Die Erfindung betrifft eine Bildmischvorrichtung nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei einer derartigen aus der US-PS 40 28 727 bekannten Bild
mischvorrichtung wird die Bildinformation von der ersten und
der zweiten Eingabeeinrichtung in Abhängigkeit von den Signa
len der dritten Eingabeeinrichtung verarbeitet, die ein Steu
erbild oder eine Bildmaske wiedergeben.
Aus der DE-OS 28 22 719 ist es weiterhin bekannt, beim Mischen
von zwei Eingangsbildern für einen graduellen Übergang zwi
schen den Bildern dadurch zu sorgen, daß die Information der
einen Bildquelle erhöht während die der anderen entsprechend
erniedrigt wird.
Aus der DE-OS 29 19 157 ist schließlich zu entnehmen, eine
Relativbewegung der Teilbilder zueinander zu erzeugen, wobei
die graduelle Bildverschiebung so ausgebildet ist, daß beide
Bilder zueinander verschoben werden können.
Wenn bei der bekannten eingangs erwähnten Bildmischvorrichtung
ein allmählicher Übergang zwischen zwei Bildern bewirkt wer
den soll, derart, daß ein Bild das andere im Verlauf der Bild
zusammensetzung ersetzt, müssen die kombinierten Bildsignale
sowie die Steuersignale in einer genauen Synchronisation zu
einander empfangen werden, um die gewünschte Beziehung der
Bildpunkte zueinander beizubehalten.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht demgegen
über darin, die Bildmischvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 so auszugestalten, daß sie eine größere
Flexibilität insofern erlaubt, als die gewünschte Bildpunkt
beziehung zwischen den Steuersignalen und den Bildsignalen
selbst dann beibehalten werden kann, wenn die Bildsignale
und die Steuersignale nicht synchron zueinander eingegeben
werden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale
des Kennzeichens des Patentanspruchs 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Bildmischvorrichtung können ver
schiedene zusammenzusetzende Bildsignale zu verschiedenen
Zeitpunkten eingegeben und dennoch Bildpunkt für Bildpunkt
in der richtigen Beziehung zueinander kombiniert werden.
Das wird im wesentlichen dadurch erreicht, daß Bildspeicher
für die Bildsignale und die Steuerbildsignale und eine zuge
ordnete Adressiereinrichtung vorgesehen sind. Durch die Ver
wendung dieser Bildspeicher können verschiedene Signale zu
verschiedenen Zeitpunkten eingegeben werden, wobei die Adres
siereinrichtung dafür sorgt, daß die von den Speichern gele
senen Signale Bildpunkt für Bildpunkt in der richtigen Bezie
hung zueinander kombiniert werden.
Die Verwendung der Bildspeicher hat darüber hinaus den Vorteil,
daß variable Masken als Steuerbilder verwandt werden können.
Dadurch ist es möglich, zwei Bilder so übereinander zu lagern,
daß das eine Bild transparent erscheint und der Hintergrund
durch einen Gegenstand im Vordergrund hindurch erkennbar ist.
Die Verwendung einer variablen Maske verbreitert den Bereich
der Effekte, die die Bildmischvorrichtung erzielen kann.
Besonders bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
erfindungsgemäßen Bildmischvorrichtung sind Gegenstand der
Patentansprüche 2 bis 7.
Im folgenden wird anhand der Zeichnung ein bevor
zugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt das Ausführungsbeispiel der Erfindung zum
Zusammensetzen eines Bildes, das von mehr als einer
Bildquelle erzeugt wird.
Fig. 2 zeigt eine visuelle Darstellung der Bildzusammen
setzung.
Fig. 3 zeigt verschiedene Parameterwerte zur Darstellung
der bei der Bildzusammensetzung verwandten Über
blendungstechnik.
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel des in Fig. 1 darge
stellten Prozessors.
Fig. 5 zeigt eine Anordnung zum künstlichen Erzeugen der
Form des eingetasteten Bildes.
Fig. 6 zeigt eine Anordnung, die es erlaubt, das einge
tastete Bild auf das Originalbild zu übertragen.
