DE327251C - Einrichtung zur Aufhebung oder Verringerung der elektrostatischen Beeinflussung von Schwachstromleitungen durch benachbarte Wechselstrom-Starkstromleitungen - Google Patents

Einrichtung zur Aufhebung oder Verringerung der elektrostatischen Beeinflussung von Schwachstromleitungen durch benachbarte Wechselstrom-Starkstromleitungen

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DE327251C
DE327251C DE1919327251D DE327251DD DE327251C DE 327251 C DE327251 C DE 327251C DE 1919327251 D DE1919327251 D DE 1919327251D DE 327251D D DE327251D D DE 327251DD DE 327251 C DE327251 C DE 327251C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60MPOWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
    • B60M1/00Power supply lines for contact with collector on vehicle
    • B60M1/02Details
    • B60M1/06Arrangements along the power lines for reducing interference in nearby communication lines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ac-Ac Conversion (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Aufhebung oder Verringerung der elektrostatischen Beeinflussung von Schwachstromleitungen durch benachbarte Wechselstrom-Starkstromleitungen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Aufhebung oder Verringerung derelektrostatischenBeeinflussungvonSchwachstromleitungen durch benachbarte Starkstromleitungen. Sie gilt allgemein für Einphasenwechselstrom- oder Drehstromleitungen, sie soll jedoch vornehmlich für die Hochspannungsspeiseleitungen von elektrischen Bahnen Anwendung finden, welche am Gestänge der Bahnleitungen geführt sind, da sich hier zu- meist zahlreiche Schwachstromleitungen in geringer Nähe der Starkstromleitungen befinden, während sonst bei der Führung der Leitungen bereits auf genügenden Abstand von Schwachstromleitungen Rücksicht genommen zu werden pflegt. Diese Speiseleitungen speisen die Oberspannungsseite von Transformatorstationen oder Umformerstationen, aus denen unterspannungsseitig der eigentliche Bahnstrom als Einphasenwechselstrom, Drehstrom oder Gleichstrom entnommen wird. Trotzdem sie daher ohne Erdrückleitung, also mit. symmetrischer Spannungsverteilung gegen Erde geführt werden, können sie doch infolge des verschiedenen Abstandes der einzelnen Leiter von den Schwachstromleitungen eine erhebliche elektrostatische Einwirkung auf diese ausüben. Zur Verringerung. dieser Wirkung ist bisher Verdrillung der Leitungen verwendet worden. Diese Verdrillung bedingt unbequeme Konstruktionen, und zwar um so mehr, je höher die Betriebsspannung der . Leitung und je notwendiger demgemäß die Anwendung eines Schutzes gegen die elektrostatische Induktion ist. Erfindungsgemäß soll einfacher und besser die gewünschte Wirkung dadurch erzielt werden, daß die Spannung der Starkstromleiter gegen Erde derartig unsymmetrisch gestaltet wird, daß die den Schwachstromleitungen näher liegenden Leiter eine geringe, die weiter ab liegenden eine höhere Spannung gegen Erde besitzen, so daß die gesamte elektrostatische Wirkung des Leitungssystems auf die Schwachstromleitungen nach Möglichkeit aufgehoben wird. Zu dem Zweck kann z. B. der Symmetriepunkt des Systems, also der Scheitelpunkt eines Einphasenwechselstrom- oder der Nullpunkt eines. Drehstromsystems, unter Zwischenschaltung einer Zusatzspannung gleicher Frequenz und unveränderlicher Phasenverschiebung gegen die Netzspannung mit Erde verbunden werden. Diese Zusatzspannung besteht vorzugsweise in einer durch Transformation aus dem Netz hergeleiteten Spannung, die nach Größe und Richtung. bzw. Phase geeignet bemessen ist. Die gleiche Wirkung kann auch dadurch erzielt werden, daß ein vom Symmetriepunkt abweichender Punkt des Systems, z. $. ein solcher, -der zwischen dem Symmetriepunkt und dem. den Schwachstromleitungen zunächst liegenden Leiter gelegen ist, ohne Zwischenschaltung einer Zusatzspannung geerdet wird.
  • Beide Einrichtungen können auch in der Weise vereinigt-werden, daß ein vom Symmetriepunkt abweichender Punkt über eine .Zusatzspannung an Erde gelegt wird.
