DE3247946C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Gelenkbeschlag für Fahrzeugsitze,
insbesondere Kraftfahrzeugsitze, welcher die Merkmale des Ober
begriffs des Anspruches 1 aufweist.
Üblicherweise bestehen die Gelenkbeschläge für Fahrzeugsitze,
deren Rückenlehne nicht nur auf unterschiedliche, an die Be
dürfnisse des Sitzbenutzers beim Gebrauch des Sitzes ange
paßte Neigungslagen eingestellt, sondern auch nach vorne ge
klappt werden kann, um den Zugang zu einem hinter diesem Sitz
angeordneten Sitz zu erleichtern, aus zwei gelenkig miteinan
der verbundenen Teilen, von denen der eine sich in Richtung
der Rückenlehne und der andere im wesentlichen in Richtung des
zugehörigen Sitzteils erstreckt. Der letztgenannte Beschlag
teil, der auch als unterer Beschlagteil bezeichnet wird, wird
im Bereich seines vorderen Endes am Sitzgestell angelenkt. Die
Klappachse liegt deshalb wesentlich weiter vorne als die
Schwenkachse, um die die Rückenlehne zur Einstellung ihrer
Neigungslage geschwenkt wird. Ein Haken, mittels dessen ein
Zapfen oder eine andere Materialpartie des Sitzgestells oder,
wenn der Haken an letzterem angelenkt ist, des unteren Be
schlagteils, erfaßt werden kann, dient als Klappsperre. Nach
teilig ist bei diesen bekannten Gelenkbeschlägen, daß der
obere Rand der Rückenlehne sich bei einer Klappbewegung zu
nächst nach oben gegen das Fahrzeugdach hin bewegt, ehe die
Bewegungsbahn wieder nach unten verläuft. Ist die Rückenlehne
mit einer Kopfstütze versehen, dann kann es zumindest dann,
wenn diese auf eine möglichst hohe Position eingestellt ist,
dazu kommen, daß die Kopfstütze am Fahrzeugdach anstößt und
dadurch verhindert, daß die Rückenlehne ganz nach vorne ge
klappt werden kann. In den meisten Fällen muß bei diesen Ge
lenkbeschlägen auch darauf geachtet werden, daß auf beiden
Sitzseiten die Klappsperre in den geschlossenen Zustand über
geht, nachdem die Rückenlehne wieder in die hintere Endstellung
geklappt worden ist. Nachteilig ist ferner, daß bei Kraftfahr
zeugmodellen, die es in zweitüriger und viertüriger Ausführung
gibt, die Befestigung der Beschlagteile am Sitzteil bei der
zweitürigen Ausführung anders ist als bei der viertürigen Aus
führung.
Nicht so stark bewegt sich der obere Rand der Rückenlehne
gegen das Fahrzeugdach bei einem bekannten Gelenkbeschlag
der eingangs genannten Art (DE-OS 27 38 599), bei dem die
Klappachse den oberen Beschlagteil mit dem Zwischenteil
verbindet. Die Lehne kann sich jedoch bei einem Klappvor
gang immer noch so stark dem Fahrzeugdach nähern, daß eine
von der Rückenlehne getragene Kopfstütze zumindest dann am
Fahrzeugdach anstößt, wenn sie in ihre höchste Position ein
gestellt ist. Dies ist darauf zurückzuführen, daß für ein
Klappen der Rückenlehne nach vorne die gesamte Rückenlehne
mittels eines Betätigungsnockens angehoben werden muß, um
die Feststelleinrichtung zu lösen, und daß danach die Rücken
lehne in ihre steilste Stellung geschwenkt werden muß, wodurch
die Klappachse ihre höchste Stellung erreicht, um die Klapp
sperre für den Klappvorgang zu lösen. Das unerläßliche An
heben der Rückenlehne ist auch insofern von Nachteil, als
es die erforderliche Betätigungskraft der Verstell- und Fest
stelleinrichtung erhöht. Hinzu kommt, daß beim Zurückklappen
der Rückenlehne diese in ihrer steilsten Stellung festge
stellt wird, sofern das Betätigungsglied der Verstell- und
Feststelleinrichtung nicht in der Freigabestellung gehalten