Fig. 7 zeigt eine Anordnung, die eine Maske als Hilfe für
den Bildaufbau liefert.
Wie es bereits beschrieben wurde, führt die Verwendung der
üblichen Mischtechniken zum Erzeugen eines zusammengesetzten
Bildes dazu, daß sich unrealistische Ergebnisse ergeben, die
künstlich oder verzerrt erscheinen, wobei diese Verzerrung
dann, wenn Daten in digitalem Format verwandt werden, aufgrund
der Quantisierung des digitalen Fernsehbildes noch stärker
sein kann. Um bessere Ergebnisse zu erzielen, befaßt sich die
Erfindung mit der Handhabung der Bildinformation derart, daß
das zusammengesetzte Bild ein Mischbild aus mehr als einer
Bildquelle ist, die in einer Weise überblendet sind, die visuell
zu einem Bild führt, das im wesentlichen von Bildern nicht
unterscheidbar ist, die ursprünglich als ein einzelnes Bild
erzeugt wurden, und die es dennoch ermöglichen, eine Beeinflus
sung der Zusammensetzung dieses Bildes zu bewirken.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Bildmischvorrichtung zur Erzeugung eines zusammengesetzten
Bildes. Eine Kamera 20 bildet die erste Bildquelle, deren In
formation über einen Analogdigitalwandler 27 einem Bildspei
cher 30 zugeführt wird.
Eine Kamera 21 bildet die zweite Bildquelle, deren In
formation über einen Analogdigitalwandler 28 einem Bild
speicher 31 zugeführt wird. Die Ausgangsinformationen
der Bildspeicher 30 und 31 werden einem Prozessor 33 zur
Verfügung gestellt, der im folgenden mehr im einzelnen
beschrieben wird und dessen Ergebnis notwendigerweise
über einen Digitalanalogwandler 39 zur Anzeige an einem
Monitor 34 oder zur Verwendung irgendwo in analoger oder
digitaler Form je nach Wunsch zur Verfügung steht. Das
zusammengesetzte Bild vom Prozessor 33 kann daher als
ein Bild angesehen werden, das aus der Bildinformation
von beiden Originalbildquellen besteht. Die Art der Ver
wendung dieser Bildquellen im Prozessor wird effektiv
durch eine dritte Bildinformationsquelle gesteuert. Diese
dritte Bildinformationsquelle wird in der dargestellten
Weise von einem zusätzlichen Bildspeicher 32 gebildet.
Dieser zusätzliche Bildspeicher 32 enthält Bildform- und
Überblendungsinformationen zur Verwendung beim Steuern
des Prozessors 33. Diese Informationen können über eine
Kamera 26 und einen Analogdigitalwandler 29 oder eine Berührungs
tafel 28 erhalten werden, wie es im folgenden beschrieben
wird, und können als eine variable Schablone zur Verwendung
beim Zusammensetzen des Bildes angesehen werden.
Die sich ergebende Verarbeitung ist beispielsweise in Fig. 2
dargestellt. Das erste und das zweite Bild im Bildspeicher
30 und 31 wird jeweils vom Prozessor 33 empfangen. Das
Steuerbild vom Bildspeicher 32 wird dazu verwandt, den
Prozessor dazu zu bringen, das endgültige Bild aus dem
ersten Bild zusammen mit dem Teil des zweiten Bildes zusammen
zusetzen, der der Form des Steuerbildes entspricht. Dadurch
ist es möglich, nur gewählte Einzelheiten aus dem zweiten
Bild im endgültigen Bild zu verwenden. Es kann somit eine
Person von der ursprünglichen Innenaufnahme in der darge
stellten Weise in eine Außenaufnahme übertragen werden,
wie es am Monitor 34 dargestellt ist. In der Praxis ist
der Prozessor gleichfalls so ausgebildet, daß er die Daten
derart handhabt, daß das eingetastete Bild so realistisch
in das Bild eingeblendet wird, daß es so erscheint, als
wäre es die ursprüngliche Aufnahme. Das Steuerbild selbst
ist ein Mittel zum Steuern dieser Überblendung sowohl unter
Verwendung seiner Form als auch seines Momentan
wertes, wie es im folgenden beschrieben wird.
