DE3241187C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren zur direkten
Verringerung des Alkoholgehaltes von Originalwein mittels eines
Zentrifugal-Dünnfilmverdampfers entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
In der "Monatsschrift für Brauerei" (1980), S. 426-428 und 428-429,
ist die Herstellung von alkoholreduzierten Bieren u. a. mittels
eines Zentrifugal-Dünnfilmverdampfers beschrieben, und ein Hinweis
legt die Verwendung eines derartigen Verdampfers auch für die
Alkoholreduzierung anderer alkoholischer Getränke nahe.
In der nachveröffentlichten WO 82/02 723 ist ein Verfahren zur
Herstellung von alkoholfreiem Wein oder Fruchtwein beschrieben,
bei dem in einer ersten Verfahrensstufe mittels eines Dünnschicht-
oder Zentrifugalverdampfers dem Wein der Alkohol und die Aromastoffe
entzogen werden. In einer zweiten Stufe werden die Aromastoffe
von dem Alkohol durch Destillation getrennt. In einer
dritten Stufe werden nur die im Siedebereich von 77-97°C anfallenden
Aromafraktionen wieder mit dem entalkoholisierten Weinkonzentrat,
mit entaromatisiertem Traubensaft und mit destilliertem
Wasser zur Bildung eines trinkfertigen alkoholfreien Weins
gemischt.
Bei der Alkoholreduzierung von Wein besteht das Hauptproblem
darin, das Bouquet und den Geschmack des Originalweins so weit als
möglich zu erhalten. Während bei Bier schon während der Herstellung
Einfluß auf den Alkoholgehalt genommen werden kann, ist dies
bei Wein nicht möglich. Empfindliche sekundäre Geschmacks- und
Aromastoffe entstehen erst bei der Gärung und häufig auch erst
später bei der anschließenden Reifung. Bei der Alkoholreduzierung
muß daher dafür gesorgt werden, daß mit dem Entfernen des Alkohols
die Aromastoffe nicht verloren gehen. Ob dies mit dem Verfahren
entsprechend der WO 82/02 723 gelingt, erscheint fraglich. Auf
jeden Fall ist dieses Verfahren als dreistufiges Verfahren äußerst
aufwendig.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein relativ
einfaches Verfahren zu schaffen, mit dem die Alkoholreduzierung
von Originalwein derart vorgenommen wird, daß ein Großteil der
ursprünglichen Aromakomponenten noch in dem Endprodukt, d. h. dem
alkoholreduzierten Wein, enthalten ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
alkoholarme Wein von dem Zentrifugal-Dünnfilmverdampfer mit einer
Temperatur zwischen etwa 36 und 38°C abgezogen wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist der Originalwein nur einer
sehr geringen thermischen Beanspruchung ausgesetzt, was zur Folge
hat, dßa die Aromastoffe nicht mit dem Alkohol entweichen, sondern
zumindest weitgehend in dem alkoholarmen Wein verbleiben. Dadurch
entfallen die aufwendigen zusätzlichen Verfahrensschritte des
bekannten Verfahrens.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann beispielsweise ein
leichter Chablis hergestellt werden, der eine Alkoholgehalt von
etwa 7,1%, verglichen mit den 10 bis 12% des Originalweins, und
der etwa 33% weniger Kalorien hat als der Originalwein, der jedoch
im Bouquet und Geschmack dem Originalwein in nichts nachsteht.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind
in den Unteransprüchen 2 bis 6 angegeben. Eine Vorrichtung zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist Gegenstand der
Ansprüche 7 und 8.
Eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist
in den Zeichnungen beispielshalber dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 bis 3 in schematischer Darstellung eine Anlage zur
Verringerung des Alkoholgehaltes von Originalwein,
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Ansicht des in der Anlage
von Fig. 1 verwendeten Zentrifugal-Dünnschicht-Verdampfers.
