DE3246281C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft viskose Salzlösungen, insbesondere sogenannte "schwere Salzlösungen" mit einer Dichte von über 1,61 g/cm³ (13,5 pounds per gallon; ppg) und ein Verfahren zum Erhöhen der Viskosität derartiger Lösungen.
In den letzten Jahren hat die praktische Anwendung von klaren Salzlösungen in der Öl- und Gasindustrie durch den Einsatz löslicher Zinksalze, insbesondere Zinkbromid, deutlich zugenommen, so daß die Vorteile von klaren Salzlösungen nun mit Flüssigkeiten erhalten werden können, deren Dichten bei Umgebungstemperatur und Umgebungsdruck bei 2,30 g/cm³ (19,2 ppg) liegen.
Klare Salzlösungen mit hoher Dichte werden in großem Umfang eingesetzt, z. B. als Ergänzungsflüssigkeiten zum Vermindern des Verstopfens von Perforationstunnels, zum Vermindern der Permeabilität von Formationen und zur Herabsetzung mechanischer Probleme, als Flüssigkeiten zum Überarbeiten, welche für die gleichen Zwecke dienen, als Packungsflüssigkeiten, um ein leichtes Bewegen und ein Wiederherstellen von Stopfbüchsenpackungen zu erreichen, als Flüssigkeiten für Erweiterungsbohrungen und zum Verfestigen von Kiespackungen und Sand, weiterhin als Flüssigkeiten zum Totpumpen oder als Ballastflüssigkeiten, für Arbeiten mit Drahtleitungen sowie als Bohrflüssigkeiten.
Klare Salzlösungen mit einer Dichte von 1,70 g/cm³ (14,2 ppg) oder niedriger werden im allgemeinen mit einem Gehalt an Natriumchlorid, Natriumbromid, Kaliumchlorid, Calciumchlorid, Calciumbromid oder einem Gemisch aus solchen Salzen hergestellt. Klare Salzlösungen mit einer Dichte von bis zu 1,81 g/cm³ (15,1 ppg) können mit Calciumchlorid und Calciumbromid formuliert werden. Wenn jedoch die Salzlösung eine niedrige Kristallisationstemperatur aufweisen soll, wird die klare Salzlösung in diesem Dichtebereich im allgemeinen mit einem Gehalt an einem löslichen Zinksalz hergestellt. Zinkbromid wird bevorzugt, weil Lösungen, welche dieses Salz enthalten, weniger korrosiv wirken als Zinkchlorid enthaltende Salzlösungen. Klare Salzlösungen mit einer Dichte von 1,81 g/cm³ (15,1 ppg) oder mehr werden mit einem Gehalt an Zinkbromid hergestellt.
Manchmal sind viskose klare Flüssigkeiten erwünscht. Im allgemeinen sind Hydroxyethylcellulose (HEC) und Xanthangummi-Polymere mit den Flüssigkeiten verträglich, die keine Zinksalze enthalten. Jedoch verläuft bei höheren Dichten die Hydratation der viskositätseinstellenden Mittel (Viskositätseinsteller) deutlich langsamer. Im allgemeinen wird HEC für den Einsatz in Zinksalze enthaltenden Flüssigkeiten als unbefriedigend betrachtet.
Bei dem in der US 41 83 765 beschriebenen Verfahren zum Erhöhen der Viskosität einer wäßrigen, Hydroxyethylcellulose enthaltenden Lösung wird der Lösung Benzochinon unter kontrollierten pH-Werten zugesetzt.
Es wurde nun gefunden, daß der Zusatz eines Sequestrierungsmittels zu wäßrigen schweren Salzlösungen die Hydrationsgeschwindigkeit von HEC in den Lösungen sowie die Viskosität der HEC enthaltenden Lösungen erhöht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, viskose schwere Salzlösungen, insbesondere derartige, Zinkbromid und HEC enthaltende Lösungen, zur Verfügung zu stellen. Eine andere Aufgabe besteht darin, ein Verfahren zur Steigerung der Hydrationsgeschwindigkeit von HEC in schweren Salzlösungen, insbesondere in solchen Lösungen mit einer Dichte von über 1,61 g/cm³ (13,5 ppg), anzugeben.
