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Scharnier. Die Erfindung bezieht sich auf ein Scharnier, das im wesentlichen
für die Deckel von Nähmaschinen und Schrankmöbeln be-
stimmt ist.
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Das Scharnier soll im wesentlichen bündig mit den freiliegenden- Flächen
der Tischplatte und des Deckels eines Schrankmöbels liegen und keine störenden und.:
unschönen Erhöhungen weder in geschlossener noch in offener Stellung darbieten.
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Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines Scharniers,
mittels dessen das am Deckel befestigte Scharnierblatt in an sich bekannter Weise
um-einen Winkel von annähernd 270° von einer wagerechten Lage auf der Tischplatte
des Schrankmöbels nach einer herabhängenden lotrechten Lage an dem einen Ende der
Tischplatte geschwungen und-, zu derselben Zeit gesenkt wird, so daß seine obere
Kante nicht über die Oberfläche der Tischplatte hervorragt.
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Durch das Scharnier nach der Erfindung wird das Scharnierende des
Deckels während seiner Schließbewegung angehoben, so däß eine Beschädigung infolge.Reibung
oder harten Berührungen zwischen Deckel und Tischplatte vermieden°wird.
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Das Scharnier der Erfindung besteht aus einem Paar von Scliarnierblättern,
von denen jedes zweckmäßig aus einem gebogenen Blechstück geformt wird, und weist
ein Paar in einem Abstand voneinander stehende senkrechte Wandungen un!d wagerecht
verlaufende Augen auf. Die in einem Abstand voneinander stehenden Wandungen :der
Scharnierblätter umfassen die Enden' eines Gelenkes, w el.ches. eine Senkung des
Deckels bei seiner Öffnung zuläßt, so daß .dessen obere Kante nicht über. die Ebene
;der Tischplatte hervorragt. Das feststehende Blatt des Scharniers, d. h. dasjenige,
welches an der Tischplatte befestigt ist, besitzt an- den oberen Kanten der in einemAbstand
voneinander stehenden senkrechten Wandungen sehr kleine, nach oben ragende Ansätze,
die Anschlagflächen bilden, gegen die das bewegliche Scharnierblatt wie ein Hebel
wirkt, um das äußere Ende des Gelenkes anzuheben, wenn der Deckel geschlossen «erden
soll; hierdurch wird verhindert, daß die obere Kante des Scharnierblattes gegen
die Tischplatte drückt oder reibt.
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Inder Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht,
und zwar zeigt Fig. r eine Seitenansicht des Scharniers in offener Lage, wobei Teile.der
Tischplatte und des Deckels im Schnitt dargestellt sind..
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Fig.2 ist eine Seitenansicht, aus der die Hebelwirkung des beweglichen
Scharnierblattes beim Anheben- des Gelenkes hervorgeht, wenn das Scharnier in die
geschlossene Lage übergeführt wird,
. Fig. = 3 ist eine Seitenansicht
des Scharniers in geschlossener Lage.
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Fig. 4 zeigt in reiner Endansicht das Scharnier in .der in Fig. 3
dargestellten geschlossenen Lage.
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Fig. 5 -ist eine Draufsicht des um 18o° geöffneten- Scharniers, und
Fig. 6 ist eine der Fig. 3 ähnliche Ansicht, in :der das Scharnier im .Schnitt gezeichnet
und das Gelenk in der Seitenansicht zu ersehen ist.
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Das Scharnier besteht aus einem-feststehenden Blatt i und - einem
beweglichen Blatt 2, die miteinander durch ein Gelenk 3 schwingbar verbunden sind.
Das feststehende Blatt i besteht aus einem Blechstreifen, der bei 4 zusammengebogen
ist, um in - einem Abstand voneinander stehende parallele, -senkrechte Wandungen
5, 5 _ herzustellen, deren untere Enden nach entgegengesetzten Richtungen nach außen
behufs Herstellung der Augen 6, 6 umgebogen sind. Das Blatt i wird. in einen senkrechten
Schlitz 7 eingelassen, der von der Kante der Tischplatte a des Schrankmöbels nach
innen eingeschnitten ist. Die oberen Kanten 8; 8 der Wandungen 5, 5 verlaufen im
wesentlichen über den größten Teil ihrer Länge gerade und, liegen mit d''er Oberfläche
g der Tischplatte a bündig.
