DE328094C - Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Zementbrennoefen mit geballtem Rohgut - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Zementbrennoefen mit geballtem Rohgut

Info

Publication number
DE328094C
DE328094C DE1917328094D DE328094DD DE328094C DE 328094 C DE328094 C DE 328094C DE 1917328094 D DE1917328094 D DE 1917328094D DE 328094D D DE328094D D DE 328094DD DE 328094 C DE328094 C DE 328094C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
screw
mixing screw
fuel
chute
addition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1917328094D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HEINRICH HOHNEMEIER
Original Assignee
HEINRICH HOHNEMEIER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HEINRICH HOHNEMEIER filed Critical HEINRICH HOHNEMEIER
Application granted granted Critical
Publication of DE328094C publication Critical patent/DE328094C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/38Preparing or treating the raw materials individually or as batches, e.g. mixing with fuel
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D3/00Charging; Discharging; Manipulation of charge
    • F27D3/0033Charging; Discharging; Manipulation of charge charging of particulate material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

. |ΤβιβΤιοτη:ε;Π)
; tv- 4
AUSGEGEBEN
AM 22. OKTOBER 1920
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Beschicken von Zementbrennöfen mit geballtem Rohgut aus feingemahlenen Rohstoffen mit Kohle- oder Kokszusatz unter Beigäbe geringer Mengen Flüssigkeit, welche in einer Mischschnecke üblicher Bauart oder einer gleichwertigen Vorrichtung in bekannter Weise leicht vorgeballt werden, und ist dadurch gekennzeichnet, daß das so vorgeballte Gut durch
ίο Abrollenlassen auf geeigneten Gleitflächen noch nachgeballt und dann unmittelbar dem Ofen zugeführt wird.
- Zwar ist ein Vor- und Nachballen von mehligen Rohstoffen mit Kohle u. dgl.- in einer Mischschnecke bereits bekannt. Das Neue der Erfindung wird aber darin erblickt, daß zum Vor- und Nachballen zwei verschiedene Vorrichtungen dienen, von denen die zweite ein Abrollen bewirkt.
Um die Ballengröße regeln und auch den Brennstoff- sowie Rohmehlgehalt beliebig abändern zu können, kann man beim Übertritt des Gutes von der Mischschnecke auf das Nachrollgerät losen Brennstoff oder Rohgutmehl oder beides gemischt zugeben. Außerdem läßt sich eine weitere Nässeeinrichtung an der Ubergangs- oder Eintrittsstelle zur Nachballeinrichtung vorsehen.
Zur Beschickung von Zementbrennöfen, wie
Drehrohr-, Schacht- o. dgl. öfen, wurde bereits vorgeschlagen, Brennstoff in Form von kleinen Stücken in einer geschlossenen Trommel mit Rohmehl unter Zugabe von wenig Wasser so lange umlaufen zu lassen, bis die einzelnen Brennstoffstücke mit Rohmehl umkleidet und zu ballenförmigen Körpern angewachsen waren. Ein Hauptfehler dieser Arbeitsweise lag darin, daß das Rohgut um einen festen Brennstoffkern herumgekollert wurde und keine gleichmäßige Durchsetzung der erzeugten Ballen mit Brennstoff erreicht wurde. Außerdem wickelte sich der Vorgang in einer geschlossenen Trommel ab, die nur mit größeren Pausen das geballte Gut lieferte.
Die angedeutete bekannte Arbeitsweise vernachlässigte ebenso wie die frühere Beschickung der Öfen mit gepreßtem Gut die für den Ofenbetrieb vorteilhafte poröse Struktur des Beschickungsgutes. Bei den Preßkörpern wurde der Hauptteil etwa noch im Preßling vorhandener Luft unter dem hohen Stempeldruck herausgedrückt, während die kleinen Ballen infolge des den Brennstoff fest umschließenden Feinrohmehls ebenfalls keine gute Belüftung dieser kleingerollten Beschickungskörper zulassen. Ein weiterer Fehler der Beschickung mit stückigem Brennstoff hegt darin, daß letzterer bei der Sinterung des Rohgutes niemals völlig ausbrennt, sondern das Endprodukt durch unverbrannten Brennstoff verunreinigt.
Bei der Erfindung werden die angegebenen Nachteile dadurch vermieden, daß Brennstoff und Rohmehl in einer gebräuchlichen Mischschnecke in bekannter Weise mit wenig Flüssigkeitszugabe so weit vorgeballt werden, daß sich zunächst lose ballenförmige Körper bilden, die dann später durch einfaches Nachrpllen soweit verfestigt werden, daß sie beim Abfallen in den Ofen nicht mehr auseinandergehen und auch die Sinterzone in stückiger Form erreichen. Die bei den Zementrohstoffpreßlingen vorhandene feste Haut fehlt, und die unter der Schneckenwirkung durch Einarbeiten von Luft äußerst porös gestalteten eigenartigen Formlinge begünstigen Zug- und Feuerverhältnisse des Ofens außerordentlich. Die Belüftung und Porösge-