Eine weitere Aufgabe liegt darin, ein Verfahren zum Erhöhen der Viskosität einer schweren Salzlösung anzugeben, wobei eine "aktivierte" HEC, welche nachfolgend noch erläutert wird, sowie ein Sequestrierungsmittel zugegeben werden.
Die Aufgabe wird anspruchsgemäß gelöst. Die Erfindung beruht auf der Feststellung, daß die Zugabe von Sequestrierungsmitteln zu schweren Salzlösungen die Hydrationsgeschwindigkeit von HCE in den schweren Salzlösungen erhöht sowie eine Zunahme der Viskosität der die HEC enthaltenden Salzlösungen bewirkt. Ähnliche Ergebnisse würde man bei der Verwendung von anderen hydrophilen polymeren Viskositätseinstellern, wie anderen Cellulosederivaten, Xanthangummi, Guar-Mehl (guar gum) und Derivaten hiervon sowie anderen Polysacchariden und Derivaten hiervon erhalten.
Die schweren Salzlösungen für den Einsatz in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung erhalten zwei oder mehr lösliche Salze, nämlich Calciumchlorid, Calciumbromid und/oder Zinkbromid. Salzlösungen, die nur Calciumchlorid enthalten, können mit einer Dichte von 1,018 bis 1,402 g/cm³ (8,5 bis 11,7 ppg) formuliert werden. Salzlösungen, die nur Calciumbromid enthalten, können mit einer Dichte von 1,018 bis 1,701 g/cm³ (8,5 bis 14,2 ppg) hergestellt werden. Da aber Calciumchlorid wesentlich billiger als Calciumbromid ist, werden Salzlösungen im Dichtebereich von 1,354 bis1,809 g/cm³ (11,3 bis 15,1 ppg) im allgemeinen in Abhängigkeit von der niedrigsten Temperatur, bei der die Salzlösung eingesetzt werden soll, mit einem Gehalt sowohl an Calciumchlorid als auch Calciumbromid formuliert. Salzlösungen, die schwerer als 1,797 g/cm³ (15,0 ppg) sind, werden im allgemeinen mit einem Gehalt an Calciumchlorid, Calciumbromid und Zinkbromid oder nur an Calciumbromid und Zinkbromid hergestellt, was von der niedrigsten Temperatur abhängig ist, bei der die Salzlösung benutzt werden soll. Salzlösungen mit Dichten von 1,701 bis 1,797 g/cm³ (14,2 bis 15,0 ppg) können mit einem Gehalt an Calciumchlorid, Calciumbromid und Zinkbromid hergestellt werden, wenn Salzlösungen mit einem niedrigeren Kristallisationspunkt erwünscht sind.
Die hinsichtlich der Viskosität am schwierigsten einzustellenden Salzlösungen enthalten Zinkbromid. Diese Salzlösungen werden im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bevorzugt. Wie vorstehend angegeben, weisen solche Salzlösungen eine Dichte von 1,701 bis 2,300 g/cm³ (14,2 bis 19,2 ppg) auf.
Im allgemeinen werden Salzlösungen mit irgendeiner Dichte innerhalb der genannten Bereiche durch Zusammenmischen verschiedener, im Handel erhältlicher Standard-Salzlösungen wie folgt hergestellt:
Calciumchlorid enthaltende Salzlösungen mit einer Dichte von 1,318 bis 1,390 g/cm³ (11,0 bis 11,6 ppg); Calciumbromid enthaltende Salzlösungen mit einer Dichte von 1,701 g/cm³ (14,2 ppg); sowie eine Calciumbromid-Zinkbromid-Lösung mit einer Dichte von 2,300 g/cm³ (19,2 ppg), in der 20% Calciumbromid und 57% Zinkbromid vorliegen. In Verbindung mit diesen Salzlösungen, die für den Einsatz im Rahmen der Erfindung verwendet werden, werden auch wasserfreies Calciumchlorid und festes Calciumbromid benutzt. Von den verschiedenen Herstellern dieser Salzlösungen, können Mischungstabellen für Standard-Salzlösungen erhalten werden.
