DE323875C - Verfahren zum Herstellen von Schleifkoerpern - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von SchleifkoerpernInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Schleifkörpern. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schleifkörpern unter Verwendung von Emailleflüssen, Klebstoff und Ton als Bettungsstoff und körnigem Korund o. dgl. als Schleifstoff.
- Die nach dem neuen Verfahren hergestellten Schleifkörper, 'wie Schleifscheiben, Feilen, Abziehsfeine, sollen zur Erzielung eines besonders feinen Schliffs an Rasiermessern u. dgl. dienen und einen Ersatz für den bisher für derartige Schleifarbeit gebräuchlichen besten Natursandstein- bilden.
- Die nach den bisher bekannten Verfahren hergestellten künstlichen, gebrannten Schleifscheiben u. dgl. zeigen vielfach Mängel, die sie für die erwähnte feine Schleifarbeit an Rasiermessern u. dgl. wenig geeignet erscheinen lassen. Der die harten Körner aus Korund o. dgl. verbindende Bettungsstoff aus Ton und einem glasartigen Flußmittel muß sehr hart gebrannt werden, damit die einzelnen Korundkörner o. dgl. fest genug aneinanderhaften und der Schleifkörper bei seiner Umdrehung nicht zerspringt. Derartige Schleifkörper halten nicht genügend Wasser und wirken beim Schleifen infolge ihrer Härte brennend auf das Werkstück ein. Man * hat daher auch schon versucht, sich durch Verwendung von Schleifkörpern mit Magnesitbindung zu helfen. Solche Schleifkörper wirken aber hygroskopisch und nutzen sich, da mit ihnen naß geschliffen werden muß, schnell ab, werden leicht rissig und sind dann zum Zerspringen geneigt.
- Durch das neue Verfahren werden die geschilderten Mängel der bisher verwendeten Schleifkörper dadurch beseitigt, daß der Emailfluß bei der Herstellung der für die erwähnten Zwecke bestimmten Schleifkörper auf ein Minimum beschränkt und geeigneter Ton als eigentlicher Bettungsstoff benutzt wird. Durch entsprechendes Brennen wird der geformte Schleifkörper so hart gebrannt, daß er sich später beim Schleifen noch leicht abnutzt.
- Das Verfahren wird in folgender Weise. ausgeübt.
- Es werden feine, gleichmäßige Körner aus Korund, Karborundum oder einer geeigneten anderen harten Masse zuerst mit einem Klebstoff (Spirituslack, besten Lederleim o. dgl. genügend wasserbeständigen Stoff) derart behandelt, daß sie mit diesem bedeckt sind. Hierauf werden die Körner in ein Pulver gebracht, welches zum Bilden von Emaille geeignet ist, z. B. in ein Gemisch aus Feldspat, Börax und Ton. Mit diesem Pulver werden die Körner wieder so behandelt, daß sie vollständig von ihm umhüllt werden, Die Körner werden dann nach genügendem Trocknen in eine bindefähige Masse, z. B. in geeigneten Ton (Pfeifenton) eingeknetet, der sich in hart gebranntem Zustande mit einem Messer noch gerade schaben läßt. Die Menge des Tons wird dabei so bemessen, daß die Schleifkörner von diesem vollständig eingeschlossen sind. Der Masse wird dann durch Formen auf der Töpferscheibe oder durch sonstiges Formen und Pressen die Gestalt von Scheiben, Feilen, Steinen o. dgl. gegeben. Die Körper werden hierauf getrocknet und dann der Wirkung des Feuers bis zu einer Temperatur von =Zoo bis z3oo ° C., und zwar in der Weise ausgesetzt, daß ein Hartbrennen bzw. eine teilweise Sinterung des Tons o. dgl. stattfindet.
- Infolge dieser Behandlung kommt der Emailleüberzug der harten Körper zum Schmelzen, und er verbindet sich sowohl mit den Körnern als auch mit der Tonmasse, so daß die Körner wie mit dieser verwachsen erscheinen, also fest eingefaßt sind. Die weiche Tonmasse nutzt sich nun beim Arbeiten ab, und die Spitzen der Schleifkörner können (ähnlich wie ein eingefußter Diamant) frei arbeiten.
- Die verschiedenen Härten der Schleifkörper erzielt man durch eine höhere oder niedrigere Temperatur beim Brennen der geformten Schleifkörper, und es muß daher die Emaille, welche die Körner umhüllt, auch dementsprechend leicht- oder schwerflüssiger sein.
- Der Gebrauchswert der nach dem neuen Verfahren hergestellten Schleifkörper für feine Schleifarbeit ist wesentlich erhöht, da die Schleifkörner in dem Bettungsstoff fest eingeschmolzen sind.
Claims (1)
- PATENT-AN SPRUCFI: Verfahren zum Herstellen von Schleifkörpern unter Verwendung von Emailleflüssen, Klebstoff und Ton als Bettungsstoff und körnigem Korund o. dgl. als Schleifstoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifkörner zuerst mit einem Klebstoff versehen und dann mit einem Emaille erzeugenden Mittel überzogen werden, worauf sie nach genügender Trocknung des Klebstoffes in bekannter Weise in Ton eingeknetet und unter gleichzeitiger Schmelzung der die Schleifkörner umgebenden Emailschicht durch Brennen auf den gewünschten Härtegrad gebracht werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE323875T | 1916-08-18 |
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|---|---|---|---|
| DE1916323875D Expired DE323875C (de) | 1916-08-18 | 1916-08-18 | Verfahren zum Herstellen von Schleifkoerpern |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE323875C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE975182C (de) * | 1952-11-12 | 1961-09-28 | Norton Ges M B H Deutsche | Verfahren zur Herstellung von Siliciumcarbid-Schleifkoerpern |
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1916
- 1916-08-18 DE DE1916323875D patent/DE323875C/de not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
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