wird. Aber auch wenn man das Betätigungsglied in der Freigabe
stellung hält, muß die ursprüngliche Neigungslage der Rücken
lehne gesucht werden. Ein weiterer Nachteil der bekannten
Lösung besteht darin, daß die Rückenlehne in der nach vorne
geklappten Stellung über die Hinterkante des Sitzteils vor
allem dann weit übersteht, wenn beim Klappvorgang der Zwischen
teil sich in die der Liegeposition entsprechende Neigungslage
bewegt, was möglich ist, weil während des Klappvorgangs die
Verstell- und Feststelleinrichtung gelöst ist. Durch die nach
hinten über den Sitzteil überstehende Rückenlehne wird dann
der Zugang zu den Rücksitzen erschwert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gelenkbeschlag
zu schaffen, bei dem eine Annäherung der Lehnenoberseite oder
Kopfstützenoberseite an das Fahrzeugdach bei einem Klappvorgang
der Rückenlehne so gering wie möglich ist, der aber dennoch
eine leichte sowie einfache Betätigung einschließlich einer
selbsttätigen Verrastung der Rückenlehne nach einem Klapp
vorgang in der ursprünglichen Neigungslage erlaubt. Diese
Aufgabe löst ein Gelenkbeschlag mit den Merkmalen des An
spruches 1.
Dadurch, daß die Klappachse tiefer als die Schwenkachse
liegt, erreicht man einen maximalen Radius für die Schwenk
bahn der Lehnenoberkante oder der Oberseite einer von der
Lehne getragenen Kopfstütze und damit eine minimale Krümmung
dieser Bahn, was eine der Voraussetzungen für eine minimale
Annäherung an das Fahrzeugdach ist. Außerdem wird durch einen
Neigungswinkel der Verbindungslinie zwischen der Schwenkachse
und der Klappachse gegenüber der Vertikalen bei geschlossener
Klappachse, der zwischen 10° und 20° liegt, der Betrag, um den
sich die Oberkante der Rückenlehne bei einem Klappvorgang dem
Fahrzeugdach nähert, auf einem sehr geringen Wert gehalten, weil
in diesem Winkelbereich die Schwenkbahn, welche die Oberkante
der Rückenlehne bei einem Klappvorgang beschreibt, eine sehr
geringe Neigung gegenüber dem Fahrzeugdach hat. Der Sitzbenutzer
braucht deshalb selbst dann, wenn eine von der Rückenlehne ge
tragene Kopfstütze in die höchste Position eingestellt ist,
die Kopfstütze nicht nach unten zu verstellen, ehe er die
Rückenlehne nach vorne klappen kann. Damit braucht der Sitz
benutzer nicht ständig auf eine richtige Einstellung der Kopf
stütze zu achten. Weiterhin braucht er dadurch, daß die Verstell-
und Feststelleinrichtung einerseits sowie die Klappsperre
andererseits als von einander unabhängig in ihre Freigabe
stellung und in ihre Sperrstellung bringbare Mechanismen
ausgebildet sind, für einen Klappvorgang nur die Klappsperre
gelöst zu werden, wodurch in einfacher Weise gewährleistet
werden kann, daß nach dem Klappvorgang die Rückenlehne wieder
in ihrer ursprünglichen Neigungsstellung festgestellt wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Klappsperre
die Merkmale des Anspruchs 2 auf. Bei einer in dieser Weise
ausgebildeten Klappsperre braucht deren Betätigungsglied nur
solange betätigt gehalten zu werden, bis der Klappvorgang
nach vorne begonnen worden ist. Beim Zurückklappen der Rücken
lehne wird die Klappsperre selbsttätig wirksam, sobald die
Rückenlehne die hintere Endstellung des Klappbereiches erreicht
hat. Hierdurch ist trotz Verwendung einer Verzahnung ausge
schlossen, daß die Lehne im verwundenen Zustand verriegelt
werden kann, weil dann, wenn der Zwischenteil nicht in der
hinteren Endstellung steht, zumindest einer der Zähne der
Rastklinke noch auf der Gleitfläche aufliegt.
