DE32914C - Verfahren zur Darstellung von m-Methoxy-p-nitrobenzaldehyd und von Ferulasäure behufs Gewinnung von Vanillin - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von m-Methoxy-p-nitrobenzaldehyd und von Ferulasäure behufs Gewinnung von Vanillin

Info

Publication number
DE32914C
DE32914C DENDAT32914D DE32914DA DE32914C DE 32914 C DE32914 C DE 32914C DE NDAT32914 D DENDAT32914 D DE NDAT32914D DE 32914D A DE32914D A DE 32914DA DE 32914 C DE32914 C DE 32914C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methoxy
acid
preparation
nitrobenzaldehyde
vanillin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT32914D
Other languages
English (en)
Original Assignee
M. ULRICH in Genf, Rue de Mole 1
Publication of DE32914C publication Critical patent/DE32914C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C201/00Preparation of esters of nitric or nitrous acid or of compounds containing nitro or nitroso groups bound to a carbon skeleton
    • C07C201/06Preparation of nitro compounds
    • C07C201/12Preparation of nitro compounds by reactions not involving the formation of nitro groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
MORITZ ULRICH in GENF.
Gewinnung von Vanillin.
i. Darstellung von m-Methoxyp-nitro benzaldehyd.
Die zu diesem Zweck erforderliche Methoxynitrozimmtsäure wird aus der m-Methoxyzimmtsäure oder aus deren Aethern durch Nitrirung dargestellt.
Der m-Methoxyzimmtsäuremethyläther giebt, in die fünffache Menge Salpetersäure vom spec. Gew. 1,46 bei 00C. eingetragen, ein Nitroproduct, welches sich beim Verdünnen der salpetersauren Lösung mit Eiswasser weifs und hart ausscheidet. Dasselbe wird in der zehnfachen Menge heifsen Alkohols gelöst und es krystallisirt beim Erkalten der m-Methoxyp-nitrozimmtsäuremethyläther in weifsen, flachen Nadeln, die bei 1630 C schmelzen.
Die Verseifung des Aethers gelingt leicht durch Erwärmung desselben mit 0,5 proc. Kalilauge.
Die m-Methoxy-p-nitrozimmtsäure ist in Alkohol schwer löslich und krystallisirt daraus in feinen weifsen Nadeln. Sie fängt bei 2180C. an unter Zersetzung zu schmelzen.
Aus dieser Säure wird in folgender Weise der m-Methoxy-p-nitrobenzaldehyd dargestellt.
Die bei der Verseifung des m ~ Methoxyp-nitrozimmtsäuremethyläthers entstehende Lösung des Kaliumsalzes der m-Methoxy-p-nitrozimmtsäure wird soweit mit Wasser verdünnt, dafs auf 1 Theil Säure 100 Theile Wasser vorhanden sind. Dann wird eine kalte 1 proc. Lösung von Kaliumpermanganat nach und nach zugesetzt, bis im Filtrat keine Zimmtsäure mehr nachzuweisen ist. Der entstandene Aldehyd ist theils mit dem Manganniederschlag in weifsen Nadeln ausgefallen, theils ist er in der Lösung vorhanden. Die Mischung wird auf dem Wasserbade auf 750 C, erwärmt und dem Filtrat der Aldehyd durch Aether entzogen. Der vor dem Erwärmen ausgeschiedene Aldehyd krystallisirt beim Erkalten des Filtrats wieder aus in haarfeinen Nädelchen. Er schmilzt bei 62° C, ist löslich in Wasser, Alkohol, Benzol u. s. w., mit Aceton und Natronlauge giebt er zunächst eine farblose Lösung, aus welcher nach einiger Zeit ein Haufwerk feiner Nadeln krystallisirt. Der Schmelzpunkt dieses Condensätionsproduct es ist 84 ° C.
2. Darstellung von Ferulasäure.
Als Ausgangsproduct dient auch hier m - Methoxyzimmtsäure. Letztere selbst oder einer ihrer Aether werden nitrirt, durch reducirende Mittel in die entsprechenden Amidoverbindungen und diese mit Hülfe von salpetrigsaurem Natron in Ferulasäure oder deren Aether übergeführt.
m-Methoxyzimmtsäuremethyläther wird, wie unter 1. beschrieben, nitrirt und der m-Methoxyp - nitrozimmtsäuremethyläther verseift. Das Ammoniaksalz der m-Methoxy-p-nitrozimmtsäure wird in viel Wasser gelöst, die zur Reduction nöthige Menge Eisenvitriol eingetragen und darauf Ammoniakwasser bis zur alkalischen Reaction hinzugegossen. Nachdem ca. 20 Minuten auf dem Wasserbade digerirt worden ist, fällt aus der vom Eisenoxydniederschlag abfiltrirten Lösung durch Essigsäure nach einiger
Zeit die m - Methoxy - ρ - amidozimmtsäure in gelben Nädelchen, deren Schmelzpunkt bei ι 58° C. liegt.
Durch Diazotirung mittelst Natriumnitrits und Erwärmen des Diazokörpers mit Wasser wird das salzsaure Salz der m-Methoxy-p-amidozimmtsäure in Ferulasäure umgewandelt.
m - Methoxy - ρ - nitrobenzaldehyd ist in bekannter Weise in Vanillin überzuführen.
Ferulasäure liefert nach Tiemann, Berl. Ber. XI, 650, bei der Oxydation Vanillin.

