DE327190C - Entfernungsmesser zum Gebrauch gegen bewegliche Ziele - Google Patents

Entfernungsmesser zum Gebrauch gegen bewegliche Ziele

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DE327190C
DE327190C DE1918327190D DE327190DD DE327190C DE 327190 C DE327190 C DE 327190C DE 1918327190 D DE1918327190 D DE 1918327190D DE 327190D D DE327190D D DE 327190DD DE 327190 C DE327190 C DE 327190C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders

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Description

  • Entfernungsmesser zum Gebrauch gegen bewegliche Ziele. Die Erfindung bezieht sich auf Entfer-_ nungsmesser, bei denen zwei an verschiedenen Stellen aufgefangene Bilder des Zieles an einer dritten-Stelle miteinander in Deckung gebracht werden müssen, um die Zielentfernung ablesen zu können. Ein solcher Entfernungsmesser kann z. B. aus zwei an den Enden einer festen Basis schwenkbar angeordneten Prismen und aus einem dazwischenliegenden Fernrohr bestehen, vor dessen Objekt eine optische Einrichtung angebracht ist, in der die von den Prismen reflektierten beiden Bilder des Zieles zur Deckung-gebracht werden können.
  • Wenn man mit einem solchen Entfernungsmesser bewegliche Ziele, wie fahrende Schiffe o. dgl., dauernd verfolgen will, ist es natürlich auch erforderlich, die Prismen oder sonstigen reflektierenden Organe fortlaufend so einzustellen, daß die reflektierten. Zielbilder vor dem Fernrohr in gegenseitiger Deckung bleiben. Zu diesem Zweck sieht man einen kontinuierlichen Antrieb für die Prismen o. dgl. vor, dessen Geschwindigkeit entsprechend der anderweitig ermittelten Annäherungs- oder Fliebgeschwindigkeit des Zieles geregelt wird.
  • Es hat sich nun herausgestellt, daß _ die Sicherheit der Beobachtung leidet, wenn die Einstellung des .Entfernungsmessers längere Zeit hindurch genau öder annähernd richtig ist. Der Beobachter erkennt dann nämlich kleinere gegenseitige Verschiebungen der beiden reflektierten Zielbilder nicht mehr und ermittelt infolgedessen falsche Entfernungswerte. Um diesen Übelstand zu vermeiden, wird erfindungsgemäß eine Einrichtung vorgesehen, welche es gestattet, die von den Prismen o. dgl. reflektierten Zielbilder vorübergehend außer Deckung zu bringen, ohne die -von dem kontinuierlichen Antrieb bewirkte fortlaufende Verstellung der Prismen dauernd zu stören. Hierzu bedient man sich zweckmäßig eines Differentialgetriebes; das in den Antrieb der Prismen des Entfernungsmessers eingreift.
  • Eine derartige Ausführungsform der Erfindung ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt, wobei jedoch der Entfernungsmesser selbst, dessen .reflektierende Organe z. B. Prismen sein mögen, nicht gezeichnet ist.
  • Ein Motor i treibt über eine Schnecke a und ein Schneckenrad 3 eine Reibungsscheibe 4 an, deren Bewegung durch ein Reibrädchen 5 auf eine zweite Reibungsscheibe 14 übertragen wird. Durch Veränderung der 'Stellung des Reibrädchens 5 läßt sich die Übersetzung zwischen _ den Scheiben 4 und 14 verändern. Die Verstellung des Reibrädchens 5 erfolgt von einer Kurbel 9 aus über ein Kegelradgetriebe 7, 8 längs einer Spindel 6, wobei jedoch die die Verschiebung des Fädchens 5 bewirkende Mutter nebst ihrer Führung (Sicherung gegen Drehen) der grö= ßeren Deutlichkeit wegen nicht dargestellt sind. Durch einen Schneckentrieb io, i i ist mit der Kurbel 9 und mit dem Reibrädchen 5 ein Zeiger 1a gekuppelt, der auf einer Skala 13 diejenige Annäherungsgeschwindigkeit des Zieles anzeigt, auf die der Antrieb der beiden Prismen des Entfernungsmessers