DE3247566C2 - Backofen mit Umluftgebläse - Google Patents

Backofen mit Umluftgebläse

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    • F24C15/322—Arrangements of ducts for hot gases, e.g. in or around baking ovens with forced circulation
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Abstract

Bei derartigen Backöfen ist das Umluftgebläse sowie die Ansaugöffnung in der Prallwand üblicherweise in der Mittelebene des Garraumes angeordnet. Die Luft wird beidseitig des Lüfterrades ausgeblasen und nimmt Wärme von dem benachbarten Grillheizkörper auf. Insbesondere bei Vorhandensein mehrerer Backbleche im Garraum stellt sich hierbei eine ungleichmäßige Wärmeverteilung im Strömungsraum dar, z. B. ein Wärmestau im oberen Garraumbereich. Erfindungsgemäß ist Ansaugöffnung und Lüfterrad dem Heizkörper angenähert und die Ausblasöffnungen sind asymmetrisch angeordnet. Die erwärmte Luft wird damit verstärkt abgesaugt und gezielt zwischen die Backbleche geblasen.

Description

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Die Erfindung bezieht sich auf einen Backofen mit Umluftgebläse gemäß den Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei derartigen Backöfen mit Umluftgebläse ist üblicherweise das Umluftgebläse sowie die Ansaugöffnung der Prallwand symmetrisch an der hinteren Muffelbegrenzung angeordnet, wodurch man eine gleichmäßige Strömungsverteilung im Garraum erhofft (DE-AS 57 867). Bei Grillbetrieb oder vor allem bei Backofenbetrieb, bei dem der Grill als Oberhitze dient, umströmt die aus den seitlichen Ausblasöffnungen ausgeblasene Luft, den z. B. oben liegenden, beheizten Grillheizkörper und nimmt Wärme auf. Versuche haben ergeben, daß sich hier im oberen Garraumbereich ein Wärmestau bildet, während im weiter unten liegenden Bereich, z. B. im Bereich der Mittelebene des Garraumes, niedrigere Temperaturen festgestellt werden, wodurch insbesondere bei Vorhandensein von zwei Backblechen übereinander ein ungleichmäßiges Garen des Gargutes stattfindet. Eine ähnliche, für den vorgeschilderten Fall relativ ungünstige Wärmeverteilung findet auch statt bei einem anderen bekannten Umluftofen (DE-AS 23 39 446), bei dem die Ansaugöffnung und das Lüfterrad gegenüber der horizontalen Symmetrieebene zwar leicht nach oben verschoben sind, jedoch die Ausblasöffnungen wiederum im wesentlichen symmetrisch angeordnet sind. Vor allem ist dort der Heizkörper nicht der oberen, oder unteren Garraumwand, sondern unmittelbar dem Gebläse, dieses ringförmig umgebend, angeordnet, so daß, was die Wärmeverteilung angeht, andere Verhältnisse vorliegen. Ähnliches gilt für einen weiteren bekamen Backofen mit Umluftgebläse (US-PS 30 63 441), bei dem zwar Ansaugöffnung und Lüfterrad nach oben verschoben sind, die Ausblasöffnungen sich jedoch an der unteren Muffelbegrenzung befinden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Backofen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 so auszugestalten, daß bei Anwendung von konstruktiv einfachen Mitteln in dem Bereich des Garraumes, in dem das zu garende Gargut gelagert wird, eine verbesserte und wirkungsvollere Luftzirkulation und damit eine gleichmäßige Wärmeverteilung erhalten wird.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die im Kennzeichnungsteil des Patentanspruches 1 aufgeführten Maßnahmen.