Das Steuerbild ist so ausgebildet, daß es effektiv den
prozentualen Anteil bestimmt, der von einem Bild verwandt
wird, wenn es mit einem anderen Bild beim Überblenden, bei
spielsweise neben der Bildeintastübergangsfläche verarbeitet
wird. Dieser Wert K ist bei dem in Fig. 3c dargestellten
Beispiel so dargestellt, daß er sich am Anfang von einem
kleinsten Wert bis zu einem größten Wert neben der Grenze
I ändert und anschließend auf einen kleinsten Wert neben
der Grenze II für diese Fernsehbildzeile abnimmt. Bei dem
in Fig. 2 dargestellten Beispiel könnte diese einer Fern
sehbildzeile am unteren Teil des Bildes entsprechen. Am
Übergang vermeidet dieses Verfahren scharfe Ränder durch
eine allmähliche Zunahme im Bildanteil über einen Abstand
von einem oder mehreren Bildpunkten. Neben der ersten Grenze
kommt somit ein kleiner Anteil von dem einzutastenden
Bild (Bild B), wobei dieser Bildanteil mit einer entsprechen
den Abnahme des Bildes A zunimmt, bis das Bild B vollständig
die erste Bildquelle A ersetzt. Wenn die nächste Grenze
erreicht wird, wiederholt sich dieser Arbeitsvorgang, dieses
Mal jedoch in umgekehrter Richtung. Dieses Verfahren führt
dazu, daß bei diesem Beispiel Bilder von der ersten und
zweiten Quelle nur in den Randbereichen ihrer Grenzfläche
überblendet werden. Obwohl das beschriebene Überblenden
so angesehen werden kann, daß es längs einer horizontalen
Zeile erfolgt, kann dasselbe Verfahren auch vertikal ange
wandt werden. An den anderen Teilen des Bildes wird eine
andere Beziehung vorherrschen. Da die Übergangsstelle an
den folgenden Abtastzeilen versetzt sein kann, wird sich
auf jeder Zeile ein etwas anderer Wert von K ergeben,
wie es beispielsweise in Fig. 3d dargestellt ist. Für
irgendeinen Teil des Bildes, an dem kein Anteil von der
zweiten Bildquelle B erforderlich ist, wird dann der
Wert K über die gesamte horizontale Abtastzeile ein
Minimum haben, wie es in Fig. 3a dargestellt ist. Wenn
das eingetastete Bild einen horizontalen Rand hat,
dann kann neben dieser Grenze ein Wert K für die relevante
Abtastzeile erwartet werden, wie er in Fig. 3b dargestellt
ist. Benachbarte Zeilen werden einen zunehmenden Wert K
haben, bis die in Fig. 3c dargestellte Situation erreicht
ist, so daß sich in dieser Weise ein Überblenden sowohl
vertikal als auch horizontal ergibt.
Die Bildspeicher 30 bis 32 benutzen gemeinsam einen Schreib
leseadressenblock 35, der in üblicher Weise unter der
Steuerung eines Eingangssynchrongenerators 36 und eines
Ausgangssynchrongenerators 37 steht.
Der Arbeitsvorgang im Prozessor 33, der erforderlich ist,
um das Überblenden zu erzielen, ist durch folgende
Gleichung gegeben:
Ausgabe = K × Bild 1 + (1 - K) × Bild 2, wobei K 1 ist.
Ein Ausführungsbeispiel des Prozessors 33 ist in Fig. 4
dargestellt. Der Wert K vom Steuerformspeicher
32 für einen gegebenen Bildpunkt wird von einem Multi
plikator 41 empfangen und sein inverser Wert (1 - K) wird
über einen Inverter 43 dem Multiplikator 40 zur Verfügung
gestellt, um das Zusammensetzen des Bildes zu steuern.