Da sich die Rastklinke dann, wenn sie am Zwischenteil ange
lenkt ist, zusammen mit diesem bewegt, ist es vorteilhaft,
den Anschlag für die Begrenzung des Schwenkbereichs des
Zwischenteils nach hinten am unteren Beschlagteil in der Be
wegungsbahn der Rastklinke vorzusehen. Vorteilhafterweise ist
dieser Anschlag einstückig mit dem unteren Beschlagteil ausge
bildet.
Um die Rastklinke nicht zum Lösen der Klappsperre aus der Ver
riegelungsstellung ausheben zu müssen, kann man ihre Verzah
nung sowie die ihr zugeordnete Verzahnung mit einem nicht
selbsthemmenden Profil ausbilden. Um dennoch ein ungewolltes
Lösen der Klappsperre infolge der an der Rückenlehne angrei
fenden Belastung sicher zu verhindern, wird vorzugsweise ein
im Schwenkbereich der Rastklinke liegender Riegel vorgesehen,
der in seiner Verriegelungsstellung die Rastklinke formschlüs
sig in der Sperrstellung hält. Dieser Riegel kann am Zwischen
teil angelenkt sein.
Da der untere Beschlagteil fest mit dem Sitzteil verbunden
werden kann, wie dies auch bei Beschlagteilen für vier
türige Fahrzeuge der Fall ist, die nicht ein Klappen der
Rückenlehne nach vorne ermöglichen zu brauchen, kann man
bei der erfindungsgemäßen Lösung die Befestigungsstellen
des unteren Beschlagteils in der gleichen Anordnung wie
bei dem unteren Beschlagteil eines Gelenkbeschlages anordnen,
der für die Sitze eines viertürigen Fahrzeugs bestimmt ist.
Der erfindungsgemäße Gelenkbeschlag erlaubt
es daher, einen Sitz wahlweise mit einem nur eine Schwenkbe
wegung der Rückenlehne zulassenden Gelenkbeschlag oder dem
erfindungsgemäßen Gelenkbeschlag auszurüsten, ohne konstruk
tive Änderungen am Sitz vornehmen und die Montage in anderer
Weise ausführen zu müssen.
Im folgenden ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels im einzelnen erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der
Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der
Fig. 2.
Ein Gelenkbeschlag zum Verbinden der unvollständig darge
stellten Rückenlehne 1 mit dem Rahmen 2 eines im übrigen
nicht dargestellten Sitzteils des Kraftfahrzeugsitzes weist
einen fest mit dem Rahmen zu verbindenden unteren Beschlag
teil 3, einen fest mit dem Polsterträger der Rückenlehne 1
fest zu verbindenden oberen Beschlagteil 4 und einen Zwischen
teil 5 auf. Der wie der obere Beschlagteil 4 und der untere
Beschlagteil 3 aus einem Stahlblech ausgestanzte Zwischenteil
5, der eine Verbindungslasche zwischen diesen beiden Beschlag
teilen bildet, ist im Bereich seines oberen Endabschnittes
mittels einer Schwenkachse 6 gelenkig mit dem unteren Endab
schnitt des oberen Beschlagteils 4 verbunden.
Um den oberen Beschlagteil 4 und damit die Rückenlehne 1 um
die Schwenkachse 6 schwenken und in wählbarer Schwenkstellung
festhalten zu können, greift am oberen Beschlagteil 4 und am
Zwischenteil 5 eine Verstell- und Feststelleinrichtung an,
die im Ausführungsbeispiel als selbsthemmendes Umlaufgetriebe
ausgebildet ist. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, ist das ein
stückig mit dem oberen Beschlagteil 4 ausgebildete Zentral
rad 7 konzentrisch zu der der Schwenkachse 6 als Lager die
nenden Bohrung des oberen Beschlagteils 4 angeordnet. Auf
einem Exzenter 8 der Schwenkachse 6 ist drehbar das Umlaufrad
9 angeordnet, das einstückig mit dem Zwischenteil 5 ausge
bildet und aus diesem halb herausgedrückt ist. Eine Lager
buchse 10, die in eine Ausstanzung eines Abdeckbleches 11 ein
gesetzt und mit diesem fest verbunden ist, dient als zweite
Lagerstelle für die Schwenkachse 6. Dieses Abdeckblech 11, das
mit dem oberen Ende des oberen Beschlagteils 4 verschweißt ist,
sichert die Schwenkachse 6 gegen eine axiale Verschiebung und
hält das Umlaufrad 9 in Eingriff mit dem Zentralrad 7.