Durch die besondere Anordnung der Ansaugöffnung wird erreicht, daß unmittelbar die vom Heizkörper erwärmte Luft verstärkt abgesaugt wird und in den Bereich des Garraumes gefördert wird, in dem das Gargut angeordnet ist. Dies erfolgt dadurch, daß die geometrische Anordnung der Ausblasöffnungen auf beiden Seiten des Lüfterrades des Heizluftgebläses an die Strömungsrichtungen der beidseitig des Lüfterrades von diesem ausgehenden Luftströmungen individuell angepaßt ist. Das heißt derjenige Luftstrom, dessen ursprüngliche Strömungsrichtung vom Gargut weg gerichtet ist, wird gezielt in Richtung des Gargutes hingeleitet, während umgekehrt die andere Ausblasöffnung vom Gargut weiter entfernt sein kann, da dort der Luftstrom aufgrund der ihm aufgeprägten Strömungskomponente die Tendenz hat, in Richtung des Gargutes zu strömen. Auf diese Weise bestehen keine Schwierigkeimehr beim Behandeln von Gargut, das auf mehreren übereinander angeordneten Backblechen gelagert ist, ein gleichmäßiges Garen zu erzielen. Es ist gewährleistet, daß das Gargut von beiden Seiten her; also von beiden Ausblasöffnungen her, mit erwärmter Luft beaufschlagt wird, im Gegensatz zu bekannten Umfluft-Backöfen, bei denen stehts ein Luftstrom zumindest nicht unmittelbar zum Gargut gelangt. Beim sogenannten Umluftgrillen, bei dem die strömende Umluft ausschließlich an einem innenliegenden Grillheizkörper erwärmt wird, ergibt sich der besondere Vorteil, daß die Luftzirkulation vornehmlich im mittleren und oberen Garraumbereich sehr intensiv und mit gleichmäßiger Wärmeverteilung stattfindet, während im untersten Garraumbereich, also dort, wo sich das zu starker Rauchentwicklung führende Fett ansammelt, keine namhafte Luftzirkulation und damit keine namhafte Erwärmung gegeben ist.
Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles nachstehend erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische, perspektivische Darstellung eines Backofens,
F i g. 2 eine Ansicht von vorne bei geöffneter Backofentür gemäß F i g. 1,
F i g. 3 eine Schnittdarstellung des Backofens gemäß der Schnittlinie III-III in F i g. 2.
Beim Ausführungsbeispiel wird ein Garraum 1 begrenzt durch eine quaderförmige Ofenmuffel 2, die durch eine nicht dargestellte Ofentür verschließbar ist. Unmittelbar unterhalb der Garraumdecke 3 befindet sich ein Strahlungsheizkörper 4. Unterhalb des Garraumbodens 5 ist ein die Unterhitze des Backofens bildender Heizkörper 6 angeordnet An den gegenüberliegenden Garraum-Seitenwänden 7 und 8 sind z. B. in zwei unterschiedlichen Höhenlagen rippenartige Stützen 9 befestigt, auf denen z. B. zwei z. B. rost- oder pfannenartige Gargutträger 10 bzw. Backbleche mit Tragrahmen gelagert sein können. Unmittelbar vor der Garraum-Rückwand 11 befindet sich eine Prallwand 12, die zu einem Teil den Garraum nach hinten hin begrenzt. Die Prallwand 12 besteht aus einem im wesentlichen ebenen, hausförmigen Frontteil 13 und an gegenüberliegenden Längskanten U-förmig abgebogene Schenkel 14 und 15, die Luft'eitbleche darstellen. An der in den Figuren oberen, abgewinkelten Längskante besteht der freie Schenkel 15 aus zwei winklig aufeinanderstehenden Abschnitten 15' und 15". Der freie Sehenkel 14 an der unteren Längskante verläuft geradlinig und gegenüber der Horizontalen schräggestellt. Zwischen den oberen und unteren Schenkeln 14, 15, die unmittelbar an der Garraum-Rückwand 11 anliegen, sind seitliche schlitzartige Ausblasöffnungen 16 und 17 gebildet. In der Mitte zwischen den beiden Ausbiaiöffnungen 16 und 17 befindet sich eine zentrale, kreisrunde Ansaugöffnung 18, hinter der sich das Lüfterrad 19 eines nicht weiter dargestellten Umluftgebläses befindet, das an der Garraum-Rückwand 11 befestigt ist. Die Drehrichtung des Lüfterrades 19 ist in den F i g. 1 und 2 durch einen Pfeil verdeutlicht. Die Ansaugöffnung 18 sowie das Lüfterrad 19 liegt beim Ausführungsbeispiel oberhalb der horizontalen Garraummittelebene in Richtung zum Strahlungsheizkörper 4 hin. Das heißt die Entfernung vom Garraumboden 