Die Anlage gemäß Fig. 1 bis 3 weist einen in Fig. 4 in größerem
Maßstab dargestellten Zentrifugal-Dünnschicht-Verdampfer
10 auf, der dazu dient, einen Originalwein 12 in
eine flüssige Phase, die von einem Wein 14 mit verringertem
Alkoholgehalt gebildet ist, und in eine Dampfphase aufzuteilen,
die ein hochprozentiges Nebenprodukt 16 darstellt. Der
Originalwein 12 ist beispielsweise ein Chablis mit 10,8% Alkohol,
und das Nebenprodukt 16 ist eine Flüssigkeit mit 45%
Alkohol.
Die Zuflußleitung 18 für den Originalwein geht von einem
Weinfaß 20 aus, enthält eine Pumpe 22 und verzweigt sich in
Leitungen 18a und 18b, die zu Siebfiltern 24a und 24b führen.
Dreiweg-Ventile 26 und 28 ermöglichen es, daß eine der
Leitungen 18a oder 18b zwecks Reinigung abgesperrt werden
kann. Ein Manometer 30 zeigt den Druck des Weines in der
Zuflußleitung 18 an. In die Weinleitung 18 mündet eine
Wasserleitung 36, die von einem Wassertank 38 ausgeht und
ein Magnetventil 34 enthält. Mit dem Ventil 34 ist ein
Steuergerät 32 verbunden, welches bei Betätigung durch das
Manometer 30 die Pumpe 22 ausschaltet und damit die Förderung
von Wein 12 unterbricht, wenn der Druck in der Zuflußleitung
18 einen bestimmten Wert unterschreitet, und das
Magnetventil 34 öffnet. Wasser wird in das System und insbesondere
in die Leitung 18 eingeführt, um Ablagerungen an
den Innenflächen des Verdampfers 10 zu vermeiden, wenn die
Weinförderung unterbrochen ist. Sonst müßte die gesamte
Anlage abgeschaltet werden, um das Innere des Verdampfers 10
zu reinigen. Ein Ventil 40 stellt die Wasser-Zuflußmenge
ein, und ein Rückschlagventil 42 verhindert, daß Wein aus
der Leitung 18 in die Leitung 36 eintritt. Ein weiteres
Rückschlagventil 44 verhindert, daß sich Wasser mit Wein
stromabwärts des Ventils 44 mischt. Mit einem handbetätigten
Steuerventil 46 kann die Durchflußmenge von Wein durch
die Leitung 18 eingestellt werden, und diese Menge wird von
einem Durchflußmengenmesser 48 angezeigt. Bei einer ausgeführten
Anlage betrug diese Menge etwa 200 l/h. Von dem
Durchflußmengenmesser 48 gelangt der Wein in den Verdampfer
10.
Der Verdampfer 10 arbeitet mit indirektem Wärmetausch mit
einer Dünnschicht-Flüssigkeitsströmung und gleichzeitiger
Trennung durch Fliehkraft. Die Heizflächen bestehen aus
einem Stapel von hohlen konischen Scheiben 50, die mit einer
motorbetriebenen Welle 52 verbunden sind. Die Beheizung erfolgt
durch Dampf, der in das Innere der Scheiben 50 eingeführt
wird, wie dies später im Zusammenhang mit Fig. 4 beschrieben
wird.
Der Originalwein gelangt durch eine stationäre Verteilerleitung
54 in den zentralen, von den Scheiben 50 umschlossenen
Raum und wird durch Düsen 56 auf die Unterseiten 58 der rotierenden
konischen Scheiben 50 gesprüht, wobei durch die
Zentrifugalkraft eine Verteilung auf der gesamten Oberfläche
stattfindet. Bei einer ausgeführten Anlage war diese Schicht
nicht dicker als 0,1 mm, und zwar bei einer Drehzahl der konischen
Scheiben 50 von etwa 800 U/min und einem Düsen-Durchmesser
von 5 mm. Die Laufzeit des Weines von dem inneren
zum äußeren Durchmesser jeder Scheibe betrug etwa 1 Sekunde.
