DE325824C - Vorrichtung zur Einfuehrung eines leicht zuendbaren Brennstoffes in Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zur Einfuehrung eines leicht zuendbaren Brennstoffes in Verbrennungskraftmaschinen

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DE325824C
DE325824C DE1914325824D DE325824DD DE325824C DE 325824 C DE325824 C DE 325824C DE 1914325824 D DE1914325824 D DE 1914325824D DE 325824D D DE325824D D DE 325824DD DE 325824 C DE325824 C DE 325824C
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cartridges
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02NSTARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02N99/00Subject matter not provided for in the other groups of this subclass
    • F02N99/002Starting combustion engines by ignition means
    • F02N99/006Providing a combustible mixture inside the cylinder

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Einführung eines leicht zündbaren Brennstoffes in Verbrennungskraftmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Einführung flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe in Verbrennungskraft. maschinen, um beim Anlassen, Wiederanlassen oder auch während des Ganges der Maschine eine Verbrennung hervorzurufen.
  • Bei bekannten Anlagen, beispielsweise bei Petroleummaschinen zum Schiffsantrieb, wird das zum Anlassen dienende Benzin dem Vergaser gewöhnlich in kleinen Mengen, etwa mittels einer Kanne, zugeführt. Hierbei besteht aber infolge der hohen Feuergefährlichkeit des Benzins eine große Gefahr beim Leckwerden, wodurch sich die Verwendung dieser Mittel oft verbietet. Das Vorwärmen und Verdampfen des Petroleums muß dann mittels einer Petroleumgebläselampe erfolgen, auf die man sich jedoch bei Sturm, Regen und Kälte nicht verlassen kann.
  • Nach der Erfindung werden Gefahren der beschriebenen Art ausgeschaltet und eine größere Sicherheit und Verwendungsmöglichkeit der Vorrichtungen geschaffen. Zu dem Zweck wird die Flüssigkeit in ein dampfdichtes Gefäß nach Art einer luftdicht verschließbaren Blechpatrone; die im folgenden einfach als »Patrone« bezeichnet wird, eingefüllt, deren Form und Größe 'der Menge der zum Anlassen, Wiederanlassen oder auch während des Ganges der Verbrennungskraftmaschine benötigten Flüssigkeitsmenge angepaßt werden kann. Die Patrone wird in einen Aufnehmer eingesetzt oder unmittelbar finit der zu füllenden Vorrichtung verbunden oder in anderer Weise gehalten. Auch sind Vorkehrungen getroffen, um den Boden zu durchstechen und die Flüssigkeit freizugeben, die nun zur Verwendungsstelle fließen kann. Die leere Patrone wird hierauf wieder abgenommen.
  • Um die Zeit des Überströmens der Flüssigkeit von der Patrone zur Verwendungsstelle zu kürzen, was besonders beim Anlassen von Motoren im Notfalle und bei nicht unmittelbar am Motor angeordneten Patronen erwünscht ist, kann in die Patrone auch ein unter Druck stehendes Gas eingelassen werden, das sich infolge seines geringeren Gewichtes über der Flüssigkeit lagert. Beim Durchstoßen des Patronenbodens wird hierbei die Flüssigkeit schnell ausgetrieben und mit Sicherheit durch die von der Patrone zur Maschine führende Leitung zur Verwendungsstelle gefördert. Man verwendet für diesen Zweck gewöhnlich ein inertes Gas, um eine Entzündung in der Patrone zu verhüten. Es kann jedoch auch Luft oder .ein anderes geeignetes Gas eingelassen werden.
  • Es können eine oder mehrere Patronen Verwendung finden, die nacheinander benutzt werden. . 'Jedoch können auch zwei oder mehr Patronen gleichzeitig entleert werden: Die Vorrichtung oder Patrone läßt sich auch unmittelbar am Vergaser anbauen, wobei der der Patrone, nach dem Durchstechen entzogene, leicht zündbare Brennstoff erst verdampft und dann den Zylindern zugeführt wird: Auf der Zeichnung stellen die Fig. i- bis 6 Ausführungen der neuen Vorrichtung dar. Fig. 7 zeigt eine Verwendungsmöglichkeit des Erfindungsgegenstandes an Verbrennungskraftmaschinen.
  • In Fig. i liegt die Patrone a in einem Aufnehmer b mit abnehmbarem Deckel c: - In den Aufnehmer ist unten eine Feder d oder eine ähnliche Vorrichtung eingesetzt, durch die die Patrone a von einem aus dem Boden des Aufnehmers herausragenden Körner e weggedrückt wird: Im Deckel c ist ebenfalls ein Körner g vorgesehen, der an einem verschiebbaren Stift f mit einem Bund h sitzt, der über den Deckel c hervorragt. Durch eine Feder i wird der Stift f nach oben gedrückt und mit seinem Bund und Körner in einer Vertiefung k gehalten. Über den Stift und die Feder i ist eine Kappe j geschraubt.
  • Soll die Patrone u entleert werden, so wird die Kappe j abgenommen und die Spindel. f abwärts gedrückt. Indem sich die obere Spitze g in die Patrone hineindrückt, kommt der Bund h zur Anlage, der die Patrone gegen den unteren Körner e drückt. .Durch das vom Körner, e eingedrückte Loch kann sich die eingeschlossene Flüssigkeit entleeren, wobei gleichzeitig das Nachströmen von Luft durch die obere Offnung gesichert ist. An den Aufnehmer b schließt sich ein Hahn l an, dem die Flüssigkeit durch die. Bohrungen m zuströmt.
