DE326095C - Roestgutfuehrung fuer mechanische Etagenroestoefen unter Benutzung schraeger Gleitflaechen - Google Patents

Roestgutfuehrung fuer mechanische Etagenroestoefen unter Benutzung schraeger Gleitflaechen

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DE326095C
DE326095C DE1913326095D DE326095DD DE326095C DE 326095 C DE326095 C DE 326095C DE 1913326095 D DE1913326095 D DE 1913326095D DE 326095D D DE326095D D DE 326095DD DE 326095 C DE326095 C DE 326095C
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roestgutfuehrung
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    • F27B3/10Details, accessories or equipment, e.g. dust-collectors, specially adapted for hearth-type furnaces
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Description

  • Röstgutführung für mechanische Etagenröstöfen unter Benutzung schräger Gleitflächen. Bei mechanischen Etagenöfen zur Abröstung von Schwefelkies und sonstigen Schwefelverbindungen sind zum Zwecke der Flugstaubverhinderung verschiedene Einrichtungen bekanntgeworden, die jedoch ihren Zweck unvöllkommen erfüllten und sich im praktischen Betrieb nach Ansicht des Erfinders als unbrauchbar erwiesen. So z. B. ließ man das Erz durch geschlossene Trichter oder auf offene geneigte Gleitflächen rutschen, oder man ließ Erz und Heizgase durch gesonderte senkrechte Kanäle übertreten.
  • Die Durchleitung des Röstgutes durch geschlossene schräge oder .senkrechte Röhren bringt die Nachteile mit sich, daß durch anbackendes Erz nach und nach die Röhren verstopft werden, bis schließlich die Einrichtung nicht mehr ihren Zweck erfüllt, da derartige Anordnungen sich während des Betriebes nicht reinigen lassen.
  • Geneigte Gleitflächen zur Führung des Röstgutes können entweder an_dem Gewölbe oder Herd des Ofens, und zwar unbeweglich angebracht werden, oder an dem Rührmechanismus in der Weise befestigt werden, daß sie sich unter den Kiesdurchgängen bewegen. Bei der erstgenannten Ausführung können die Gleitflächen kaum ihren Zweck erfüllen, da zwischen ihrem unteren Ende und dem nächst darunter liegenden Herd ein ziemlich großer Abstand für den Durchgang der Rührarme frei bleiben muß das Röstgut kann daher nicht bis auf den Herd geführt werden, sondern muß frei fallen, was natürlich zu einer großen Staubbildung Veranlassung gibt. Außerdem wird, da diese Anordriung zu einer Verengerung des Gasdurch= gangs und damit zur Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit der Gase führt, die Gefahr der Flugstaubbildung noch vergrößert.
  • Wenn die Gleitflächen an dem Rührmecha= nismus, d. h. an der zentralen Welle des Ofens befestigt sind, müssendiese dichtunterdem0fenherde angeordnet werden, so daß die Heißgase zwischen Ofengewölbe und Gleitflächen nicht hindurchtreten können, da sonst die steigenden Gase.auf die fallenden Erze blasen und eine große Staubbildung veranlassen würden.
  • Da aber das Mauerwerk des Ofens und die Rührvorrichtung nicht gleiche Ausdehnungsmomente und nicht gleiche Bewegungen haben, führt diese Anordnung. im Betrieb zu großer Unannehmlichkeit. Wie bekannt, haben die obersten Gewölbe eines mechanischen Röstofens unter Wirkung der herrschenden hohen Temperaturen eine Tendenz sich zu heben, die untersten Gewölbe dagegen, welche nur mäßige Temperaturen zu ertragen haben, haben eine Tendenz sich zu senken, und die Ofenwelle dehnt sich ihrerseits mehr oder weniger je nach den herrschenden Temperaturen; man sieht dadurch, wie leicht große Reibungen, d. h. unnötiger Kraftverbrauch, zwischen Gewölbe und Gleitflächen hervorgerufen werden können.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Röstgutführung für mechanische Etagenöfen, welche alle erwähnten Nachteile beseitigen soll.
  • Das Wesentliche der Erfindung besteht darin, daß die für die Kiesführung vorgesehenen Gleitflächen in der Weise geteilt und angeordnet sind, daß sie jeder Ausdehnung und ungleichen Bewegung der Ofenteile nachgeben können und trotzdem eine ununterbrochene Führung des Kieses von Herd zu Herd bilden.
  • Der Erfindungsgegenstand ist durch Fig. z und 2 in einer Ausführungsform dargestellt. Fig. z zeigt eine Vorderansicht der am Rührarm a beweglich aufgehängten Gleitfläche b und der an der Ofenwelle befestigten zweiten Gleitfläche c; Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A-A der Fig. r.
  • Auf dem Rührarm a ist ein Teil d in bekannter Weise angebracht; dieser Teil ist mit zwei seitlich angeordneten Ösen e versehen, in welche die Zapfen f der Gleitfläche b in der Weise gelagert sind, daß das Gesamte eine Art Scharnier bildet. Dadurch kann die Gleitfläche b bei einem Heben bzw. Senken der Ofenwelle und Gewölbe nachgeben, was eine Reibung dieser Teile unter sich vermeidet.
  • Die Gleitfläche b führt auch eine zweite Gleitfläche c, deren Form so getroffen ist, daß das Röstgu- gleich vor den in der unteren Etage arbeitenden Rührarm geführt wird. Die zweite Gleitfläche ist an der Ofenwelle g mittels Haken h befestigt und bewegt sich innerhalb der Kiesdurchfallöffnung i. Infolge dieser Einrichtung kann sich die Ofenwelle hochheben oder das Gewölbe nachsacken, ohne daß eine Reibung zwischen beiden Teilen stattfinden kann.
  • Das Röstgut. wird durch die Gleitfläche b von dem Herd f abgenommen -und in -die zweite Gleitfläche c. rutschweise geführt und rieselt nach unten weiter, .bis es in einem ziemlich schrägen Winkel auf die Oberfläche des nächst tieferen Herdes auftrifft, ohne daß bei der Führung des Röstgutes von der einen Etage zur nächsten eine Zerstäubung desselben eintritt.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: x. Röstgutführung für mechanische Etagenröstöfen unter Benutzung schräger Gleitflächen, dadurch gekennzeichnet, daB die für die Kiesführung verwendeten Gleitflächen geteilt und in der Weise beweglich angeordnet sind, daß sie jeder ungleichen Bewegung und Ausdehnung des Rührwerks oder des Ofengewölbes nachgeben können und trotzdem. eine ununterbrochene Führung des Kieses von Herd zu Herd veranlassen.
  2. 2. Röstgutführung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Führung des Röstgutes verwendeten Gleitflächen innerhalb der Durchfallöffnungen angeordnet sind.
DE1913326095D 1913-04-06 1913-04-06 Roestgutfuehrung fuer mechanische Etagenroestoefen unter Benutzung schraeger Gleitflaechen Expired DE326095C (de)

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