DE329842C - Maschine zum Heben stechbarer Massen, besonders Moorboden, Torf o. dgl., und zum Foerdern tief unter dem Moor liegenden Gutes - Google Patents

Maschine zum Heben stechbarer Massen, besonders Moorboden, Torf o. dgl., und zum Foerdern tief unter dem Moor liegenden Gutes

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DE329842C
DE329842C DE1919329842D DE329842DD DE329842C DE 329842 C DE329842 C DE 329842C DE 1919329842 D DE1919329842 D DE 1919329842D DE 329842D D DE329842D D DE 329842DD DE 329842 C DE329842 C DE 329842C
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machine
lifting
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cutting knife
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MASCHINENFABRIK
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C49/00Obtaining peat; Machines therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 2. DEZEMBER 1920
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10 g GRUPPE
Carl Francke, Maschinenfabrik in Bremen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Oktober 1919 ab.
• Bei den bisher bekannten Stechmaschinen zum Heben von Torf ο. dgl. ist schon am unteren Ende des Stechkastens ein verschiebbares Messer angewendet worden, welches zum Abschneiden der Torf säule dient. Dieses Messer wurde bisher mittels Hebelübersetzung durch Ketten- oder Seilzüge, welche an der Bewegung des Stechkastens teilnahmen, bedient. Bei dieser Anordnung ist eine erhebliche Zugkraft an den Zugorganen infolge der verhältnismäßig geringen Kraftübersetzung erforderlich. Außerdem kommen aber leicht, und das ist ein wesentlicher Nachteil, Verschlingungen der Ketten-- und Seilzüge vor, da infolge der Teilnahme an> der Abwärtsbewegung des Stechkastens eine große Lose in den Ketten- oder Seilzügen entsteht, weil natürlich die Stechkasten eine sehr erhebliche Länge besitzen müssen und' davon auch die Länge der Seil- und Kettenzüge abhängig ist. Besonders gefährlich wird dieser Umstand bei maschinell angetriebenen Stechmaschinen dann, wenn bei der Abwärtsbewegung des Stechkastens die losen Ketten- oder Seilzüge von Getriebeteilen erfaßt werden, wobei sie natürlich dann nicht nur Störungen, sondern auch erhebliche Beschädigungen verursachen. -
Um diesem. Übelstande abzuhelfen, ist die vorliegende Erfindung geschaffen, die im wesentlichen darin besteht, daß die Bewegung des Schneidmessers für die Torfsäule durch vom Stechkasten unabhängige, beispielsweise mit dem Stechmaschinengerüst verbundene Betätigungsmittel bewirkt wird.
Die Ausbildung und Anordnung der Erfindung kann dabei eine sehr verschiedene sein, und es können insbesondere die Antriebsorgane des Schneidmessers als auch die Betätigungsmittel solche Ausbildung erhalten, daß dadurch zugleich ein Steuern der Maschine bewirkt wird.
Bei der vorliegenden Erfindung sind die obenerwähnten Nachteile vollkommen beseitigt, der Kettenzug zur Betätigung des Schneidmessers kommt ganz in Fortfall, an deren Stelle sind die erwähnten besonderen Betätigungsmittel vorgesehen, welche vom Stechkasten vollkommen unabhängig sind.
Die Erfindung läßt sich in verschiedener Weise ausführen, sie ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsformen schematisch veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht der Stechmaschine mit der neuen Antriebsart des Schneidmessers;
Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der Stechmaschine, ebenfalls in Seitenansicht;
Fig. 3 zeigt eine dritte Ausführungsform der Stechmaschine mit maschinell angetrie- 60 *
benen Betätigungsmitteln für die Bewegung des Schneidmessers ;
Fig. 4 zeigt einen teilweisen Grundriß zu Fig. 3; s
Fig. 5 zeigt .in Seitenansicht und Fig. 6 in Vorderansicht in größerem Maßstabe die verschiebbare Ausbildung der Anschläge mit Einrichtung zum Stillsetzen der Maschine;
Fig. 7 zeigt einen auf dem Antriebsorgan für das Schneidmesser verstellbaren Anschlag. Am unteren Ende des Stechkastens a der Stechmaschine b ist in bekannter Weise das Schneidmesser c geführt. Der Stechkasten a wird in bekannter Weise durch in die Zahnstange d eingreifende Zahnräder e auf- und abwärts bewegt. Der Antrieb der Maschine erfolgt von dem Motor/ in beliebiger, bekannter Weise.
