DE328094C - Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Zementbrennoefen mit geballtem Rohgut - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Zementbrennoefen mit geballtem RohgutInfo
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Description
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; tv- 4
AUSGEGEBEN
AM 22. OKTOBER 1920
AM 22. OKTOBER 1920
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Beschicken von Zementbrennöfen
mit geballtem Rohgut aus feingemahlenen Rohstoffen mit Kohle- oder Kokszusatz unter Beigäbe
geringer Mengen Flüssigkeit, welche in einer Mischschnecke üblicher Bauart oder einer
gleichwertigen Vorrichtung in bekannter Weise leicht vorgeballt werden, und ist dadurch gekennzeichnet,
daß das so vorgeballte Gut durch
ίο Abrollenlassen auf geeigneten Gleitflächen noch
nachgeballt und dann unmittelbar dem Ofen zugeführt wird.
- Zwar ist ein Vor- und Nachballen von mehligen Rohstoffen mit Kohle u. dgl.- in einer
Mischschnecke bereits bekannt. Das Neue der Erfindung wird aber darin erblickt, daß zum
Vor- und Nachballen zwei verschiedene Vorrichtungen dienen, von denen die zweite ein Abrollen
bewirkt.
Um die Ballengröße regeln und auch den Brennstoff- sowie Rohmehlgehalt beliebig abändern
zu können, kann man beim Übertritt des Gutes von der Mischschnecke auf das Nachrollgerät
losen Brennstoff oder Rohgutmehl oder beides gemischt zugeben. Außerdem läßt sich
eine weitere Nässeeinrichtung an der Ubergangs- oder Eintrittsstelle zur Nachballeinrichtung vorsehen.
Zur Beschickung von Zementbrennöfen, wie
Drehrohr-, Schacht- o. dgl. öfen, wurde bereits vorgeschlagen, Brennstoff in Form von kleinen
Stücken in einer geschlossenen Trommel mit Rohmehl unter Zugabe von wenig Wasser so
lange umlaufen zu lassen, bis die einzelnen Brennstoffstücke mit Rohmehl umkleidet und
zu ballenförmigen Körpern angewachsen waren. Ein Hauptfehler dieser Arbeitsweise lag darin,
daß das Rohgut um einen festen Brennstoffkern herumgekollert wurde und keine gleichmäßige
Durchsetzung der erzeugten Ballen mit Brennstoff erreicht wurde. Außerdem wickelte sich
der Vorgang in einer geschlossenen Trommel ab, die nur mit größeren Pausen das geballte Gut
lieferte.
Die angedeutete bekannte Arbeitsweise vernachlässigte ebenso wie die frühere Beschickung
der Öfen mit gepreßtem Gut die für den Ofenbetrieb vorteilhafte poröse Struktur des Beschickungsgutes.
Bei den Preßkörpern wurde der Hauptteil etwa noch im Preßling vorhandener
Luft unter dem hohen Stempeldruck herausgedrückt, während die kleinen Ballen infolge
des den Brennstoff fest umschließenden Feinrohmehls ebenfalls keine gute Belüftung
dieser kleingerollten Beschickungskörper zulassen. Ein weiterer Fehler der Beschickung mit
stückigem Brennstoff hegt darin, daß letzterer bei der Sinterung des Rohgutes niemals völlig
ausbrennt, sondern das Endprodukt durch unverbrannten Brennstoff verunreinigt.
Bei der Erfindung werden die angegebenen Nachteile dadurch vermieden, daß Brennstoff
und Rohmehl in einer gebräuchlichen Mischschnecke in bekannter Weise mit wenig Flüssigkeitszugabe
so weit vorgeballt werden, daß sich zunächst lose ballenförmige Körper bilden, die
dann später durch einfaches Nachrpllen soweit verfestigt werden, daß sie beim Abfallen in den
Ofen nicht mehr auseinandergehen und auch die Sinterzone in stückiger Form erreichen. Die
bei den Zementrohstoffpreßlingen vorhandene feste Haut fehlt, und die unter der Schneckenwirkung
durch Einarbeiten von Luft äußerst porös gestalteten eigenartigen Formlinge begünstigen
Zug- und Feuerverhältnisse des Ofens außerordentlich. Die Belüftung und Porösge-
Claims (9)
1. Verfahren zum Beschicken von Zementbrennöfen mit geballtem Rohgut aus fein
gemahlenen Rohstoffen mit Kohle- oder Kokszusatz unter Beigabe geringer Mengen Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gut; welches in bereits bekannter Weise · leicht geballt ist, durch Abrollenlassen auf
geeigneten Gleitfiächen noch nachgeballt und unmittelbar dem Ofen zugeführt wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das nachballende Gut angenetzt wird.
j. Ausfürhungsform des Verfahrens nach
Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in das zu ballende Gut Druckluft eingeführt
wird.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet
durch eine Mischschnecke (a) üblicher Bauart zum Vorballen und eine sich
daran anschließende umlaufende Trommel (c) ·» oder eine Schüttelrutsche o. dgl. zum Nachballen
des Gutes, von welch letzterer es mittels einer bekannten Fördereinrichtung unmittelbar
in den Ofen (i) gelangt oder in die öfen verteilt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch S5 gekennzeichnet, daß als Xachballvorrichtung
ein Transportband, eine Schüttelrutsche
o. dgl. dient, das schräg gelagert ist und der Laufrichtung des Gutes entgegenarbeitet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Mischschnecke (a) mit
sich stufenförmig erweiternden oder verengenden Gängen und Rumpf.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine sich an die bekannte
kurze Mischschnecke (a) anschließende einfache lange, schwach geneigte Rutsche (δ).
8. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 7, gekennzeichnet durch eine geschlossene Mischschnecke
(ti) mit Lufteinblaseeinrichtung (A).
9. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
bekannten kurzen Schneckenmischer (a) und der Nachfüllvorrichtung (c) gesonderte Rohmehl-,
Brennstoff- und Flüssigkeitszuführungsrohre (J, c, f) angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE328094T | 1917-05-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE328094C true DE328094C (de) | 1920-10-22 |
Family
ID=6185640
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1917328094D Expired DE328094C (de) | 1917-05-23 | 1917-05-23 | Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Zementbrennoefen mit geballtem Rohgut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE328094C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE843378C (de) * | 1949-11-15 | 1952-08-14 | Arno Andreas | Vorrichtung zum Granulieren von mehlfoermigen oder griessigen Massenguetern |
| DE767143C (de) * | 1935-02-01 | 1952-09-08 | Fried Krupp Fa | Verfahren zum Vorbereiten von Feinmehl zum Sintern |
| DE1028345B (de) * | 1955-03-18 | 1958-04-17 | Skf Svenska Kullagerfab Ab | Beschickungsvorrichtung fuer Schachtoefen |
-
1917
- 1917-05-23 DE DE1917328094D patent/DE328094C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767143C (de) * | 1935-02-01 | 1952-09-08 | Fried Krupp Fa | Verfahren zum Vorbereiten von Feinmehl zum Sintern |
| DE843378C (de) * | 1949-11-15 | 1952-08-14 | Arno Andreas | Vorrichtung zum Granulieren von mehlfoermigen oder griessigen Massenguetern |
| DE1028345B (de) * | 1955-03-18 | 1958-04-17 | Skf Svenska Kullagerfab Ab | Beschickungsvorrichtung fuer Schachtoefen |
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