DE3304332C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stapelkasse für Banknoten, die in
einen Einschub eines Warenverkaufs- oder Dienstleistungsautoma
ten auswechselbar einsetzbar ist, mit einem Aufnahmebehälter für
die Banknoten und einem diesen umschließenden Sicherheitsbehäl
ter, mit einer die Einführöffnung des Aufnahmebehälters ver
schließenden Klappe am Sicherheitsbehälter sowie mit einem an
der Klappe angeordneten Mitnehmer, der durch Zusammenwirken mit
einem am Einschub angeordneten Betätigungshebel bei Entnahme der
Stapelkasse aus dem Einschub die Klappe zwangsweise und selbst
tätig in die Schließstellung überführt und den Aufnahmebehälter
durch Einrasten eines Verschlusses in die Klappe kassensicher
verschließt.
Eine Kasse dieser Art ist aus der US-PS 38 41 550 bekannt. Bei
dieser Kasse handelt es sich dabei um einen Münzbehälter, der in
einen Einschub eines Automaten auswechselbar einsetzbar ist. Die
Oberseite des Münzbehälters weist eine Öffnung auf, durch die
hindurch die Münzen fallen. Die Öffnung ist mittels eines Schie
beverschlusses verschließbar, der in Führungsrillen des Münzbe
hälters gleitet. Zu diesem Zweck weist der Schiebeverschluß an
seiner vorderen Kante einen Mitnehmer auf, der mit einem ver
schwenkbaren Betätigungshebel an der Innenwand des Einschubs zu
sammenwirkt. Beim Einbau des Münzbehälters in den Einschub des
Automaten wird mittels einer ersten Verriegelung und dabei ins
besondere durch eine drehbare Klinke der Betätigungshebel so
lange verschwenkt, bis seine Stirnfläche hinter dem Mitnehmer
des Schiebeverschlusses zu liegen kommt. Soll der Münzbehälter
dem Einschub entnommen werden, wird die erste Verriegelung ge
löst und die Klinke nach unten gedreht. Auf diese Weise wird der
Münzbehälter freigegeben und kann dem Einschub entnommen werden.
Durch das Herausziehen des Münzbehälters aus dem Einschub kommt
der Mitnehmer des Schiebeverschlusses an der Stirnfläche des Be
tätigungshebels zur Anlage, so daß beim Herausziehen des Münzbe
hälters aus dem Einschub der Schiebeverschluß nach hinten in die
Schließstellung gedrückt wird. Sobald der Schiebeverschluß die
Schließstellung erreicht hat, wird der Betätigungshebel zurück
geschwenkt, so daß der Mitnehmer den Betätigungshebel passieren
kann. Der kassensichere Verschluß der Öffnung des Münzbehälters
wird durch eine zweite Verriegelung erreicht, die hinter dem ge
schlossenen Schiebeverschluß einrastet. Diese zweite Verriege
lung besteht aus einer Metallzunge, die mittels einer Feder und
einer Schiebestange gegen die Innenwand des Münzbehälters ge
drückt wird, wobei der Schiebeverschluß dazwischen eingeklemmt
ist. Erst wenn der Schiebeverschluß seine Schließstellung er
reicht hat, wird die Metallzunge vollständig an die Innenseite
des Münzbehälters gedrückt und rastet hinter dem Schiebever
schluß ein, so daß dieser nicht mehr in die Öffnungsstellung zu
rückgezogen werden kann. Zum Öffnen des so kassensicher ver
schlossenen Münzbehälters muß die zweite Verriegelung gelöst
werden, indem die Metallzunge nach unten gedrückt wird, so daß
der Schiebeverschluß von Hand nach hinten gezogen werden kann.