Das- Schneidmesser c wird durch ein An-■ 20 triebsorgan g, beispielsweise Seil-, Kettenoder Bandzug, bewegt. Dieses Antriebsorgan g ist mit seinen beiden Enden an verschiedenen Stellen h, i des Messers befestigt und über eine Führungsrolle k an der Spitze des Kastens und über eine untere Rolle geführt. An dem Antriebsorgan g sind ein oder mehrere Anschläge I angebracht, welche beim Auf- und Niedergang von den von der Bewegung des Stechkastens unabhängigen, beispielsweise mit dem Stechmaschinengerüst verbundenen Betätigungsmitteln m, Wi1, beeinflußt werden. Als solche Betätigungsmittel können beispielsweise, wie in der Zeichnung dargestellt, · Anschläge dienen, die auf die an dem Bandzug g befestigten Anschläge I einwirken.
Es ist wesentlich, daß die Betätigungsmittel In1M1 nicht mit dem Stechkasten in Verbindung stehen. Dadurch wird erreicht, daß 4P die bisher üblichen, außerordentlich leichten, langen Ketten- oder Seilzüge erübrigt werden. Die Wirkungsweise ist bei der in Fig. 1 gezeichneten Ausführungsform derartig, daß beim Niedergang des Stechkastens der An-.schlag i gegen den Anschlag m stößt, so daß dadurch das Antriebsorgan hochgezogen und das Messer betätigt wird. Beim Hochgang wird umgekehrt das Messer wieder in seine ■ herausgeklappte Stellung gebracht. Diese in Fig. 1 dargestellte einfachste Ausführungsform der Erfindung wird durch die .in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform übertroffen.. Hier bestehen die Betätigungsmittel aus einem oder mehreren Mitnehmern n, welche an besonderen, über Rollen 0 geführten Zugorganen p befestigt sind. Der Antrieb der Zugorgane p erfolgt mittels geeigneter Übersetzungsmittel q, r von Hand vermittels einer Haspel. Man kann jetzt von Hand bequem nach Einstechen des Stechkastens die Mitnehmer η so betätigen, daß sie auf die Ansätze I des Antriebsorgans g des Schneidmessers einwirken.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsform der Maschine veranschaulicht, wo der Antrieb der Betätigungsmittel n, p vom Motor f aus erfolgt; hierbei wird das Radr mittels eines Kettengetriebes s, t, u, % von der Maschinenwelle ν angetrieben, indem das Kettenrad U1 f der Maschinenwelle ν mittels einer besonders bedienbaren Kupplung w mit der Antriebs- ! welle ν gekuppelt werden kann.
Tn Fig. 4 ist der Antrieb des Mechanismus t, u schematisch im Grundriß veranschaulicht. : In Fig. S und 6 ist gezeigt, daß die Betäti-. gungsmittel, beispielsweise die Anschläge ] tn, Wi1 oder bei der Ausführungsform nach Fig. 2 die Mitnehmer n, verschiebbar am Stechmaschinengerüst b angebracht sein können. Diese Anschläge m (n) sind in geeig-' neter Weise verschiebbar geführt und stehen unter der Einwirkung von Federn x. Durch diese Ausführung -wird' erreicht,, daß die Anschläge nachgiebig sind und beim Einstechen des Stechkastens nicht gleich eine Beschädigung der Maschine stattfindet, wenn einmal die Stechtiefe zu groß bemessen ist. Die Kraft der Federn χ ist dabei so bemessen, daß die Verschiebung der Anschläge m nur nach vollständigem Eindringen des Messers in die Torf säule möglich ist.
Um Beschädigungen in dieser Hinsicht überhaupt vorzubeugen, wird, wie in Fig- 5 und 6 veranschaulicht, nach Verschieben der Anschlägern (n), was nur bei einem großen Überdruck möglich ist, ein Hebel y von dem Anschlag m betätigt, der vermittels beliebiger Übertragungsmittel ζ ein Stillsetzen der Maschine beispielsweise dadurch bewirkt, daß das Rad ι gedreht und damit die Transmission 2 10a ausgeschaltet wird.
In Fig. 7 ist gezeigt, daß die Anschläge I zweckmäßig verstellbar auf dem Antriebsorgan g angebracht sind. Zu diesem Zwecke können beispielsweise die Anschläge I durch beliebige Feststellschrauben 3 mit dem Zugelement g verstellbar verbunden werden.
Das Antriebsorgan g für das Schneidmesser c kann auch durch eine Zahnstange gebildet werden. .
Die Ausbildung des Stechkastens kann eine beliebige bekannte sein; er ist zweckmäßig so ausgebildet, daß er sich beim Einstechen leicht mit dem Stechgut füllt, während nach völliger Hebung dieses aus dem Kasten nach unten ab- 115. gleitet. Der Stechkasten besitzt zweckmäßig dabei auf allen vier Seiten ununterbrochene Führungen, wodurch die Torf säule günstig beim Ausstechen in ihrer Lage-gehalten wird. Natürlich' können die Betätigungsmittel iao
auch an einem besonderen Gerüst angebracht sein. Es ist dieses für die Erfindung nebensächlich, wesentlich ist, daß die Betätigungsmittel unabhängig vom verschiebbaren Stechkasten angeordnet sind.