Claims (1)

  1. P ATENT-Ansprüche:
    Darstellung von m-Methoxy-p-nitrobenzaldehyd durch Oxydation der m-Methoxyp-nitrozimmtsäure. ■ : ■ ■
    Darstellung von Ferulasäure oder deren Aethern aus m - Methoxyzimmtsäure oder deren Aethern durch auf einander folgende Nitrirung, Reduction, Behandlung der gebildeten p-Amidoverbindungen mitsalpetriger Säure und Zersetzen der entstandenen Diazo- - verbindung durch Erwärmen mit Wasser.
DENDAT32914D Verfahren zur Darstellung von m-Methoxy-p-nitrobenzaldehyd und von Ferulasäure behufs Gewinnung von Vanillin Expired - Lifetime DE32914C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE32914C true DE32914C (de)

Family

ID=308900

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT32914D Expired - Lifetime DE32914C (de) Verfahren zur Darstellung von m-Methoxy-p-nitrobenzaldehyd und von Ferulasäure behufs Gewinnung von Vanillin

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE32914C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE32914C (de) Verfahren zur Darstellung von m-Methoxy-p-nitrobenzaldehyd und von Ferulasäure behufs Gewinnung von Vanillin
DE2922688C2 (de) Verfahren zur Nitrosierung von Phenolen zu Benzochinonoximen
DE1292642B (de) Verfahren zur Herstellung von Dinitrotoluol
CH410984A (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen Hydrazoverbindungen
DE296940C (de)
EP0065252B1 (de) Stabile Azofarbstoff-Flüssigeinstellungen
DE491856C (de) Verfahren zur Darstellung N-alkylierter aromatischer Amine
DE922709C (de) Verfahren zur Herstellung von Oximen
DE687250C (de) Verfahren zur Herstellung von primaerem und sekundaerem adipinsaurem Hexamethylentetramin
DE859311C (de) Verfahren zur Darstellung von 1, 3-Dimethyl-4-amino-5-formylamino-2, 6-dioxypyrimidin aus 1, 3-Dimethyl-4-amino-5-nitroso-2, 6-dioxypyrimidin
DE962527C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxyhydroperoxyden
DE1643607A1 (de) Verfahren zum Sulfonieren aromatischer Nitroverbindungen
DE938786C (de) Verfahren zur Herstellung von Cycloalkanonoximen
DE223306C (de)
DE724760C (de) Verfahren zum Reiningen von 2íñ4íñ6-Trinitrophenyl-N-methylnitramin
DE836650C (de) Verfahren zur Herstellung reiner Folinsaeure
DE561513C (de) Herstellung von Eisentetracarbonyl aus Eisenpentacarbonyl
AT87999B (de) Verfahren zur Trennung von Emulsionen, insbesondere solcher, die beim Waschen sulfurierter Mineralöle entstehen.
AT28074B (de) Verfahren zur Darstellung neuer Derivate der Anthrazenreihe.
DE512228C (de) Verfahren zur Darstellung von 2-Halogen-5-nitro-1, 4-benzoldicarbonsaeuren
DE507638C (de) Verfahren zur Darstellung von 6-Oxybenzylamin-3-arsinsaeuren und deren Acylderivaten
DE268172C (de)
EP0575852A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dinitro-polyalkylenbenzolen
DE120105C (de)
DE98839A (de)