Die bekannte Kasse hat den Nachteil, daß nicht immer gewähr
leistet ist, daß der Schiebeverschluß selbständig und zwangsläu
fig bei der Entnahme des Münzbehälters aus dem Einschub des Au
tomaten verschlossen wird. Es besteht nämlich die Gefahr, daß
beim Verschwenken der drehbaren Klinke der ersten Verriegelung
der Betätigungshebel mitgerissen und so verschwenkt wird, daß
der Mitnehmer des Schiebeverschlusses den Betätigungshebel ohne
weiteres passieren kann. Diese Gefahr besteht insbesondere dann,
wenn bei oftmaligem Gebrauch der Betätigungshebel auf seinem
Bolzen Spiel hat und sehr leichtgängig gelagert ist. Ein weite
rer Nachteil besteht in der zweiten Verriegelung zum kassen
sicheren Verschließen des Schiebeverschlusses des Münzbehälters.
Die Verriegelung ist konstruktiv aufwendig und führt durch den
intensiven Reibungskontakt mit der Unterseite des Schiebever
schlusses allmählich zu dessen Verschleiß, wobei sich insbeson
dere die Dicke des Schiebeverschlusses im Reibbereich allmählich
vermindert. Dies kann mit der Zeit soweit führen, daß sich ent
lang der Kante des Schiebeverschlusses eine scharfe Schneide
bildet, die sich zwischen die Metallzunge der zweiten Verriege
lung und der Innenwand des Münzbehälters schiebt, wenn der
Schiebeverschluß mit etwas Kraftaufwand in die Öffnungsstellung
geschoben wird.
Aus der DE-OS 29 49 344 ist ein Banknotenbehälter bekannt, der
nicht nur zum Aufnehmen von Banknoten dient, sondern insbeson
dere zur Ausgabe derartiger Banknoten. Die Banknoten werden näm
lich nach Öffnen des Deckels von Hand eingelegt und an der Vor
derseite durch eine Öffnung hindurch mittels Saugarmen selbsttä
tig entnommen. Der bekannte Banknotenbehälter besteht darüber
hinaus lediglich aus einem einzigen Gehäuse, besitzt also keinen
eigentlichen Aufnahmebehälter für die Banknoten sowie einen zu
sätzlichen Sicherheitsbehälter, der den Aufnahmebehälter bei
Entnahme aus der Vorrichtung kassensicher verschließt. Um einen
jalousieartigen Verschluß des bekannten Banknotenbehälters in
der Schließstellung zu halten, weist der bekannte Behälter einen
Hebel auf, der mit einer Auflaufschräge für einen Anschlag aus
gebildet ist, über den zwei Sperrklinken betätigt werden, die
jedoch nicht selbständig beim Entnehmen der Stapelkasse aus dem
Einschub, sondern nur bewußt durch Verdrehen eines Schlüssels
betätigt werden.
Ausgehend von einer Stapelkasse der eingangs angegebenen Art
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese derart zu ver
bessern, daß auch nach längerem Gebrauch jederzeit ein selbstän
diges und zwangsläufiges kassensicheres Verschließen bei der
Entnahme der Stapelkasse aus dem Einschub des Automaten einwand
frei gewährleistet ist.
Als technische Lösung wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß
der Betätigungshebel eine Auflaufschräge für den Mitnehmer auf
weist, entlang der der Mitnehmer bei Entnahme der Stapelkasse
aus dem Einschub gleitet und die Klappe in die Schließstellung
überführt, und daß an der Klappe zwei Arretierungsvertiefungen
für einen unter der Kraft einer Feder stehenden Sperrbolzen aus
gebildet sind, der durch Einrasten in eine Arretierungsvertie
fung die Klappe in der Offenstellung kraftschlüssig oder in der
Schließstellung formschlüssig verriegelt.