Der Kontakt mit den dampfbeheizten Flächen führt zu einem
unverzüglichen Verdampfen derjenigen Verbindungen, die einen
relativ niedrigen Siedepunkt und eine relativ geringe Verdampfungswärme
aufweisen. Der Dampf verflüchtigt sich
schnell und leicht von der dünnen Flüssigkeitsschicht und
steigt durch den zentralen Raum des Verdampfers 10 in die
von dem umgebenden Gehäuse gebildete Kammer 60 auf, wovon
er durch eine Auslaßleitung 62 zu einem Kondensator 64 geleitet
wird, in welchem der Dampf in das hochprozentige
Nebenprodukt 16 umgewandelt wird.
Der alkoholarme Wein 14 wird durch die Fliehkraft nach
außen geschleudert und gelangt duch Öffnungen 66 zwischen
benachbarten Scheiben 50 in senkrechte Kanäle 70 zwischen
einer Umfangswand 68 und der äußeren Umfangswand der Scheiben
50. In diesen senkrechten Kanälen 70 steigt der Wein
nach oben, gelangt in einen Ringraum 72 und wird von dort
durch eine stationäre Leitung 74 abgeführt.
Dampf wird durch die hohle Welle 52 einem Ringraum 76 zwischen
der Umfangswand 68 und einem Mantel zugeführt.
Von dem Ringraum 76 kann der Dampf über Öffnungen 77 in
der Umfangswand 68 in das Innere 78 der hohlen Scheiben gelangen,
wo er durch den Wein, der auf der Unterseite 58 jeder
Scheibe 50 entlangströmt, abgekühlt wird und kondensiert.
Sobald sich die Kondensattropfen bilden, fliegen
sie durch die Zentrifugalkraft auf die Innenflächen 80 der
konischen Scheiben 50, bewegen sich auf diesen Flächen
nach unten und fließen durch die gleichen Öffnungen 77,
durch welche der Dampf eintrat, in den Ringraum 76 und von
dort in einen Sammel-Ringraum 82, von wo die Flüssigkeit
durch ein stationäres Schöpfrohr 84 abgeführt wird, das
innerhalb der Hohlwelle 52 angeordnet ist. Um zu vermeiden,
daß sich Weinablagerungen aufgrund einer Verfestigung
durch die Hydrierung auf der oberen konischen Fläche bilden,
wird diese Fläche gegenüber der Wärme des Dampfkondensats
isoliert. Zu diesem Zweck kann die obere Wand jeder
Scheibe 50 doppelwandig ausgeführt sein.
Die Abflußleitung 74 führt den alkoholarmen Wein 14 in einen
Behälter 86. Beispielsweise hat dieser Wein einen Alkoholgehalt
von nur noch 7,1% und eine Temperatur von etwa 32
bis 43°C, wenn er in den Behälter 86 gelangt. Der Behälter
86 kann mit Kontrollöffnungen 88 versehen sein, um den Flüssigkeitsstand
visuell zu überwachen. Der Innenraum des Behälters
86 wird durch eine Pumpe 90 auf einem Vakuum gehalten,
um den alkoholarmen Wein 14 durch die Leitung 74 aus
dem Verdampfer 10 abzusaugen. Die Pumpe 90 sollte ein Vakuum
erzeugen, das gleich oder größer ist als die Unterdruckquelle
des Kondensers 64, um jede Oxidation stromabwärts davon
auszuschließen.