jeweils eingestellt. ist. Die Bewegung der Reibungsscheibe 14 pflanzt sich über ein Stirnräderpaar 15, 16 und ein Kegelräderpaar 17, 18 auf eine Walze i9 fort, auf der eine Kurve in Gestalt einer Nut oder einer Erhöhung-angebracht ist. Der Verlauf dieser Kurve richtet sich nach der Art des Entfernungsmessers.. Die Kurve dient einem Stift 2o oder einer Gabel als Führung, die an einer Zahnstange 21 sitzt. Diese wird also bei einer Drehung der Walze i9 in dem einen oder anderen Sinne nach oben oder unten verschoben. Die Zahnstange 21' dreht bei ihrer Verschiebung ein Zahnrad 22, dessen Bewegung über ein Stirnräderpaar :23,24, ein Kegelrad 25 und ein Planetenrad 26 auf eine Welle 27 übertragen wird. Die Drehung der Welle 27 bewirkt die Verstellung der beiden Prismen des Entfernungsmessers. Außerdem ist mit der Welle 27 noch ein Arm verbunden, längs dessen sich ein Stein 28 verschieben kann, der in einer Spiralmit einer feststehenden Scheibe 29 geführt ist. Auf dem Stein 28 ist eine Marke angebracht, deren Stand zu einer längs der Spiralnut aufgetragenen Teilung die der jeweiligen Stellung der Prismen entsprechende Entfernung anzeigt.
  • Die Drehung des Kegelrades 18 teilt sich außer der Walze i9 auch noch zwei Geber-. svstemen einer elektrischen Fernübertragung, nämlich einem Grobgeber 36 und einem Feingeber 43 mit. Der Grobgeber 36 wird über Schnecke 30, Schneckenrad 31 und Stirnräderpaar 32, 33 angetrieben, der Feingeber 43 über Kegelräder 37, 38 und Stirnräder 39, 40. Gleichzeitig mit den Gebern werden auf deren Achsen sitzende, über Skalen 35 und 42 spielende Zeiger 34 und 41 verstellt.
  • Uni nun die Prismen während ihres Antriebes durch den Motor i willkürlich so verstellen zu können, daß die reflektierten Bilder des Zieles außer Deckung kommen, ohne dabei die fortlaufende Verstellung der Prismen durch den Motor i dauernd zu stören, ist folgende Anordnung getroffen: Mit dem Planetenrad 26 steht außer dem Kegelrad 25 auch noch ein Kegelrad 49 in Eingriff, dessen Achse 45 an ihrem freien Ende ein Handrad 44 trägt. Auf der Achse 45 sitzt ferner ein Stift 47, der durch eine Feder 46 gegen einen festen Anschlag 48 angedrückt wird, so daß das Kegelrad 49 für gewöhnlich stillsteht. Dreht man nun das Handrad 44 in- der Pfeilrichtung, wobei sich der Stift 47 von dem Anschlag 48 entfernt, so überträgt sich diese Drehung durch das Kegelrad 49, das Planetenrad 26 und die Achse. 27 auf die beiden Prismen, ohne daß dabei die durch die elektrischen Geber 36 und 43 weitergeleitete Entfernungsangabe gestört wird. Bi-im Loslassen des Handrades 44 wird d'e Achse 45 durch die Feder 46 in die Ruhelage zurückgedreht. Gleichzeitig nehmen die Prismen wieder diejenige Stellung ein, welche der gerade auf der Scheibe 29 angezeigten Entfernung entspricht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Entfernungsmesser zum Gebrauch gegen bewegliche Ziele, bei dem zwei reflektierte Bilder des Zieles durch regelbaren kontinuierlichen Antrieb der reflel_-tierenden Einrichtungen in Deckung. gehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, um die beiden reflektierten Bilder vorübergehend außer Deckung zu bringen, ohne den#kontinuierlichen Antrieb der Reflektoren zu stören.
  2. 2. Entfernungsmesser nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein in den kontinuierlichen Antrieb der Reflektoren eingreifendes Differentialgetriebe.
DE1918327190D 1918-12-22 1918-12-22 Entfernungsmesser zum Gebrauch gegen bewegliche Ziele Expired DE327190C (de)

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