DE328162C - - Google Patents
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- DE328162C DE328162C DENDAT328162D DE328162DA DE328162C DE 328162 C DE328162 C DE 328162C DE NDAT328162 D DENDAT328162 D DE NDAT328162D DE 328162D A DE328162D A DE 328162DA DE 328162 C DE328162 C DE 328162C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/16—Asynchronous induction motors having rotors with internally short-circuited windings, e.g. cage rotors
- H02K17/18—Asynchronous induction motors having rotors with internally short-circuited windings, e.g. cage rotors having double-cage or multiple-cage rotors
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Motor And Converter Starters (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 26. OKTOBER 1920
AM 26. OKTOBER 1920
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIiFT
- M 328162 KLASSE 21 d GRUPPE 40
Franklin Punga in Aismannsdorf b. Neustadt, OrIa, Thür.
Wechselstrommotor für Ein- und Mehrphasenstrom mit gesonderter Anlaßwicklung
und nach dem Anlassen zuzuschaltender Laufwicklung im Rotor.
Gegenstand der Erfindung ist ein Wechselstrommotor für Ein- oder Mehrphasen-■
strom, bei dem zwecks Ersparung der Schleifringe und des Anlassers zwei verschiedene
Wicklungen in dem Rotor eingebaut sind, und zwar eine Wicklung, die dauernd kurzgeschlossen bleibt und mit
relativ hohem Ohmschen Widerstände versehen ist (Anla-ßwicklung), und eine zweite
ίο Wicklung mit relativ niedrigem Ohmschen
Widerstände, die erst nach dem Anlassen durch eine besondere Schaltvorrichtung
kurzgeschlossen wird (Laufwicklung). Bei diesen an sich bekannten Motoren hat sich
zwecks \7erringerung des Stromstoßes beim
Einschalten die Erzeugung einer großen Selbstinduktion im Rotor als notwendig herausgestellt.
Nach vorliegender Erfindung wird diese Selbstinduktion durch Vergrößerung der
doppelt verketteten Streuung (s. Rogowski und Simons, Elektrotechnische
Zeitschrift 1908, S. 535 und 564, und Punga, Archiv für Elektrotechnik,
Band VIl, ι ι. und 12. Heft) erzeugt, während
bei bekannten Ausführungen diese Selbstinduktion durch Vergrößerung der einfach verketteten Streuung erzielt wird.
Die Vergrößerung der doppelt verketteten Streuung wird dadurch erreicht, daß eine
bedeutend größere Anzahl der Rotornuten für das normale Laufen als für das Anlassen
des Motors nutzbar gemacht werden, mit Rücksicht darauf, daß die Größe der doppelt
verketteten Streuung von der Nutenzahl abhängt. Diese verschiedene Nutzbarmachung
der Nuten für das normale Laufen und das Anlassen wird am besten dadurch erreicht,
daß die Anlaßwicklung nur in einem Teil der Rotornuten untergebracht wird.
Dem Sinne nach gleichbedeutend mit dieser Unterbringung der Anlaßwicklung würde
natürlich eine Anordnung sein, bei der zwar in allen Nuten Teile der Anlaßwicklung liegen,
aber in einigen nur sehr geringe Teile, z. B. eine kleine Anzahl Windungen, in den
anderen dagegen die Hauptteile, z. B. eine große Anzahl Windungen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt, wobei Fig. 1
und 2 zwei verschiedene Arten der Rotornuten und der Unterbringung der Wicklungen
in diesen Nuten zeigen, während Fig. 3 die Wicklungen in Verbindung mit dem
Schalter darstellt.
Die Wicklung α ist die Laufwicklung, die erst nach dem Anlassen in Tätigkeit treten
soll und durch eine der bekannten Kurzschlußvorrichtungen d eingeschaltet wird.
l^ür die Anlaßwicklung ist beispielsweise ein
Käfiganker mit Stäben b dargestellt, der für relativ große Schlüpfung bei normaler Last
entworfen ist. Die Wicklungen b sind, wie Fig. ι und 2 zeigen, nicht in allen Nuten des
Rotors, sondern nur in einem Teil derselben, beispielsweise in jeder zweiten Nut vorgesehen.
Es erscheint am zweckmäßigsten, die j Wicklung σ in der Nähe des Luftspaltes und ;
die Wicklung b am Boden der Nuten zu : gruppieren, damit die einfach verkettete ;
Streuung ebenfalls beim Anlassen stärker ausfällt als beim Lauf.
Man kann die Rotornuten entweder, wie
ίο Fig. ι zeigt, alle gleichmäßig ausstanzen und
dann mit Vorteil den freibleibenden Teil c der Nuten, die keine Anlaßwicklung enthalten,
zur Ventilation benutzen, oder aber, wenn man auf diese Ventilation verzichten will, stanzt man nur die für die Wicklungen
tatsächlich verwendeten Nuten aus, wie Fig. 2 zeigt.
Die in Fig. 2 dargestellte Nutenform ergibt neben der Erhöhung der doppelt verketteten
Streuung einen weiteren Vorteil. Die Konzentration der Amperestäbe in einer kleineren Anzahl von Nuten bewirkt nämlich
eine beträchtliche Vergrößerung des Wirbelstromverlustes in der Wicklung α beim Anlaufen,
eine Erscheinung, die günstig für das Anlaufen ausgenutzt werden kann, weil der Widerstand der Rotorwicklung in dem Maße,
wie sich die Tourenzahl dem Synchronismus nähert, kleiner wird.