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Die Wandungen 5, 5 sind an ihren äußeren Ecken mit wenig vortretenden,
aufwärts rag--n:den Ansätzen versehen, .die etwas hervorstehende Anschlagflächen
io, io bilden. Behufs klarerer Darstellung ist die . Erhöhung der Flächen i o, io
über die Oberfläche g der Tischplatte (z in der Zeichnung übertrieben dargestellt.
In der Praxis beträgt der Unterschied in der Lage der Flächen g und io annäherniäl
:1/_ mm und ist in keiner Weise störend. Die' äußeren freiliegenden Enden i i der
Wandungen 5, 5 entgegengesetzt der Umbiegung 4 verlaufen bündig mit der Krümmung
an der Kante der Tischplatte a.. Die Augen sind in Vertiefungen an der Unterseite
der Tischplatte eingelassen.
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Das bewegliche Blatt 2 besteht aus einem Blechstreifen, der bei 12
behufs Herstellung der in einem Abstand voneinander stehenden Wandungen 13, 13 zusammengebogen
ist, die nochmals umgebogen sind, um die Augen 14, 14 zu liefern, die in einer gemeinsamen
Ebenenliegen, mit der die Umbiegung 12 einen spitzen Winkel bildet. Die Wandungen
13 werden in einen lotrechten Schlitz 15 eingelassen, der in den Deckel b eingeschnitten
ist, und die äußeren Enden der Wandungen 13 einschließlich der Augen 16 -sind: mit
dem Scharnierende des Deckels b bündig.gebogen.
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Das Gelenk 3 ist an einem Zapfen 17 zwischen den Wan,d@@Tngen 5 des
feststehenden Blattes .i angelenkt und weist einen bewegungsbegrenzenden Schlitz
18 auf, der zu dem Zapfen i; konzentrisch gekrümmt ist, und der einen Stift ig umfaßt.
Beim Ausführungsbeispiel gestattet -der Schlitz 18 eine Aus-Schwingung von annähernd
45°. Die- obere Kante 2o des Gelenkes 3 ist so gestaltet, daß sie mit,den Flächen
8 und io des feststehenden 'Blattes i bündig verläuft, wenn das Gelenk wagerecht
liegt;. in welcher Stellung sein äußerstes Ende in - wagerechter Richtung etwas
über die Kante der Tischplatte a hervorragt, zwischen die Augen 16 eintritt und
an dem Bläfte 2 bei 2i schwingbar angelenkt ist. Die untere Kante 2o' des Gelenkes
3 ist entsprechend den Krümmungen der Tischplatte und des Deckels gebogen (s. Fig.
2, 3 und 6).
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Wenn der Deckel b 'in die in Fig. i dargestellte offene Lage übergeführt
ist, liegt seine obere Kante im wesentlichen in einer Ebene mit der Oberfläche der
Tischplatte a. - Beim Schließen des -Deckels stoßen die Ecken 22 an den äußeren
Enden der Blechumbiegungen zwischen den Augen -14 und den Wandungen' ,13 auf die
Flächen io des feststehenden Blattes i (s. Fig. 2) unid wirken wie als Stützpunkt
eines Hebels, der @clurch das Scharnierblatt 2 gebildet wird, um das Gelenk 3 auf=
wärts um seinen Zapfen 17 auszuschwingen, und wodurch der Zapfen 21 un' der Deckel
b in die Stellung der Fig. 3 gehoben werden. Die metallische Berührung zwischen
der Ecke 22 und den oberen Kanten der Wandungen 5 vermeidet eine Reibung der Kante
des Dekkels b auf der Oberfläche @d'er Tischplatte a.