Die HEC-Polymeren, die im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung sich als wertvolle Viskositätseinsteller erweisen, sind feste, wasserlösliche oder in Wasser dispergierbare Stoffe, die beim Auflösen oder Dispergieren in einem wäßrigen Medium die Viskosität des Systems erhöhen, HEC-Polymeren sind im allgemeinen wasserlösliche, nichtionische Stoffe mit hoher Ausbeute, die durch Behandeln von Cellulose mit Natriumhydroxid und nachfolgendem Behandeln mit Ethylenoxid erhalten worden sind. Jede Anhydroglucose-Einheit im Cellulosemolekül weist drei reaktionsfähige Hydroxylgruppen auf. Die durchschnittliche Molzahl des Ethylenoxids, die an jede Anhydroglucose-Einheit in der Cellulose gebunden wird, heißt "Molzahl der Substituenten". Im allgemeinen ist die Wasserlöslichkeit um so größer, je größer der Substitionsgrad ist. Es wird üblicherweise bevorzugt, HEC-Polymere mit einer möglichst großen Molzahl der Substituenten zu verwenden.
Im allgemeinen unterliegen bei der Zugabe von trockenen, pulverförmigen hydrophilen Stoffen, wie HEC, zu Wasser die Polymerteilchen einer Hydratation, wobei das Innere der Teilchen leicht darin gehindert wird, in dem wäßrigen Medium zu hydratisieren, solvatisieren oder in anderer Weise zu dispergieren. Dementsprechend müssen hohe Scherkräfte, lange Mischzeiten und/oder erhöhte Temperaturen angewandt werden, um ein homogenes System zu erhalten.
Es wurde gefunden, daß HCE und andere hydrophile Polymeren derart aktiviert werden können, daß die Polymeren bei Umgebungstemperatur die Viskosität von schweren Salzlösungen erhöhen.
Gemische mit aktivierter HEC enthalten
  • 1. HEC, ein Solvatisierungsmittel mit einer mit Wasser mischbaren polaren organischen Flüssigkeit, welche bei gleichmäßigem Vermischen mit HEC im Gewichtsverhältnis von HEC zu Solvatisierungsmitteln von 1 : 2 ein Gemisch bildet, das nach einwöchigem ruhigen Stehen bei Umgebungstemperatur in einem geschlossenen Behälter ein Gemisch bildet, welches im wesentlichen kein flüssiges freies Solvatisierungsmittel enthält, sowie ein Verdünnungsmittel mit einer organischen Flüssigkeit, die kein Solvatisierungsmittel ist, und
  • 2. HEC, eine wasserlösliche organische Flüssigkeit sowie eine wäßrige Flüssigkeit, wobei die organische Flüssigkeit beim gleichmäßigen Vermischen mit der HEC in einem Gewichtsverhältnis von HEC zu organischer Flüssigkeit von 1 : 2 nach einwöchigem ruhigen Stehen bei Umgebungstempeatur in einem verschlossenen Behälterr ein Gemisch bildet, das eine freie Flüssigkeit enthält, und wobei die wäßrige Flüssigkeit vorzugsweise einen pH-Wert von 7,0 oder höher aufweist.
Allgemein gesprochen, es wurde gefunden, daß im wesentlichen jede organische Verbindung, welche den vorgenannten Solvatationstest besteht, bis zu einem brauchbaren Grad als Solvatisierungsmittel fungieren wird. Spezielle Beispiele für bevorzugte Solvatationsmittel sind aliphatische Glykole mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen, wie Ethylenglykol, 1,2-Propandiol, 1,4-Butandiol und 1,3-Pentandiol, Alkylentriole mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie Glyzerin, 1,2,3-Butantriol und 1,2,3-Pentantriol, Amide mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wie Formamid, Acetamid und Dimethylformamid, sowie Gemische aus mindestens zwei der vorstehenden Verbindungen.
