DE3246838C2 - - Google Patents
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- DE3246838C2 DE3246838C2 DE3246838A DE3246838A DE3246838C2 DE 3246838 C2 DE3246838 C2 DE 3246838C2 DE 3246838 A DE3246838 A DE 3246838A DE 3246838 A DE3246838 A DE 3246838A DE 3246838 C2 DE3246838 C2 DE 3246838C2
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- B60H—ARRANGEMENTS OF HEATING, COOLING, VENTILATING OR OTHER AIR-TREATING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR PASSENGER OR GOODS SPACES OF VEHICLES
- B60H1/00—Heating, cooling or ventilating devices
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- B60H1/00814—Control systems or circuits characterised by their output, for controlling particular components of the heating, cooling or ventilating installation
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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Description
Die Erfindung betrifft ein System zum Regeln der Temperatur
im Fahrgastraum eines Fahrzeugs mit einer Klimaanlage
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ein derartiges
System wird bei Fahrzeugen, wie Personenkraftwagen, Last
kraftwagen und Omnibussen, verwendet.
Eine bisherige, in Fig. 1 dargestellte Lufttemperatur-
Regelvorrichtung 1 für Kraftfahrzeuge umfaßt ein Gebläse 2,
einen Verdampfer 3, einen Heizungswärmetauscher 4 und
ähnliche Bauteile. Der Verdampfer 3 wird mittels eines Ex
pansionsventils 5, eines Kondensators 6 und eines Verdichters
7 gekühlt. Der Verdichter 7 ist über eine elektromagnetische
Kupplung 8 mit einer Antriebsmaschine 9 für das Fahrzeug
verbunden.
Aus dem Verdampfer 3 austretende gekühlte Luft wird zum
Heizungswärmetauscher 4 geleitet, der durch das von der
Antriebsmaschine 9 zugeführte Kühlwasser mit Wärme versorgt
wird. Der Heizungswärmetauscher 4 ist mit einer Luftmisch
klappe 10 versehen, deren Öffnungswinkel einstellbar ist,
um einen gewünschten Teil der Kühlluft vor dem Eintritt in
den Fahrgastraum des Fahrzeugs über den Heizungswärmetau
scher umzuleiten und damit die Innenraumtemperatur zu
regeln.
Da bei dieser Vorrichtung die Lufttemperatur am Auslaß des
Verdampfers 3 durch Regelung konstant gehalten wird, ist
der Energieverlust aufgrund einer Wiedererwärmung eines
Teils der gekühlten Luft potentiell sehr groß. Bei einer
verbesserten, im Hinblick auf Energieeinsparung entwickel
ten Vorrichtung wird die Beziehung zwischen der Lufttem
peratur am Auslaß des Verdampfers 3 und der Stellung der
Luftmischklappe 10 auf die in Fig. 2 dargestellte Weise
geregelt. Diese Regelung erfolgt durch ein die Stellung
der Luftmischklappe 10 abgreifendes Potentiometer 12, das
normalerweise mit einem Stellglied 11 verbunden ist, sowie
einen Thermistor 13 zur Erfassung der Lufttemperatur am
Auslaß des Verdampfers 3. Zudem wird dabei der Verdichter 7
mittels der elektromagnetischen Kupplung 8 so ein- und
ausgeschaltet, daß sich die Lufttemperatur am Verdampfer
auslaß proportional zur Änderung der Stellung der Luft
mischklappe 10 linear ändert. Diese verbesserte Vorrichtung
ist jedoch immer noch mit den Mängeln behaftet, daß sie
nicht so energiewirtschaftlich arbeitet, wie sie sollte und
könnte, und die Temperaturregelung dabei nicht zufrieden
stellend ist.
Ein System gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 ist
aus der DE-OS 29 39 954 bekannt. Dort wird aus der herr
schenden Temperatur im Fahrgastraum des Fahrzeuges und aus
der herrschenden Temperatur außerhalb des Fahrzeuges eine
geschätzte Temperatur für die zuzuführende Luft ermittelt,
die notwendig ist, um die gewünschte Temperatur im Fahr
gastraum zu erreichen. Diese geschätzte Temperatur wird
laufend neu ermittelt und an die geänderten Verhältnisse
angepaßt. Dabei wird auch bereits die Position der Luft
mischklappe jeweils gemessen und neu eingestellt, um den
Anteil der durch den Heizungswärmetauscher einerseits ge
führten Luft und der direkt in den Fahrgastraum strömenden
Luft festzulegen. Allerdings ist bei dem bekannen System
keine Möglichkeit vorgesehen, den zeitlichen Betrieb der
Kühleinrichtung zu optimieren und nach Möglichkeit zu ver
mindern, um den Verbrauch an Energie möglichst gering zu
halten.
