DE329412C - Verfahren zur Gewinnung niedrig siedender Fluessigkeiten aus Gasgemischen oder Gasdampfgemischen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung niedrig siedender Fluessigkeiten aus Gasgemischen oder Gasdampfgemischen

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DE329412C
DE329412C DE1917329412D DE329412DD DE329412C DE 329412 C DE329412 C DE 329412C DE 1917329412 D DE1917329412 D DE 1917329412D DE 329412D D DE329412D D DE 329412DD DE 329412 C DE329412 C DE 329412C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung niedrig siedender Flüssigkeiten aus Gasgemischen oder Gasdampfgemischen.
  • Um aus Gasgemischen niedrig siedende : Flüssigkeiten abzuscheiden, sind bisher in der Hauptsache zwei Wege beschritten- worden.
  • Der erste Weg besteht in der Anwendung von Waschflüssigkeiten, in denen sich die abzuscheidenden Bestandteile des Gasgemisches auflösen. Die Wirksamkeit solcher Waschflüssigkeitren ist durch die Anwendung niederer Temperatur und durch feine Verteilung des Waschmittels in dem Gasgemisch erhöht worden. Der andere Weg, der zum gleichen Ziele führt, besteht in der Anwendung wechw selnder Kompression und Expansion des Gasgemisches. Wird d ein komprimiertes Gasgemisch schnell expandiert, so erfährt es eine starke Abkühlung, und infolge dieser Abkühlung kondensieren sich in diesem Falle die in dem Gemisch enthaltenen Dämpfe niedrig siedender Flüssigkeiten, worauf sie auf mechanischem Wege aus dem Gasgemisch entfernt werden können.
  • Man hat auch schon in schwierigen Fällen die Arbeitsverfahren der ersten und der zweiten Art miteinander vereinigt, indem man Gasgemische zuerst komprimiert, dann expan- -diert und darauf mit Hilfe von gekühlten Waschflüssigkeiten behandelt hat.
  • Es gibt aber eine Reihe von Fällen, bei denen alle diese Verfahren nicht zum Ziele führen. Indessen ist gefunden worden, daß man bei der Gewinnung von niedrig siedenden Kohlenwasserstoffen aus Naturgasen oder gereinigten Industriegasen einen Erfolg erreich wenn man das Verfaliren der Kompression und Expansion mit jenem der Auswaschung verbindet, nun aber nicht, wie bei den älteren Arbeitsweisen, die Auswaschung erst nach erfolgter Expansion vornimmt, sondern eine Anordnung trifft, bei welcher man das Gasgemisch gerade im Augenblick der Expansion mit Hilfe von gekühlter Waschflüssigkeit auswäscht, als welche in an sich bekannter Weise die eigenen Kondensate der zu gewinnenden niedrig siedenden Flüssigkeiten dienen können.
  • Gegenstand der vorliegenden - Erfindung bildet nun die Erkenntnis, daß das Verfahren der Gewinnung flüchtiger Bestandteile aus Gasen durch Auswaschung mit den eigenen Kondensaten auch auf beliebige Gasgemische ausgedehnt werden kann.
  • Der Erfolg dieses Verfahrens beruht auf der Erkenntnis, daß ein beliebiges expandierendes Gasgemisch sich in einem besonders labilen Zustande befindet, in ~welchem die Nebel-- und Flüssigkeitsbildung durch die Berührung mit der Waschflüssigkeit (dem eigenen Kondensat) auch in solchen Fällen noch ausgelöst wird, in. denen die Flüssigkeitsabscheidungen weder durch bloßes Auswaschen, noch durch bloße Kompression und Expansion, noch durch Kompression und Expansion mit nachfolgender Auswaschung herbeigeführt wird.