Der Antrieb der Schwenkachse 6 zum Zwecke einer Veränderung
der Neigungslage der Rückenlehne erfolgt mit Hilfe einer nicht
dargestellten Antriebseinrichtung, bei der es sich vorzugs
weise um ein Handrad oder einen Antriebsmotor handelt. Mit
dieser Antriebseinrichtung werden gleichzeitig und in gleichem
Maße die Schwenkachse 6 des auf der einen Sitzseite vorge
sehenen Gelenkbeschlages und die Schwenkachse des spiegelbild
lich gleich ausgebildeten, auf der anderen Sitzseite vorge
sehenen Gelenkbeschlages gedreht.
Der untere Beschlagteil 3 ist mit kreisförmigen Ausstanzungen
12 für den Durchgriff von Verbindungsmitteln, beispielsweise
Schrauben, versehen, mittels deren der untere Beschlagteil am
Rahmen 2 des Sitzteils befestigt wird. Da der untere Be
schlagteil 3 in der gleichen Weise mit dem Rahmen 2 verbunden
wird wie der untere Beschlagteil eines Gelenkbeschlages, wie
er für Sitze von viertürigen Fahrzeugen verwendet wird, bei
denen es nicht erforderlich ist, die Rückenlehne zur Erleich
terung des Einstieges nach vorne klappen zu können, ist die
Anordnung der Ausstanzung 12 an die Lage der Befestigungs
stellen für einen Beschlag ohne Klappachse angepaßt. Je nach
Wahl des Gelenkbeschlages können deshalb ohne konstruktive
Änderungen der Sitzteil und die Rückenlehne mit dem erfin
dungsgemäßen Beschlag oder einem Beschlag ohne Klappachse
versehen werden.
Das untere Ende des Zwischenteils 5 ist mit dem unteren Be
schlagteil 3 mittels einer Klappachse 13 schwenkbar verbunden,
die parallel zur Schwenkachse 6 liegt. Wie Fig. 1 zeigt, durch
dringt die Klappachse 13 den unteren Beschlagteil 3 in dessen
hinterer Hälfte. Hierdurch ergibt sich eine Lage der Klapp
achse 13 bezüglich der Schwenkachse 6 derart, daß dann, wenn
sich der Zwischenteil 5 am hinteren Ende seines Schwenkbe
reichs relativ zum unteren Beschlagteil befindet, die Verbin
dungslinie zwischen der Schwenkachse 6 und der Klappachse 13
mit einer Linie, welche in der in der Fig. 1 dargstellten
Einbaulage des Gelenkbeschlages sich von der Schwenkachse 6
aus vertikal nach unten gegen den unteren Beschlagteil 3 hin
erstreckt, einen Winkel einschließt, der etwa 15° beträgt.
Das heißt, daß bei einer Klappbewegung des Zwischenteils 5
aus der in Fig. 1 dargestellten hinteren Endstellung heraus
nach vorne die Schwenkachse 6 nach einer Schwenkbewegung
um 15° sich lotrecht über der Klappachse 13 befindet. Der
obere Rand der Rückenlehne 1 und eine gegebenenfalls von der
Rückenlehne getragene Kopfstütze nähern sich deshalb bei der
Klappbewegung nach vorne aus der hinteren Endstellung heraus
wegen der relativ geringen Größe des genannten Winkels dem
Dach des Fahrzeuges nur sehr wenig. Daher kommt auch in der
jenigen Stellung, in der sich die Schwenkachse 6 lotrecht
über der Klappachse 13 befindet, eine Kopfstütze selbst dann,
wenn sie auf die maximal mögliche Höhe eingestellt ist, nicht
in Berührung mit dem Fahrzeugdach. Die Rückenlehne kann des
halb ungehindert in die vordere Endstellung geklappt werden.