Das Verdünnungsmittel ist im allgemeinen irgendeine flüssige organische Verbindung oder ein organischer Stoff, der nicht als Solvatisierungsmittel wirkt. Im allgemeinen handelt es sich bei den Verdünnungsmitteln um Flüssigkeiten, welche die HEC-Polymeren nicht wesentlich zum Quellen bringen, d. h. sie bilden keine halbfesten oder viskosen Gemische, welche nach einer einwöchigen Solvatationszeit keine freie Flüssigkeit enthalten, wie in dem oben genannten Test zur Bestimmung der Solvatisierungsmittel beschrieben ist. Spezielle Beispiele für Verdünnungsmittel sind flüssige aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen, Kerosin, Dieselöl, Isopropanol, Alkylenglykolether und Pflanzenöle. Besonders bevorzugt werden organische Flüssigkeiten, die in Wasser löslich oder damit mischbar sind, insbesondere Alkohole mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen, Ethylenglykolmonoalkylether und Dialkylenglykolmonoalkylether. Bei etwa 20°C hält das Verdünnungsmittel das polymere Gemisch in einem flüssigen, gießbaren Zustand. Gewünschtenfalls können jedoch kleinere Mengen des Verdünnungsmittel verwendet werden. Die kleinste Menge an eingesetztem Verdünnungsmittel wird von der Art der Scherkraft abhängen, die zum Dispergieren des Verdickungsmittels zur Verfügung steht. Es wurde gefunden, daß zweckmäßige Verdicker, welche gießbare Flüssigkeiten darstellen, aus Gemischen hergestellt werden können, die etwa 10 bis etwa 25 Gewichtsprozent HEC-Polymer, etwa 2 bis etwa 70 Gewichtsprozent Verdünnungsmittel und etwa 5 bis etwa 88% Solvatisierungsmittel enthalten.
Die Konzentration der HEC braucht nur eine die Viskosität erhöhende Konzentration zu sein. Im allgemeinen enthalten die schweren Salzlösungen im Zusammenhang mit der Erfindung 0,285 bis14,266 g/Liter (0,1 bis 5 ppb), vorzugsweise 0,713 bis 8,559 g/l (0,25 bis 3 ppb) an HEC.
Die im Rahmen der Erfindung geeigneten Sequestrierungsmittel sind z. B. Polyphosphonsäuren, Aminopolycarbonsäuren und Polyhydroxycarbonsäuren sowie ihre wasserlöslichen Salze, insbesondere die Alkalimetall-, Ammonium- und Alkanolammoniumsalze.
Spezielle Beispiele für Aminopolycarbonsäuren entsprechen der allgemeinen Formel
R₁R₂N[(CH₂)a-NR₃]bR₄
in der R₁, R₂, R₃ und R₄ gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom und einen der Reste -CH₂COOH oder -(CH₂CH₂O)cH bedeuten, wobei c eine ganze Zahl von 1 bis 5, a eine ganze Zahl von 2 bis 6 und b eine ganze Zahl von 0 bis 6 darstellen, mit der Maßgabe, daß mindestens die Hälfte der Reste R₁, R₂, R₃ und R₄ die Gruppe -CH₂COOH bedeutet.
Spezielle Beispiele für Polyhydroxycarbonsäuren sind Citronensäure und Gluconsäure.
Spezielle Beispiele für Polyphosphonsäuren sind in der US 39 71 734 angegeben.