Claims (9)

staltüng der Ballen kann noch dadurch gefördert . Werden, daß man als Brennstoff Koksklein oder Ivoksmehl nimmt und der Schnecke künstlich einen Luftüberschuß zuführt, indem man das Schneckengehäuse ganz oder teilweise einkapselt und Luft in das Gehäuse einbläst, oder die Schneckenwelle hohl gestaltet und Preßluft durch entsprechende Löcher in das Mischgut eintreten läßt. ο Eine geeignete Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens kann sich beispielsweise aus einer üblichen offenen Mischschnecke, in welcher das Gut vorgeballt wird, und einer sich an diese anschließenden umlaufenden Trommel, die die lockeren Körper nachballt und sie über eine Fördereinrichtung hinweg oder unmittelbar in den Ofen bzw. in mehrere öfen verteilt, zusammensetzen. Die' Mischschnecke kann unmittelbar in die Trommel abwerfen oder aber ο mittels einer Rutsche an diese angeschlossen sein. Unter Umständen genügt überhaupt eine einfache längere Rutschfläche, auf welcher die losen Ballen entlangrollen, um das Nachballen zu bewirken. Statt der Trommel kann auch eine Schüttelrutsche genommen werden. Die gleichen Dienste verrichtet ferner ein schräg gelagertes Transportband, welches der Laufrichtung des Gutes, entgegen bewegt wird. Die letztgenannte Bewegungsart kann der Schüttel- > rutsche ebenfalls gegeben werden. Um jeweils ' ein festeres oder loseres Zusammenballen oder die Bildung größerer oder kleinerer Körper in der Mischschnecke zu erzielen, kann die Mischschnecke auch mit sich stufenförmig erweitern- | den oder verengenden Gängen ausgebildet sein. | Der Schneckenrumpf ■wird dann der abgeän- \ derten Schneckenanordnung angepaßt. Außer der bereits genannten Belüftung des Beschickungsgutes, die eine günstige Feuerführung gewährleistet, besteht der Vorteil des neuen Verfahrens in der Anwendung einer äußerst einfachen Beschickungseinrichtung, die nur wenig Antriebskraft wie Bewachung, und neben geringen Anschaffungskosten wenig Unterhal- ; tungskosten erfordert. I Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine An- j lage zur Ausübung des neuen Verfahrens zwecks j Beschickung von Schachtofen dargestellt. j Das Mischgut (das Rohmehl sowie der Brennstoff)wird in die übliche Mischschnecke α eingegeben, gelangt leicht angeballt über die Rutsche b hinweg in die umlaufende Trommel c und wird hier je nach Schräglagerung der letzteren beliebig fest nachgebaut. In die Rinne b münden außerdem besondere Zuführungsrohre d ! und e für losen Brennstoff und trockenes Mehl, i Ferner ist eine Spritzvorrichtung f vorgesehen. I Am Austrittsende der Trommel c nimmt ein > Förderband ;,' die ballenförmigen Körper ab und leitet sie mit Hilfe von Zuführungsrutschen h in die Schachtöfen i, an deren Stelle auch Drehrohröfen treten können. Auf der Eintrittsseite für das Mischgut ist am Schneckenkasten a noch ein besonderes Luftzuführungsrohr k angeordnet. Pa te xt- Ansprüche:
1. Verfahren zum Beschicken von Zementbrennöfen mit geballtem Rohgut aus fein gemahlenen Rohstoffen mit Kohle- oder Kokszusatz unter Beigabe geringer Mengen Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut; welches in bereits bekannter Weise · leicht geballt ist, durch Abrollenlassen auf geeigneten Gleitfiächen noch nachgeballt und unmittelbar dem Ofen zugeführt wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das nachballende Gut angenetzt wird.
j. Ausfürhungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in das zu ballende Gut Druckluft eingeführt wird.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Mischschnecke (a) üblicher Bauart zum Vorballen und eine sich daran anschließende umlaufende Trommel (c) ·» oder eine Schüttelrutsche o. dgl. zum Nachballen des Gutes, von welch letzterer es mittels einer bekannten Fördereinrichtung unmittelbar in den Ofen (i) gelangt oder in die öfen verteilt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch S5 gekennzeichnet, daß als Xachballvorrichtung ein Transportband, eine Schüttelrutsche
o. dgl. dient, das schräg gelagert ist und der Laufrichtung des Gutes entgegenarbeitet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Mischschnecke (a) mit sich stufenförmig erweiternden oder verengenden Gängen und Rumpf.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine sich an die bekannte kurze Mischschnecke (a) anschließende einfache lange, schwach geneigte Rutsche (δ).
8. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 7, gekennzeichnet durch eine geschlossene Mischschnecke (ti) mit Lufteinblaseeinrichtung (A).
9. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem bekannten kurzen Schneckenmischer (a) und der Nachfüllvorrichtung (c) gesonderte Rohmehl-, Brennstoff- und Flüssigkeitszuführungsrohre (J, c, f) angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1917328094D 1917-05-23 1917-05-23 Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Zementbrennoefen mit geballtem Rohgut Expired DE328094C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE328094T 1917-05-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE328094C true DE328094C (de) 1920-10-22