Um das Zwischenteil 5, das im Ausführungsbeispiel an der nach
außen weisenden Seite des unteren Beschlagteils 3 anliegt, in
der hinteren Endstellung seines Schwenkbereichs mit dem unte
ren Beschlagteil verriegeln zu können, ist eine Klappsperre
vorgesehen, die eine Rastklinke 14 aufweist. Diese als Stanz
teil ausgebildete Rastklinke 14 liegt an der Innenseite des
Zwischenteils 5 oberhalb des unteren Beschlagteils 3 an und
ist hier mittels eines parallel zur Schwenkachse 6 und zur
Klappachse 13 liegenden Zapfens 15 am Zwischenteil 5 angelenkt.
Sie liegt daher, wie Fig. 2 zeigt, in der durch den unteren
Beschlagteil 3 definierten Ebene und erstreckt sich, wie Fig.
1 zeigt, vom Zapfen 15 aus nach hinten. Auf dieses nach hin
ten weisende freie Ende der Rastklinke 14 ist ein einstückig
mit dem unteren Beschlagteil 3 ausgebildeter, nach oben über
stehender Anschlag 16 ausgerichtet, an dessen nach vorne wei
sender Flanke das nach hinten weisende freie Ende der Rast
klinke 14 anliegt, wenn sich der Zwischenteil 5 am hinteren
Ende seines Schwenkbereiches befindet. Der Anschlag 16 be
grenzt also, anders ausgedrückt, den Schwenkbereich des
Zwischenteils 5 nach hinten formschlüssig.
Der gegen den unteren Beschlagteil 3 weisende Rand der Rast
klinke 14 ist auf einem Teil seiner Länge mit einer aus meh
reren Zähnen bestehenden Verzahnung 17 versehen, die sich im
Ausführungsbeispiel bis zu dem nach hinten weisenden freien
Ende der Rastklinke 14 erstreckt.
Der sich an den Anschlag 16 anschließende, nach oben weisende
Rand des unteren Beschlagteils 3 ist mit einer korrespondie
renden Verzahnung 18 versehen, deren Länge gleich der Länge
der Verzahnung 17 ist. An das dem Anschlag 16 abgekehrte Ende
der Verzahnung 18 schließt sich eine durch den oberen Rand ge
bildete Gleitfläche 19 an, und zwar in Höhe der Zahnspitzen
der Verzahnung 18. Die Verzahnung 17 der Rastklinke 14 kann
deshalb nur in der hinteren Endstellung des Zwischenteils in
die Verzahnung 18 eingreifen. Ist der Zwischenteil 5 aus die
ser Endstellung heraus nach vorne geschwenkt, dann liegt zu
mindest ein Zahn der Verzahnung 17 auf der Gleitfläche 19
auf und verhindert den Eingriff in die Verzahnung 18.
Das Zahnprofil der beiden Verzahnungen 17 und 18 ist nicht
selbsthemmend, d. h., daß die Zähne der Verzahnung 17 aus der
Verzahnung 18 herausgeschoben werden, wenn auf den Zwischen
teil 5 eine Kraft im Sinne des Schwenkens um die Klappachse 13
relativ zum unteren Beschlagteil ausgeübt wird.
Um dennoch die Rastklinke 14 in der Sperrstellung halten zu
können, in der die Verzahnungen 17 und 18 in Eingriff sind,
weist die Klappsperre einen als Stanzteil ausgebildeten Riegel
20 auf, der an der Innenseite des Zwischenteils 5 oberhalb
der Rastklinke 14, jedoch in deren Schwenkbereich liegend,
am Zwischenteil angelenkt ist. Eine vorgespannte Schrauben
feder 21 sucht den Riegel 20, der an dem nach oben weisenden
Rand der Rastklinke 14 anliegt, in einer Schwenklage zu halten,
aus der heraus ihn eine von den Verzahnungen 17 und 18 auf die
Rastklinke 14 ausgeübte Kraft nicht herauszubewegen vermag.