Der Flüssigkeitsstand kann verändert werden durch Veränderung
des Antriebs der mit veränderlicher Geschwindigkeit antreibbaren
Pumpe 90. Stromaufwärts der Pumpe 90 ist ein
Rückschlagventil 94 angeordnet, um Unterdruckverluste zu
vermeiden, während ein manuell betätigbares Sperrventil 92
stromabwärts der Pumpe angeordnet ist. Zwei Ablaßhähne können
wie dargestellt angeordnet werden. Der alkoholarme Wein
14 wird dann durch einen Kühler 98 geleitet, in welchem die
Temperatur schlagartig von 36 bis 38°C auf 3 bis 5°C erniedrigt
wird. Der Kühler kann beispielsweise ein Plattenkühler
sein, der mit Eiswasser mit 2°C durch eine Leitung 100
beschickt wird, in welcher sich ein Absperrventil 102 befindet.
Diese Abkühlung ist notwenidg, um das ursprüngliche
Bouquet, die Aromastoffe und die delikaten flüchtigen Bestandteile
des Originalweins zu erhalten. Von dem Kühler
98 wird der alkoholarme Wein 14 durch eine Leitung 99 einem
isolierten, gekühlten Tank 104 zwecks Lagerung zugeführt.
Die Lagerung erfolgt bei einer Temperatur, die niedriger
ist als die normale Lagertemperatur in Kellereien. Der
Wein wird bei dieser Temperatur gelagert, bis er in Flaschen
abgefüllt wird.
Der Auslaß 62 für die im Verdampfer 10 abgetrennte Dampfphase,
der zu dem Kondensor 64 führt, weist ein Manometer 106
und ein Thermometer 108 auf. Der Dampf wird im Kondensator 64,
welcher einen Plattenkühler 110 und eine Auffangschale 112
für die kondensierte Flüssigkeit aufweist, abgekühlt. Der
Plattenkühler 110 wird von einem Tank 111 über eine Pumpe
113 mit Kühlwasser versorgt. Das hochprozentige Nebenprodukt
16 wird durch eine Vakuumpumpe 116 in einen Separator
114 gesaugt. Eine Pumpe 118 fördert das hochprozentige
Nebenprodukt 16 zu einem Plattenkühler 120. Das hochprozentige
Nebenprodukt tritt aus dem Kühler 120 beispielsweise
mit 4°C aus, wird zunächst in einem Zwischenbehälter 122
gelagert und dann mittels einer Pumpe 124 einem größeren
Aufnahmebehälter 126 zugeführt. Der Kühler 120 wird durch
Eiswasser gekühlt, das durch eine Leitung 125 mit einem Ventil
123 mittels einer Pumpe zugeführt wird, die auch
die Leitung 100 mit Kühlwasser versorgt.
Es sei nun die Heißdampfzuführung zum Verdampfer 10 beschrieben.
Hierbei wird Dampf mit einem Druck von beispielsweise
6,9 bar durch ein Druckminderventil 130 geführt,
in welchem der Druck auf die Hälfte verringert wird. Ein
Steuergerät 132 für das Dampfzuführsystem überwacht den
Druck in der Dampfleitung mittels eines Druckfühlers 134.
Wenn der Druck eine vorbestimmte Grenze übersteigt oder
wenn die Dampfzufuhr ausfällt, wird das System mittels
eines Magnetventils 136 abgesperrt. Ein Thermometer 138
zeigt die Dampftemperatur an, die bei dem folgenden Beispiel
60°C betrug.
Da, wie vorher erwähnt, der Zeitraum, während dem der Originalwein
12 mit der Wärmetauschfläche 58 in Kontakt ist,
weniger als 1 sek beträgt, tritt keine molekulare Zersetzung
oder Umwandlung aufgrund einer chemischen Reaktion
ein.