Aufgabe der Erfindung ist es, das eingangs genannte System
so zu verbessern, daß ein unnötiger Energieverbrauch ver
mieden wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
die Regeleinheit über die Einrichtung zur Positionsbe
stimmung der Luftmischklappe in Abhängigkeit von der Stel
lung der Luftmischklappe die Einschaltdauer des Kompressors
begrenzt. Besondere Ausgestaltungen des Systems sind in
den Unteransprüchen angegeben.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfin
dung im Vergleich zum Stand der Technik anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer
bekannten Lufttemperatur-Regelvorrichtung für
Fahrzeuge,
Fig. 2 eine graphische Darstellung der Beziehung
zwischen der Luftmischklappenstellung und der
Lufttemperatur am Verdampferauslaß bei der
bekannten Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Luft
temperatur-Regelvorrichtung für Fahrzeuge,
Fig. 4 bis 6 Ablaufdiagramme zur Veranschaulichung
von Betriebsarten der Regelvorgänge bei der
Ausführungsform nach Fig. 3,
Fig. 7 eine graphische Darstellung eines Bereichs
größter Kühlleistung der Ausführungsform nach
Fig. 3 bis 6,
Fig. 8 eine schematische Darstellung einer anderen
Ausführungsform der Erfindung und
Fig. 9 ein Blockschschaltbild einer Regeleinheit gemäß
der Erfindung.
Die Fig. 1 und 2 sind eingangs bereits erläutert worden.
Die in Fig. 3 dargestellte, für Fahrzeuge, insbesondere
Kraftfahrzeuge, vorgesehene Lufttemperatur-Regelvorrich
tung 1 gemäß der Erfindung umfaßt ein Gebläse 2, einen
Verdampfer 3 und einen Heizungswärmetauscher 4. Der Ver
dampfer 3 wird durch ein Expansionsventil 5, einen Kon
densator 6 und einen Verdichter 7 gekühlt. Letzterer ist
über eine elektromagnetische Kupplung 8 mit einer Antriebs
maschine 9 für das Fahrzeug verbunden, und der Heizungs
wärmetauscher 4 wird mit dem von der Antriebsmaschine 9
erwärmten Kühlwasser beschickt. Eine Luftmischklappe 10
wird durch ein Stellglied 11 angesteuert, dessen Stellung
mittels eines Potentiometers 12 erfaßt bzw. abgegriffen
wird. Die Lufttemperatur am Auslaß des Verdampfers 3
wird durch einen Thermistor 13 erfaßt, während die Fahr
gastraumlufttemperatur durch einen Thermistor 15 gemessen
wird. Die von den Thermistoren 13 und 15 abgegriffenen
Temperaturinformationen sowie die Einstellung eines Schal
tereingabetyp-Temperatureinstellers 18 (am Armaturenbrett)
werden einer Regeleinheit 17 eingegeben. Letztere besteht
gemäß Fig. 9 im wesentlichen aus einer Eingabeschnittstelle
mit einem Analog/Digital- bzw. A/D-Wandler 51 und einem
Pegelwandler 52, einem Mikroprozessor-Chip 50 (CPU) und einer
Ausgabeschnittstelle mit einem Puffer (Zwischenspeicher)
54, einem Relais 55, einem D/A-Wandler 56 und einem Ge
bläseregler 57. Die Bauteile 51 bis 57 der Regeleinheit 17
sind sämtlich von an sich bekannter Bauart. Der Mikro
prozessor 50, d. h. die Zentraleinheit (CPU), ist zur Durch
führung eines Regelprogramms zur Ausführung des Regelab
laufs gemäß den Fig. 4 bis 6 ausgelegt.