Bevorzugte Polyphosphonsäuren sind die freien Säuren und deren wasserlösliche Salze entsprechend den folgenden allgemeinen Formeln:
in der die Reste R gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder einen der Reste -CH₂-PO(OH)₂ oder -(CnH₂nO)cH bedeuten, wobei n eine Zahl von 2 bis 4 und c eine Zahl von 1 bis 3 darstellen, R₁ einen Rest der allgemeinen Formel
bedeutet, in der X und Y gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder einen Niederalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellen, sowie a eine Zahl von 2 bis 6 und b eine Zahl von 0 bis 6 bedeuten, mit der Maßgabe, daß mindestens die Hälfte der Reste R die Gruppe -CH₂PO(OH)₂ darstellt;
in der R die Gruppe -CH₂PO(OH)₂ und R₁ ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe oder einen Rest der allgemeinen Formel -(CnH2nO)cH darstellt, in der n eine ganze Zahl von 2 bis 4 und c eine ganze Zahl von 1 bis 3 bedeuten, und wobei R₂ ein Niederalkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder ein Rest der allgemeinen Formel
ist, in der a eine ganze Zahl von 0 bis 8 darstellt; und
in der R die Gruppe -CH₂PO(OH)₂ bedeuten und die Reste R₁ gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom, die Gruppe -CH₂PO(OH)₂ oder den Rest -(CnH2nO)cH darstellen, worin n eine ganze Zahl von 2 bis 4 und c eine ganze Zahl von 1 bis 3 bedeuten, und in der R₂ einen Niederalkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder einen Rest der allgemeinen Formel
darstellt, in der a eine ganze Zahl von 0 bis 8 bedeutet.
Insbesondere bevorzugt sind stabilisierende Verbindungen der allgemeinen Formel
in der R und R₁ jeweils die Gruppe -CH₂PO(OH)₂, a die Zahl 2 oder 6 und b eine Zahl von 0 bis 4, insbesondere b die Zahl 0 oder a die Zahl 6 und b eine Zahl von 1 bis 4 bedeuten.
Andere wasserlösliche Polyphosphonate, die mindestens 2 Phosphosäuregruppen pro Molekül enthalten und im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind aus den US 37 33 270, 35 76 783, 35 51 339, 34 97 313, 34 40 148, 36 74 804, 35 56 762, 35 49 728 und 34 00 176 bekannt.
Die Konzentration des im Rahmen der Erfindung wertvollen Sequestrierungsmittels entspricht einer ausreichenden Menge, um die Hydratationsgeschwindigkeit der HEC in der schweren Salzlösung zu vergrößern, deren Viskosität erhöht werden soll. Im allgemeinen sind Konzentrationen des Sequestrierungsmittels von 0,285 bis 19,973 g/Liter (0,1 bis 7 ppb) ausreichend.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird das nachfolgende Ausführungsbeispiel angegeben. Alle Messungen von physikalischen Eigenschaften wurden in Übereinstimmung mit den Untersuchungsmethoden durchgeführt, welche in "Standard Procedure for Testing Drilling Fluid", API RP 13B, 7. Auflage, April 1987, angegeben sind. Die in dem Ausführungsbeispiel angegebenen Parameter von physikalischen Eigenschaften sind in den nachfolgenden Einheiten zu verstehen:
Scheinbare Viskosität
= mPa · s (cP)
Plastische Viskosität = mPa · s (cP)
Fließgrenze (yield point = kg/m² (pounds per 100 sqare feet)
Gelfestigkeit (10 s) = kg/m² (pounds per 100 square feet)
Beispiel
Ein aktiviertes HEC-Geliermittel wurde durch Mischen von 124,5 Teilen Isopropanol, 0,5 Teilen pyrogenes Siliciumdioxid (CAB-O-SIL M5), 50,0 Teilen Hydroxyethylcellulose (NATROSOL 250 HHR) und 75,0 Teilen Ethylenglykol hergestellt. Eine CaBr2-ZnBr₂-Lösung (1,857 g/cm³; 15,5 ppg) wurde durch Mischen einer CaBr₂-Lösung (1,701 g/cm³; 14,2 ppg) mit einer CaBr₂-ZnBr₂-Lösung (2,300 g/cm³; 19,2 ppg) in einem Volumenverhältnis von 0,74 : 0,26 erhalten. Andere CaBr₂-ZnBr₂-Lösungen (1,857 g/cm³; 15,5 ppg) wurden auf ähnliche Weise hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, daß eine 50%ige wäßrige Lösung von Nitrilotri-(methylenphosphonsäure) in verschiedenen Mengen zu der Lösung mit 2,300 g/cm³ (19,2 ppg) von deren Verdünnung mittels der Lösung mit 1,701 g/cm³ (14,2 ppg) zugegeben wurde. Die Konzentration der Nitrilotri-(methylenphosphosäure) in den Salzlösungen mit 1,857 g/cm³ (15,5 ppg) lag bei 2,396, 5,877 und 20,686 g/Liter (0,84, 2,06 und 7,25 ppb), wie in der nachfolgenden Tabelle angegeben ist. Anschließend wurde die Viskosität der Salzlösungen mit 5,706 g/Liter (2 ppb) HEC (28,533 g/Liter bzw. 10 ppb des aktivierten Geliermittels) eingestellt, wobei 15 Minuten in einem Mischer (Multimixer) gemischt wurde. Dann wurden die Viskositäten (Fann) gemessen, nachdem die Lösung 90 Stunden bei Raumtemperatur hydratisieren konnten und nachdem die Lösung 16 Stunden bei 65,6°C (150°F) gedreht worden sind. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefaßt.
