DE328659C - Vorrichtung zur Nutzbarmachung von Schwingbewegungen - Google Patents

Vorrichtung zur Nutzbarmachung von Schwingbewegungen

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DE328659C
DE328659C DE1920328659D DE328659DD DE328659C DE 328659 C DE328659 C DE 328659C DE 1920328659 D DE1920328659 D DE 1920328659D DE 328659D D DE328659D D DE 328659DD DE 328659 C DE328659 C DE 328659C
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oscillating
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DE1920328659D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B06GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS IN GENERAL
    • B06BMETHODS OR APPARATUS FOR GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS OF INFRASONIC, SONIC, OR ULTRASONIC FREQUENCY, e.g. FOR PERFORMING MECHANICAL WORK IN GENERAL
    • B06B3/00Methods or apparatus specially adapted for transmitting mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Waterproofing, Decoration, And Sanitation Devices (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Nutzbarmachung von Schwingbewegungen. Die Erfindung behandelt eine Vorrichtung zur Ausnutzung der Erschütterungen oder Schwingungen und Rüttelbewegungen von Fahrzeugen, die durch Höhenunterschiede in der Fahrbahn entstehen, und zur Umsetzung dieser Bewegungen in eine Drehbewegung -°on ausreichender Stärke, um ein eine geringe Arbeitsgeschwindigkeit erforderndes Getriebe in Bewegung zu setzen.
  • Bekanntlich werden besonders in Eisen-oder Straßenbabnwagen; aber auch bei anderen Fahrzeugen, während der Fahrt Schwingungen in allen Richtungen durch die Unebenheit der Fährbahn oder -schienen hervörgerufen, die je nach der Federung der Wagenaufhängung stärker oder schwächer empfunden werden. Infolgedessen werden beispielsweise Anzeigetafeln, die in der Mitte von Eisen- und Straßenbahnwagen aufgehängt sind, ständig je nach den Veränderungen der Fahr- oder Schienenbahn und der Schnelligkeit der Fahrt mit größerer oder geringerer Stärke hin- und herpendeln.
  • Würde man im Innern eines dieser Fahrzeuge ein Gewicht an einerlFeder aufhängen, so würden dessen Schwingungen sich mit stärkerer oder schwächerer Betonung abspielen, das gleiche würde der Fall sein, wenn das Gewicht in richtiger Lage im Innern eines -Kastens von einem Menschen oder einem Tier getragen,'oder auch nur der Einwirkung des Windes ausgesetzt wird.
  • Die federnde Aufhängung des schwingenden Gewichtes kann hierbei derart ausgebildet sein, daß sich die Bewegung. in wagerechter, geneigter oder senkrechter Richtung abspielt.
  • Nach der Erfindung soll nun eine Einrichtung geschaffen werden, mit der die Schwingungen und Bewegungen eines verhältnismäßig schweren, federnd aufgehängten Gegenstandes als Kraftquelle in der Weise nutzbar gemacht werden, daß die Bewegungen des Fahrzeuges, der Person oder des sonstigen Trägers auf den hängenden Gegenstand übertragen werden, der eine Anzeigevorrichtung o. dgl. in Bewegung setzt.
  • Der schwere Gegenstand kann zu dem Zwecke neben der Aufhängung an einer Feder mit einem Hebelärm derart verbunden sein, daß seine Bewegung in eine Schwingbewegung ; des Hebels umgesetzt wird, der mit umstellbaren Klinken Zahnräder in Umlauf bringt, durch die eine Riemenscheibe, Anzeigebänder oder ähnliche Einrichtungen in Drehbewegung versetzt werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung dargestellt.
  • Fig. i zeigt eine Anzeigetafel mit einem Rollband, das durch eine Schwingvorrichtung t gemäß der Erfindung in Bewegung gesetzt wird.
  • Fig. z ist eine Vorderansicht der Schwingvorrichtung oder des Motors mit abgehobenem Deckel.
  • Fig. 3 ist ein Querschnitt von oben gesehen, Fig.4 ein Längsschnitt nach der LiriieA-B der Fig. 2, bei dem der aus Fig. i zu- er- _ sehende Deckel, das Anzei.geband und. die G'asscheit-e eingetragen sind.