Vor der näheren Erläuterung der vorstehend beschriebenen
Ausführungsform soll zunächst eine Übersicht über ihre
Arbeitsweise und ihr Arbeitsprinzip gegeben werden. Durch
die dargestellte Regelvorrichtung wird die Fahrgastraum
lufttemperatur so eingestellt, daß sie einem mittels des
Temperatureinstellers 18 am Fahrzeug-Armaturenbrett ge
wählten Temperaturwert entspricht. Gemäß Fig. 3 wird die
Fahrgastraumtemperatur durch den den Thermistor 15 erfaßt
oder gemessen. Der Temperatur-Istwert wird in der Regel
einheit 17 mit dem vorher am Temperatureinsteller 18 ge
wählten Temperatur-Sollwert verglichen. Sodann werden
in der Regeleinheit 17 eine Abweichung DT zwischen den
beiden Werten sowie eine integrierte Größe der Abweichung
berechnet. Falls diese Berechnungen eine Abweichung er
geben, steuert die Regeleinheit 17 die Luftmischklappe
10 über das Stellglied 11 an, um den in den Heizungswärme
tauscher 4 eintretenden Mengenanteil des Kaltluftstroms vom
Verdampfer 3 zu regeln. Die Auslaßlufttemperatur der Regel
einheit wird dabei so variiert, daß sich die Fahrgastraum
temperatur der Soll-Temperatur annähert. Dies bedeutet, daß
diese Temperaturregelvorrichtung ständig mit Rückkopplung
zur Einstellung der Auslaßtemperatur arbeitet.
In diesem Zusammenhang ist auf die mit der Rückkopplungs
wirkung verbundene Bewegung der Luftmischklappe 10 hin
zuweisen. Im Fall von externen Störungen der Fahrgastraum
temperatur, z. B. infolge von Änderungen des Sonnenlicht
einfalls, der Außentemperatur oder der Fahrtgeschwindig
keit, ändert sich die Belastung der Lufttemperatur-Regel
vorrichtung und mithin die Fahrgastraumtemperatur. Die
Luftmischklappe 10 wird daher zur Einstellung der Fahr
gastraumtemperatur in Abhängigkeit von der Temperaturände
rung verstellt. Anders ausgedrückt: die Bewegung oder Ver
stellung der Luftmischklappe 10 gibt empfindlich die sich
von einem Augenblick zum anderen ändernde Klimatisierungs
belastung als solche wieder. Beispielsweise sei angenommen,
daß sich die Luftmischklappe 10 anfänglich in der in Fig. 3
in ausgezogenen Linien eingezeichneten Mittelstellung
befindet; bei stärkerer Sonneneinstrahlung bewegt sich dann
die Luftmischklappe 10 abwärts zur kühleren Seite CS, wo
durch angezeigt wird, daß vergleichsweise gekühlt werden
soll. Bei schwächerer Sonneneinstrahlung verlagert sich
die Luftmischklappe 10 dagegen zur wärmeren Seite HS.
Im folgenden seien die Bewegungen der Luftmischklappe 10
vom Standpunkt der Kühlleistung betrachtet. Wenn sich
diese Klappe 10 in ihrer untersten Stellung gemäß Fig. 3
befindet ("größte Kühlleistung"), erfolgt eine maximale
Kühlung. In dieser Stellung der Luftmischklappe 10 ändert
sich die Leistung der Vorrichtung für die Erwärmung
zusätzlicher Last deutlich. Wenn sich die Klappe 10 da
gegen nicht in der Stellung für größte Kühlleistung be
findet, steht ersichtlicherweise noch zusätzliche Kühl
leistung zur Verfügung. Im Hinblick auf eine Energieein
sparung ist es offensichtlich unerwünscht, daß der Ver
dichter 7 trotz überschüssiger Kühlleistung ständig ange
trieben wird und die Temperaturregelung durch Wiedererwärmen
mittels des Heizungswärmetauschers 4 erfolgt. Erfindungsge
mäß wird daher der Verdichter 7 bedarfsweise ein- und aus
geschaltet, und ein an die Last angepaßter Betrieb wird
durch Änderung des Arbeitszyklus des Verdichters 7 so
durchgeführt, daß eine Energieeinsparung erzielbar ist.
Dieses verbesserte Lufttemperaturregelsystem wird nun
erfindungsgemäß angewandt. Wenn der Arbeitszyklus des
Verdichters 7 bei nicht in der Stellung größter Kühllei
stung stehender Luftmischklappe 10 verkürzt wird, nähert
sich wegen der längeren Abschaltzeit des Verdichters die
Kühlleistung der Anlage ihrer Grenze in bezug auf die
Betätigung der sich zur kühleren Seite CS verlagernden
Luftmischklappe 10. Mit anderen Worten: wenn bei erfor
derlicher Kühlung der Betrieb des Verdichters 7 so ge
regelt wird, daß sich die Luftmischklappe 10 stets zur
kühleren Seite CS verlagern kann, kann der Verdichter 7
mit einem wesentlich kleineren bzw. kürzeren Arbeitszyklus
betrieben werden, so daß Leistung eingespart wird.