Claims (11)

Patent-Ansprüche:
1. Maschine zum Heben stechbarer Massen, besonders Moorboden, Torf o. dgl.,
ίο und zum Fördern tief unter dem Moor liegenden Gutes, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Schneidmessers (c) für die Torfsäule durch vom Stechkasten unabhängige Betätigungsmittel bewirkt wird.
2. Maschine zum Heben stechbarer Massen -nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsorgan für das Schneidmesser aus über Rollen geführten Zugorganen o. dgl. (g) besteht, auf welche besondere Betätig'ungsmittel einwirken.
3. Maschine zum Heben stechbarer Massen nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsmittel für die Antriebsorgane des Schneidmessers mit dem Stechmaschinengerüst fest verbunden sind.·
4. Maschine zum Heben stechbarer Massen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsmittel durch einen oder mehrere, am Stechmaschinengerüst angebrachte Anschläge gebildet sind, welche mit dem Antriebsorgan für das ■ Schneidmesser zusammen arbeiten.
5. Maschine zum Heben stechbärer Mas-· sen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsmittel für das Antriebsorgan des Schneidmessers unabhängig vom Stechkasten, jedoch beweglich, angeordnet ist.
6. Maschine zum Heben stechbarer Massen nach Anspruch I bis 5,, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsmittel für das Antriebsorgan des Schneidmessers aus, mittels Hand- oder Kraftbetrieb betätigten beweglichen Mitnehmern (») gebildet wird.
7. Maschine zum Heben stechbarer Massen nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die über Rollen geführten, die Mitnehmer (n) tragenden Zugorgane (p) von einem von Hand mittels geeigneter Übersetzungen angetriebenen
. Getriebe betätigt werden.
8. Maschine zum Heben stechbarer Massen nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Betätigungsinittel (n) unmittelbar durch die maschinelle Kraft der Stechmaschine erfolgt.
9. Maschine zum Heben stechbarer Massen nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsorgan (g) für das Schneidmesser verstellbare oder versetzbare Anschläge (I) aufweist.
10. Maschine zum Heben stechbarer Massen nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Bewegung des Stechkastens unbeweglichen Betätigungsmittel nachgiebig, beispielsweise federnd, gelagert sind, um bei einem -gewissen Überdruck ausweichen zu können.
11. Maschine zum Heben stechbarer. Massen nach Anspruch ι bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Verschiebung des Betätigungsmittels für das Antriebsorgan des Schneidmessers mittels geeigneter Übersetzung die Ausschaltorgane für die Antriebsmaschine der Stechmaschine betätigt werden, so daß die Ma- 8b schine nach Ablauf des Messerweges stillgesetzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1919329842D 1919-10-21 1919-10-21 Maschine zum Heben stechbarer Massen, besonders Moorboden, Torf o. dgl., und zum Foerdern tief unter dem Moor liegenden Gutes Expired DE329842C (de)

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