Die Stäbe b liegen entweder ohne Isolation oder mit einer äußerst geringen Isolation
fest in den Nuten, so daß die erzeugte Wärme leicht an den Eisenkörper des Rotors
abgegeben werden kann. Die Verbindung der Stäbe mit den Endringen soll vorzugsweise
durch Schweißen geschehen, damit eine Lösung einer Verbindung im Betriebe
so gut wie ausgeschlossen erscheint. Am besten werden zu den Endringen die normalen
Preßscheiben des Rotors benutzt, weil auf diese Weise eine Verbilligung der Konstruktion
möglich ist. Bei Verwendung von eisernen Preßscheiben und eisernen Stäben kann man auch mit Vorteil von dem Skineffekt
solcher Scheiben Gebrauch machen.
Statt Lauf- und Anlaßwicklung, wie dargestellt, in gemeinsamen Nuten' unterzubringen,
kann man sie auch in verschiedenen Nuten nebeneinander anordnen. In diesem Falle würde die Anlaßwicklung auch während
des Laufens noch wirksam bleiben, was bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Anordnung
nur zum geringen Teil der Fall ist.
Bei größeren Drehstrommotoren ergibt sich ein Vorteil, wenn man die angegebene Schaltungsweise mit der Stern-Dreieck-Schaltung des Stators verbindet. Man erhält dann drei Stufen. Auf der ersten Stufe ist der Stator in Stern geschaltet und die Anlaßwicklung des Rotors in Tätigkeit.
Bei größeren Drehstrommotoren ergibt sich ein Vorteil, wenn man die angegebene Schaltungsweise mit der Stern-Dreieck-Schaltung des Stators verbindet. Man erhält dann drei Stufen. Auf der ersten Stufe ist der Stator in Stern geschaltet und die Anlaßwicklung des Rotors in Tätigkeit.
Auf der zweiten Stufe ist der Stator in Dreieck geschaltet, und auf der dritten Stufe
wird die Laufwicklung des Rotors kurzgeschlossen. Die zweite und dritte Stufe kann
man auch umkehren. Als besonders wertvoll erweist sich eine zwangläufige Verbindung
der einzelnen Schaltstufen insbesondere deswegen, weil hierbei gegenüber der Ausführung
mit angebautem Schaltwalzenanlasser und zwangläufiger Verbindung der Schaltungswalze
mit der Bürstenabhebevorrichtung eine wesentlich einfachere Konstruktion entsteht, da die Bürstenabhebevorrichtung
und der Anlasser in Fortfall kommen.
Eine Ausführung dieser Anordnung ist in Fig. 3 schematisch dargestellt. Der Hebel e
hat vier Stellungen: 1. die »Aus«-Stellung, bei der der Stator ausgeschaltet ist, 2. die
λ-Stellung, bei der der Motor in Stern geschaltet ist, 3. die Δ-Stellung, bei der der
Stator in Dreieck geschaltet wird, und 4. die »Lauf«-Stellung, bei der der Hebel mittels
des Scharniers m und rotierender Stange η
den Kurzschluß d einschaltet. Die Anwendung des beschriebenen Anlaßverfahrens ist
natürlich von der Ausführungsart der Kurzschlußvorrichtung unabhängig.
Claims (4)
1. Wechselstrommotor für Ein- und Mehrphasenstrom mit gesonderter Anlaßwicklung
und nach dem Anlassen zuzuschaltender Laufwicklung im Rotor, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anlaßwicklung nur in einem Teil der Rotornuten untergebracht ist, zum Zwecke, die doppelt
verkettete Streuung zu erhöhen.
2. Ein Wechselstrommotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
alle Rotornuten gleich großen Querschnitt haben und teilweise nur die Laufwicklung',
teilweise sowohl die Laufwicklung als auch die Anlaßwicklung enthalten, derart, daß in den nur die Laufwicklung enthaltenden
Nuten ein freier Raum verbleibt, der zur Ventilation benutzt wird.
3. Ein Wechselstrommotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in
den die beiden Wicklungen enthaltenden Nuten die Lauf wicklung nach dem Rotor- no
umfang hin, die Anlaßwicklung in der Verlängerung des die Laufwicklung enthaltenden
Raumes nach der Achse hin untergebracht ist, zum Zwecke, auch eine verstärkte einfach verkettete Streuung
für die Anlaßwicklung hervorzurufen und gleichzeitig in der während des Anlassens offenen Laufwicklung zusätzliche
Wirbelstromverluste zur Verstärkung des Anlaufens zu erzeugen. 12c
4. Ein Drehstrommotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
zum , Anlassen die Anlaßwicklung des Rotors sowohl in Verbindung mit der Sternschaltung als auch mit der Dreieckschaltung
des Stators benutzt wird.
5· Ein Wechselstrommotor nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Anlassen eine zwangläufige Verbindung zwischen dem Kurzschließen der
Laufwicklung und dem Statorschalter vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE328162C true DE328162C (de) |
Family
ID=571444
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT328162D Active DE328162C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE328162C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1022305B (de) * | 1954-05-05 | 1958-01-09 | Loher & Soehne G M B H | Polumschaltbarer Phasen-Kurzschlusslaeufer-Motor, insbesondere fuer Aufzuege |
-
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1022305B (de) * | 1954-05-05 | 1958-01-09 | Loher & Soehne G M B H | Polumschaltbarer Phasen-Kurzschlusslaeufer-Motor, insbesondere fuer Aufzuege |
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