Die Ausgangssignale der Multiplikatoren 40 und 41 werden
von einem Addierer 42 empfangen, dessen Ausgangssignal
dem Monitor zugeführt werden kann, wie es anhand von Fig. 1
beschrieben wurde.
Obwohl die Vorrichtung aus Gründen der Einfachheit so dar
gestellt ist, daß sie einzelne Bildspeicher 30 und 31
zur Handhabung nur von einfarbigen Bildern hat, kann sie
auf Farbbilder dadurch erweitert werden, daß diesen
Bildspeichern zusätzliche Speicher zugefügt werden und
daß gleichfalls eine parallele Verarbeitungsschaltung
für Farbdaten zusätzlich vorgesehen wird.
Obwohl die Bildform mit den zugehörigen Werten K für
jeden Bildpunkt im Bild für den Speicher 32 künstlich
erzeugt werden kann, besteht der bevorzugte Weg zum
Liefern dieser Werte darin, eine visuelle Formeinrichtung
zu verwenden. Eine Möglichkeit, die in Fig. 1 dargestellt
ist, besteht darin, eine Kamera 26 zu verwenden, deren
Ausgangssignal über einen Analogdigitalwandler 29 dem
Speicher 32 zugeführt wird. Die Form des eingetasteten
Bildes kann ein Profil oder eine Silhouette sein, was
in der Praxis dazu führt, daß im analogen Ausgangspegel
von der Kamera über eine Anzahl von Bildpunkten in der
in Fig. 3c dargestellten Weise ein schräger Verlauf er
zeugt wird, so daß dann, wenn dieses Signal digitalisiert
und in Form von 8-Bit-Wörtern beispielsweise gespeichert
wird, sich die für ein gleichmäßiges Überblenden im Über
gangsbereich erwünschte Änderung im Wert K ergibt.
Dadurch, daß Formen mit Zwischenintensitätswerten für K
über das eingetastete Bild vorgesehen werden, hat es sich
herausgestellt, daß spezielle Effekte beispielsweise durch
sichtige oder durchscheinende Bilder in die zusammenge
setzte Aufnahme aufgenommen werden können.
Durch die Aufnahme einer Kamera mit hohem Auflösungsver
mögen oder durch die Aufnahme von Filtertechniken kann die
Anzahl der Bildpunkte beim Übergang (horizontal und vertikal)
und somit der Gradient des schrägen Verlaufen des Wertes K
verändert werden. Eine andere in Fig. 1 dargestellte Mög
lichkeit besteht darin, eine Berührungstafel 38 oder irgendeine
andere von Hand bedienbare Einrichtung zu verwenden, um
die gewünschte Form des eingetasteten Bildes zu liefern
und diese als Eingangsdaten für den Wert K für den Speicher
32 unter Verwendung von Techniken zu verwenden, die
von den Techniken ausgehen, die in der GB-PS 20 89 625
beispielsweise beschrieben sind, wie es später anhand
von Fig. 7 dargestellt wird.
Obwohl im Obigen beschrieben wurde, daß die Bildeingangs
signale der Speicher 30 und 31 von Kameras kommen, ist
die Vorrichtung flexibel genug, um auch andere Bildquellen
verwenden zu können. Ein spezieller Aspekt besteht darin,
ein Bild zusammenzusetzen, das eine grafische Information
enthält. In diesem Fall kann der Speicher 30 die Hintergrund
information (Helligkeit oder Farbe) liefern, und kann die
grafische Form dem Speicher 32 eingegeben werden, wie es
bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel der Fall war.
Diese Formen können von irgendeiner geeigneten Quelle
stammen, für realistische Bilder ist jedoch das Verfahren
bevorzugt, das anhand von Fig. 7 später beschrieben wird.
Die Form kann eine gerade Linie, ein Kreis, ein alphanumerisches
Zeichen oder ein anderes Zeichen sein. Unter diesen Umstän
den kann der Speicher 31 nur eine feste (oder variable)
Farbe oder Intensität enthalten, die in Abhängigkeit von
der durch den Speicher 32 bestimmten Form gewählt wird.