Es ist bekannt, daß Wein ein höchst komplexes Gemisch aus
Bestandteilen ist, deren Mischungsverhältnis für seine
einzigartigen Geschmacks- und Boququet-Eigenschaften verantwortlich
ist. Wein besteht natürlich hauptsächlich aus
Wasser und Äthylalkohol. Zusätzlich kann man generell erwarten,
verschiedene organische und anorganische Verbindungen
zu finden, nämlich
Zucker wie Glukose, Fruktose, Pentose,
Alkohole wie Glyzerin, 2,3-Butandiol, Acetoin, Amyl-, Isobutyl- und n-Propylalkohole,
Säuren wie Tartarsäure, Maleinsäure, Zitrussäure, Succinsäure, Milchsäure und Essigsäure,
Mineralien wie Kalium, Natrium, Kalzium, Eisen Phosphor, Schwefel und Kupfer,
Stickstoffverbindungen wie Ammoniak, Aminosäuren und Proteine,
Acetaldehyde,
Phenol-Substanzen,
Farbpigmente und
Vitamine
in geringer Menge. Viele dieser organischen und anorganischen Verbindungen geben allein oder in Kombination dem Wein den charakteristischen Geschmack und Duft.
Zucker wie Glukose, Fruktose, Pentose,
Alkohole wie Glyzerin, 2,3-Butandiol, Acetoin, Amyl-, Isobutyl- und n-Propylalkohole,
Säuren wie Tartarsäure, Maleinsäure, Zitrussäure, Succinsäure, Milchsäure und Essigsäure,
Mineralien wie Kalium, Natrium, Kalzium, Eisen Phosphor, Schwefel und Kupfer,
Stickstoffverbindungen wie Ammoniak, Aminosäuren und Proteine,
Acetaldehyde,
Phenol-Substanzen,
Farbpigmente und
Vitamine
in geringer Menge. Viele dieser organischen und anorganischen Verbindungen geben allein oder in Kombination dem Wein den charakteristischen Geschmack und Duft.
Es ist zu erwarten, daß einige der flüchtigeren dieser Verbindungen,
welche nur einen geringen Teil des Weines bilden,
während des erfindungsgemäßen Verfahrens entfernt werden.
Dies trifft insbesondere zu auf die höherwertigen Alkohole
wie die aliphatischen Alkohole mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen.
Es ist jedoch bemerkenswert, daß der Verlust dieser
flüchtigen Verbindungen die erwünschten Geschmackseigenschaften
des Weines nicht nachteilig beeinflußt. Vielmehr
kann das Entfernen von Amylalkohol als vorteilhaft für den
Geschmack des Weines angesehen werden. In den nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Weinen, die im allgemeinen
zwischen etwa 7,0 und 7,2 Vol-% Äthylalkohol enthalten,
sind die höherwertigen Alkohole etwa in den folgenden
Mengen vertreten:
| n-Propylalkohol | |
| 1,5 bis 2,5 g/100 l | |
| Isobutylalkohol | 0,0 bis 1,5 g/100 l |
| Amylalkohol | 4,5 bis 6,5 g/100 l |
Diese Mengen stellen etwa 50% der im Originalwein enthaltenen
Mengen dar, aus dem der erfindungsgemäße Wein hergestellt
wurde. Diese Verringerung insbesondere des Amylalkohol-
Gehalts ist eine signifikante physikalische Eigenschaft
der erfindungsgemäßen Weine.
Im folgenden werden einige Beispiele des erfindungsgemäßen
Verfahrens beschrieben. Die Ergebnisse der chemischen Analyse
wurden durch Gas-Chromatographie ermittelt.
In einer Vorrichtung gemäß Fig. 1 bis 4 wurde ein weißer
kalifornischer Tafelwein (Chablis) entsprechend der vorstehend
beschriebenen erfindungsgemäßen Methode behandelt.
Die chemische Analyse des Originalweins und des nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren behandelten Weins ist in der
folgenden Tabelle 1 aufgeführt.
Der kalorienarme Wein dieses Beispiels besitzt die wünschenswerten
Geschmackseigenschaften des Originalweins.
Das Verfahren von Beispiel 1 wird nach einem kalifornischen
Ros´wein wiederholt. Das dampfförmige Nebenprodukt ist
hochprozentiger (46,3%) Alkohol. Die chemische Analyse
des Originalweines und des mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
behandelten Weines ist in der folgenden Tabelle 2
aufgeführt.