  • Die Vorrichtung ist mit ihrer Rückwand r an- einem - geeigneten Ort im Fahrzeug befestigt. Auf der Rückwand i sind Seitenlager 2 und 3 festgemacht, in denen die Rollen q. und 5 liegen, über die das Anzeigeband 6 läuft.
  • Der abnehmbare Deckel ? trägt eine Glasscheibe 8, durch die der zwischen den Längsachsen der Rollen liegende Teil. des Bandes in ungefähr voller Bandbreite zu sehen ist. Auf den Rollen sind Scheiben g und io befestigt, über die eine Schnur i i geführt ist. Ein Ende der Schnur i i wird um Führungsrollen i2 und 13 und um die Treibrolle 14 herumgeführt.
  • Die Treibrolle 14 und die Zahnräder 15 und 16 sind auf einer Achse 17 festgemacht,, die von einem Bügel 18 gehalten wird. Der Doppelhebel ig ist frei schwingbar um die Achse 17 angeordnet und trägt - zwischen seinen Armen die um die Achse 2o ausschwingende Klinke 21 und den Steuerarm 22, der die Drehrichtung zu verändern hat und von einem Hebel23 eingestellt wird.
  • Der Steuerarm 22 hat einen Ansatz 24., durch den die Sperrklinke 25 bewegt wird. Der Steuerarm 22 und die Klinken 21 und 25 sind als Rohrkörper ausgebildet, in denen sich Metallkugeln 26 bewegen können. Nach dem Schwerkraftgesetz rollen diese Kugeln an das eine Ende des Rohrkörpers und erzeugen so die erforderliche Neigung.
  • Der Doppelhebel ig hat am oberen Ende eine Verlängerung 28, die durch eine Stange 29 mit einem Arm eines Schwinggewichtes 30 verbunden ist. Dieses Gewicht 3o hängt an einer vom Halter 32 herabhängenden Feder 31.
  • Das gesamte Motorgetriebe ist in einem Kasten 33 untergebracht, der durch einen Deckel 34 geschlossen ist. Die Unterbringung des Getriebes ist derart, daß es Schwingbewegungen vollführen kann, d. h. daß der Wirkung des Gewichtes 30 reichlich Spielraum gegeben ist. Zu dem Zweck kann sich der Kasten um einen Bolzen 35 in einem Maße drehen, das durch einen Anschlag 36 bestimmt wird. Der Anschlag 36 greift an einer Feder 37 an, die am oberen Ende einer Stange 38 befestigt ist und e_ ine bestimmte Ausschwingung zuläßt.
  • Die beschriebene Ausführung des Motors gestattet eine ruckweise Bewegung des Anzeigebandes von einer Rolle zur andern. Das Band wird-hierbei von einer Rolle ab- und auf die andere aufgewickelt und umgekehrt. Zu dem Zweck besitzt das Band auf seiner Innenseite in der Nähe jedes Endes eine vorstehende Schwinge 39, die den Hebel 23 umlegt .und-.damit die. Bandbewegung umkehrt. D''e `'orrichtung kann aber auch zum Antrieb von endlosen Bändern Verwendung finden, die ständig in der gleichen Richtung bewegt werden, oder für eine andere ähnliche Einrichtung.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Ist die Vorrichtung senkrecht in einem Fahrzeug oder an einem in Bewegung zu setzenden Körper angebracht, so werden die Erschütterungen oder Schwingungen des Fahrzeugs öder Körpers, die durch die Unebenheit der Bahn oder Schiene hervorgerufen werden, den Motorkasten 33 infolge der Einwirkung der Feder 37 in Schwingungen von größerer oder geringerer Stärke versetzen.
  • Die federnde Aufhängung des Kastens 33 kann auch weggelassen werden, ohne daß im Arbeiten der Vorrichtung eine große Änderung gegenüber der Anordnung, bei der der Kasten 33 Schwingungen gegenüber der Vorrichtung ausführt, eintritt. ' In diesem Falle wird das Fahrzeug das Gewicht 30 nach dem Trägheitsgesetz in eine zitternde oder schwingende Bewegung versetzen. Diese Bewegung wird durch die Stange 29 auf den Hebel ig übertragen, dessen Schwingungen durch die Klinke 21 auf das Rad 15 übertragen werden, das dadurch in Umlauf versetzt wird. Die Umlaufrichtung wird durch das Ende der Klinke bestimmt, das durch die Neigung der Klinke in Eingriff gebracht ist. Durch das Rad 15 werden die Achse 17, die Scheibe 14 und das Rad 16 gedreht, das mit der Sperrklinke 25 zusammenarbeitet: Bei der Einstellung der Vorrichtung nach Fig. i wird die Drehrichtung des Rades 15 durch den Pfeil angezeigt. Das Anzeigeband bewegt sich aufwärts.
