DE3244314C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein optisches Kabel mit einem gepolster
ten zugfesten Zentralelement und darauf aufgeseilten optischen
Grundelementen, von denen jedes mindestens einen in einer zug
festen Umhüllung lose angeordneten Lichtwellenleiter enthält,
wobei die so ausgebildete Kabelseele von einem Außenmantel um
geben ist.
Ein Kabel dieser Art ist aus der DE-AS 25 51 210 bekannt. Hin
sichtlich der Art der verwendeten Verseilung ist bei dem ge
nannten Stand der Technik keine Aussage gemacht, so daß davon
auszugehen ist, daß eine normale Gleichschlagverseilung ver
wendet wird. Auf der Kabelseele ist eine Bespinnung angebracht,
so daß zwischen Kabelmantel und Kabelseele keine Bewegungshem
mung durch Reibung erzielbar ist.
Aus der DE-AS 27 23 659 ist ein optisches Kabel bekannt, bei
dem auf ein zentrales, aus Metall oder Kunststoff bestehendes
Zugentlastungselement Lichtwellenleiter-Hohladern mit wechseln
der Schlagrichtung aufgeseilt sind. Schlaglänge und Perioden
wechsel sind als im Verhältnis 1 : 5 stehend angegeben. Der Außen
mantel ist lose aufgebracht und das Aufseilen der Lichtwellen
leiter-Hohladern wird durch eine fest aufsitzende Haltewendel
bewirkt, was neben einem zusätzlichen Maschinenaufwand auch
noch einen weiteren Arbeitsschritt bei der Kabelfertigung er
fordert. Außerdem bringt eine aus einem schmalen Band bestehen
de Haltewendel den Nachteil mit sich, daß auf die Lichtwellen
leiter-Hohladern an den jeweiligen Auflageflächen eine Druck
kraft ausgeübt wird, die sich bei Biegevorgängen auf der Außen
bahn jeweils zusätzlich erhöht.
Bei optischen Kabeln darf die mechanische Beanspruchung z. B.
bei der Verlegung oder beim Auf- und Abtrommeln nicht zu einer
unzulässigen Zugbelastung der Lichtwellenleiter führen, weil
dadurch deren Übertragungseigenschaften beeinträchtigt werden.
Es gibt aber eine Reihe von Anwendungsfällen für Lichtwellen
leiterkabel, bei denen stoßartige Zugbelastungen in axialer
Richtung möglich sind, die über das bei derartigen Kabeln zu
lässige Maß hinausgehen können. Beispielsweise kann es sich
dabei um häufiges Auf- oder Abwickeln eines Kabels von einer
Kabeltrommel bei Bandstraßen oder Prozeßsteuerungen an Werk
zeugmaschinen handeln. Auch bei der Verlegung als Luftkabel
und ähnlichen Einsatzfällen sind besonders starke Zugbean
spruchungen nicht auszuschließen. Zwar ist die Anordnung der
Lichtwellenleiterfasern innerhalb einer losen Umhüllung inso
fern vorteilhaft, als Zugkraftwerte bis zu bestimmten Grenz
beanspruchungen nicht an der Faser selbst wirksam werden. Mit
dieser Maßnahme allein ist aber ein ausreichender Schutz bei
höherer Beanspruchung nicht gewährleistet.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Aufbau eines optischen Kabels zu schaffen, der besondes star
ke mechanische Beanspruchungen noch zuläßt, ohne daß es zu ei
ner schädigenden Dehnung der Lichtwellenleiterfaser kommt. Ge
mäß der Erfindung, welche sich auf ein optisches Kabel der ein
gangs genannten Art bezieht, wird dies dadurch erreicht, daß
die Grundelemente mit wechselnder Verseilrichtung und mit ei
ner Verseilschlaglänge auf das Zentralelement aufgebracht sind,
die dem 20- bis 50fachen Außendurchmesser eines Grundelementes
entspricht, daß die Umkehrstellen der Verseileinrichtung in ei
nem Abstand liegen, der dem 200- bis 300fachen Außendurchmesser
eines Grundelementes entspricht, und daß der Außenmantel aus
einem gummielastischen Thermoplasten besteht, der durch Rei
bungsschluß zwischen sich und der Außenhaut der Grundelemente
eine Relativbewegung zwischen diesen Grundelementen und dem
Außenmantel weitgehend verhindert, wobei jeweils zwischen der
Außenfläche einer Außenhülle und der Innenfläche des Außenman
tels Reibungskoeffizienten von nahe 1 vorhanden sind.