5 zur Drehachse des Lüfterrades 19 ist größer als der Abstand von dieser Achse zur Garraumdecke 3. Von dem sich in Pfeilrichtung drehenden Lüfterrades 19 geht in Fig. 2 rechts ein Luftstrom ab, der nach unten gerichtet ist, während auf der gegenüberliegenden Seite vom Lüfterrad ein Luftstrom ausgeht, der im wesentlichen nach oben gerichtet ist, wie durch Pfeile verdeutlicht. Entsprechend hat die Ausblasöffnung 16 für den nach unten gerichteten Luftstrom vom Strahlungsheizkörper 4 einen geringeren Abstand als die Ausblasöffnung 17 für den nach oben gerichteten Luftstrom. Dieser an sich nach oben gerichtete Luftstrom wird durch die tieferliegende Ausblasöffnung 17 im Garraum 1 nach unten z. B. zwischen die beiden Gargutträger 10geleitet. Hierbei bildender Froniteil 13 mit ;, den Schenkeln 14 und 15 beidseitig des Lüfterrades 19 Strömungsschächte 20 und 21.
Da durch die Prallwand 12 nur ein Teil der Garraum-Rückwand 11 abgedeckt ist, ist noch genügend Fläche an dieser Rückwand vorhanden, z. B. für die Unterbringung einer Backofenlampe 22.
Wie in F i g. 1 und 2 durch Pfeile verdeutlicht, umstörmen die vom Lüfterrad 19 ausgehenden Luftströme sehr intensiv und gleichmäßig das mittlere und obere Garraum-Volumen, wobei diese Luftströme den erhitzten Strahlungsheizkörper 4 umströmen, dort Wärme aufnehmen und verstärkt an der im oberen Bereich des Garraumes angeordneten Ansaugöffnung 18 angesaugt und zwischen die beiden Gargutträger 10 bzw. Backbleche geblasen wird. Eine wesentliche Luftströmung unmittelbar am Garraumboden 5 findet nicht statt. Durch die intensive Luftzirkulation im oberen Garraumbereich wird mit Sicherheit ein Wärmestau an der Garrau; ndecke 3 vermieden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Backofen mit Umluftgebläse, dessen Lüfterrad hinter einer den Garraum nach einer Seite hin zumindest zum Teil begrenzenden Prallwand liegt, die eine zentrale Ansaugöffnung, Luftleitelemente und in Nähe der beidseitig angrenzenden Garraumwände Ausblasöffnungen besitzt, und mit einem Heizkörper in Nähe einer zwischen den vorgenannten Garraumwänden liegenden Garraumwand, vorzugsweise im Inneren des Garraumes, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansaugöffnung (18) sowie das Lüfterrad (19) außerhalb der Garraum-Mittelebene in Richtung des Heizkörpers (4) angeordnet sind und daß die Ausblasöffnung (17) für den in Richtung des Heizkörpers gerichteten Luftstrom vom Heizkörper einen größe, en Abstand hat als die Ausblasöffnung (16) für den in Gegenrichtung gerichteten Luftstrom.
2. Backofen nach Anspruch 1 mit unterhalb der Garraumdecke liegendem Strahlungsheizkörper (4), dadurch gekennzeichnet, daß Ansaugöffnung (18) und Lüfterrad oberhalb der Horizontal-Mittelebene des Garraumes (1) liegen.
3. Backofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelebenen der Ausblasöffnungen (16, 17) auf der einen Garraumseite oberhalb und auf der anderen Garraumseite unterhalb der Garraum-Mittelebene liegen.
4. Backofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig des Lüfterrades (19) durch hierzu im wesentlichen tangential verlaufende Luftleitbleche Strömungsschächte (20,21) gebildet sind.
5. Backofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallwand (12) einen U-förmigen Querschnitt besitzt,dessen freie Schenkel (14,15) die Luftleitbleche bilden.
6. Backofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der obenliegende freie Schenkel aus zwei winklig aufeinanderstellenden Abschnitten (15', 15") besteht und der untenliegende freie Schenkel (14) gegenüber der Horizontalen schräg und im wesentlichen gerade verläuft.
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