Family

ID=6185640

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1917328094D Expired DE328094C (de) 1917-05-23 1917-05-23 Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Zementbrennoefen mit geballtem Rohgut

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE328094C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE843378C (de) * 1949-11-15 1952-08-14 Arno Andreas Vorrichtung zum Granulieren von mehlfoermigen oder griessigen Massenguetern
DE767143C (de) * 1935-02-01 1952-09-08 Fried Krupp Fa Verfahren zum Vorbereiten von Feinmehl zum Sintern
DE1028345B (de) * 1955-03-18 1958-04-17 Skf Svenska Kullagerfab Ab Beschickungsvorrichtung fuer Schachtoefen

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767143C (de) * 1935-02-01 1952-09-08 Fried Krupp Fa Verfahren zum Vorbereiten von Feinmehl zum Sintern
DE843378C (de) * 1949-11-15 1952-08-14 Arno Andreas Vorrichtung zum Granulieren von mehlfoermigen oder griessigen Massenguetern
DE1028345B (de) * 1955-03-18 1958-04-17 Skf Svenska Kullagerfab Ab Beschickungsvorrichtung fuer Schachtoefen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2513082A1 (de) Verdichtetes gemenge zum einlegen in eine glasschmelzwanne, und verfahren zum beschicken einer glasschmelzwanne mit verglasbarem gemenge
DE4325726A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Mineralwolle unter Verwendung von Mineralwolleabfällen als Recyclingrohstoff
DE2606926A1 (de) Verfahren zum herstellen von als pellets vorbehandelten chargen bei der herstellung von glas
DE1508062B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines ueberwiegend aus Dicalciumferrit (2CaO?Fe2O3) bestehenden Sinterpoduktes
DE2040811B2 (de) Verfahren zum Herstellen von reduzierten Eisenerzpellets
DE328094C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Zementbrennoefen mit geballtem Rohgut
DE829302C (de) Verfahren zur Herstellung von Metallschwamm
DE2743282A1 (de) Waelzverfahren zur verfluechtigung von zink und blei aus eisenoxydhaltigen materialien
DE1642920A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung kalzinierter Mineralerzflocken
DE901059C (de) Verfahren und Vorrichtug zur Herstellung von Agglomeraten aus feinkoernigen Rohstoffen, insbesondere aus Eisenerzen
DE2145352A1 (de) Verfahren zur Herstellung von ErzPellets
DE698732C (de) Verfahren zum gleichzeitigen unmittelbaren Herstellen von Eisen oder seinen Legierungen und von Zement oder hydraulischem Kalk und Drehofen zu seiner Ausfuehrung
DE1101465B (de) Verfahren zum trockenen Reduzieren von Eisenoxyd zu Eisenschwamm oder koernigen Massen ohne Schmelzen oder Sintern der Beschickung
WO1979000277A1 (fr) Procede et dispositif pour la fabrication de coke
DE1583862C3 (de) Verfahren zum Rösten von feinkörnigem Eisensulfidmaterial in einem Wirbelschichtofen
DE2361742B2 (de) Verfahren und anlage zur rueckgewinnung von eisenhaltigen abfallprodukten bei der eisenverhuettung
DE3420498C2 (de)
AT122157B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Brennen von Zement mit Granulierung des Rohstoffes vor dem Brennen.
AT142414B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Körnung von feinem Gut durch Anlagern des Gutes an stückige angefeuchtete Kerne.
DE484288C (de) Vorbereitung von feinem zinkhaltigem Material fuer die Totroestsinterung
DE1771160C (de) Verfahren zur Herstellung von Koks Formkorpern
DE685868C (de) Verfahren und Anlage zum Sintern von Erzen und anderen Stoffen
AT127388B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zement in Drehofen.
DE1571646C3 (de) Verfahren zur Herstellung von metallurgischem Koks
DE1508062C (de) Verfahren zur Herstellung eines über wiegend aus Dicaiciumfemt (2 CaO Fe tief 2 O tief 3) bestehenden Sinterproduktes