Durch die Aufbringung der Grundelemente mit wechselnder
Verseilrichtung kommt es nicht zu einer Addition der
Torsionswinkel über die gesamte Kabellänge, so daß die
Gesamtbeanspruchung niedrig bleibt. Die Wahl einer Ver
seilschlaglänge zwischen dem 20- und 50fachen Außen
durchmesser des Grundelementes hat den Vorteil, daß es
bei Zugbelastung im Bereich der elastischen Dehnung des
Zentralelementes zu einem Spiralfeder-Effekt kommt, bei
dem die Grundelemente (analog dem Stahldraht der Spiral
feder) nicht gedehnt werden. Ferner wird bei radialen
Bewegungen der Lichtwellenleiterfaser im Grundelement
von außen nach innen eine Überlänge der Faser gegenüber
dem Kabel wirksam. Die beiden letztgenannten Vorteile
ergänzen sich in ihrer Wirkung dahingehend, daß insbe
sondere bei stoßartiger hoher Zugbelastung am Kabel eine
elastische Dehnung des Kabels möglich ist, ohne daß eine
Zugbeanspruchung am Lichtwellenleiter auftritt.
Ebenso trägt die Festlegung der Umkehrstellen der Ver
seilrichtung derart, daß sie in einem Abstand zwischen
dem 200- bis 300fachen Durchmesser eines Grundelementes
liegen, dazu bei, daß das Kabel bei Zugbeanspruchung
und den daraus resultierenden Torsionsspannungen infol
ge des oben beschriebenen "Spiralfeder-Effektes" nicht
auf der ganzen Länge axiale Drehungen in einer Richtung
ausführt, was zu Verwindungen oder Schlaufenbildung füh
ren könnte.
Die beim Einwirken von Zugkräften in axialer Richtung
auftretenden, mit der Verseilrichtung wechselnden Tor
sionsspannungen erzeugen innerhalb eines Bereichs gleichbleiben
der Verseilrichtung eine Torsion, die bei
einem gummielastischen Außenmantel zu keiner bleibenden
Verformung führt, sondern bei Entlastung reversibel
bleibt. Sie setzt allerdings voraus, daß eine Relativ
bewegung zwischen den Grundelementen und dem Außenman
tel weitgehend vermieden wird, was durch eine ausrei
chend festen Sitz des Außenmantels auf den Grundelemen
ten erreicht wird.
Hierzu ist es zweckmäßig, die Umhüllung der Grundele
mente in sich selbst ausreichend fest auszubilden. Des
halb werden gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung die Grundelemente mit Zugentlastungs- und
Stützelementen versehen. Diese werden vorteilhaft zwi
schen der aus einer oder mehreren Kunststoffschichten
bestehenden Aderhülle (Hohlader) und dem Kunststoff
mantel des Grundelementes angeordnet. Dies hat neben dem
Vorteil einer einfachen Herstellung auch noch zur Folge,
daß die einzelnen Grundelemente am Kabelende nach dem
Absetzen des gemeinsamen Außenmantels als einzelne Kabel
an verschiedene Stellen (z. B. verschiedene Geräte) ge
führt werden können, ohne daß besondere Armaturen für
die Kabelaufteilung benötigt werden, wobei ohne Auf
trennen der Lichtwellenleiterfaser durch Steckverbin
dungen gearbeitet werden kann.
Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachfol
gend anhand einer Zeichnung näher erläutert, die ein
gemäß der Erfindung aufgebautes optisches Nachrichten
kabel im Querschnitt zeigt. Die faserförmigen Lichtwel
lenleiter LWL sind dabei lose und mit einer entsprechen
den Überlänge von einigen Promill innerhalb von Grund
elementen GE angeordnet. Die Innenhülle IH besteht zweck
mäßig aus einem thermoplastischen Material, das insbe
sondere auch niedrige Reibungskoeffizienten aufweist
und dadurch die lose Führung des Lichtwellenleiters LWL
begünstigt. Auf die Innenhülle IH sind Zugentlastungs-
und Stützelemente ZS aufgebracht, die zum Beispiel aus
Glasgarnen bestehen können, die mit einem entsprechen
den Lack (z. B. Polyamidlack) getränkt sind. Die eine
rauhe Oberfläche aufweisende Außenhülle AH besteht aus
einem thermoplastischen Kunststoff, vorzugsweise Poly
urethan. Insgesamt bildet somit jedes Grundelement GE eine
in sich sehr steife sowohl zug- als auch stauchfeste An
ordnung, die bereits einen Teil äußerer Zugbeanspruchun
gen oder Druckbelastungen aufnehmen kann, ohne daß die
Lichtwellenleiter LWL unzulässig belastet werden.
Die Grundelemente GE sind mit wechselnder Verseilrich
tung auf ein Zentralelement ZE aufgeseilt, das aus einem
zugfesten zentralen Kern ZK (z. B. aus Stahl, Aramid-
Garnen, Glasgarnen, Nylonfäden o. dgl.) besteht und das
außen eine Polsterschicht PO aus weichelastischem Mate
rial aufweist. Somit ist bei radialen Beanspruchungen
der Grundelemente GE ein mehr oder weniger tiefes Ein
dringen in die Polsterschicht PO erreichbar, so daß die
Grundelemente GE von außen angreifenden mechanischen
Kräften entsprechend ausweichen können.
Die Verseilschlaglänge der auf das Zentralelement ZE
aufgebrachten Grundelemente GE wird zwischen dem 20-
und 50fachen Außendurchmesser D eines der Grundelemen
te GE gewählt. Umkehrstellen der Verseilrichtung der
Grundelemente GE sind bei Werten zwischen dem 200- bis
300fachen Außendurchmesser D eines Grundelementes GE
gewählt. Durch die wechselnde Verseilrichtung kommt es
zu keiner fortlaufenden Addition der bei Zugkräften
auftretenden Torsionsspannungen. Die Durchmesser D der
Grundelemente GE liegen vorteilhaft zwischen 3 und
6 mm.
Der ein- oder mehrschichtige Außenmantel AM soll aus
einem gummielastischen Thermoplasten bestehen und so
fest auf den Grundelementen GE aufsitzen, daß durch den
Reibungsschluß zwischen Innenhaut des Außenmantels AM
und der Außenhülle AH der Grundelemente GE eine Relativ
bewegung zwischen diesen Grundelementen GE und dem
Außenmantel AM weitgehend verhindert wird. Als gummi
elastischer Thermoplast für den Außenmantel AM eignet
sich insbesondere Polyätherurethan, das in Form eines
Schlauches auf die Kabelseele durch einen Extrusions
vorgang aufgebracht wird und dort ausreichend fest auf
schrumpft, um den notwendigen Reibungsschluß zu erhal
ten. Dementsprechend verläuft die Innenfläche des Außen
mantels AM längs Tangenten an den Außenhüllen AH der
Grundelemente GE.
Zwischen den Mänteln AM und AH werden dabei Reibungs
koeffizienten nahe 1,0 angestrebt.
