine Führungshülse 1s aufgesetzt, die mit einer Schraube 16 an jeder Stelle der Schiene über der Sitzöffnung des Rumpfes i festgestellt werden kann. Die Hülse dient als Lager für eine Peilscheibe 17, die um die wagerechte Achse des Scharniers 18 kippbar ist; die Scheibe 17 kann somit in senkrechte, wagerechte, schräg nach vorn und schräg nach hinten gerichtete Stellungen gebracht werden. Das Scharnier 18 liegt genau in der Richtung der Schiene 2. Auf der Peilscheibe 17 ist drehbar ein Diopter ig angebracht, das mit einer Einrichtung zur Peilung und Visierung, beispielsweise Korn, Kimme oder Fadenkreuz 2o versehen ist. Das Diopter kann mittels einer Klemmschraube 21 in jeder Stellung zur Scheibe festgestellt werden.
  • Die Gebrauchsweise der Vorrichtung ist folgende: Die Vorrichtung, die in geeigneter Verpackung bequem mitgeführt werden kann, wird lose auf den Flugzeugrumpf quer über die Öffnung des Führersitzes gelegt; ungefähr an der Stelle, unter der der Kompaß eingebaut werden soll. Es wird nun irgendein Konstruktionsteil des Flugzeuges ausgewählt, der bestimmt in der Kielebene des Flugzeuges oder einer der Kielebene parallelen Ebene liegt, beispielsweise die Nockenwelle des i1lotors o. dgl. Durch Einstecken von Stangen in den Boden wird zunächst diese Kielebene oder Parallelebene zur Kielebene festgelegt. Es kommt nun darauf an, die Peilscheibe mittels des Diopters so einzustellen, daß ihre Nullinie in der Kielrichtung liegt. Die Schiene muß dann rechtwinklig zur Kielrichtung liegen. Um dies zu erreichen, wird die Peilscheibe wagerecht gelegt und die Schiene so lange ausgerichtet, bis die Markierungsstangen mit dem Diopter, das genau :senkrecht zur Schiene eingestellt ist, in einer Ebene zusammenfallen. Die Schiene liegt (lang genau senkrecht zur Kielebene des Flugzeüges und wird in dieser Stellung durch Anziehen des Stahlbandes 4., für das natürlich i_uch ein Stoffband gewählt werden kann, befestigt. Um die Spannung des Bandes und die Sicherheit der Befestigung zu erhöhen, wird nach Anziehen der Klemmschraube g der Nocken 1-2 umgelegt, und damit (las Band. fester angezogen.
  • Nun wird die Peilscheibe über der Sitzöffnung so weit verschoben, bis inan unter Neigung der Scheibe durch das Diopter die im Rumpf liegende Stelle anvisieren kann, an der der Kompaß eingebaut werden soll. Durch Anziehen der Schraube 16 wird die Peilscheibe hier festgestellt. Dann wird der Kompaß in, eine solche Stellung gebracht, daß mit dem Diopter, das senkrecht zur Führungsstange 2 steht, erst der Punkt o°, dann der Punkt i8o° der Kompaßscheibe anvisiert werden kann. Die Linie o° bis i8o° liegt dann, wie gewünscht, parallel zur- Kiellinie des Flugzeuges.
  • Ist der Einbau beendet, so folgt das Koinp°nsieren der Kompaßnadel. Das Kompensieren geht bekanntlich so vor sich, daß ein Hilfskompaß mit Peilvorrichtung aufgestellt und der Winkel zwischen seiner genau in die Nord-Südrichtung zeigenden Nadel und der Verbindungslinie des Nadeldrehpunktes mit irgendeinem entfernt liegenden Terrainpunkt festgestellt wird. Es geschieht dies durch Anvisieren des Terrainpunktes über den Nadeldrehpunkt mittels der am Kompaß angebrachten, üblichen Peilvorrichtung. Der von der Kompaßskala abzulesende Winkel zwischen Kompaßnadel und V isierlinie ist der gesuchte. Das Flugzeug mit dem neu eingebauten und zu kompensierenden Kompaß wird dann möglichst genau an die Stelle des Hilfskompasses gebracht und der Terrainpunkt auf die im folgenden beschriebene Weise über den Nadeldrehpunkt anvisiert. Der Winkel zwischen Visierlinie und Nadelrichtung müßte dann dem zuvor auf dem Hilfskompaß festgestellten entsprechen. Ist dies nicht der Fall, so wird durch Ansetzen kleiner Magnetstücke die Nadelstellung reguliert, d. h. kompensiert, bis Gleichheit der Winkel erzielt ist.
