DE3304005C2 - Gerät zur dosierbaren Streckung des menschlichen Körpers - Google Patents
Gerät zur dosierbaren Streckung des menschlichen KörpersInfo
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Description
;;y
LÖSUng
f/} Die Erfindung geht aus von einem Gerät zur dosier- 30 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
]i baren Streckung des menschlicher Körpers gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebe-
% Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ■ nen Merkmale gelöst.
£; Die Wirbelsäule des Menschen iiterliegt statischen
f& (z. B. Bandscheibenleiden) führen können. Eine Strek- Die Streckung mittels Fliehkraft erfolgt schonender
\ tungskorrektur und Schmerzbefreiung wünschenswert richtcter Zugkräfte, die an nur zwei Körperstellen fuß-
ζ| und seit altersher angestrebt worden. wärts und kopfwärts des zu streckenden Körperab-
·-;;· 40 schnittes angreifen, weil der zu streckende Körper bei
>■< Stand der Technik der Fliehkrafttherapie nur an einer Stelle fixiert ist und
i$
die Fliehkraft an allen nicht fixierten Körperstellen
;ί'.. Eine Vielzahl von Geräten wurde im Laufe der Medi- gleichzeitig angreift Außerdem erfolgt auch die Strek-
- zingeschichte konstruiert um eine Streckung der Wir- kung mittels Fliehkraft schonender als die Streckung
belsäule zu erreichen. Hierbei bediente man sich bisher 45 mittels Schwerkraft, weil der Körper auf dem Flieh-
der durch Maschinen oder durch Muskelarbeit erzeug- krafttherapiegerät entspannt liegt, während er bei den
ten mechanischen Kraft (Typ Zuggeräte, z. B. DE-OS Hängeverfahren der Schwerkraftgeräte in unbequemer
26 22 255) oder der Schwerkraft (Typ Hängegeräte, z. B. Stellung aufgehängt ist, was zu störenden Muskelan-
Bei solchen Zuggeräten, wie sie aus der DE-OS 50 Außerdem ist das Maß der Streckung bei der Anwen-26 22 255 bekannt sind, läßt man zum Zweck des Aus- dung des Fliehkrafttherapiegerätes dosierbar mittels
einanderziehens von Körperabschnitten eines auf einer der variierbaren Zahl der Umdrehungen pro Minute der
Unterlage lagernden Patienten mechanische Kräfte an rotierenden Unterlage, je größer die Zahl der Umdrezwei Körperstellen entgegengesetzt gerichtet angreifen hungen pro Minute, desto größer die Streckwirkung.
(Zug und Gegenzug), wobei eine Körperstelle mittels 55 Bei der Wahl einer geeigneten Länge des Zentrifugeneiner Fixiervorrichtung befestigt ist, in der Hoffnung, radius und einer entsprechend gewählten Umdrehungsdaß die Übertragung der mechanischen Kraft an diese zahl pro Minute kann die Streckwirkung des Fliehkraftzwei Körperstellen zu einer Streckung der zwischen therapicgerätes das Maß der Schwerkraft erheblich
den Punkten der Kraftübertragung liegenden Körper= überschreiten,
abschnitte führt. t>o
Nachteilig ist be; diesem Verfahren, daß auch die Weitere Ausgestaltungsvorteile
Übertragung der mechanischen Zugkraft an der angegriffenen Körperstelle Schmerzen auslöst und daß bei Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in
einer Verkrampfung der Körpermuskeln, die gerade im den Unteransprüchen angegeben,
erkrankten Gebiet einer Streckung entgegenwirken, 65 Eine gezielte Verstärkung der Streckwirkung auf bcnicht sichergestellt ist, daß die angewandte Kraft im stimmte Körperabschnitte kann dadurch erreicht wer-Bereich des Körperabschnittes, der gestreckt werden den, daß als Unterlagen Platten verwendet werden, die
soll, ausreichend zur Wirkung kommt. auf einer Seite mit glatter (stark gleitender) Oberfläche
und auf der Gegenseite mit stumpfer (rutschfester) Oberfläche versehen sind und dem Patienten bei der
Lagerung auf das Fliehkrafttherapiegerät so untergelegt werden, daß die glatte Seite zentrifugenwärts und
die st umpfe Seite patientenwärts weist.
Ausführungsbeispiel
Anschließend wird ein Ausführunsbeispiel der Erfindung anhand einer Abbildung, F i g. t, beschrieben. ι ο
Es handelt sich bei dem Streckgerät um eine Zentrifuge, die in größeren Räumen zur Ausübung medizinischer
Therapie aufgestellt werden kann. Das Gerät besteht aus einer Scheibe Z oder einem Balkenkreuz, verbunden
mit einem Motor, der die Scheibe Z oder das Balkenkrsuz in drehende Bewegung (im Uhrzeigersinn)
versetzt. Die Anzahl der Umdrehungen pro Minute ist variierbar um die Stärke der nach außen wirkenden
Fliehkraft einstellen zu können. Die Scheibe Zoder das
Balkenkreuz enthält eine Lagerungsmöglichkeit mit einer Unterlage P für Personen, z. B. Patienten mit Wirbelsäulenleiden.