Diese Totpunkt- oder Übertotpunktlage des Riegels 20 ist durch
das eine Ende des Schlitzes 22 im Zwischenteil 5 definiert, den
ein vom Riegel 20 abstehender Stift 23 durchdringt, an dem die
vorgespannte Schraubenfeder 21 angreift.
Um die Rückenlehne 1 nach vorne klappen zu können, muß also
zunächst der Riegel 20 in seine Freigabestellung geschwenkt
werden, was bei einer Blickrichtung gemäß Fig. 1 eine Schwenk
bewegung im Uhrzeigersinn bedeutet. Diese entgegen der Kraft
der Schraubenfeder 21 auszuführende Schwenkbewegung wird mit
tels einer nicht dargestellten Betätigungseinrichtung bewirkt,
die beispielsweise aus einer seitlich an der Rückenlehne vor
gesehenen Handhabe und einem Seilzug bestehen kann, dessen
unteres Ende mit dem Riegel 20 oder dem Stift 23 verbunden ist.
Wird danach auf die Rückenlehne 1 eine Kraft im Sinne
eines Klappens nach vorne ausgeübt, dann treten die Zähne der
Verzahnung 17 außer Eingriff mit der Verzahnung 18 und kommen
nach und nach in Anlage an die Gleitfläche 19. Wird anschlie
ßend die Rückenlehne 1 wieder zurückgeklappt, dann wird diese
Klappbewegung dadurch begrenzt, daß die Rastklinke 14 in An
lage an den Anschlag 16 kommt. Erst wenn diese hintere End
stellung erreicht ist, haben alle Zähne der Verzahnung 17 die
Gleitfläche 19 verlassen. Daher kann jetzt erst die Rastklinke
14 unter der auf die von dem federbelasteten Riegel 20 ausge
übten Kraft in ihre Sperrstellung einfallen, in welcher die
Verzahnung 17 in Eingriff mit der Verzahnung 18 ist. Sollte
zunächst die Klappsperre nur bei dem auf der einen Seite des
Sitzes vorgesehenen Beschlag wirksam werden, dann wird sie
zwangsläufig auch bei dem Beschlag auf der anderen Seite wirk
sam, sobald der Sitzbenutzer sich an der Rückenlehne anlehnt
und diese dadurch im Sinne eines Schwenkens nach hinten be
lastet.
Wie insbesondere die Fig. 2 und 3 zeigen, ist die einerseits
am Stift 23 angeordnete Schraubenfeder 21 andererseits an einem
nach außen abgewinkelten Teil eines Bleches 24 festgelegt,
das in Teilbereichen an der nach außen weisenden Seite des
Zwischenteils 5 anliegt und mit diesem fest verbunden ist. Der
obere Randsteifen dieses Bleches 24 übergreift die untere
Randzone des oberen Beschlagteils 4 und trägt damit dazu bei,
den Zwischenteil 5 und den oberen Beschlagteil 4 in Anlage
aneinander zu halten.
Im Ausführungsbeispiel liegt an der dem Zwischenteil 5 abge
kehrten Seite des unteren Beschlagteils 3 ein zweites Abdeck
blech 25 an, das sowohl von der Klappachse 13 als auch dem
Zapfen 15 der Rastklinke und dem Lagerzapfen 26 des Riegels
20 festgehalten wird. Außerdem ist es, wie Fig. 2 zeigt, ober
halb des Zapfens 15 mit dem Zwischenteil 5 vernietet. Der
obere Rand des zweiten Abdeckbleches 25 ist, abgesehen von
einem Mittelabschnitt, gegen den Zwischenteil 5 hin abgekantet,
wie dies Fig. 2 zeigt. Diese beiden abgekanteten Randzonen
bilden je einen Anschlag 27 für den ebenfalls abgekanteten unteren
Randbereich des ersten Abdeckbleches 11 am einen bzw. anderen Ende des Schwenk
bereichs des oberen Beschlagteils 4 relativ zum Zwischenteil
5. Die in den beiden Endstellungen des oberen Beschlagteils
4 in Anlage an die Anschläge 27 kommenden Flächenbereiche des
ersten Abdeckbleches 11 sind mit 28 bzw. 29 gekennzeichnet.
