-
-
Spule für Wickelgut
-
rolle Erfindung betrifft eine Spule für Wickelgut mit einem hohlzylindrischen
Spulenkern, der an beiden Enden mit jeweils einer einen Wickelraum stirnseitig begrenzenden
Stirnscheibe verbunden ist, mit einem den Wickelraum umgebenden Spulenmantel.
-
Derartige Spulen dienen dazu, biegsames Wickelgut, wie Gummiprofilleisten
od.dgl., für die Lagerung und den Transport aufzunehmen. Das auf der Spule aufgenommene
Wickelgut muß in vielen Fällen gegenüber Umgebungseinflüssen geschützt werden, die
beim Transport und/oder bei der Lagerung auftreten und zu einer Qualitätsminderung
führen können, wie Schmutz, Lichteinwirkungen oder mechanische Beschädigungen. Hierzu
ist es bekannt, die einzelnen gefüllten
Spulen ion einen Umkarton
zu verpacken. Dadurch werden die Außenabmessungen jedoch erheblich vergrößert. Außerdem
ist der Bedarf an Verpackungsmaterial verhältnismäßig hoch.
-
Bekannt ist auch, den das Wickelgut aufnehmenden Wickelraum der Spule
nach außen durch einen Spulenmantel zu verschließen, der entweder als zylindrische
Hülle über die Spule geschoben wird, wobei die erforderliche passende Verbindung
mit der Spule und der Materialaufwand für den Spulenmantel den Anwendungsbereich
einschränken, oder der als einfache Umhüllung auf die äußere Lage des Wickelguts
aufgelegt wird; da der Spulenmantel-hierbei aus dünnem Material bestehen muß, ist
der Schutz des Wickelguts gegen mechanische Beschädigungen nur unzureichend..-Aufgabe
der Erfindung ist es daher, eine Spule der eingangs genannten Gattung zu schaffen,
die bei einfachem Aufbau und einfacher Herstellungsmöglichkeit eine besonders wirksame
und bei geringem Materialbedarf gleichwohl stabile und staubdichte Anbringung des
Spulenmantels ermöglicht.
-
Diese- Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in den dem
Wickelraum zugekehrten Innenflächen der beiden Stirnscheiben jeweils mindestens
eine kreisförmige Nut vorgesehen ist, in die eine am Umfang der Stirnscheibe beginnende
Einführungsnut mündet, und daß der aus einer elastisch biegbaren Materialbahn bestehende
Spulenmantel mit seinen beiden gegenüberliegenden Rändern in die kreisförmigen
Nuten
einführbar ist.
-
Der Spulenmantel, der beispielsweise aus einer Kartonbahn bestehen
kann, wird durch die seitlichen, vorzugsweise tangentialen Einführungsnuten bis
in die kreisförmige Nut eingeführt, bis er den Wickelraum vollständig umschließt.
Irgendwelche gesonderte Maßnahmen zur Befestigung des Spulenmantels sind nicht mehr
erforderlich; ein staubdichter Verschluß des Spulenmantels ist gewährleistet, weil
sich die beiden Enden des Spulenmantels überlappen können.
-
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist
vorgesehen, daß in radialem Abstand zueinander.mindestens zwei kreisförmige Nuten
in der Innenfläche jeder Stirnscheibe vorgesehen sind. Dadurch kann der Verwendungsbereich
der Spule nicht nur dadurch erweitert werden, daß unterschiedlich große Wickeiräume
geschaffen werden, sondern auch dadurch, daß ein in/lnneren kreisförmigen Nuten
gehaltener Spulenmantel einen in seinem Durchmesser gegenüber dem ursprünglichen
Spulenkern vergrößerten Wickelkern für solches Wickelgut liefert, das einen größeren
Wickelradius erfordert. Ein in die äußeren kreisförmigen. Nuten eingeführter zweiter
Spulenmantel bildet dann den äußeren Abschluß des in seinem Durchmesser vergrößerten
Wickelraums.
-
Unter Verwendung gleicher Spulenbauteile können auf diese Weise unterschiedliche
Wickelräume erzielt werden, die an die Menge, die Abmessungen und die Biegemöglichkeiten
des aufzunehmenden Wickelguts angepasst sind, ohne daß hierfür Spulen mit abweichenden
Abmessungen bereit gestellt werden müßten.
-
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsr gedanken sind
Gegenstand von Unteransprüchen.
-
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt: Fig. 1 eine Spule mit
darauf aufgenommenem Wickelgut teilweise im Längsschnitt, wobei in der rechten und
der linken Hälfte der Figur unterschiedlich große Wickelräume dargestellt sind,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1, wobei das Wickelgut weggelassen
ist, Fig. 3 eine Teilansicht in Richtung des Pfeiles III in Fig. 1 und Fig. 4 einen
vergrößerten Teilschnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 2.