Wenn sich zudem die Luftmischklappe 10 in der Stellung
für größte Kühlleistung befindet, dabei eine Kühlung
erfolgt und die Innenraumtemperatur unter die Solltempe
ratur absinkt, verkürzt die Regeleinheit 17 den Arbeits
zyklus des Verdichters 7. Infolgedessen steigt die Innen
raumtemperatur an; wenn sie die Solltemperatur übersteigt,
verlängert die Regeleinheit 17 den Arbeitszyklus des
Verdichters 7. Infolge dieser Regelbetriebsart wird der
Arbeitszyklus des Verdichters 7 auf der kleinsten, für die
Aufrechterhaltung der Innenraumtemperatur auf dem Sollwert
erforderlichen Größe gehalten, so daß eine entsprechende
Energieeinsparung realisierbar ist. Wenn somit die Vorrich
tung so betrieben wird, daß die Luftmischklappe 10 zur
zwangsweisen Verkürzung des Arbeitszyklus des Verdichters
möglichst lange in der Stellung größter Kühlleistung ge
halten wird, wird bei niedrigeren Außentemperaturen,
insbesondere im Winter, der Verdichter 7 kaum wirksam, so
daß die erfindungsgemäß erzielte Energieeinsparungswirkung
besonders deutlich zutage tritt.
Gemäß Fig. 7 kann weiterhin bei der beschriebenen Aus
führungsform eine Zone MCZ für größte Kühlleistung im
voraus in die Nähe der Stellung MCP für größte Kühl
leistung im Verstellbereich VE der Luftmischklappe 10
verlegt werden, und der Arbeitszyklus des Verdichters 7
wird so geregelt oder eingestellt, daß sich die Luft
mischklappe 10 in diese Zone MCZ bewegen kann. Die Ände
rung des Arbeitszyklus des Verdichters 7 erfolgt ver
gleichsweise langsam und mit einer Ansprechzeitkonstante
von 1 bis 3 min (Zeitspanne entsprechend einem einmali
gen Ein- und Ausschalten des Verdichters) in Anpassung
an langsame Änderungen der Fahrgastraumtemperatur. Bei
schnellen Änderungen der Fahrgastraumtemperatur, typischer
weise bedingt durch äußere Einflüsse, wird das schnelle
Ansprechen der Luftmischklappe 10 (mit einer Zeitkonstante
von wenigen Sekunden) ausgenutzt. Es ist darauf hinzu
weisen, daß die Zone größter Kühlleistung (MCZ) auf
höchstens 20% des gesamten Verstellbereichs der Luft
mischklappe 10 begrenzt ist. In Fig. 7 ist mit MHP die
Stellung größter Heizleistung der Luftmischklappe 10 an
gegeben.
Die beschriebene Lufttemperatur-Regelvorrichtung besitzt
unabhängig von ihrer Energiesparwirkung auch eine aus
gezeichnete Ansprechkennlinie bezüglich der Aufrechter
haltung einer gleichbleibenden Fahrgastraumtemperatur. Wenn
der Bereich bzw. die Breite der Zone größter Kühlleistung
(MCZ) minimal ausgelegt wird, wird die größte Energie
einsparung realisiert. Bei einer Ausführungsform, bei
der eine Verringerung der Luftfeuchtigkeit unabhängig
von der Temperatur gewährleistet wird, wird der Arbeits
zyklus des Verdichters 7 für die Verringerung der Luft
feuchtigkeit auf ein Mindestmaß verkürzt. Im Vergleich
zur entsprechenden bisherigen Anlage, bei welcher der
Arbeitszyklus des Verdichters am größten gehalten wird,
ist die erfindungsgemäß erzielte Energieeinsparung ganz
erheblich. Bei der Erfindung wird dies zudem mit einer
Mindestzahl an Bauteilen erreicht, wobei außerdem keine
speziellen Meßfühler (z. B. ein Außentemperatur- oder ein
Sonnenlicht-Meßfühler) nötig sind. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung ist daher sehr wirtschaftlich.
