DE330065C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stuckgips - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stuckgips

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DE330065C
DE330065C DE1919330065D DE330065DD DE330065C DE 330065 C DE330065 C DE 330065C DE 1919330065 D DE1919330065 D DE 1919330065D DE 330065D D DE330065D D DE 330065DD DE 330065 C DE330065 C DE 330065C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B11/00Calcium sulfate cements
    • C04B11/02Methods and apparatus for dehydrating gypsum
    • C04B11/028Devices therefor characterised by the type of calcining devices used therefor or by the type of hemihydrate obtained
    • C04B11/036Devices therefor characterised by the type of calcining devices used therefor or by the type of hemihydrate obtained for the dry process, e.g. dehydrating in a fluidised bed or in a rotary kiln, i.e. to obtain beta-hemihydrate

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Stuckgips. Der Rohgips enthält außer seiner Naturfeuchtigkeit etwa is Prozent Hydratwasser, welches bis auf 5 Prozent ausgetrieben werden muß, um Stuckgips zu erhalten. Die Erwärmung des Brenngutes hat auf etwa 1300 zu geschehen, und diese Temperatur darf nicht wesentlich überschritten werden, weil sonst unter Umständen ein Totbrennen stattfindet. Ein weiteres Erfordernis bei der Herstellung von Stuckgips ist, diesen in möglichst reiner, weißer Färbung zu erhalten.
Die Erfindung erfüllt diese Bedingungen.
Sie bezweckt also die Überhitzung und die Verunreinigung des Gipses durch die Verbrennungsgase zu vermeiden. Die Lösung dieser Aufgabe ist zwar schon anderweitig versucht worden, und es wurde vorgeschlagen, den Gips ohne unmittelbare Berührung mit den Heizgasen im Mantelraum zweier senkrecht ineinander angeordneter, runder Schächte zu brennen. Einen Erfolg hatte diese Maßnahme nicht, weil die Lagenveränderung der Gipsbrocken an den heißen Wandungen nicht in genügendem Maße geschah, und vor allem, weil die Stücke zu lange Zeit mit den heißen Wandungen in Berührung waren. Es ist ferner bekannt, den Gips in von außen erhitzten Drehtrommeln zu brennen. Hierbei werden aber wegen der geringen Heizfläche die Heizgase nicht genügend ausgenutzt.
Im Gegensatz hierzu wird der Gips im Mantelraum zweier ineinander angeordneter, gemeinsam sich drehender Trommeln gebrannt.
Er erfährt hierbei eine starke Bewegung und bietet in ununterbrochener Folge jeden Teil seines Umfanges den Wandungen dar, so daß er infolgedessen von allen Seiten her erwärmt wird. Die Wärmeübertragung ist also in doppelter Hinsicht günstig. Weitere Vorteile, die mit der Erfindung verknüpft sind und die ebenfalls auf eine Vermeidung des Totbrennens des Rohgipses hinzielen, sind weiter unten beschrieben.
Die Zeichnung stellt die neue Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens dar. Fig. 1 ist ein Längsschnitt, Fig. 2 der Grundriß und Fig. 3 die Stirnansicht von der Ventilatorseite aus gesehen. Innerhalb eines gemauerten Heizraumes 1 dreht sich in an sich bekannter Weise eine aus Blech genietete Trommel 2 auf Rollenlagerungen 3 und 4, die durch eine Rostfeuerung 5 von außen beheizt wird. Mit ihrer Einlaufseite ragt die Trommel in eine Kammer 6, in die von oben ein Einlaufrohr 7 für den Rohgips mündet. Die Trommel ist an den Durchtrittsstellen durch das Mauerwerk in beliebiger Weise gegen den Eintritt von Luft und gegen den Austritt von Gasen durch Abdichtungen geschützt. Die in der Feuerung 5 erzeugten Heizgase strömen unter Vermittlung eines Verbindungsrohres 8 in das Innere einer zweiten, ebenfalls aus Blech genieteten Trommel g, welche zentrisch oder exzentrisch innerhalb der Trommel 2 angeordnet und mit ihr durch beliebige Vorrichtungen fest verbunden ist, sich also mit ihr dreht. Der untere Krümmer 10 des Verbindungsrohres 8 schleift zu diesem Zwecke annähernd- gasdicht
an der Stirnfläche der Trommel 9. Ein zweites Rohr 11 schleift ebenfalls gasdicht an der Stirnfläche der Einlaufseite der Vorrichtung und mündet in einen Fuchs 12, von wo die Abgase in den Schornstein 13 ziehen.
Die Wirkung der bis hierher beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Der bei 7 aufgegebene Rohgips gelangt in den Mantelraum zwischen den beiden unter Vermittlung eines nicht dargestellten Antriebes sich drehenden Trommeln 2 und 3, die natürlich auch gewünschtenfalls mit Schamotte o. dgl. ausgefüttert sein können. Unter ständiger Lagenveränderung wird der Rohgips sowohl von außen als von innen her gebrannt, da die in der Rostfeuerung 5 oder in einer beliebigen anderen Feuerung erzeugten Gase die Trommel 2 von außen umspulen und unter Vermittlung des Schornsteinzuges durch das Rohr 8 ao hindurch in das) Innere der Trommel 9 strömen, um durch Rohr 11 und Fuchs 12 nach dem Schornstein abzuziehen. Der fertig gebrannte Gips fällt am Auslauf der Trommel 2 "in eine Schurre 14 und von da. in eine beliebige Transportvorrichtung 15.