Der kalorienarme Wein dieses Beispiels besitzt die wünschenswerten
Geschmackseigenschaften des Originalweines.
Zu Vergleichszwecken sei erwähnt, daß die kalorienarmen
Weine des Standes der Technik im allgemeinen einen Gehalt
an Amylalkohol von mindestens etwa 10 g/100 l aufweisen.
Claims (8)
1. Kontinuierliches Verfahren zur direkten Verringerung des
Alkoholgehaltes von Originalwein mittels eines Zentrifugal-
Dünnfilmverdampfers, der eine luftdichte, evakuierbare Kammer
aufweist, in der eine Mehrzahl von hohlen, konischen Scheiben
angeordnet ist, die in Drehung versetzbar sind und in deren
Hohlräume Dampf eingeführt wird, wobei der Originalwein durch
zentral zu den Scheiben angeordnete Düsen auf die Unterseite der
konischen Scheiben aufgebracht wird, auf denen er unter der
Wirkung der Zentrifugalkraft als dünner Film radial nach außen
gefördert wird, wobei die Hitze der Unterseite der Scheiben und
das Vakuum in der Kammer gemeinsam dazu beitragen, Alkohol in
Dampfform aus dem Originalwein zu entfernen und einen alkoholarmen
Wein zuürckzulassen, der unter der Wirkung der Zentrifugalkraft
einem Aufnahmebehälter zugeführt wird, während das verdampfte
Produkt kondensiert und als alkoholreiches Nebenprodukt
aufgegangen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der alkoholarme Wein von dem Verdampfer mit einer Temperatur
zwischen etwa 36 und 38°C abgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehzahl der Scheiben und ihre Abmessungen so gewählt
werden, daß die Verweilzeit des Originalweines auf den Scheiben
etwa 1 s beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zuflußmenge des Originalweins zu dem Verdampfer so
gesteuert wird, daß er auf der Unterseite der Scheiben einen
dünnen Film von etwa 1 mm Dicke bildet.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das verdampfte Nebenprodukt nach dem Kondensieren von einer
Temperatur von 37 bis 38°C auf eine Temperatur von etwa 3°C
abgekühlt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß es so gesteuert wird, daß etwa 10% des
Originalweines als Nebenprodukt mit mindestens 42% Alkoholgehalt
und etwa 90% als alkoholarmer Wein mit etwa 7,1% Alkoholgehalt
anfallen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Unterschreiten eines bestimmten Druckes des
dem Verdampfer zugeführten Weines die Weinzufuhr unterbrochen
und stattdessen Wasser dem Verdampfer zugeführt wird.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit
einem Zentrifugal-Dünnfilmverdampfer (10), dem der Originalwein
durch eine Zuflußleitung (18) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß an die Zuflußleitung (18) ein Druckmesser (30)
angeschlossen ist, der die Weinzufuhr unterbricht und ein
Magnetventil (34) zum Zuführen von Wasser zu der Zuflußleitung
betätigt, wenn der Druck einen bestimmten Wert unterschreitet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein erstes
Rückschlagventil (42), das ein Eintreten von Wein in die
Wasserzuflußleitung (36) verhindert, und ein zweites Rückschlagventil
(44), das ein Einströmen von Wasser in die
Zuflußleitung nur in Richtung auf den Verdampfer (10) zuläßt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US06/341,363 US4405652A (en) | 1982-01-21 | 1982-01-21 | Preparation of wine having a low calorie content and a reduced alcohol content |
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|---|---|
| DE3241187A1 DE3241187A1 (de) | 1983-07-28 |
| DE3241187C2 true DE3241187C2 (de) | 1993-01-21 |
Family
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Family Applications (1)
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| PT (1) | PT75163B (de) |
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