Die Daten zeigen, daß das Sequestrierungsmittel die Hydrationsgeschwindigkeit der HEC erhöht sowie die Viskosität der Salzlösung deutlich ansteigen läßt. Jedoch wies die Salzlösung mit 20,686 g/Liter (7,25 ppb) Sequestrierungsmittel eine schlechte thermische Stabilität auf, wie sich aus der Viskositätsabnahme beim Drehen bei 65,6°C (150°F) deutlich ergibt.

Claims (8)

1. Verfahren zum Erhöhen der Viskosität einer schweren Salzlösung, die mindestens eines der löslichen Salze Calciumchlorid, Calciumbromid und Zinkbromid enthält und eine Dichte von über 1,61 g/cm³ hat, dadurch gekennzeichnet, daß man der Lösung Hydroxyethylcellulose in einer Menge von 0,285 bis 14,266 g/l sowie 0,285 bis 19,973 g/l einer Polyphosphonsäure, Aminopolycarbonsäure und/oder eines wasserlöslichen Salzes davon als Sequestrierungsmittel zusetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man der Salzlösung die Hydroxyethylcellulose in Form eines aktivierten Geliermittels zusetzt, in dem diese Hydroxyethylcellulose für das Hydratisieren in schweren Salzlösungen bei Umgebungstemperatur aktiviert worden ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Sequestrierungsmittel Nitrilotri(methylenphosphonsäure) oder eines ihrer wasserlöslichen Salze einsetzt.
4. Verfahren zum Erhöhen der Hydrationsgeschwindigkeit von Hydroxyethylcellulose in einer schweren Salzlösung, die mindestens eines der löslichen Salze Calciumchlorid, Calciumbromid und Zinkbromid entält und eine Dichte von über 1,61 g/cm³ hat, dadurch gekennzeichnet, daß man der Lösung 0,285 bis 19,973 g/l einer Polyphosphonsäure, Aminopolycarbonsäure und/oder eines wasserlöslichen Salzes davon als Sequestrierungsmittel zusetzt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Salzlösung einsetzt, die 0,285 bis 14,266 g/l Hydroxyethylcellulose enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Sequestrierungsmittel Nitrilotri(methylenphosphonsäure) oder eines ihrer wasserlöslichen Salze einsetzt.
7. Schwere viskose Salzlösung, die mindestens eines der löslichen Salze Calciumchlorid, Caliumbromid und Zinkbromid enthält und eine Dichte von über 1,61 g/cm³ hat, dadurch gekennzeichnet, daß sie Hydroxyethylcellulose in eine Menge von 0,285 bis 14,266 g/l der Salzlösung sowie 0,285 bis 19,973 g/l einer Polyphosphonsäure, Aminoplycarbonsäure und/oder eines wasserlöslichen Salzes davon als Sequestrierungsmittel enthält.
8. Viskose Salzlösung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Sequestrierungsmittel Nitrilotri(methylenphosphonsäure) oder eines ihrer wasserlöslichen Salze enthält.
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