Mit dem Rohgips kommt selbstverständlich auch feineres, beim Brechen unvermeidlicherweise entstehendes Gut in den Heizmantelraum, in dem sich außerdem infolge der ständigen Umdrehung weiterer Gipsstaub bildet. Diese feineren Teile würden trotz der günstigen Wirkungsweise der neuen Vorrichtung der Gefahr des Totbrennens ausgesetzt sein. Das vorliegende Verfahren vermeidet dies. Um den unteren Krümmer 10 des Rohres 8 ist ein zweites, ebenfalls rundes oder eckiges Rohr 16 gelegt, dessen eines Ende ziemlich nahe an die Auslaufstirnfläche der Trommel 2 heranragt. An das andere Ende des Rohres 16 schließt sich das Saugerohr 17 eines Ven- . tilators 18 an, dessen Druckrohr 19 in eine ■ gemauerte Staubsammelkammer 20 mündet, : die den Schornstein umschließt. Diese Kammer ist siloartig ausgebildet und hat einen Auslauf 2i, welcher in die weiter oben erwähnte Transportvorrichtung 15 des fertig gebrannten Gipses führt. Der Ventilator saugt > also sowohl aus dem Mantelrauni der Trom- : mein 2 und 9, wie auch an der Austrittsstelle des fertig gebrannten Gipses aus der Trommel in die Schurre 14 die feinen Gipsteile und den Staub ab, bevor er hinreichend gebrannt oder gar totgebrannt ist und drückt ihn in die Kammer 20, deren Boden, wie Fig. .3 zeigt, geneigt ist. Mit dem Staub wird gleichzeitig der sich im Mantelraum bildende Brüden entfernt, welcher der schnellen Entwässerung hinderlich ist. Von der oberen Abschlußwand dieser Kammer 20 führt in den Schornstein 13 ein Rohr 22 (vgl. Fig. 3), das mit einem geeigneten Rost oder Sieb oder -' einer ähnlichen Vorrichtung verschlossen ist, die den Durchtritt von Staub nach Möglichkeit verhindert. Der von dem Ventilator 18 abgesaugte Staub wird also in die Staubkammer gedrückt, dort niedergeschlagen und durch die den Schornstein durchziehenden Abgase nachgebrannt. Zu diesem Zweck können die Wandungen der Kammer 20 und ebenso . die äußeren Wandungen des Schornsteins 13 noch mit besonderen, als vergrößernde Heizflächen wirkenden Rippen versehen sein. Die Wärme der Heizgase wird durch das neue Verfahren demnach so gut wie völlig ausgenutzt. Entweder von Hand von Zeit zu Zeit oder mechanisch wird das fertige Gut bei 21 abgezogen.
Mit Vorteil wird der Mantel der Trommel 2 in an sich bekannter Weise mit einer Erweiterung 23 versehen, die zweckmäßig nach der Einlaufseite zu verlegt wird, aber auch an beliebiger anderer Stelle angeordnet sein kann. Derartige Erweiterungen kann auch die zweite Trommel 9 besitzen. In der Erweiterung findet eine Anstauung des Rohgipses statt; es wird infolge der hier herrschenden stärksten Hitze das mechanisch gebundene Wasser besonders vorteilhaft ausgetrieben, und die Austreibung des Kristallwassers wird vorbereitet. Die Wärmemitteilung ist auch deshalb besonders günstig, weil· die wärmestrahlende Fläche vergrößert und die Geschwindigkeit, mit der die Trommelwandung unter dem Rohgips vorbeistreicht, erhöht ist. Die Dauer der Berührung der Gipsbrocken mit der erhitzten Wandung wird infolgedessen verringert und die Gefahr des Überbrennens vermindert. Gelangt das Brenngut nunmehr in ' den engeren Teil der Trommel 2, so bewegt es sich schneller vorwärts. Unter Umständen können hier ebenfalls an sich bekannte Fördervorrichtungen zwecks noch beschleunigteren Durchganges angebracht werden. Das Gut wird also der stärksten Hitze rasch entzogen. Wie bereits bemerkt, brauchen die Trommein 2 und 9 nicht gleichachsig zu liegen. Sie können auch gegeneinander jede beliebige Neigung aufweisen. Die Richtung, in der die Gase die äußere Trommel umspülen und innen durchziehen, ist an sich natürlich gleichgültig, jedoch erscheint die in der Patentzeichnung gewählte am vorteilhaftesten.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Verfahren zur Herstellung von Stuckgips, bei welchem der Rohgips ohne Berührung mit dem Verbrennungsgasen in einer Drehtrommel erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß während der Erhitzung das Gut durch (Jen Mantelraum zweier ineinanderliegender, gemeinsam sich drehender, geneigt gelagerter Trom-
    mein geführt wird, deren äußere von außen und deren innere von innen beheizt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der im Mantelraum sich bildende feinere Staub abgesaugt und in einer als Silo ausgebildeten, um den Ofenschornstein herum gebauten Staubkammer niedergeschlagen wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß_die äußere oder innere oder beide Trommeln in an sich bekannter Weise mit Erweiterungen, und zwar vorteilhaft an der Einlaufseite versehen sind.
  4. 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizgase, welche die äußere Trommel beheizt haben, durch ein Verbindungsrohr (8, 10) nach der inneren Trommel (9) geleitet werden. ·
  5. 5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein das Verbindungsrohr (8, 10) umgebendes zweites Rohr (16) mit erster em einen dem Trommelmantelraum entsprechenden feststehenden Ringraum bildet, aus dem ein Ventilator (18) den Staub saugt, um ihn durch sein Druckrohr (19) in eine Staubkammer (20) zu blasen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, . daß aus der Staubkammer ein Verbindungsrohr (22) nach dem Schornstein führt, das zweckmäßig mit Rosten u. dgl. zur Zurückhaltung des Staubes versehen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    ■ BERiJSi, GfcnntiCKT in der rSichsoruckereI-
DE1919330065D 1919-09-12 1919-09-12 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stuckgips Expired DE330065C (de)

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