Immer dann, wenn der Speicher 32 den Wert 0 liefert, geht
das Ausgangssignal vom Bildspeicher 30 ohne Änderung zum
Monitor 34, wenn jedoch der Speicher 32 ein Ausgangssignal
gleich 1 ausgibt, dann erscheint die Farbe am Monitor, die
durch den Speicher 31 bestimmt ist. Für Werte zwischen 0
und 1 liegt ein anteiliges Gemisch des Farbwertes und
des Ausgangssignales des Bildspeichers 30 am Monitor.
Wenn die Vorrichtung in Verbindung mit dem oben beschrie
benen Bilderzeugungssystem benutzt wird, simuliert das
Bild, das am Monitor sichtbar ist, direkt den Effekt,
den der Künstler in seinem Bild dann erzielt, wenn er
am Ende entscheidet, diese Linien oder andere grafische
Darstellungen seinem Bild zu geben, oder diese Linien
als Führungslinien bei der Schaffung des Bildes ver
wendet.
Wie es bereits erwähnt wurde, kann eine Berührungstafel 38 oder eine
äquivalente Einrichtung dazu benutzt werden, die gewünschte
Forminformation in den Speicher 32 einzugeben. Unter
suchungen haben ergeben, daß zur Erzeugung des gewünschten
Überblendungseffektes Techniken verwandt werden können, die
von Anordnungen erhalten werden, die Abwandlungsformen der
Anordnungen sind, die in der GB-Patentveröffentlichung
20 89 625 dargestellt sind. In der Praxis wird die Berührungs
tafel 38 in Fig. 1 mit zusätzlichen Bauelementen verwandt,
um die gewünschten Mal- oder Zeichentechniken zu liefern,
wie es im folgenden im einzelnen in Verbindung mit Fig. 5
beschrieben wird.
Die Koordinaten von der Berührungstafel 38 liegen an einem Adressen
geber 53, der die Adressierung für den Bildspeicher 32
liefert, um die Daten richtig an den Speicherplätzen
einzugeben.
Der Adressengeber steuert den Bildspeicher
so, daß eine Lese-Modifizier-Schreibabfolge auftreten
kann, wobei die Modifikation im Prozessor 50 stattfindet.
Der Adressengeber 53 steuert auch die Speicher 51 und 52,
die eine Größe haben, die der geplanten Anzahl der Bild
punkte in einem Feld entspricht. Die Zeichenstiftstärke
(oder Farbe) und die Zeichenstiftform, die von den Speichern
51 und 52 geliefert werden, sind ideale Mittel, um die
Eintastform zu liefern, da der Künstler oder die Bedienungs
person eine Linie um den Gegenstand ziehen kann, der von
Interesse ist und anschließend den Raum im Inneren des
Umrisses füllen kann. Da die Zeichenstiftform derart ist,
daß sie an den Rändern abfällt, ist auch der gewünschte
Überblendungseffekt sichergestellt, wie es im folgenden
beschrieben wird.
Ein Raster aus 16 × 16 Bildpunkten ist in der dargestellten
Weise groß genug, um die gewünschte Zeichenstiftform bei
diesem Beispiel zu umschließen. Die Spitze der Zeichen
stiftform ist in diesem Fall in der Mitte des Rasters und
ergibt den maximalen Wert von K an dieser Stelle. Die X- und
Y-Koordinaten, die von der Tastatur geliefert werden, ent
sprechen der Ecke des vom Speicher ausgelesenen Rasters,
wobei die Verarbeitung aller Punkte innerhalb dieses Rasters
im Prozessor 50 bewirkt wird und anschließend die modifi
zierten Daten in den Speicher 32 zurückgeschrieben
werden. Während dieses Arbeitsvorganges wird der alte Hellig
keitswert und der geplante Intensitätswert im Subtrahierer 55
subtrahiert und wird der Unterschied mit dem Koeffizienten
K im Multiplikator 56 multipliziert, wobei der Wert von K
davon abhängt, wo der gegebene Bildpunkt im gewählten Raster
liegt. Das Ergebnis wird den früheren Helligkeitsdaten durch
den Addierer 57 zuaddiert. Es ist ersichtlich, daß einige
Bildpunkte am Rand bei diesem Beispiel unverändert bleiben.
