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Verfahren zum Ausheben von naß zu verkohlendem Torf aus nicht entwässerten
oder sehr nassen Torfablagerungen. Die Erfindung besteht in einem Verfahren zurr
Ausheben von Torf; das den Bedingungen der sogenanaten Naßverkohlungsverfahren Rechnung
trägt.
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Wenn man Torf aus einem nicht ent-#vässerten oder sehr nassen Moor
aushebt, so entstehen mit zunehmendem Umfang des Sumpfes erhebliche Schwierigkeiten.
Beispielsweise kann aus verschiedenen Gründen das Niveau des Wassers in der Grube
schwanken, wodurch das Ausgraben erschwert wird. Wird das Ausheben von einem schwimmenden
Ausgraber oder Bagger ausgeführt, und der Torf durch eine schwimmende Röhrenleitung
weitergeleitet, so entstehen bei stürmischem Wetter Schwankungen, die die Röhrenleitung
und deren Zubehör beschädigen. In jedem Fall wird die Nutzbarmachung des Bodens
für landwirtschaftliche Zwecke so lange aufgehalten, als noch das Torfmoor im Betrieb
ist.
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Das Verfahren des Ausgrabens von Torf gemäß vorliegender Erfindung
vermeidet alle diese Nachteile. Es besteht im wesentlichen darin, das Torfmoor durch
Aushebevorrichtungen derart zu bearbeiten, daß, wenn eine verhältnismäßig kleine
Grube an einer Stelle gebildet ist, die Vorrichtung an eine benachbarte, aber vollständig
von der. ersten getrennte Stelle des Moors verlegt und dort in Betrieb gesetzt wird,
so daß also kleine und vollständig getrennte Gruben entstehen. Abgesehen von der
Vermeidung der angegebenen Schwierigkeiten bietet das Verfahren die Möglichkeit,
daß das von der Entwä5serung des Torfs abgepreßte Wasser durch Zurückleiten nach
den Gruben des Torfmoors wegen der Kleinheit der Gruben in diesen mit erheblichem
Vorteil wirken kann. Die in diesen Abfiußwässern enthaltenen Stoffe üben eine beschleunigende
Wirkung auf die Reaktion der Naßverkohlung aus, wenn der mit den Abflußwässern gemischte
Rohtorf in die Fabrik geleitet wird. Einanderer Vorteil liegt darin,. daß das Wasserniveau
in der Torfgrube erhöht, und die Arbeitstemperatur durch die in den Abflußwässern
enthaltene Wärme vergrößert wird, was bei frostigem Wetter erwünscht ist. Schließlich
entsteht noch ein weiterer Vorteil dadurch, daß, falls die gerade betriebene Torfgrube
wasserarm ist, Wasser von der letzten Grube eingepumpt werden kann, ferner daß die
letzte Grube oder eine andere oder mehrere Gruben als ein Wasservorrat für allgemeine
Verwendungszwecke dienen kann.
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Wenn die Grubenwandungen dick genug sind, so sind sie im allgemeinen
undurchdringlich für Wasser, so daß das Wasser in den benachbarten Torfgruben in
verschiedener Niveauhöhe stehen kann.
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Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird der Torf durch einen
in der Grube
schwimmenden Ausgraber ausgehoben und nach Zerkleinerung
durch eine in der Grube schwimmende Röhrenleitung hindurchgepumpt. Sobald die Grube
die gewünschte Größe erreicht hat, wird das Ausgraben unterbrochen, und die Arbeit
beginnt bei einer neuen Grube, zu der die Ausgrabeanlage durch einen engen Kanal
befördert wird, worauf man die Verbindung abdämmt. Wenn alsdann die zweite Grube
bis auf die gewünschte Größe ausgehoben ist, wird die Anlage nach einer neuen Grube
befördert, so daß das ganze Torfmoor gleichsam in einer Anzahl von Gruben oder Zellen
bearbeitet wird. Beispielsweise hat man in einem Torfmoor von etwa g m Mächtigkeit
mit ziemlich ebener Oberfläche Gruben hergestellt, von denen jede einen Flächenraum
von 12 ha bedeckte. Die Zwischenwand zwischen den einzelnen Gruben war etwa 6,5
m stark.
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Ein Mangel an Wasser in der zu bearbeitenden Grube bietet bei der
Ausgrabung erhebliche Schwierigkeiten und kann dadurch entstehen, da.ß der Torf
zu wenig Wasser enthält oder zu langsam abtropft. Da die Anlage in Verbindung mit
einem der Naßverkohlungsverfahren arbeitet, so kann man diese Schwierigkeit mehr
oder minder durch die Zurückleitung des Abflußwassers (etwa go Prozent des ursprünglichen
Wassergehalts) in die Grube beheben und etwa noch erforderliches Wasser kann' von
Einer oder mehreren benachbarten fertig ausgegrabenen Zellen er setzt werden. Auf
diese Weise kann man das Abflußwasser allmählich los werden, ohne das Übelstände
zutage treten, wie es vorkommen kann, wenn man es ablaufen läßt. Durch geeignete
Bemessung der verschiedenen Torfgruben ist es möglich, einen entsprechenden .Wasservorrat
für Ausgleichszwecke entweder für Torfgruben im Betrieb oder für allgemeine Zwecke
zu halten, und ebenso allmählig .fertig ausgehobene und leere Gruben für landwirtschaftliche
Zwecke nutzbar zu machen. In gleicher Weise kann auch eine wellenförmige Torfablagerung
ohne Gefahr eines Verlustes durch Entwässerung oder Überflutung bearbeitet werden.
Die zwischen den einzelnen Gruben liegenden Wandungen können später nach Belieben
durchgeschnitten und in geeigneter. Weise bearbeitet werden.