Claims (6)
1. Optisches Kabel mit einem gepolsterten zugfesten Zentralele
ment (ZE) und darauf aufgeseilten optischen Grundelementen (GE),
von denen jedes mindestens einen in einer zugfesten Umhüllung
lose angeordneten Lichtwellenleiter (LWL) enthält, wobei die
so gebildete Kabelseele von einem Außenmantel (AM) umgeben ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundelemente (GE) mit wechselnder Verseilrichtung und mit einer Verseilschlaglänge auf das Zentralelement (ZE) auf gebracht sind, die dem 20- bis 50fachen Außendurchmesser (D) eines Grundelementes (GE) entspricht,
daß die Umkehrstellen der Verseileinrichtung in einem Abstand liegen, der dem 200- bis 300fachen Außendurchmesser eines Grundelementes (GE) entspricht, und
daß der Außenmantel (AM) aus einem gummielastischen Thermo plasten besteht, der durch Reibungsschluß zwischen sich und der Außenhaut der Grundelemente (GE) eine Relativbewegung zwischen diesen Grundelementen (GE) und dem Außenmantel (AM) weitgehend verhindert, wobei jeweils zwischen der Außenfläche einer Außen hülle (AH) und der Innenfläche des Außenmantels (AM) Reibungs koeffizienten von nahe 1 vorhanden sind.
daß die Grundelemente (GE) mit wechselnder Verseilrichtung und mit einer Verseilschlaglänge auf das Zentralelement (ZE) auf gebracht sind, die dem 20- bis 50fachen Außendurchmesser (D) eines Grundelementes (GE) entspricht,
daß die Umkehrstellen der Verseileinrichtung in einem Abstand liegen, der dem 200- bis 300fachen Außendurchmesser eines Grundelementes (GE) entspricht, und
daß der Außenmantel (AM) aus einem gummielastischen Thermo plasten besteht, der durch Reibungsschluß zwischen sich und der Außenhaut der Grundelemente (GE) eine Relativbewegung zwischen diesen Grundelementen (GE) und dem Außenmantel (AM) weitgehend verhindert, wobei jeweils zwischen der Außenfläche einer Außen hülle (AH) und der Innenfläche des Außenmantels (AM) Reibungs koeffizienten von nahe 1 vorhanden sind.
2. Optisches Kabel nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Grundelemente
(GE) über der Umhüllung (IH) für den Lichtwellenleiter
(LWL) Zugentlastungs- und Stützelemente (ZS) und darü
ber als Außenhülle einen Kunststoffmantel (AH) enthalten.
3. Optisches Kabel nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Außenhülle (AH)
eine rauhe Oberfläche aufweist.
4. Optisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchmesser (D) der Grundelemente (GE) zwischen
3 und 6 mm gewählt sind.
5. Optisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet,
daß der Außenmantel (AM) als Schlauch auf die Grund
elemente (GE) aufgeschrumpft ist.
6. Optisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundelemente (GE) nach Entfernen des Außenman
tels (AM) am Kabelende als einadrige Lichtwellenleiter-
Kabel weiterführbar sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19823244314 DE3244314A1 (de) | 1982-11-30 | 1982-11-30 | Optisches kabel mit zugfestem zentralelement |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19823244314 DE3244314A1 (de) | 1982-11-30 | 1982-11-30 | Optisches kabel mit zugfestem zentralelement |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3244314A1 DE3244314A1 (de) | 1984-05-30 |
| DE3244314C2 true DE3244314C2 (de) | 1989-07-20 |
Family
ID=6179464
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823244314 Granted DE3244314A1 (de) | 1982-11-30 | 1982-11-30 | Optisches kabel mit zugfestem zentralelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2909927A1 (de) * | 1979-03-14 | 1980-09-25 | Basf Ag | Verfahren zur herstellung von olefinen aus rohmethanol |
Family Cites Families (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE2551210B2 (de) * | 1975-11-12 | 1978-01-19 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Optisches kabel mit mehrschichtigem kunststoffmantel |
| DE2723659C2 (de) * | 1977-05-25 | 1982-12-16 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Nachrichtenkabel aus mehreren Lichtwellenleitern |
-
1982
- 1982-11-30 DE DE19823244314 patent/DE3244314A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2909927A1 (de) * | 1979-03-14 | 1980-09-25 | Basf Ag | Verfahren zur herstellung von olefinen aus rohmethanol |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3244314A1 (de) | 1984-05-30 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
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