  • Zur Ab scheidung flüchtiger Bestandteile aus Gasen, etwa von schwefliger-Säure aus Verbrennungsgasen oder von Ammoniak aus Destillationsgasen, wird z.B. so verfahren, daß die Gase nach Verdichtung in einer Sompressionsanlage in einem Raum expandieren, in welchem im Augenblick der Expansion das eigene Kondensat als Waschflüssigkeit eingespritzt w'ird" bei dem gewählten Beispiel also im ersten falle wässerige schweffige Säure, im zweiten Falle wässeriges Ammoniak. Verstärkt wird die Wirkung, wenn man durch Anbringung von Stoß- und Prallflächen die Intensität der Berührung zwischen den sich bildenden Expansionsnebeln und der fein verteilten Waschflüssigkeit erhöht.
  • In noch einfacherer Form läßt sich das Verfahren ausführen, wenn man Kompression, Expansion und Auswaschung der Expansionsnebel in einem einzigen Apparat vornimmt. Es gelingt dies z. B. wenn man die auszuwaschenden, zweckmäßigerweise schon vorgekühlten Gase durch einen Zentrifugalwascher, z. B. Desintegrator, schickt, in welchen die Waschflüssigkeit eingespritzt wird.
  • Durch die Schlag- und, Reißwirkung des Apparates werden die Gase bald hier, bald dort komprimiert und wieder expandiert, bei jeder Expansion stellt sich in den kleinsten Raumeinheiten, die der Expansion unterliegen, der hochlabile Zustand des Gasgemisches ein, und durch die gleichzeitige Gegenwart der fein verteilten Waschflüssigkeit wird die Flüssigkeitsabscheidung aus dem hochlabilen Gasgemisch herbeigeführt.
  • Handelt es sich darum, verschiedene leichtflüchtige Anteile aus einem Gasgemisch abzuscheiden, so kann die Abscheidung stufenweise erfolgen, indem die Arbeitsbedingungen, d. h der Grad der Vorkühlung der Gase, die Wahl der Waschflüssigkeit und die Intensität der Kompression und Expansion jeweis den Verhältnissen angepaßt werden. an läßt in einem solchen Falle beispielsweise den Gasstrom der Reihe nach durch mehrere apparate gehen, in welchen zunehmend tiefere Temperaturen herrschen, welche ferner zunehmend schneller laufen, also die Gasmassen entsprechend stärker komprimieren und expandieren, und in welche die geeignete Waschflüssigkeit, zweckmäßig jeweils das Kondensat der abzuscheidendNen niedrig siedenden Flüssigkeit, eingespritzt wird.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Gewinnung niedrig siedender Flüssigkeiten, mit Ausnahme von Kohlenwasserstoffen, aus Gasgemischen oder Gasdampfgemischen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase komprimiert, wieder entspannt und im Augenblick der Entspannung mit derWaschflüssigkeit in Berührung gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase der Schlag-und Reißwirkung eines Desintegrators ausgesetzt werden, in den gleichzeitig die Waschflüssigkeit eingespritzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I und 2 zur Ausscheidung verschiedener niedrig siedender Flüssigkeiten aus einem Gasdampfgemisch, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasgemisch der Reihe nach durch Apparate geleitet wird, in denen die Gase stufen. reise stärker komprimiert werden und dementsprechend weiter expandieren, während für entsprechende Abnahme der Temperatur in ihnen mittels entsprechend temperierter Waschflüssigkeit gesorgt wird.
DE1917329412D 1917-05-10 1917-05-10 Verfahren zur Gewinnung niedrig siedender Fluessigkeiten aus Gasgemischen oder Gasdampfgemischen Expired DE329412C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1006111B (de) * 1953-01-24 1957-04-11 Maerkische Steinkohlengewerksc Verfahren zur Trocknung und Entschweflung von unter erhoehtem Druck stehendem Gas

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1006111B (de) * 1953-01-24 1957-04-11 Maerkische Steinkohlengewerksc Verfahren zur Trocknung und Entschweflung von unter erhoehtem Druck stehendem Gas

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