Im folgenden ist die Arbeitsweise der vorstehend be
schriebenen Ausführungsform im einzelnen erläutert. Der
Betrieb der Regeleinheit 17 gemäß Fig. 3 wird beim
Schließen eines Stromversorgungskreises eingeleitet. Die
Regeleinheit 17 enthält einen Mikroprozessor zur Ausführung
eines Regelalgorithmus gemäß Fig. 4. Nach dem Einschalten
der Stromversorgung werden in einem Schritt 100 die in
einem Randomspeicher des Mikroprozessors enthaltenen
Daten sämtlich auf "0" gelöscht. Im Schritt 101 wird
ein Zeitgeber im Mikroprozessor in Gang gesetzt. Im fol
genden Schritt 200 werden das Fahrgastraumtemperatursignal
(Endtemperatur) vom Thermistor 13, das vom Potentiometer 12
gelieferte Stellungssignal für die Luftmischklappe, der
Temperatur-Sollwert und ein Klimaanlagen-Schaltersignal
oder ein Lufttrockner-Schaltersignal vom Armaturenbrett 16
der Regeleinheit 17 eingegeben. Sodann werden in einem
Schritt 300 Berechnungen für die Lufttemperaturregelung
im Fahrgastraum auf der Basis eines Proportionalitäts
faktors, eines integralen Regelfaktors und eines abge
leiteten bzw. Ableitungs-Regelfaktors, die sämtlich auf
der gemessenen Abweichungsgröße der Fahrgastraumtemperatur
von der Solltemperatur beruhen, zur Ansteuerung des
Stellglieds 11 für die Luftmischklappe 10 durchgeführt.
In einem Schritt 400 erfolgen weiterhin Berechnungen für
die Ansteuerung des Gebläses 2 zur Regelung der Luftdurch
satzmenge. Im Schritt 500 erfolgt schließlich die Steuerung
des Kühlers. Die vorstehend genannte Reihe der Regelvor
gänge wird mit Hilfe eines Taktgebers im Schritt 600 in
einem 0,5 s-Takt ausgeführt.
Nachstehend ist die Arbeitsweise der Regeleinheit 17 im
Schritt 500 näher erläutert. In Fig. 5 ist eine Reihe von
Unterschritten für die Einstellung des Arbeitszyklus des
Verdichters 7 dargestellt. Im Unterschritt 501 wird be
stimmt, ob eine Kühlersteuerzeit CCT in einem Zeitgeber der
Regeleinheit 17 auf "0" gesetzt ist. Diese Steuerzeit CCT
gibt die Restzeit (Zahl der Zyklen) in einer EIN/AUS-
Taktperiode des Verdichters 7 an. Da diese Steuerzeit CCT
im Schritt 100 bei der Initialisierung auf "0" gesetzt
worden ist, wird sie im Unterschritt 502 auf eine Größe
entsprechend der gewünschten Zyklus- oder Taktperiode ge
setzt. Letztere kann z. B. am Armaturenbrett 16 von Hand
eingestellt oder rückgesetzt und dann im Unterschritt 502
der Regeleinheit 17 als Steuerzeit CCT eingegeben werden.
Da eine Taktperiode von 1 bis 3 min zweckmäßig ist und im
dargestellten Fall die Länge eines Einzeltakts oder -zyklus
0,5 s beträgt, kann die Steuerzeit CCT auf 120 bis 360 Takte
eingestellt werden.
Im nächsten Unterschritt 510 erfolgt die Berechnung der
Verdichterbetriebszeit CD nach einem in Fig. 6 darge
stellten Steuer- oder Regelalgorithmus. Insbesondere wird
dabei in einem Unterschritt 511 bestimmt, ob der betref
fende Takt oder Zyklus ein anfänglicher bzw. erster Takt
nach dem Einschalten der Stromversorgung ist; ist dies
der Fall, so wird in einem Unterschritt 512 bestimmt,
ob die Abweichung DT größer ist als 1°C. Wenn DT < 1°C
festgestellt wird, so wird in einem Unterschritt 513 die
Größe CD gleich CCT gesetzt, so daß der Verdichter 7
während der gesamten Taktperiode eingeschaltet bleibt.
Wird dagegen DT < 1°C festgestellt, so wird in einem Un
terschritt 514 die Größe CD auf 0 gesetzt, worauf der
Regelvorgang auf den Unterschritt 530 (Fig. 5) übergeht.
