DE325543C - Verfahren zum Konservieren von Holz - Google Patents

Verfahren zum Konservieren von Holz

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DE325543C
DE325543C DE1917325543D DE325543DD DE325543C DE 325543 C DE325543 C DE 325543C DE 1917325543 D DE1917325543 D DE 1917325543D DE 325543D D DE325543D D DE 325543DD DE 325543 C DE325543 C DE 325543C
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wood
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FRITZ SEIDENSCHNUR DIPL ING
Wintershall Dea International AG
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FRITZ SEIDENSCHNUR DIPL ING
Deutsche Erdoel AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K3/00Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
    • B27K3/34Organic impregnating agents
    • B27K3/44Tar; Mineral oil
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K5/00Treating of wood not provided for in groups B27K1/00, B27K3/00
    • B27K5/04Combined bleaching or impregnating and drying of wood

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Konservieren von Holz. Die Erfindung betrifft ein Kombinationsverfahren zur Konservierung von Holz, das eine restlose Verwertung aller hei der Aufarbeitung der Hölzer entstehenden Abfälle vorsieht.
  • Bekanntlich gebrauchen die holzzerstörenden Lebewesen ein gewisses Maß von Feuchtigkeit im Holze, um sich ausbreiten und auf Kosten des Holzes leben zu können.' Um das Holz gegen die Angriffe und die Ausbreitung von holzzerstörenden Lebewesen zu schützen, ist es deshalb in erster Linie notwendig, dem Holze - die Feuchtigkeit .zu entziehen. Jeder HolztrocknungsprozeB stellt also: eine Konservierung dar.
  • Auf den Sägewerken trocknet man die Hölzer nach dem Schnitt in aufgesetzten luftigen Stapeln im Freien und verarbeitet erst das. so getrocknete: und damit gegen schnelles Verderben geschützte Holz. Der Erfolg dieses mehrere Monate erfordernden Konservierungsvorganges. wird jedoch oft durch die Witterung vereitelt, da z. B. feuchtwarmes Wetter das notwendige schnelle Austrocknen des Holzes verhindert und deal Blaufäulepilz (ceratostoma peliferum;), die Möglichkeit schafft, das -Holz - vornehmlich Kiefernholz - zu befallen. Verblautes Holz, ist aber minderwertig und die Sägemühlenindustrie erleidet jedes Jahr durch das Verblauen 'von Holz große Verluste. Die Mehrzahl der Sägewerke legt daher aus Furcht vor dem Verblauen der Hölzer in den Sommermonaten - also meist auch den günstigsten Trocknungsmonaten - ihre Anlagen einfach still.
  • Mu13 Holz nach der Bearbeitung später wieder wechselnden Witterungseinflüssen ausgesetzt werden, so wird es bekanntlich vorher mit antiseptischen Flüssigkeiten imprägniert, um es wirksam gegen Fäulnis zu schützen. Aber auch vor der Imprägnierung maß das Holz möglichst trocken sein, da bei nassen Hölzern die Imprägnierflüssigkeit nicht oder nur ungenügend eindringt. Der Erfolg der Imprägnierung wird deshalb infolge ungenügenden Trockenheitsgrades des Holzes oft in Frage gestellt, denn genügend trockenes Holz steht selten zur Verfügung.
  • Um das. Holz auf einen für die Imprägnierung geeigneten Trockenheitsgrad zu bringen, verfährt man in gleicher Weise, wie auf den Sägewerken, indem die Hölzer in luftigen Stapeln auf grollen Lagerplätzen gestapelt werden, ohne dafl. trotz der hierdurch erwachsenden hohen Kosten ein stets sicherer Erfolg, verbürgt wird.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt nun den Trocknungs-. und Konservierungsvorgang von den Witterungsverhältnissen ganz unabhängig zu machen;, sie ermöglicht es, durch Verwendung der bei der Bearbeitung der Hölzer entfallenden Abfälle sogar frisch aus dem FloSverbande kommende Hölzer, oder: auch frisch geschlagene" zur Mühle angelieferte Hölzer nach dem Schnitt nach kürzester Zeit verladebereit herzustellen, wobei ein: Verblauen unmöglich gemacht wird. Die zur wirksamen Imprägnierung des Holzes erforderlichen konservierenden. Stoffe werden hierbei aus den bei der Bearbeitung in großen Mengen entstehenden Abfällen gewonnen.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, ganz frisches 1-lolz einen. künstlichen Trockenprozeß zu unterwerfen, und zwar mittels einer Vörrrichtung, die es ermöglicht, das Holz im geschlossenen Behälter unter Druck zu erhitzen, wobei die Luft aus den Poren vertrieben, dafür aber die im Holze enthaltenen Säfte, die sich unter zunehmendem Druck angeblich verändern, durch dasselbe gleichmäßig verteilt werden sollen (Patent 22g6).
  • Darum handelt es sich im vorliegenden Falle nicht, vielmehr werden nach der Erfindung alle abfallenden Holzabfälle, wie Sägemehl, Borke, Schwarten usw., einem mit eingesetzter Schwelkammerbzw.mit ausgedehnterVorschwelungversehenen Generator zugeführt und in diesem verschwelt bzw. vergast. Die entstehenden Schwel-oder Generatorgase können direkt zur Holztro cknung dienen, oder sie werden als Brennstoff zur Erzeugung des Betriebsdampfes unter die Dampfkessel geführt und dort verbrannt. Die Abhitze der Feuergase führt man dann in langgestreckte Trockenkanäle (ähnlich den in der Ziegeleiindustrie bereits verwendeten) und führt in diesen, in dem bekannten Gegenstromprinzip, das auf Transportwagen befindliche Holz den Abgasen entgegen; es werden so die Wärmemengen zur Trocknung der frisch aus dem Sägegatter kommenden Schnitthölzer oder der in anderer Weise bearbeiteten Hölzer restlos ausgenutzt. Durch diese Art der Holztrocknung wird ermöglicht, daß der Trocknungsprozeß. ganz allmählich einsetzt und sich erst nach und nach steigert, wodurch Rißbildung verhütet wird. Durch diese gleich nach dem Schnitt erfolgende Trocknung werden den holzzerstörenden Lebewesen die Voraussetzungen für ihre Entwicklung entzogen,` insbesondere wird ein sicherer Schutz gegen Verblauen erreicht.
