DE324080C - Verfahren zum Ausheben von nass zu verkohlendem Torf aus nicht entwaesserten oder sehr nassen Torfablagerungen - Google Patents

Verfahren zum Ausheben von nass zu verkohlendem Torf aus nicht entwaesserten oder sehr nassen Torfablagerungen

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DE324080C
DE324080C DE1914324080D DE324080DD DE324080C DE 324080 C DE324080 C DE 324080C DE 1914324080 D DE1914324080 D DE 1914324080D DE 324080D D DE324080D D DE 324080DD DE 324080 C DE324080 C DE 324080C
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21C—MINING OR QUARRYING
    • E21C49/00—Obtaining peat; Machines therefor

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  • Mining & Mineral Resources (AREA)
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  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
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  • Underground Structures, Protecting, Testing And Restoring Foundations (AREA)

Description

  • Verfahren zum Ausheben von naß zu verkohlendem Torf aus nicht entwässerten oder sehr nassen Torfablagerungen. Die Erfindung besteht in einem Verfahren zurr Ausheben von Torf; das den Bedingungen der sogenanaten Naßverkohlungsverfahren Rechnung trägt.
  • Wenn man Torf aus einem nicht ent-#vässerten oder sehr nassen Moor aushebt, so entstehen mit zunehmendem Umfang des Sumpfes erhebliche Schwierigkeiten. Beispielsweise kann aus verschiedenen Gründen das Niveau des Wassers in der Grube schwanken, wodurch das Ausgraben erschwert wird. Wird das Ausheben von einem schwimmenden Ausgraber oder Bagger ausgeführt, und der Torf durch eine schwimmende Röhrenleitung weitergeleitet, so entstehen bei stürmischem Wetter Schwankungen, die die Röhrenleitung und deren Zubehör beschädigen. In jedem Fall wird die Nutzbarmachung des Bodens für landwirtschaftliche Zwecke so lange aufgehalten, als noch das Torfmoor im Betrieb ist.
  • Das Verfahren des Ausgrabens von Torf gemäß vorliegender Erfindung vermeidet alle diese Nachteile. Es besteht im wesentlichen darin, das Torfmoor durch Aushebevorrichtungen derart zu bearbeiten, daß, wenn eine verhältnismäßig kleine Grube an einer Stelle gebildet ist, die Vorrichtung an eine benachbarte, aber vollständig von der. ersten getrennte Stelle des Moors verlegt und dort in Betrieb gesetzt wird, so daß also kleine und vollständig getrennte Gruben entstehen. Abgesehen von der Vermeidung der angegebenen Schwierigkeiten bietet das Verfahren die Möglichkeit, daß das von der Entwä5serung des Torfs abgepreßte Wasser durch Zurückleiten nach den Gruben des Torfmoors wegen der Kleinheit der Gruben in diesen mit erheblichem Vorteil wirken kann. Die in diesen Abfiußwässern enthaltenen Stoffe üben eine beschleunigende Wirkung auf die Reaktion der Naßverkohlung aus, wenn der mit den Abflußwässern gemischte Rohtorf in die Fabrik geleitet wird. Einanderer Vorteil liegt darin,. daß das Wasserniveau in der Torfgrube erhöht, und die Arbeitstemperatur durch die in den Abflußwässern enthaltene Wärme vergrößert wird, was bei frostigem Wetter erwünscht ist. Schließlich entsteht noch ein weiterer Vorteil dadurch, daß, falls die gerade betriebene Torfgrube wasserarm ist, Wasser von der letzten Grube eingepumpt werden kann, ferner daß die letzte Grube oder eine andere oder mehrere Gruben als ein Wasservorrat für allgemeine Verwendungszwecke dienen kann.
  • Wenn die Grubenwandungen dick genug sind, so sind sie im allgemeinen undurchdringlich für Wasser, so daß das Wasser in den benachbarten Torfgruben in verschiedener Niveauhöhe stehen kann.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird der Torf durch einen in der Grube schwimmenden Ausgraber ausgehoben und nach Zerkleinerung durch eine in der Grube schwimmende Röhrenleitung hindurchgepumpt. Sobald die Grube die gewünschte Größe erreicht hat, wird das Ausgraben unterbrochen, und die Arbeit beginnt bei einer neuen Grube, zu der die Ausgrabeanlage durch einen engen Kanal befördert wird, worauf man die Verbindung abdämmt. Wenn alsdann die zweite Grube bis auf die gewünschte Größe ausgehoben ist, wird die Anlage nach einer neuen Grube befördert, so daß das ganze Torfmoor gleichsam in einer Anzahl von Gruben oder Zellen bearbeitet wird. Beispielsweise hat man in einem Torfmoor von etwa g m Mächtigkeit mit ziemlich ebener Oberfläche Gruben hergestellt, von denen jede einen Flächenraum von 12 ha bedeckte. Die Zwischenwand zwischen den einzelnen Gruben war etwa 6,5 m stark.
  • Ein Mangel an Wasser in der zu bearbeitenden Grube bietet bei der Ausgrabung erhebliche Schwierigkeiten und kann dadurch entstehen, da.ß der Torf zu wenig Wasser enthält oder zu langsam abtropft. Da die Anlage in Verbindung mit einem der Naßverkohlungsverfahren arbeitet, so kann man diese Schwierigkeit mehr oder minder durch die Zurückleitung des Abflußwassers (etwa go Prozent des ursprünglichen Wassergehalts) in die Grube beheben und etwa noch erforderliches Wasser kann' von Einer oder mehreren benachbarten fertig ausgegrabenen Zellen er setzt werden. Auf diese Weise kann man das Abflußwasser allmählich los werden, ohne das Übelstände zutage treten, wie es vorkommen kann, wenn man es ablaufen läßt. Durch geeignete Bemessung der verschiedenen Torfgruben ist es möglich, einen entsprechenden .Wasservorrat für Ausgleichszwecke entweder für Torfgruben im Betrieb oder für allgemeine Zwecke zu halten, und ebenso allmählig .fertig ausgehobene und leere Gruben für landwirtschaftliche Zwecke nutzbar zu machen. In gleicher Weise kann auch eine wellenförmige Torfablagerung ohne Gefahr eines Verlustes durch Entwässerung oder Überflutung bearbeitet werden. Die zwischen den einzelnen Gruben liegenden Wandungen können später nach Belieben durchgeschnitten und in geeigneter. Weise bearbeitet werden.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜcHI:: i. Verfahren zum Ausheben von naß zu verkohlendem Torf aus nicht entwässerten oder sehr nassen Torfablagerungen, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Aushebevorrichtung, nachdem sie an einer Stelle eine verhältnismäßig kleine Grube gebildet hat, an einen benachbarten,- aber von der vorhergehenden Grube volltändig getrennten Teil des Moors versetzt und auf diese Weise eine Anzahl kleiner und vollkommen gesonderter Gruben gebildet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das von den Pressen abfließende warme Torfwasser nach der in Betrieb befindlichen Torfgrube zurückgeleitet wird.
DE1914324080D 1913-08-06 1914-07-07 Verfahren zum Ausheben von nass zu verkohlendem Torf aus nicht entwaesserten oder sehr nassen Torfablagerungen Expired DE324080C (de)

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