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Vorrichtung zum Sichern der richtigen Finger- und Handstellung beim
Schreiben. Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Sichern der richtigen
Finger- und Handstellung beim Schreiben, bei der der Ring- und kleine Finger von
den übrigen -Fingern getrennt gehalten werden: Vorrichtungen dieser Art sind 'bereits
bekannt: Dieselben haben jedoch den Nachteil, daß. sie die Hand einklemmen und dadurch
die vom Handgelenk, dem Hauptbewegungsglied beim Schreiben, ausgehenden. Impulse
in ihrer Wirkung beeinträchtigen, so .daß eine schnelle Ermüdung eintritt, oder
sie umschließen lediglich in Form eines Ringes die beiden letzten Finger, ohne deren
Stellung zur Hand oder zum Handgelenk zu_ sichern, denselben vielmehr eine derartige
Bewegungsfreiheit lassen, daß die schreibende- Hand leicht ihr Gleichgewicht verliert.
Außerdem sollen bei den bekannten Vorrichtungen Ring- und kleiner Finger in zum
Vorderarm paralleler Richteng gehalten werden,. was dem seitlichen Gleiten der Finger
beim Schreiben entgegen ist und wodurch eine sichere Stütze der Hand nicht geschaffen
wird.
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Durch die Erfindung sollen diese Nachteile vermieden werden. Die neue
Vorrichtung besteht aus einer starren Stange, die an ihrem einen Ende zu einer den
Ring- und kleinen Finger aufnehmenden Schleife gebogen, und an ihrem anderen in
der Längsrichtung einstellbaren Ende mit einem hinter dem Handgelenk auf dem Vorderarm
befestigten Armband gelenkig verbunden ist.
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Diese Vorrichtung gibt dem Ring- und kleinen Finger .eine geneigte
Lage senkrecht zur Achse des Vorderarmes. Durch die starre Stange werden die Finger
in dieser Lage gehalten. Diese Lage ist für das seitliche Gleiten der Finger beim
Schreiben. am günstigsten, sie bedingt eine gute Stütze der Hand und somit Regelmäßigkeit
der Schrift. Die schreibenden Finger (Daumen, Zeige- und Mittelfinger) sowie das
Handgelenk bleiben vollständig frei, so daß die von letzteren ausgehenden- Impulse
unbehindert zur Wirkung kommen können und die Hand vor- Ermüdung geschützt wird.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer Ausführung
dargestellt, und zwar zeigen: Fig. i eine Draufsicht der Vorrichtung, die beiden
Hauptteile voneinander getrennt, Fig.2 eine Seitenansicht der Vorrichtung und Fig.
3 eine schaubildliche Ansicht der Vorrichtung in Gebrauchsstellung.
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Die Vorrichtung besteht aus einem beliebig einstellbaren Armband i
aus Leder; Gummi, Gewebe, Zelluloid, Metall oder einem anderen Stoff und einer Stange
:2 aus einem dünnen Stahlstreifen, die abnehmbar und in ihrer Länge einstellbar
ist. Das Ende 3 der Stange 2 ist in Form einer Schleife umgebogen und- dient dazu,
die beiden letzten Finger zusammen in der in Fig. 3 gezeigten Stellung zu halten,
d. h. senkrecht zur Achse des Unterarmes. Die beiden Teile i und 2 sind durch eine
kreisförmige Scheibe ¢ miteinander verbunden. - Die Scheibe ist mit Schlitzen 5
versehen, durch die das Armband i geschlungen ist. Die Stange :2 kann an der Scheibe
4 mittels einer Schraube, die durch
eines der Löcher 6 gesteckt
wird, oder auf irgendeine andere Weise angelenkt werden. Gemäß der Zeichnung ist
die Scheibe 4 mit einem doppelten Kardangelenk 7 versehen, auf dem die Stange z
durch eine Schraube 8 befestigt ist. Durch diese Verbindung der Stange mit dem Armband
hat erstere, wenn einmal befestigt, nach jeder Richtung Bewegung, mit Ausnahme in
der Richtung, durch die eine Verlängerung der Stange 2 eintreten könnte.
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Zum Gebrauch befestigt man das Band r auf dem Arm unmittelbar hinter
dem Handgelenk, wobei die Schnalle des Armbandes nach außen, d. h. zum Handrücken
hin, angebracht wird. Alsdann legt man den Ringfinger mit dein kleinen Finger zusammen
in die Schleife 3 bis zum ersten Gelenk des Ringfingers (Fig. 3). Hierauf vergewissert
man sich, ob die beiden Finger senkrecht zur Achse des Unterarmes liegen. Ist dies
nicht der Fall, so schraubt man die Stange :2 ab und stellt sie derart ein, daß
die richtige Lage erzielt wird. Eine einmalige Einstellung genügt alsdann für immer.
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Nach dem Gebrauch kann man die Stange 2 nach innen in den Ärmel hineindrehen,
so daß sie unsichtbar wird, wie -in Fig. 3 punktiert angedeutet ist.
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Da die Stange 2 .starr ist, hält sie den Ring-und kleinen Finger in
der genannten Richtung; sie macht diese zu einer steifen Veri Bindung mit.dem Arm
und gestattet ihnen, leicht als Stützfläche für die Hand zu wirken.-Hiergegen haben
der vollständig von den beiden anderen Fingern getrennte Daumen, Zeige- .und Mittelfinger
jede Bewegungsfreiheit, um die Züge mit Feder oder Stift geschmeidig, leicht und
fein auszuführen. Die Vorrichtung, die eine mechanische Führung der Finger sichert,
verhütet bei den Benutzern Krämpfe in der Hand und Ermüdung der Finger, deren Wirkungen
sich bei allen Schreibarbeiten nachteilig bemerkbar machen. Die Vorrichtung gibt
der Schrift Regelmäßigkeit, Schönheit und Ausdruck und ermöglicht außerdem ein.
wesentlich schnelleres Schreiben.