  • Wenn mehrere benachbarte Starkstrom- Leitungen vorhanden sind, so kann die Schaltung gemäß der Erfindung an jeder dieser Leitungen angebracht werden; sofern jedoch die verschiedenen Leitungen an Spannungen gleicher Frequenz und gleicher Phase oder zumindest unveränderlicher gegenseitiger Phasenverschiebung liegen (vorzugsweise -parallel geschaltete oder transformatorisch verkettete Leitungen), so genügt es auch die Einrichtung nur an einer Leitung anzubringen und die Unsymmetrie der Spannungsverteilung gegen Erde so zu regeln, daß auch die elektrostatische Beeinflussung der anderen Starkstromleitungen auf die Schwachstromleitungen hierdurch ausgeglichen wird. Hierbei können transformatorisch mit der betreffenden Starkstromleitung verkettete Leitungen auch mit Erdrückleitung versehen sein. So kann z. B. die elektrostatische Induktion einer Einphasenwechselstrom- oder Drehstromfahrleitung, für die die Fahrschienen als Rückleitung dienen, auf Schwachstromleitungen durch eine gemäß der Erfindung an den Hochspannungsspeiseleitungen angebrachte Schaltung ausgeglichen werden und hierdurch die Führung des bekannten vGegenspannungsdrahtes«, der auf ein zur Fahrleitung entgegengesetztes Potential geladen ist, erpart werden.
  • Zur Erläuterung der Erfindung sind auf der Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i eine Anordnung für ein Einphasenwechselstromsystem, bei welcher der Symmetriepunkt über eine Zusatzspannung geerdet ist, Fig. 2 eine Anordnung für ein Drehstromsystem, bei der der Symmetriepunkt über eine Zusatzspannung geerdet ist, Fig. 3 eine Anordnung für ein Einphasenwechselstromsystem, .bei -der ein vom Symmetriepunkt abweichender Punkt unmittelbar geerdet ist.
  • Fig. 4 eine Anordnung für ein Drehstromsystem, bei der ein vom Symmetriepunkt abweichender Punkt unmittelbar geerdet ist, Fig. 5 eine Anordnung für ein Einphasenwechselstromsystem, bei der neben den Hauptleitungen benachbarte Starkstromleitungen angeordnet sind, wobei die Erdverbindung so gelegt ist, daß zugleich der Einfluß sämtlicher Leitungen auf die Schwachstromleitungen aufgehoben wird.
  • In den Figuren bedeuten a1, a2, a3.. .die einzelnen Leiter des Starkstromsystems, b die Gesamtheit der in der Nähe angeordneten Schwachstromleitungen, c einen Stromerzeuger für Einphasenwechselstrom bzw. Drehstrom, der entweder direkt, oder unter Zwischenschaltung eines Transformators k die Leiter ä1, a2, a3 ... speist. Parallel zu diesen Leitern ist in den Fig. i und 2 ein Transformator d, in den Fig. 3 und q. eine Drosselspule oder ein Widerstand e angeordnet, dessen Symmetriepunkt (Scheitelpunkt des Einphasenwechselstrom- oder Nullpunkt des Drehstromsysteins) mit f bezeichnet ist, während g einen vom Symmetriepunkt abweichenden Punkt des Systems bedeutet.
  • In Fig. i wird die mit einem Pol an Erde k gelegte Unterspannungswicklung des Transformators d auf der anderen Seite so mit dem Scheitelpunkt f verbunden, daß ihre Spannung auf den.Leiter a2 in demselben Sinne, dagegen auf den Leiter a1 in dem entgegengesetzten Sinne einwirkt, wie die Spannung der Maschine c. Die Spannung des Leiters a1 gegen Erde wird demgemäß um den Betrag der Sekundärspannung des Transformators gegen Erde verringert, die Spannung des Leiters a2 gegen Erde entsprechend erhöht. Die Größe der Sekundärspannung des Transformators ist je nach der Verschiedenheit der Entfernung der Leiter a1 und a2 von den Schwachstromleitungen b verschieden zu bemessen.
  • In ähnlicher Weise wird bei der in Fig. 2 dargestellten Drehstromanlage zwischen dem Nullpunkt f des Systems und Erde h eine Drehstromzusatzspannung eingeschaltet, der, wie angedeutet, z. B. durch die Zusammenfassung der Teile von zwei Unterspannungswicklungen verschiedener Phase, eine beliebige Phasenverschiebung gegen die zwischen den Leitern al, a2, a3 und dem Nullpunkt f herrschenden Spannungen erteilt werden kann. Zur Erzielung einer geeigneten Unsymmetrie gegen Erde ist in. den Fig. 3 und 4 der Anschlußpunkt g für die Erdleitung zwischen Symmetriepunkt und dem der Schwachstromleitung am nächsten gelegenen Starkstromleiter angeordnet und direkt ohne Anwendung einer Zusatzspannung an Erde h gelegt.