  • Das vorliegende Verfahren ermöglicht es, wie erwähnt, sämtliche Holzabfälle, einschließlich des Sägemehls; dem Holzimprägnierungsprozeß nutzbar zu machen. .
  • Dies war nicht zu erwarten, denn man war bisher (vgl. Klar, Technologie der Holzverkohlung, i91o, S. ix) der Ansicht, daß dieses Material für Verkohlungszwecke ungeeignet sei.
  • Der in der beschriebenen Weise durch Generatorschwelung aus Abfällen gewonnene Holzteer stellt übrigens ein wesentlich wirksameres Konservierungsmittel her; als der in der bisher bekannten Weise gewonnene Holzteer. Da die Verschwelung der Holzabfälle unter den denkbar günstigsten Bedingungen erfolgt, werden j naturgemäß die Schwelprodukte, wie Methylalkohol, Azeton, Essigsäure und Teer, in vorzüglicher Qualität erhalten: Der Teer - wird entweder direkt für die Konservierung der getrockneten Hölzer, von denen eine lange Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis später verlangt vird,- verwandt _ oder zunächst einer nochmaligen Destillation unterworfen, um gewisse wertvollere Bestandteile des Teers für andere Zwecke nutzbar zu machen. Die .hierbei abfallenden Teeröle verwendet man dann zur dauernden Konservierung der Hölzer, während das -bei der Destillation als Rückstand eventuell entstehende Pech zur Brikettierung des Sägemehls zwecks besserer Vergasung desselben benutzt wird. -Für den Fall, daß der aus dem Holze hergestellte Teer.zur Durchführung des Konservierungsprozesses nicht ausreicht, kann der Generator auch mit anderen bituminösen-Brennstoffen betrieben werden.
  • Der überschuß an Generatorgas wird naturgemäß zweckmäßig zur weiteren Aufarbeitung der Schwelprodukte ausgenutzt.
  • Die Erfindung wird im vorliegenden Falle in einer zweckmäßigen Kombination an und für sich im einzelnen zum Teil bekannter Maßnahmen gesehen, die es ermöglichen, die großen, oben beschriebenen Schwierigkeiten,mit denen dieHolzindustrie zu kämpfen hat, in wirksamer und sicherer Weise zu vermeiden und eine bisher nicht gekannte, .restlose Ausnutzung des Holzes zu ermöglichen.
  • Eine neue Maßnahme innerhalb des Kombinationsverfahrens ist die Verwendung eines Generators mit Vörschwelkammer - bzw. ausgedehnter Vorschwelung, wodurch es ermöglicht wird, die Destillationsprodukte in der größtmöglichsten Ausbeute und in bester Qualität zu erhalten, was bei den bisherigen Holzschwelverfahren bzw. bei den bekannten Holzgeneratoren, wie sie bei Klar; Technologie der Holzverkohlung, bzw. im Ergänzungswerk zu Musspratt, Braunschweig igi7, S. 471 beschrieben sind, die hauptsächlich Heizgas erzeugen wollten, nicht der - Fall ist.' Musspratt gibt an, daß die mit diesen Apparaten erzielten Ausbeuten hinter denen stehen, welche mit den sogenannten amerikanischen Ofen bzw. den schon früher beschriebenen anderen Ofen mit teilweisem Luftzutritt er- j halten werden.
  • Im Gegensatz hierzu werden bei vorsichtiger Vorschwelung im Generator, -wie sie bei vorliegendem Kombinationsverfahren verwendet werden, hohe Ausbeuten . an Destillationsprodukten in bisher` unerreichter Qualität erhalten, und es wird gleichzeitig die durch das Kombinatiosverfahren überaus wichtige Holzkonservierung, sei es durch Trocknen des Holzes allein,. sei es durch Trocknen des Holzes mit nachfolgender Konservierung, ermöglicht.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: r. Verfahren `zum Konservieren frischen Holzes ohne vorherige Lufttrocknung, dadurch gekennzeichnet, daß alle bei der Bearbeitung der. Hölzer resultierenden Abfälle, wie Sägemehl, Borke usw., restlos zur Trocknung und Konservierung in der Art verwendet werden, daß. die Abfälle ve:-schwelt, die Abhitze zum Trocknen der Hölzer verwendet und die Verschwelungsprodukte zur Konservierung derselben benutzt werden.
  2. 2. Ausfübrungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Abfälle unter Erzielung von Teer und sonstigen Nebenprodukten im Generator mit eingesetzter Schwelkammer bzw. ausgedehnter Vorschwelung verschwelt, und daß man . mit den teerartigen Schwelprodukten diejenigen Teile der getrockneten Hölzer, die besondere Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis besitzen sollen, imprägniert, nachdem man zuvor den Trockenprozeß mittels der Feuergase in langgestreckten Trockenkanälen vorgenommen hat, in denen das Behandlungsgut in an sich bekannter Weise ins Gegenstromprinzip den Gasen entgegengeführt wird.
DE1917325543D 1917-08-09 1917-08-09 Verfahren zum Konservieren von Holz Expired DE325543C (de)

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