  • Bei der alten Methode lag die Schwierigkeit des Kompensierens in dein Anvisieren des Terrainpunktes über den Nadeldrehpunkt. Gemäß der Erfindung verfährt man hierin in der folgenden einfachen Weise. Das Flugzeug wird an die Stelle des Hilfskompasses gebracht. Nachdem die Führungsschiene 2 in der oben beschriebenen Art befestigt wor-(len ist, wirrl (las Diopter auf der Peilscheibe genau . senkrecht zur Führungsschiene festgestellt. Diese Stellung des Diopters wird gewählt, damit es sich bei Drehung der Peilscheibe urn ihr Scharnier 18 immer in ein und derselben Ebene bewegt.' Dies wirde augenscheinlich bei einer anderen Stellung des Diopters auf der Peilscheibe nicht der Fall sein. Nunmehr wird die Peilscheibe so über den Kompaß geschoben, daß sich mit dem, wie vorbeschrieben, festgestellten Diopter der Drehpunkt der Kompaßnadel anvisieren läßt. Die Peilscheibe w=ird dann um ihr Scharnier 18 so gedreht, däß ein Anvisieren des Terrainpunktes ermöglicht wird. ' Um das Anvisieren auszuführen, muß das Flugzeug auf seinem Standort so lange gedreht werden, bis der Terrainpunkt in Korn und Kinnne des Diopters fällt. Das Diopter liegt dann in einer gedachten senkrechten Ebene durch den Nadeldrehpunkt und Terrainpunkt und verbleibt auch in dieser Ebene bei Drehung der Peilscheibe um ihr Scharnier 18. Wird also nunmehr mit dem nach wie @-or senkrecht zur Führungsschiene 2 festgestellten Diopter die Gradeinteilung der Kompaßskala anvisiert, so gewinnt man damit einen Schnittpunkt der erwähnten senkrechten Ebene mit der Gradeinteilung der Skala und kann ohne weiteres zwischen dem anvisierten Punkt des Gradbogens und der Kompaßnadel den gesuchten Winkel ablesen. Dieser Winkel muß, wie oben erläutert, durch Regulieren der Nadel mit dem vom Hilfskompaß abgelesenen Winkel in Übereinstimmung gebracht werden. Ist dies geschehen, so wird das Verfahren unter Benutzung :eines 2., 3. usw. Terrainpunktes wiederholt, bis sich in keiner Lage mehr eine wesentliche Abweichung der Winkel auf dem Hilfskompaß und dem Flugzeugkompaß ergibt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE. i. Vorrichtung zurr Einbauen und Kompensieren von Flugzeugkompassen, gekennzeichnet durch ein Peilungs- und Vsierinstrurnent, das auf einer zur Kielebene des Flugzeuges senkrecht einstellbaren Führung verschiebbar ist.
  2. 2. -Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Peilungs-und Visierinstruinent aus einer Peilscheibe (17) besteht, die mit einem drehbaren Diopter (19, 20) versehen und um eine zur Führungsschiene (2) parallele Achse (18) drehbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (2) mittels eines um den Flugzeugrumpf gelegten Stahlbandes (.4) o. dgl verstellbar am Flugzeug befestigt ist.
DE1918323822D 1918-05-02 1918-05-02 Vorrichtung zum Einbauen und Kompensieren von Flugzeugkompassen Expired DE323822C (de)

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