Im nächsten und in den folgenden Schritten der Berechnung
der Verdichterbetriebszeit CD gemäß Fig. 6 erfolgt
der Übergang vom Unterschritt 511 auf den Unterschritt
515, und wenn sich die Stellung AP der Luftmischklappe
10 in der Zone MCZ für größte Kühlleistung (einschließ
lich der Stellung MCP für größte Kühlleistung) befindet,
erfolgt ein Übergang auf den Unterschritt 516 zum Erhö
hen der Größe von CD um F(DT) (mit F(DT) = eine der
Temperaturabweichung DT proportionale Funktion). Im Un
terschritt 517 wird sodann die Größe der Zeit CD erneut
um die Größe F(DTI) erhöht (mit F(DTI) = eine Funktion,
die der Änderung der Fahrgastraumlufttemperatur DTI
proportional ist, welche durch den Unterschied zwischen
der Innenraumtemperatur im augenblicklichen Takt TI und
der Innenraumtemperatur im unmittelbar vorhergehenden
Takt TI bestimmt wird). Es ist zu beachten, daß die Funk
tionen F(DT) und F(DTI) beide schrittweise Funktionen
sein können. Der Unterschritt 517 kann gewünschtenfalls
jedoch entfallen. Wenn andererseits die Stellung AP der
Luftmischklappe 10 nicht in der Zone MCZ für größte
Kühlleistung liegt, oder wenn innerhalb der Grenzen
einer sehr schmalen Zone für maximale Kühlleistung diese
Stellung AP nicht der Stellung MCP für größte Kühlleistung
entspricht, wird im Unterschritt 520 die Größe der Zeit CD
um eine zweckmäßig zu wählende positive Größe A verkleinert.
Das Ergebnis der vorstehend erwähnten Berechnungen wird
im Unterschritt 518 geprüft; falls dabei CD negativ ist,
wird der Unterschritt 514 ausgeführt, um die Größe CD
auf 0 zu setzen. Im Fall von CD 0 wird die Größe CD im
Unterschritt 519 weiter geprüft; falls dabei CD größer
ist als CCT, wird der Unterschritt 513 ausgeführt, um
CD = CCT zu setzen. Diese Schritte gewährleisten, daß
die Einschaltzeit CD des Verdichters 7 während jeder
Takt- oder Zyklusperiode zwischen 0 und CCT liegt, die
im Anfangszyklus der Gesamtlänge der Taktperiode gleich
ist.
Anschließend wird gemäß Fig. 5 ein Unterschritt 530 aus
geführt, in welchem die Zeitgeber-Ausgangsgröße CDOUT
zum Einschalten des Verdichters 7 auf CD gesetzt wird.
Im Unterschritt 531 wird dann festgestellt, ob ein Signal
DRY anliegt. Dieses Signal DRY wird von einem Hand-Schalter
oder einem automatischen Luftfeuchtigkeitssteller o. dgl.
zur Anzeige dafür, daß die Luftfeuchtigkeit verringert
werden soll, abgegeben. Wenn das Signal DRY (= Trocknen)
nicht anliegt, geht der Regelvorgang auf den Unterschritt
540 über, wobei die Größe CDOUT des Zeitgeberausgangs
unbeeinflußt bleibt. Beim Anliegen des Signals DRY wird
der Unterschritt 532 zur Bestimmung, ob CDOUT < B gilt,
ausgeführt, wobei das Symbol B die Betriebszeit des Ver
dichters 7 bei minimalem Arbeitszyklus zur Verringerung
der Raumluftfeuchtigkeit angibt. Im Unterschritt 533 wird
hierauf CDOUT = B gesetzt, und es erfolgt ein Übergang
auf den Unterschritt 540. Bei einer Ausführungsform, bei
der die Funktion zur Luftfeuchtigkeitsverringerung nicht
vorgesehen ist, können die Unterschritte 531 bis 533
ersichtlicherweise entfallen.
Die Regeleinheit 17 berechnet auch eine Größe COMP, wel
che die Werte 0 und 1 besitzen kann und ein Kennzeichen
zum Ein- und Ausschalten des Verdichters 7 darstellt. Die
Größe COMP besitzt den Wert "0", wenn ein Lufttemperatur-
Regelschalter, ein Hochspannungsschalter und/oder ein
Niederspannungsschalter offen ist bzw. sind; sie besitzt
den Wert "1" nur dann, wenn alle eben genannten Schalter
geschlossen sind. Die Größen von CDOUT und COMP werden
jeweils in den Unterschritten 540 bzw. 541 geprüft; wenn
CDOUT = 0 oder COMP = 0 gilt, wird im Unterschritt 551
die Stromzufuhr zur elektromagnetischen Kupplung 8 be
endet (mit dem Symbol COMP AUS bezeichnet), so daß der
Verdichter 7 abgeschaltet wird.