  • Die Fig. z zeigt teilweise im Schnitt eine Abänderung der Vorrichtung nach Fig. i. Hierbei greift der Deckel c über den Aufnehmer b kappenartig über. Die Befestigung erfolgt - durch einen Schlitz o, in den ein Stift am Mantel des Aufnehmers eingeführt wird.. Durch einfaches Drehen und Anheben kann der Deckel c entfernt und durch Drehen und Niederdrücken die im Gehäuse q auf der Feder d ruhende Patrone a durchlocht werden. Das Gehäuse q wird durch die Feder d gegen den nach innen umgebogenen Rand y gedrückt. Im Boden des Gehäuses ist eine Öffnung s vorgesehen, durch die der Körner e eindringen und die Patrone durchlochen kann, sobald letztere durch den Deckel c niedergedrückt wird.
  • Es können auch mehrere der beschriebenen Aufnehmer auf das gleiche Rohr, Leitung, Hahn oder Ventil aufgesetzt werden. In Fig. 3 sind beispielsweise zwei Aufnehmer b auf den Hahn-1 aufgesetzt, so daß durch abwechselndes Entleeren und Wiedereinsetzen von Patronen eine ununterbrochene Flüssigkeitszufuhr erzielt werden kann.
  • Die Anordnung nach Fig. q. ist für mit Flüssigkeit und Preßgas gefüllte Patronen bestimmt, bei denen das Gas zum schnelleren Entleeren oder zum Fördern der Flüssigkeit durch längere Leitungen oder gegen einen über dem Druck der Außenluft liegenden Druck dient. Der obere Teil c des Aufnehmers ist hierbei auf das Gewinde t des unteren Teiles b aufgeschraubt und umschließt eine Patrone ca. In dem unteren Teil des Aufnehmers ist ein Körner angeordnet, der aus einem mit einer Spitze g versehenen Stift f besteht und durch einen angelenkten Hebely, der um den Zapfen z ausschwingt, vorgedrückt werden kann. -Die Spindel f ist- in einer Stopfbüchse x geführt, um das Entweichen von Flüssigkeit zu verhindern.
  • In Fig. 5 ist die Patrone a mit einem Ansatz cl auf dem Halter b1 aufgeschraubt. Beim völligen Aufschrauben drückt sich der Körner e in die Patrone a, wobei die Flüssigkeit durch die Bohrungen m in das Rohr p1 entweicht, das sie zur Verwendungsstelle leitet. Um ein vorzeitiges Lochen der Patrone zu verhindern, kann zwischen die ' Patrone und den Halter eine Scheibe w eingelegt werden (vgl. Fig. 6), die wieder entfernt werden muß, sobald der Patroneninhalt gebraucht wird.
  • In Fig. 7 stellt i` den Zylinder einer Verbrennungskraftmaschine dar, dem die Verbrennungsgase durch einen aus dem Behälter ¢ mittels der Schwimmervorrichtung .3 gespeisten Vergaser a zugeführt werden. Ist die Maschine kalt oder soll sie im Notfall schnell angelassen werden, so bietet das kalte Petroleum Schwierigkeiten, da es sich nur schwer verdampfen läßt.
  • Diesem Übelstand wird dadurch abgeholfen, daß an die Schwimmervorrichtung .3 ein Aufnehmer b mit einer mit sehr flüchtigem Brennstoff, beispielsweise Benzin, gefüllten Patrone 'angeschlossen wird, das beim Entleeren der Patrone in die Schwimmervorrichtung in den Vergaser eintritt und dort ein leicht zünd. bares Gemisch für die Speisung des Zylinders der Maschine bildet. Zweckmäßig wird hierbei die Schwimmervorrichtung vor dem Anlassen, d. h. vor dem Durchlochen der Patrone, erst durch einen Dreiwegehahn 5 entleert, der hiernach auch zur Absperrung der Petroleumzufuhr dienen kann. Sobald die Maschine in Gang und der Vergaser heiß ist, -kann auf Petroleum umgeschaltet werden.
  • Die in den Aufnehmer b eingesetzte Patrone kann mit Flüssigkeit und Gas oder auch allein y mit Gas gefüllt sein. Sie kann auch unmittelbar auf das Einlaßrohr (Stellung 6 in Fig. 7) oder auf die Zylinder i (Stellung 7) aufgesetzt werden. Der zu durchstoßende oder zu zerbrechende Teil wird gewöhnlich etwas dünner ausgeführt als die übrige Patrone, wie deutlich aus den Fig. 4 und 5 zu erkennen ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRÜCIiE: i. Vorrichtung zur Einführung eines leicht zündbaren Brennstoffes in-Verbren- i nungskraftmaschinen, bestehend aus einer oder mehreren in eiere Leitung eingebauten, den Brennstoff enthaltenden geschlossenen Patronen, die bei Bedarf durchlocht werden, so daß der flüssige oder gasförmige Brennstoff der Verwendungsstelle zugeführt. 4 wird. a. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Patrone oder Patronen in einen Aufnehmer eingesetzt sind, der mit Einrichtungen zur Durchlochung der Patronen versehen ist. g. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Patronen gleichzeitig an zwei Stellen ober-und unterhalb des Flüssigkeitsspiegels durchlocht werden. 4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Patronen mit einem flüssigen Brennstoff und Preßgas gefüllt sind, um das Entleeren der Patronen zu beschleunigen. .
DE1914325824D 1913-01-28 1914-01-24 Vorrichtung zur Einfuehrung eines leicht zuendbaren Brennstoffes in Verbrennungskraftmaschinen Expired DE325824C (de)

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