DE324794C - Verfahren und Vorrichtung zum Saettigen von Fluessigkeiten mit Gasen, insbesondere von Bier mit Kohlensaeure - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Saettigen von Fluessigkeiten mit Gasen, insbesondere von Bier mit Kohlensaeure

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DE324794C
DE324794C DE1917324794D DE324794DD DE324794C DE 324794 C DE324794 C DE 324794C DE 1917324794 D DE1917324794 D DE 1917324794D DE 324794D D DE324794D D DE 324794DD DE 324794 C DE324794 C DE 324794C
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12HPASTEURISATION, STERILISATION, PRESERVATION, PURIFICATION, CLARIFICATION OR AGEING OF ALCOHOLIC BEVERAGES; METHODS FOR ALTERING THE ALCOHOL CONTENT OF FERMENTED SOLUTIONS OR ALCOHOLIC BEVERAGES
    • C12H1/00Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages
    • C12H1/12Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages without precipitation
    • C12H1/14Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages without precipitation with non-precipitating compounds, e.g. sulfiting; Sequestration, e.g. with chelate-producing compounds

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Sättigen von Flüssigkeiten mit Gasen, insbesondere von Bier mit Kohlensäure. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zun Sättigen von Flüssigkeiten mit Gasen, besonders von Bier mit Kohlensäure. Die Kohlensäure wird dabei unter dem vollen Druck der Vorratsflasche in die Flüssigkeit eingeführt und das Gemisch sodann in an sich bekannter Weise durch Hindernisse geleitet, welche eine innige Mischung von Flüssigkeit und Gas bewirken.
  • Die bekannten Apparate dieser Art arbeiten insofern ungünstig, als die zur Sättigung bestimmte, ausreichende Gasmenge -beispielsweise in den Flüssigkeitsstrom durch eine regelbare Düse eingeführt wird, die einen verhältnismäßig dicken Gasstrahl in die Flüssigkeit eintreten läßt, so daß die Gefahr der unvollständigen Aufnahme des Gases durch die Flüssigkeit und somit die Gefahr von Gasverlusten entsteht. Wird die aus einer Düse austretende Kohlensäure o. dgl. nicht von vornherein vollständig von der Flüssigkeit aufgenommen, so können auch die Hindernisse, die das Gemisch dann durchströmt, gewöhnlich perforierte Platten, eine nachträgliche vollständige Mischung nicht mehr bewirken, da sie der Flüssigkeit zu viel volle Flächen entgegensetzen und daher die Abtrennung des Gases aus derselben eher erleichtern, beim Sättigen von Bier mit Kohlensäure macht sich dies z. B. durch starke Schaumbildung deutlich bemerkbar.
  • Das Verfahren nach der Erfindung arbeitet wesentlich anders; es besteht darin, daß die zur Sättigung bestimmte Gasmenge nicht in einem vollen Strahle in die Flüssigkeit eintritt, sondern daß sie unter dem vollen Druck der Gasflasche in eine Anzahl feinster einzeln zuschaltbarer Strahlen unterteilt wird, von denen ein jeder in dem Flüssigkeitstrom zerstäubt und dadurch vollständig von der Flüssigkeit gebunden wird. Die Summe der Einzelstrahlen braucht daher die für die Sättigung notwendige Gasmenge nicht zu überschreiten, so daß kein Gasverlust eintritt. Da die Gaseinführung ferner im aufsteigenden Flüssigkeitsstrom stattfindet, wird selbst ein Gasüberschuß von der Flüssigkeit mitgeführt, während sich ein Überschuß bei wagerecht strömender ,Flüssigkeit oberhalb derselben abscheiden muß und verloren geht.
  • Die aufsteigende Mischung trifft nun, in an sich bekannter Weise auf wagerechte Feinsiebe, durch welche sie ohne Widerstand in feinster Zerteilung hindurchtritt; für das empfindliche Bier ist diese Einrichtung besonders wertvoll, es wird jede Schaumbildung vermieden, das Bier wird nicht beunruhigt, sondern läuft fast schwarz.
  • Das Wesen des vorliegenden Verfahrens besteht demgemäß in der Zuführung der hochgespannten Gasmenge in einzeln zuschaltbaren feinen Strahlen bis zur Sättigung des aufsteigenden Flüssigkeitsstromes.
  • T:in -ztir ,Ausführung dieses Verfahrens dienender Apparat ist in einer beispielsweisen Ausführungsform in der Zeichnung im Längsschnitt dargestellt.
  • Es bezeichnet a einen Mischraum, in den unten durch das Zuführungsrohr k die Flüssigkeit eintritt und hochsteigt, um am höchsten Punkte in die Leitung zu den Versandgefäßen zu gelangen.
  • Der Mischraum ist durch eine Anzahl Siebe lt in einzelne Kammern unterteilt, in denen durch Stauung der mit Gas gesättigten aufsteigenden Flüssigkeit eine innige Mischung in dieser stattfinden muß; die Siebe sind auf einer Führungsstange i befestigt.
  • Das Gas, z. B. Kohlensäure, wird am unteren Ende des Raumes a eingeführt, und zwar durch einen Verteilungskopf b, der mit einer Anzahl feinster Öffnungen c versehen ist. Vor diesen Öffnungen c im Innern des Verteilungskopfes läuft ein Schieber d, der die Öffnungen nacheinander freigibt, so daß eine genaue Regulierung der zuzusetzenden Gasmenge möglich ist.
  • Im Ausführungsbeispiel ist der Verteilungskopf ein Zylinder b, dessen Mantel mit spiralförmig aufsteigenden Bohrungen c versehen ist. Im Zylinder befindet sich ein verschiebbarer Kolben d; in der Zeichnung steht er oben, alle Öffnungen freigebend, während er sie in seiner untersten Stellung vollkommren abschließt.
  • Durch das Zuleitungsrohr c wird die Kohlensäure eingeführt; ein auf die Gewindespindel f des Kolbens wirkendes Handrad g dient zur genauen Einstellung des Kolbens zwecks Einschaltung der gewünschten Zahl von Öffnungen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Sättigen von Flüssigkeiten mit Gasen, insbesondere von Bier mit Kohlensäure, durch Einführen des Gases unter hohem Druck unmittelbar in den Flüssigkeitsstrom, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Sättigung bestimmte Gasmenge in einzelne feine Strahlen zerlegt wird, deren Anzahl durch einen Regler .vermehrt oder vermindert werden kann.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des. Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Verteilerkopfes (b) inmitten des aufsteigenden Flüssigkeitsstromes, in dessen Wandung feine Austrittsöffnungen (c) derart, z. B. spiralförmig, angeordnet sind, daß sie durch einen verschiebbaren Kolben (d) nacheinander geöffnet werden können.
DE1917324794D 1917-09-14 1917-09-14 Verfahren und Vorrichtung zum Saettigen von Fluessigkeiten mit Gasen, insbesondere von Bier mit Kohlensaeure Expired DE324794C (de)

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