Claims (4)
1. Gelenkbeschlag für Fahrzeugsitze, insbesondere Kraft
fahrzeugsitze, mit einem mit der Rückenlehne zu verbindenden
oberen Beschlagteil, einem mit dem Sitzteil zu verbindenden
unteren Beschlagteil, einem Zwischenteil, der sowohl mit dem
einen Beschlagteil um eine Schwenkachse als auch mit dem ande
ren Beschlagteil um eine Klappachse schwenkbar verbunden ist,
sowie mit einer am Zwischenteil und dem mit ihm durch die
Schwenkachse verbundenen Beschlagteil angreifenden Verstell-
und Feststelleinrichtung für die Einstellung der Lehnenneigung
und einer nur im geöffneten Zustand ein Schwenken des oberen
Beschlagteils um die Klappachse zulassenden sowie nur in einer
einzigen Schwenkstellung schließbaren Klappsperre, wobei die
Verbindungslinie zwischen der Schwenkachse und der Klappachse
mit einer in der Einbaulage durch die Schwenkachse gehenden
vertikalen Linie bei geschlossener Klappsperre einen Winkel de
finieren, der in einem Bereich liegt, welcher den Wert von 15°
einschließt, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) durch die Schwenkachse (6) der obere Beschlagteil (4) mit dem Zwischenteil (5), durch die tiefer als die Schwenkachse (6) liegende Klappachse (13) der Zwischenteil (5) mit dem unteren Beschlagteil (3) verbunden ist,
- b) die obere Grenze des Bereiches, in dem der Winkel liegt, 20° und die untere Grenze 10° beträgt,
- c) die Verstell- und Feststelleinrichtung (7 bis 10) und die Klappsperre (14, 17, 18, 20) als voneinander unabhängig in ihre Freigabestellung und in ihre Sperrstellung bringbare Mecha nismen ausgebildet sind.
2. Gelenkbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Klappsperre einen den Schwenkbereich des
Zwischenteils (5) nach hinten begrenzenden Anschlag (16) und
eine nur in dieser Endstellung des Zwischenteils (5) selbsttätig
verriegelnd in die Sperrstellung einfallende Rastklinke (14)
aufweist, welche mit einer eine Zahnreihe bildenden Verzahnung
(17) versehen ist, die in der Sperrstellung mit einer korres
pondierenden Verzahnung (18) des unteren Beschlagteils (3)
in Eingriff steht und von deren Zähnen vor Erreichen der End
stellung des Zwischenteils (5) zumindest einer auf einer
Gleitfläche (19) aufliegt, wobei die Rastklinke (14) am Zwischenteil (5)
in der Ebene des unteren Beschlagteils (3) liegend angelenkt ist
und an die am unteren Beschlagteil (3) vorgesehene, im Schwenk
bereich der Verzahnung (17) der Rastklinke (14) liegende und auf
die Länge dieser Verzahnung (17) begrenzte Verzahnung (18) sich
die Gleitfläche (19) anschließt.
3. Gelenkbeschlag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Anschlag (16) für die Begrenzung des Schwenkbe
reiches des Zwischenteils (5) nach hinten am unteren Beschlag
teil (3) in der Bewegungsbahn der Rastklinke (14) vorgesehen
ist.
4. Gelenkbeschlag nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verzahnung (17) der Rastklinke
(14) sowie die ihr zugeordnete Verzahnung (18) ein nicht
selbsthemmendes Zahnprofil haben und daß im Schwenkbereich der
Rastklinke (14) ein Riegel (20) liegt, der in seiner Verriege
lungsstellung die Rastklinke (14) formschlüssig in der Sperr
stellung hält, wobei der Riegel (20) am Zwischenteil (5) an
gelenkt ist.
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Family Applications (1)
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