Im Fall von DCOUT #0 und COMP #0 wird in einem Unterschritt
542 CDOUT um 1 verkleinert. Im Unterschritt 550 wird dann
die elektromagnetische Kupplung 8 an Spannung gelegt
(mit COMP EIN bezeichnet), so daß der Verdichter 7 ange
trieben wird. Im Unterschritt 590 wird anschließend die
Größe CCT um 1 erhöht, worauf ein Übergang auf den Schritt
600 erfolgt. Während einer Takt- oder Zyklusperiode von
CCT × 0,5 s wird somit der Verdichter 7 für CD × 0,5 s
eingeschaltet und für (CCT - CD) × 0,5 s ausgeschaltet.
Der Arbeitszyklus entspricht somit CD ± CCT. Das in Fig. 5
mit den gestrichelten Linien eingerahmte Routineprogramm
RT dient zur Bestimmung des Arbeitszyklus des Verdichters 7.
Wenn bei der beschriebenen Regelvorrichtung die Außentem
peratur niedrig und mithin ein Kühlen unnötig ist, z. B.
im Winter und zu anderen kühlen Jahreszeiten, wird der
Arbeitszyklus des Verdichters 7, da die Luftmischklappe
10 nicht in der Stellung für größte Kühlleistung (oder in
der Zone MCZ für größte Kühlleistung) steht, verkürzt, so
daß der Verdichter 7 normalerweise abgeschaltet ist. Zudem
arbeitet der Verdichter 7 auch in den wärmeren Jahreszeiten
mit einem Arbeitszyklus, welcher der jeweiligen Kühl
belastung oder -last angepaßt ist. Infolgedessen ist
der Energieverlust infolge eines Wiedererwärmens der ge
kühlten Luft durch den Heizungswärmetauscher 4 minimal, wo
bei der kleinste erforderliche Verdichter-Arbeitszyklus er
reicht werden kann. Zur Verringerung der Luftfeuchtigkeit
arbeitet der Verdichter ebenfalls mit dem kleinsten oder
kürzesten für diese Funktion notwendigen Arbeitszyklus. Bei
Auswertung des Verdichter-Arbeitszyklus über ein volles
Jahr hinweg zeigt sich somit eine große Energieeinsparung
während des Winters und der kühleren Jahreszeiten, während
auch im Sommer eine beträchtliche Energieeinsparung im
Vergleich zu den bisherigen Lufttemperatur-Regelvorrichtun
gen zu beobachten ist. Für die Erzielung der genannten Wir
kungen sind zudem keine speziellen Meßfühler, wie Außen
temperatur- oder Sonnenlicht-Meßfühler, erforderlich, so
daß sich die vorgeschlagene Vorrichtung kostengünstiger
darstellt.
Fig. 8 veranschaulicht eine andere Ausführungsform der
Erfindung, bei der anstelle der Luftmischklappe 10 bei der
Ausführungsform nach Fig. 3 ein Warmwasserdurchsatzmengen-
Regelventil 19 vorgesehen ist.
Die Lufttemperatur-Regelvorrichtung 1 für Fahrzeuge ge
mäß Fig. 8 umfaßt ein Gebläse 2, einen Verdampfer 3,
ein Expansionsventil 5, einen Kondensator 6, einen Ver
dichter 7, eine elektromagnetische Kupplung 8, eine
Fahrzeug-Antriebsmaschine 9, ein Stellglied 11, ein Poten
tiometer 12, einen Thermistor 13 zur Erfassung der Luft
temperatur am Auslaß des Verdampfers 3, einen Thermistor 15
zur Erfassung der Fahrgastraumtemperatur, ein Armaturen
brett 16, eine Regeleinheit 17 und einen Schaltereingabe
typ-Temperatursteller 18 am Armaturenbrett 16.
Ähnlich wie bei der vorher beschriebenen Ausführungs
form besteht die Regeleinheit 17 aus einer Eingabeschnitt
stelle, einem Mikroprozessor, einer Ausgabeschnittstelle
und zugeordneten Bauteilen. Der Mikroprozessor führt das
in Fig. 4 dargestellte Regelprogramm aus.