  • In Fig. 5 ist der Wechselstromgenerator c über einen Transformator k, der die Spannung der Maschine auf die für die Übertragung zu den Unterstationen erforderliche Hochspannung herauftransformiert, an die beiden Leitungen a1 und a2 angelegt. P sind die Transformatoren der Unterstationen, welche die Hochspannung auf die für den Bahnbetrieb erforderliche Spannung umformen. q ist die Fahrleitung -und y die Schienenrückleitung. Die Erdverbindung: m ist gemäß der Zeichnung an der Sekundärseite des Transformators k angeschlossen, und zwar direkt an den vom Symmetriepunkt f abweichenden Punkt - g. Sie kann aber ebenso an einen oder mehrere andere Transformatoren oder Meßtransformatoren, oder durch Bildung eines künstlichen Nullpunktes, sowie unter Verwendung einer Zusatzspannung gemäß den früheren Beispielen ausgeführt werden. Bei dieser Anordnung soll die Lage des Punktes g zum Scheitelpunkt f der Transformatorwicklung so gewählt sein, daß nicht nur eine verschiedene elektrostatische Einwirkung der Leiter a1 und a2 der Hochspannungsleitung, sondern auch die elektrostatische Induktion der Fahrleitung q auf die Schwachstromleitungen b ausgeglichen wird. Diese Wirkung ist erreichbar, da die Spannung der Fahrleitung; als mit der Hochspannung transformatorisch verkettet,- von gleicher Frequenz und praktisch gleicher oder uni i8o° gegen diese versetzter Phase ist.
  • Überhaupt stellen die Zeichnungen nur Ausführungsbeispiele dar; denn es sind mit den bekannten Schaltungen von Transformatoren, Drosselspulen, Widerständen, Induktionsreglern mannigfaltige Abänderungen erzielbar, welche ermöglichen, die Phase der aufgedrückten Zusatzspannung und die" Lage des Anschlußpunktes für die Erdverbindung im System beliebig zu ändern. Für die Ausführung der Schaltungen können entweder besondere Transformatoren, Drosselspulen oder Widerstände an das Netz angeschlossen werden, oder es können die Wicklungen von ohnedies angeschlossenen Transformatoren, Meßwandlern oder auch die der Stromerzeuger hierfür benutzt werden. Hierbei können auch in bekannter Weise in die Erdleitung Widerstände oder Erdungsdrosselspulen zu bekannten Zwecken eingeschaltet werden, ebenso können bekannte sonstige Einrichtungen zur Verminderung der elektromagnetischen Induktion und bekannte sonstige Einrichtungen zur Aufhebung einer verbleibenden elektrostatischen Induktion gleichzeitig .Verwendung finden.
  • In allen Fällen kann die Zusatzspannung sowie die Lage des Anschlußpunktes für die Erdleitung durch eines der -bekannten Mittel, wie Anzapfungen, Induktionsregler usw., einstellbar und je nach wechselnden Betriebsbedingungen regelbar gemacht werden.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Einrichtung zur Aufhebung oder Verringerung der elektrostatischen Beeinflussung von Schwachstromleitungen durch benachbarte Wechselstrom- oder Drehstrom-Starkstromleitungen, die ohne Erdrückleitung arbeiten, deren einzelne Leiter jedoch durch ihre verschiedene Lage und Entfernung zu den Schwachstromleitungen auf diese verschieden stark einwirken, dadurch -gekennzeichnet, daß geeignete Punkte des Starkstromsystems mit der Erde unmittelbar oder unter Einschaltung von Zusatzspannungen verbunden werden, so daß dem System eine Unsymmetrie der Spannungsverteilung gegen Erde .aufgezwungen wird, welche die durch die räumliche Unsymmetrie entstehenden Beeinflussungen der. Schwachstromleitungen durch verschieden große elektrostatische Induktion möglichst ausgleicht.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Scheitelpunkt bzw. Nullpunkt des Wechselstrom- oder Drehstromsysteins mit Erde verbunden und in diese Verbindungsleitung eine Zusatzspannung gleicher Frequenz und unveränderlicher Phase gegenüber der Netzspannung (vorzugsweise eine aus dem System durch Transformation erzeugte Spannung) eingeschaltet wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Scheitelpunkt bzw. Nullpunkt abweichender Punkt des Wechselstrom- oder Drehstromsystems direkt oder unter Zwischenschaltung einer Zusatzspannung mit Erde verbunden wird. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die unsymmetrische Spannungsverteilung des Starkstromsystems gegen Erde so bemessen wird, daß hierdurch zugleich die elektrostatische Beeinflussung der Schwachstromleitungen durch andere benachbarte Starkstromleitungen, die mit der ersten parallel geschaltet oder transformatorisch verkettet sind, und in letzterem Falle auch mit Erdrückleitung versehen sein können, aufgehoben oder verringert wird. . g. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung durch eine der bekannten Mittel, wie Anzapfungen an Transformatoren, Induktionsregler usw. einstellbar und mit Veränderung- der Betriebsbedingungen regelbar gemacht wird.
DE1919327251D 1919-11-12 1919-11-12 Einrichtung zur Aufhebung oder Verringerung der elektrostatischen Beeinflussung von Schwachstromleitungen durch benachbarte Wechselstrom-Starkstromleitungen Expired DE327251C (de)

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