Die Bewegung des tatsächlichen Stiftes auf der Berührungs
tafel um einen Bildpunkt bewirkt, daß ein neues Feld
aus dem Speicher 32 ausgelesen wird, das den größten Teil
der früheren Bildpunkte enthält, wobei jedoch 16 neue
Bildpunkte vorhanden sind und natürlich 16 andere fehlen.
Die Verarbeitung wird wiederum für das gesamte Feld
durchgeführt. Es ist ersichtlich, daß während des zweiten
Arbeitsvorganges, der gerade beschrieben wurde, die vorher
gehende Bewegung um einen Bildpunkt dazu führen wird, daß
ein Teil der Helligkeitsinformation, die durch einen früheren
Arbeitsvorgang erzeugt wurde, bei der Berechnung des
neuen Inhalts für das fortgeschriebene Feld verwandt
wird.
Die Anzahl der Arbeitsschritte für eine gegebene Koordinate
wird von der Größe des zugegriffenen Feldes abhängen.
Wenn das Feld beispielsweise 32 Bildpunkte breit und
32 Bildpunkte hoch ist, sind bei jeder Bewegung des Stiftes
32 × 32 oder 1024 Punkte zu verarbeiten.
In dieser Weise wird die Form des eingetasteten Bildes auf
gebaut. An den Rändern wird die Stärke oder Intensität auto
matisch verblassen, was es erlaubt, einen Überblendungs
effekt zu erzielen, während der gewünschte Wert von K
geliefert und während dieses Arbeitsvorganges in die Speicher
32 eingegeben wird. Formen, die mit variabler Stärke
oder Intensität anders als an der Grenze gezeichnet sind,
werden eine variable Überblendung anderswo bewirken. Die
Bedienungsperson kann diese Form während oder nach der
Erzeugung dadurch betrachten, daß die Daten vom relevanten
Speicher zum Monitor 34 geliefert werden oder als grafische
Eingangsdaten betrachtet und dem Originalbild überlagert
werden, wie es oben beschrieben wurde.
Wenn die Bedienungsperson oder der Künstler einmal ent
schieden hat, wo er seinen Bildausschnitt placieren will,
dann besteht die Notwendigkeit, den Bildausschnitt tat
sächlich vom Bild B auf das Bild A zu übertragen. Wiederum
muß der Bildausschnitt in der richtigen Weise überblendet
werden, wenn er mit dem Originalbild kombiniert wird,
was unter Verwendung der in Fig. 6 dargestellten Anordnung
erfolgen kann. In diesem Fall liegen jedoch statt der
Zeichenstiftfarbe und Zeichenstiftform zusammen mit dem
Ausgangssignal des Bildspeichers 32, die in Fig. 5 am
Prozessor 50 liegen, das Ausgangssignal des Bildspeichers
31 zusammen mit der Eintastbildform, die durch den Speicher
32 bestimmt ist, am Prozessor anstelle des Zeichenstiftes
oder des Werkzeuges.
Wie für den Videozweig ist es auch für den Verarbeitungs
zweig erforderlich, daß der Bildspeicher 30 und der Bild
speicher 31 separate Adressengeber 35, 39 haben, so daß
auf sie von verschiedenen Adressen für einen bestimmten
Arbeitsvorgang zugegriffen werden kann. Um den Vordergrund/
Hintergrundeffekt zu erzielen, werden dann die Ausgangs
signale der Speicher 32 in einem zusätzlichen
Multiplikator 62 multipliziert, bevor sie von den anderen
Bauteilen des Prozessors empfangen werden. Es ist ein
weiterer Multiplikator 60 vorgesehen, der als eine Eingabe
einrichtung für den Druck wirkt, der vom Wandler 61 ge
liefert wird, um es dadurch zu ermöglichen, daß die In
formation vom Bildspeicher 31 nur teilweise der Information
des Bildspeichers 30 zugegeben wird, wenn das erwünscht
ist.