Im folgenden ist die Arbeitsweise der Ausführungsform
nach Fig. 8 erläutert. Bei Einschalten der Stromversor
gung für den Mikroprozessor im Schritt 100 werden die
Randomspeicher-Daten im Mikroprozessor sämtlich auf
"0" gelöscht. Im Schritt 201 wird dann ein im Mikropro
zessor enthaltener Zeitgeber in Gang gesetzt. Im an
schließenden Schritt 200 werden Signale entsprechend der
vom Thermistor 15 ermittelten Fahrgastraumtemperatur,
der vom Thermistor 13 gemessenen Verdampferauslaßluft
temperatur und der durch das Potentiometer 12 bestimmten
Stellung des Warmwasser-Regelventils 19 sowie ein Tempe
ratur-Sollwert, ein Klimatisierungs-Schaltersignal und
ein DRY- bzw. "TROCKEN"-Schaltersignal vom Armaturen
brett 16 der Regeleinheit 17 eingegeben. Im Schritt 300
werden hierauf Berechnungen für die Fahrgastraumtemperatur
regelung auf der Basis eines Proportionalitäts-Regelfaktors,
eines integralen Regelfaktors und eines Ableitungs-Regel
faktors, sämtlich Funktionen der gemessenen Abweichungs
größe der Fahrgastraumtemperatur vom Temperatur-Sollwert,
durchgeführt, um das Stellglied 11 für das Regelventil
19 anzusteuern. Die weiteren Arbeitsgänge der Vorrichtung,
einschließlich der Regeleinheit 17, entsprechen denen bei
der vorher beschriebenen Ausführungsform mit Luftmisch
klappe 10.
Bei dieser abgewandelten Ausführungsform übernimmt mit
hin eine Verstellung des Warmwasser-Regelventils 19 die
Rolle der Einstellung der Luftmischklappe 10. Der Ar
beitszyklus des Verdichters 7 kann dabei nach demselben
Betriebsprinzip wie bei der zuerst beschriebenen Aus
führungsform verkürzt werden.
Claims (3)
1. System zum Regeln der Temperatur im Fahrgastraum eines
Fahrzeugs mit einer Klimaanlage, die folgende Bestandteile
aufweist:
ein Gebläse,
eine Kühleinrichtung mit einem Kompressor und mit einem Verdampfer zum Kühlen der durch das Gebläse zugeführten Luft,
einen stromabwärts nach dem Verdampfer angeordneten Heizungswärmetauscher,
eine zwischen Verdampfer und Heizungswärmetauscher ange ordnete Luftmischklappe zum Einstellen des Verhältnisses der den Heizungswärmetauscher durchströmenden Luftmenge und der unter Umgehen des Heizungswärmetauschers unmittel bar in den Fahrgastraum strömenden gekühlten Luftmenge sowie
eine Regeleinheit zum Nachführen der Luftmisch klappe im Sinne einer Angleichung der Temperatur im Fahr gastraum an dessen gewünschte Solltemperatur und eine Einrichtung zur Positionsbestimmung der Luftmisch klappe,
dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinheit (17) über die Einrichtung (12) zur Positionsbestimmung der Luftmischklappe (10) die Ein schaltdauer des Kompressors (7) begrenzt.
ein Gebläse,
eine Kühleinrichtung mit einem Kompressor und mit einem Verdampfer zum Kühlen der durch das Gebläse zugeführten Luft,
einen stromabwärts nach dem Verdampfer angeordneten Heizungswärmetauscher,
eine zwischen Verdampfer und Heizungswärmetauscher ange ordnete Luftmischklappe zum Einstellen des Verhältnisses der den Heizungswärmetauscher durchströmenden Luftmenge und der unter Umgehen des Heizungswärmetauschers unmittel bar in den Fahrgastraum strömenden gekühlten Luftmenge sowie
eine Regeleinheit zum Nachführen der Luftmisch klappe im Sinne einer Angleichung der Temperatur im Fahr gastraum an dessen gewünschte Solltemperatur und eine Einrichtung zur Positionsbestimmung der Luftmisch klappe,
dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinheit (17) über die Einrichtung (12) zur Positionsbestimmung der Luftmischklappe (10) die Ein schaltdauer des Kompressors (7) begrenzt.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Regeleinheit (17) die Einschaltdauer des Kompressors
(7) zum Angleichen der Isttemperatur des Fahrgastraums
an die Solltemperatur regelt.
3. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Heizungswärmetauscher durch Kühlwasser der Antriebs
maschine (9) beheizt wird und daß der Kühlwasserstrom
durch die Regeleinheit geregelt wird.
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