Die Lagerung des bzw. der i'atienten erfolgt einzeln mit Gegengewicht oder paarweise einander
gegenüber radial zum Mittelpunkt der Scheibe Z, die Füße nach außen weisend. Unter den Armen oder
am Kopf (bei Halswirbelsäulentherapic) wird der Patient
an der Zentrifuge (bei X) fixiert. Unter den Rücken werden als Unterlage P rechteckige Lagerungsplatten
gelegt, die in verschiedenen Größen zur Verfügung stehen. Die Patientenseite dieser Platten besteht aus gleit- ω
hemmendem Material mit rutschfester Oberfläche und es sind Gurte oder andere Haltevorrichtungen an den
Platten, die den Patientenkörper auf der Platte fixieren. Die zur Scheibe Zoder zum Balkenkreuz des Fliehkrafttherapiegerätes
gerichteten Seilen der Platten sind j5 gleitfähig durch die Verwendung von Spezialmaterial
oder einer Rollenlagerung. Statt Platten können jedoch auch z. B. re:Sungsarme Stoffe, in die der Körper eingewickelt
wird, entsprechend zur Anwendung kommen. Durch die Reibungsarmut bewegt sich die Platte oder
eine ähnliche Vorrichtung besonders leicht in radialer Richtung unter der Einwirkung der Zentrifugalkraft.
Der Patient wird so gelagert, daß Abschnitte der Wirbelsäule, di? nicht gestreckt werdec sollen, mit Platten
unterlegt werden, su daß sie im Block rutschen. Ab- 4S
schnitte der Wirbelsäule, die gestreckt werden sollen, werden nicht mit Platten unterlegt. So kann erreicht
werden, daß einzelne Kcrperabschnitte — /.. B. Wirbelsäulenabschnitte
— gezielt in schonender Weise stärker gestreckt verdcn als andere. Die sireckende Kraft entspricht
der mittels Umdrehungszahl eingestellten Fliehkraft.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Gerät zur dosierbaren Streckung des menschü- den Füßen aufgehängten Patienten auf einer schiefen
chen Körpers, der Wirbelsäule oder einzelner Ab- 5 Ebene oder frei hängend der Schwerkraft aussetzt Dieschnitte der Wirbelsäule, mit einer den Körper tra- ses Verfahren hat den Vorteil, daß eine Fixierung nur an
genden und lagernden Unterlage und einer Fixier- einer Körperstelle erfolgen muß und die Schwerkraft
vorrichtung zur Befestigung des Körpers an kopf- eine Streckung der nicht fixierten Körperabschnitte auf
wärts gelegenen Körperabschnitten, g e k e η η - schonendere Art als die mechanischen Zuggeräte herzeichnet durch eine mit Hilfe eines Motors io beiführt
rotierende Scheibe (Z), deren Drehzahl eingestellt Nachteilig ist bei der Hängemethode, daß die einwirwerden kann und auf der die Unterlage (P) außer- kende Kraft naturgemäß auf das Eigengewicht des Pamittig. radial zum Mittelpunkt hin, auf der Scheibe -:ienten, hervorgerufen durch die Schwerkraft, begrenzt
£9 so angeordnet ist. daß der Körper mit den Füßen und nicht ohne weiteres dosierbar ist Dieses Gewicht
nach außen gelagert und auf der Scheibe (Z) fixiert is ist jedoch, wie die Erfahrung gezeigt hat, oft für den
werden kann. Therapieerfolg nicht ausreichend.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich-
net, daß statt der Scheibe (Z) ein Balkenkreuz vorge- Aufgabe
sehen ist
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- 20 Aufgabe der Erfindung ist es, ein Gerät zur dosierbazeichnet daß die Unterlage (P) aus rechteckigen La- ren Streckung des menschlichen Körpers der eingangs
gerungsplatten, mit einer Oberfläche aus nichtglei- genannten Art anzugeben, bei welchem die Zugkraft
tendem Material für die zum Körper gerichtete Sei- mechanisch nicht an einzelnen Körperstellen angreift
te dieser Lagerungsplatten und einer gleitfähigen und bei welchem gleichzeitig eine über das durch die
Unterseite, besteht 25 Schwerkraft erzeugte Gewicht hinausgehend dosierba-
re Streckkraft erzeugt werden kann.
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|---|---|---|---|
| DE19833304005 DE3304005C2 (de) | 1983-02-03 | 1983-02-03 | Gerät zur dosierbaren Streckung des menschlichen Körpers |
| DE19843422059 DE3422059A1 (de) | 1983-02-03 | 1984-06-14 | Fliehkraftgeraet zur streckung des menschlichen koerpers |
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| DE19833304005 DE3304005C2 (de) | 1983-02-03 | 1983-02-03 | Gerät zur dosierbaren Streckung des menschlichen Körpers |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3304005A1 DE3304005A1 (de) | 1984-08-30 |
| DE3304005C2 true DE3304005C2 (de) | 1984-12-20 |
Family
ID=6190155
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833304005 Expired DE3304005C2 (de) | 1983-02-03 | 1983-02-03 | Gerät zur dosierbaren Streckung des menschlichen Körpers |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (1)
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| DE2622255A1 (de) * | 1975-09-13 | 1977-11-24 | Pondeljak Geb Filipovic Margit | Vorrichtung zum uebertragen von zugkraeften auf die menschliche wirbelsaeule oder zum uebertragen von zugkraeften auf gliedmassen bzw. extremitaeten des menschlichen koerpers |
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1983
- 1983-02-03 DE DE19833304005 patent/DE3304005C2/de not_active Expired
Also Published As
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| DE3304005A1 (de) | 1984-08-30 |
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