-
Die in der Zeichnung dargesteilte Spule dient zur Aufnahme von Gummiprofilleisten
1 oder ähnlichem Wickelgut, das in Fig. 1 nur schematisch angedeutet ist. Die beispielsweise
aus Kunststoff-Hartschaum bestehende Spule weist einen hohlzylindrischen Spulenkern
2 auf, der an seinen beiden Enden jeweils auf einem Zentrierabsatz 3 eine kreisringförmige
Stirnscheibe aufnimmt. Am Innenrand der Stirnscheiben 4 ist jeweils eine Ausnehmung
5 (Fig. 3) vorgesehen, in die jeweils eine am Zentrierabsatz 3 angeordnete Nase
6 des Spulenkerns 2 greift. Dadurch werden die beiden Stirnscheiben 4 in einer vorgegebencll
Winkelstellung gegenüber dem Spulenkern 2 festgelegt.
-
In den einanderzugekehrten Innenflächen 7 der beiden Stirnscheiben
4 sind in radialem Abstand zueinander und zum Spulenkern 2 zwei kreisförmige konzentrische
Nuten 8,9 ausgespart. In jeder Stirnscheibe 4 verläuft eine Einführungsnut 10 (Fig.
2) tangential zur inneren kreisförmigen Nut 8. Die beiden .einander gegenüberliegenden
Einführungsnuten 10 dienen dazu, einen inneren Spulenmantel 11, der beispielsweise
aus einer kräftigen Kartonbahn besteht, in die inneren kreisförmigen Nuten 8 einzuführen,
bis sich die beiden Enden des inneren Spulenmantels 8 überlappen, wie in Fig. 2
gezeigt ist.
-
Bei der in der linken Hälfte von Fig. 1 gezeigten Ausführungsform
bildet der Spulenmantel den äußeren dichten Abschluß eines vom Spulenkern 2 und
den beiden Stirnscheiben 4 begrenzten Wickeirims 12, der das Wickelgut 1 aufnimmt.
Bei dieser Ausführungsform bleiben die äußeren kreisförmigen Nuten 9 unbesetzt,
wie links'in Fig. 1 gezeigt ist.
-
Bei der in der rechten Hälfte von Fig. 1 dargestellten Verwendung
derselben Spule ist ein weiterer äußerer Spulenmantel 13, der ebenfalls aus einer
Kartonbahn bestehen kann, in die äußere kreisförmige'Nut 9 der beiden Stirnscheiben
4 eingeführt, bis sich seine Enden ebenfalls überlappen.. Der äußere Spulenmantel
13 bildet hierbei einen äußeren Abschluß eines Wickelraums 14, der das Wickelgut
1 aufnimmt und nach innen durch den inneren Spulenmantel 11 und seitlich durch die
Stirnscheiben 4 begrenzt wird. Der mittlere Durchmesser und damit der dem Wickelgut
1 aufgezwungbne Krümmungsradius sind bei
der rechts in Fig. 1 dargestellten
Verwendung größer als bei der links in Fig. 1 dargestellten Verwendung.
-
Wie man aus Fig. 2 erkennt, ist die innere kreisförmige Nut 8 im Bereich
der Einführungsnut 10 etwas verbreitert, um eine Überlappung der beiden Enden des
Spulenmantels 11 zu ermöglichen. Auch die äußere kreisförmige Nut 9 ist im Bereich
der Einführungsnut 10 verbreitert und nach außen geöffnet, um das Einführen des
äußeren Spulenmantels 13 und die Überlappung seiner Enden zu ermöglichen.
-
Die in die .Ausnehmungen 5 eingreifenden Nasen 6 des Spulenkerns 2
dienen dazu, die beiden Stirnscheiben 4 so gegeneinander auszurichten, daß die beiden
Einführungsnuten 10 in einer gemeinsamen Ebe liegen. Dadurch erübrigt sich ein sorgfältiges
Ausrichten der Stirnscheiben 4 beim Zusammensetzen der Spule, wobei die Stirnscheiben
4 mit dem Spulenkern 2 vorzugsweise durch Klebung verbunden werden.
-
Der Spulenkern 2 ist an seinem einen Ende mit einem über die Außenseite
der Stirnscheibe 4 hinausragenden, kegelstumpffötsigen Zentrieransatz 15 versehen.
-
An seinem anderen Ende erweitert sich die Innenbohrung des Spulenkerns
2 und bildet einen kegeligen Bohrungsabschnitt 16, in den der Zentrieransatz 15
einer gleichen Spule passt. Fig. 4 zeigt in einem Teilschnitt, wie zwei Spulen gegenseitig
zentriert werden können, beispielsweise um mehrere Spulen zu stapeln. Der Zcntricransatz
15 des links in Fig. 4 gezeigten Spulenkerns 2 rat in den kegeligen Boh-
rungsabschnitt
16' eines zweiten Spulenkerns 2'.
-
Die beiden einander benachbarten Stirnscheiben 4 und 4' liegen dabei
aneinander.
-
- Leerseite -