Für den Block 50 ist ein eigener Prozessor erforderlich,
um eine vernünftige Verarbeitungsgeschwindigkeit zu er
zielen. Ein Vollbild mit 584 × 768 Bildpunkten
braucht etwa 0,6 Sekunden, um in den ersten Bildspeicher
30 geschrieben zu werden. Da in vielen Fällen der vom Bild
speicher 31 auszuschneidende Gegenstand nicht den ge
samten Bildspeicher einnimmt, kann dadurch Zeit eingespart
werden, daß nur zu einem Rechteckbereich zugegriffen wird,
der ausreicht, den auszuschneidenden Gegenstand zu um
schließen. Diese Raster- oder Feldgröße kann durch einen
Rastergrößenwähler 63 in der dargestellten Weise gesteuert
werden, der seinerseits die Arbeit der beiden Adressengeber
steuert. In der Praxis kann dieser Rastergrößenwähler
oder -geber einen ähnlichen Adressiermechanismus erhalten,
wie er für die Erzeugung der Adressen im Block 53 in Fig. 5
verwandt wird, und mehr im einzelnen in der obener
wähnten Patentanmeldung beschrieben ist.
Obwohl die Steuerbildform und -stärke nach der obigen
Beschreibung in einem einzigen Arbeitsvorgang erzeugt
werden, kann in der Praxis die Form zuerst bestimmt werden
und anschließend die Stärke oder Farbe aufgebaut werden.
Das erlaubt es, die speziellen obenerwähnten Effekte
durch die Bedienungsperson leicht abzuwandeln.
Vom künstlerischen Standpunkt aus ähnelt das dem Aufbringen
einer Art Maskierungsstreifen oder Schablone auf das
Bild, um den Flächenbereich zu begrenzen, in dem der Künstler
seine Farbe auf das Papier bringen will. Das ist insbe
sondere dann zweckmäßig, wenn eine Spritzpistole ver
wandt wird, kann jedoch auch bei beliebigen anderen Farb
medien angewandt werden. Die im folgenden beschriebene
Anordnung liefert die Möglichkeit der Erzeugung des Äquivalen
tes einer Farb- oder Malmaske auf elektronischem Wege,
wie es in Fig. 7 dargestellt ist. Der Prozessor ist ähnlich
dem in Fig. 5 und 6, und die Anordnung enthält den Speicher
32, der parallel mit dem Bildspeicher 30 betrieben wird.
Wenn die Zeichenstiftfarbe (oder Stärke), die Zeichenstift
form und der Bildspeicherwert ausgelesen werden, wird
ein zusätzlicher Wert vom Speicher 32 ausgelesen, der die
Maske bestimmt. Dieser wird im Multiplikator 62 vor den
weiteren Arbeitsschritten des Prozessors mit dem Druck vom
Stift über den Wandler 61 multipliziert. Der Speicher 32
moduliert daher den Druck so, daß dann, wenn die Maske
gleich 1 ist, der Druck durchgelassen wird und kein Einfluß
auf das Malen ausgeübt wird, während dann, wenn die Maske
gleich 0 ist, der Druck auf 0 gebracht wird und am Bild
speicher kein Farbauftrag erscheinen wird. Da die Maske
irgendeinen Wert zwischen 0 und 1 haben kann, kann ihr eine
Form gegeben werden, die genau die Form begrenzt, in der
der Künstler seine Farbe aufbringen will.
Die Maske liefert wiederum eine Überblendung der erwünschten
Farbe auf das Originalbild und die Erzeugung einer sehr
natürlichen Wirkung.
Die oben beschriebenen verschiedenen Ausführungsbeispiele
ermöglichen somit die Erzeugung eines zusammengesetzten
Bildes aus normalen Bildquellen oder durch künstliche
Zusammensetzung, das seine realistische Wirkung beibe
hält, indem die scharfen Kanten von den Grenzflächen be
seitigt werden, wobei eine zusätzliche Handhabung bei
spielsweise eine relative Bewegung unter der Steuerung
der Bildform bewirkt werden kann.