  • Sobald die Schwinge 39 den, Hebel 23 anhebt, wird der Steuerarm 22 allmählich in eine wagerechte Lage und dann in eine Neigung entgegengesetzt zu der in Fig.i angegebenen gebracht. Tritt dieses ein, so gleitet oder rollt die Kugel 25 nach dem Gesetz der Schwere nach dem-anderen Ende und legt damit den Steuerhebel vollständig um. Hierbei legt sich der Steuerarm gegen Aas obere Ende der Klinke 21 und ändert deren Neigung. Die Kugel 27 rollt zum anderen Ende, und die Klinke 2 i bleibt in der umgekehrten Lage ;stehen. Der Ansatz 2q. des Steuerarmes legt sich gleichfalls gegen die Klinke 25 und legt diese in der gleichen Weise um, wie die Klinke 21.
  • Während die Klinke 21 das Rad 15 in der durch die Neigung eingestellten Richtung vorwärts bewegt, wirkt die Klinke 25 derart auf das Rad 16 ein, daß die hervorgerufene Bewegung nicht mehr rückgängig gemacht wird. Bei jeder Abwärtsbewegung des Ge- Wichts 30 wird das Rad 15 um ein größeres oder kleineres Stück gedreht, je nachdem es sich um eine mehr oder weniger ausgedehnte Schwingung handelt.
  • Sobald die vorstehende Schwinge 39 die oben erwähnten Veränderungen hervorruft, nimmt die Vorrichtung die Einstellung an, die in Fig. a wiedergegeben ist. Hierbei wird das Rad 15 in umgekehrter Richtung gedreht und zwar bei jeder Aufwärtsbewegung des Gewichtes 30. Die Bandbewegung erfolgt in umgekehrter Richtung, d. h. also abwärts, bis die Schwinge am oberen Bandende (vgl. Fig. ¢) den Hebel 23 und die damit in Zusammenhang stehenden Teile wieder in die Ausgangslage zurückführt. Die Umkehrung der Bandbewegung erfolgt also zuverlässig und selbsttätig.
  • Eine Vorrichtung zur Nutzbarmachung von Schwingbewegungen kann selbstverständlich auch zum Antrieb anderer Einrichtungen als der beschriebenen BandbewegungVerwendung finden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Nutzbarmachung von - Schwingbewegungen, dadurch gekennzeichnet,, daß die Schwingungen und Bewegungen eines federnd aufgehängten Gegenstandes auf ein Getriebe übertragen werden, das die wechselnden Schwingbewegungen in gleichmäßige Arbeitsbewegungen umsetzt.
  2. 2. Vorrichtung zur Nutzbarmachung von Schwingbewegungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingbewegungen des federnd aufgehängten Gegenstandes auf einen Schwinghebel übertragen werden, der durch Klinken Zahnräder in Umlauf versetzt, die eine Schnurscheibe, Anzeigebänder o. dgl. antreiben.
  3. 3. Vorrichtung zur Nutzbarmachung von Schwingbewegungen nach Anspruch z mit umstellbaren Klinken, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinken als Rohrkörper ausgebildet sind, in denen sich Metallkugeln bewegen können, die die Anläge der Klinken bewirken. q.. Vorrichtung zur Nutzbarmachung von Schwingbewegungen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Umlegen der Klinken durch Anschläge der angetriebenen Vorrichtung erfolgt, die die Klinken so weit anheben, bis sich die Metallkugeln nach dem anderen Ende bewegen, worauf die weitere Umlegung selbsttätig erfolgt. S. Vorrichtung zur Nutzbarmachung von Schwingbewegungen nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnräder zwei Rollen antreiben, von denen ein Anzeigeband angetrieben wird, das in der Nähe seiner Enden Schwingen zur Umlegung der Steuerklinken trägt.
DE1920328659D 1920-02-25 1920-02-25 Vorrichtung zur Nutzbarmachung von Schwingbewegungen Expired DE328659C (de)

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