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Entfernungsmesser zum Gebrauch gegen bewegliche Ziele. Die Erfindung
bezieht sich auf Entfer-_ nungsmesser, bei denen zwei an verschiedenen Stellen aufgefangene
Bilder des Zieles an einer dritten-Stelle miteinander in Deckung gebracht werden
müssen, um die Zielentfernung ablesen zu können. Ein solcher Entfernungsmesser kann
z. B. aus zwei an den Enden einer festen Basis schwenkbar angeordneten Prismen und
aus einem dazwischenliegenden Fernrohr bestehen, vor dessen Objekt eine optische
Einrichtung angebracht ist, in der die von den Prismen reflektierten beiden Bilder
des Zieles zur Deckung-gebracht werden können.
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Wenn man mit einem solchen Entfernungsmesser bewegliche Ziele, wie
fahrende Schiffe o. dgl., dauernd verfolgen will, ist es natürlich auch erforderlich,
die Prismen oder sonstigen reflektierenden Organe fortlaufend so einzustellen, daß
die reflektierten. Zielbilder vor dem Fernrohr in gegenseitiger Deckung bleiben.
Zu diesem Zweck sieht man einen kontinuierlichen Antrieb für die Prismen o. dgl.
vor, dessen Geschwindigkeit entsprechend der anderweitig ermittelten Annäherungs-
oder Fliebgeschwindigkeit des Zieles geregelt wird.
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Es hat sich nun herausgestellt, daß _ die Sicherheit der Beobachtung
leidet, wenn die Einstellung des .Entfernungsmessers längere Zeit hindurch genau
öder annähernd richtig ist. Der Beobachter erkennt dann nämlich kleinere gegenseitige
Verschiebungen der beiden reflektierten Zielbilder nicht mehr und ermittelt infolgedessen
falsche Entfernungswerte. Um diesen Übelstand zu vermeiden, wird erfindungsgemäß
eine Einrichtung vorgesehen, welche es gestattet, die von den Prismen o. dgl. reflektierten
Zielbilder vorübergehend außer Deckung zu bringen, ohne die -von dem kontinuierlichen
Antrieb bewirkte fortlaufende Verstellung der Prismen dauernd zu stören. Hierzu
bedient man sich zweckmäßig eines Differentialgetriebes; das in den Antrieb der
Prismen des Entfernungsmessers eingreift.
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Eine derartige Ausführungsform der Erfindung ist auf der Zeichnung
schematisch dargestellt, wobei jedoch der Entfernungsmesser selbst, dessen .reflektierende
Organe z. B. Prismen sein mögen, nicht gezeichnet ist.
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Ein Motor i treibt über eine Schnecke a und ein Schneckenrad 3 eine
Reibungsscheibe 4 an, deren Bewegung durch ein Reibrädchen 5 auf eine zweite Reibungsscheibe
14 übertragen wird. Durch Veränderung der 'Stellung des Reibrädchens 5 läßt sich
die Übersetzung zwischen _ den Scheiben 4 und 14 verändern. Die Verstellung des
Reibrädchens 5 erfolgt von einer Kurbel 9 aus über ein Kegelradgetriebe 7, 8 längs
einer Spindel 6, wobei jedoch die die Verschiebung des Fädchens 5 bewirkende Mutter
nebst ihrer Führung (Sicherung gegen Drehen) der grö= ßeren Deutlichkeit wegen nicht
dargestellt sind. Durch einen Schneckentrieb io, i i ist mit der Kurbel 9 und mit
dem Reibrädchen 5 ein Zeiger 1a gekuppelt, der auf einer Skala 13 diejenige Annäherungsgeschwindigkeit
des Zieles anzeigt, auf die der Antrieb der beiden Prismen des Entfernungsmessers
jeweils eingestellt.
ist. Die Bewegung der Reibungsscheibe 14 pflanzt
sich über ein Stirnräderpaar 15, 16 und ein Kegelräderpaar 17, 18 auf eine Walze
i9 fort, auf der eine Kurve in Gestalt einer Nut oder einer Erhöhung-angebracht
ist. Der Verlauf dieser Kurve richtet sich nach der Art des Entfernungsmessers..
Die Kurve dient einem Stift 2o oder einer Gabel als Führung, die an einer Zahnstange
21 sitzt. Diese wird also bei einer Drehung der Walze i9 in dem einen oder anderen
Sinne nach oben oder unten verschoben. Die Zahnstange 21' dreht bei ihrer Verschiebung
ein Zahnrad 22, dessen Bewegung über ein Stirnräderpaar :23,24, ein Kegelrad 25
und ein Planetenrad 26 auf eine Welle 27 übertragen wird. Die Drehung der Welle
27 bewirkt die Verstellung der beiden Prismen des Entfernungsmessers. Außerdem ist
mit der Welle 27 noch ein Arm verbunden, längs dessen sich ein Stein 28 verschieben
kann, der in einer Spiralmit einer feststehenden Scheibe 29 geführt ist. Auf dem
Stein 28 ist eine Marke angebracht, deren Stand zu einer längs der Spiralnut aufgetragenen
Teilung die der jeweiligen Stellung der Prismen entsprechende Entfernung anzeigt.
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Die Drehung des Kegelrades 18 teilt sich außer der Walze i9 auch noch
zwei Geber-. svstemen einer elektrischen Fernübertragung, nämlich einem Grobgeber
36 und einem Feingeber 43 mit. Der Grobgeber 36 wird über Schnecke 30, Schneckenrad
31 und Stirnräderpaar 32, 33 angetrieben, der Feingeber 43 über Kegelräder 37, 38
und Stirnräder 39, 40. Gleichzeitig mit den Gebern werden auf deren Achsen sitzende,
über Skalen 35 und 42 spielende Zeiger 34 und 41 verstellt.
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Uni nun die Prismen während ihres Antriebes durch den Motor i willkürlich
so verstellen zu können, daß die reflektierten Bilder des Zieles außer Deckung kommen,
ohne dabei die fortlaufende Verstellung der Prismen durch den Motor i dauernd zu
stören, ist folgende Anordnung getroffen: Mit dem Planetenrad 26 steht außer dem
Kegelrad 25 auch noch ein Kegelrad 49 in Eingriff, dessen Achse 45 an ihrem freien
Ende ein Handrad 44 trägt. Auf der Achse 45 sitzt ferner ein Stift 47, der durch
eine Feder 46 gegen einen festen Anschlag 48 angedrückt wird, so daß das Kegelrad
49 für gewöhnlich stillsteht. Dreht man nun das Handrad 44 in- der Pfeilrichtung,
wobei sich der Stift 47 von dem Anschlag 48 entfernt, so überträgt sich diese Drehung
durch das Kegelrad 49, das Planetenrad 26 und die Achse. 27 auf die beiden Prismen,
ohne daß dabei die durch die elektrischen Geber 36 und 43 weitergeleitete Entfernungsangabe
gestört wird. Bi-im Loslassen des Handrades 44
wird d'e Achse 45 durch die
Feder 46 in die Ruhelage zurückgedreht. Gleichzeitig nehmen die Prismen wieder diejenige
Stellung ein, welche der gerade auf der Scheibe 29 angezeigten Entfernung entspricht.