Durch die Auflaufschräge am Betätigungshebel
für den Mitnehmer wird der Vorteil erzielt, daß jederzeit ein
sicheres Verschließen der Stapelkasse bei ihrer Entnahme aus dem
Einschub des Automaten gewährleistet ist. Die Auflaufschräge des
Betätigungshebels bildet für den Mitnehmer eine Zwangsführungs
fläche, die zwangsläufig zum Schließen der Klappe führen muß, da
ansonsten die Stapelkasse nicht dem Einschub des Automaten ent
nommen werden könnte. Die Funktionstüchtigkeit ist auch nach
langem Gebrauch auf sichere Weise gewährleistet. Darüber
hinaus wird mit dem Sperrbolzen und den mit dem Sperrbolzen
zusammenwirkenden Arretierungsvertiefungen eine kassensichere
Verriegelung geschaffen, die auch nach langem Gebrauch
funktionstüchtig bleibt. Es besteht nicht die Gefahr, daß durch
übermäßigen Gebrauch ein Verschleiß eintritt. Zudem wird durch
eine der Arretierungsvertiefungen die Klappe sicher in der
Offenstellung gehalten.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist
der Betätigungshebel entgegen der Kraft einer Zugfeder ver
schwenkbar am Einschub gelagert, wobei die Zugfeder den Be
tätigungshebel gegen einen Anschlagbolzen in der Grundstellung
hält, und daß der Betätigungshebel eine Schwenkschräge für den
Mitnehmer aufweist, wobei der Mitnehmer beim Einschieben der
Stapelkasse mit geöffneter Klappe in den Einschub den Betäti
gungshebel entgegen der Kraft der Zugfeder aus dem Verschiebeweg
des Mitnehmers verschwenkt. Dies hat den Vorteil, daß die
Stapelkasse mit geöffneter Klappe auf einfache Weise wieder in
den Einschub des Automaten hineingeschoben werden kann.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung wird die
Klappe bogenförmig in der Art eines Zylindermantelsegments aus
gebildet, das über eine Deckplatte und eine Bodenplatte um
eine mittlere Achse drehbar am Sicherheitsbehälter gelagert ist.
Dadurch wird eine weitere Konstruktionsvereinfachung erzielt.
Darüber hinaus kann eine leere Stapelkasse nur mit offener Ein
führöffnung für die Banknoten in den Einschub des Automaten ein
gesetzt werden. Die bogenförmige Ausbildung der Klappe ver
größert in deren Schließstellung die Länge der Stapelkasse, so
daß diese nur bei geöffneter Klappe in den Einschub eingesetzt
werden kann.
Gemäß einer Weiterbildung sind an der Boden
platte der Klappe der Mitnehmer angeordnet und die beiden Arre
tierungsvertiefungen für den Sperrbolzen ausgebildet. Hier
durch wird erreicht, daß die Klappe zwar aus der Offenstelung
entgegen der Kraft einer Feder in die Schließstellung überge
führt werden kann, wenn die Stapelkasse aus dem Einschub heraus
gezogen wird, daß aber eine Aufhebung der formschlüssig verrie
gelten Schließstellung nur möglich ist, wenn die Stapelkasse
durch Trennen des Sicherheitsbehälters vom Aufnahmebehälter ge
öffnet worden ist.
Um diesen Öffnungsvorgang der Klappe mit einfachen Mitteln
durchzuführen, ist der Sperrbolzen an einem von Hand entgegen
der Kraft der Feder betätigbaren Zugriegel im Innern des Sicher
heitsbehälters angeordnet, der nur nach Entnahme der Stapelkasse
aus dem Einschub zugänglich ist, wozu es erforderlich ist, ein
zugehöriges Schloß zu öffnen. Zweckmäßigerweise ist der Betäti
gungshebel am Boden des Einschubes und der Zugriegel am Zwi
schenboden des Sicherheitsbehälters angeordnet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Stapelkasse dargestellt, und zwar zweigt
Fig. 1 eine Vorderansicht der in einen Einschub eingesetzten
Stapelkasse,
Fig. 2 einen Längsschnitt gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt gemäß der Schnittlinie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf die
geöffnete Stapelkasse und
Fig. 5 eine der Fig. 4 entsprechende Draufsicht auf die
geschlossene Stapelkasse.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt in den Fig. 1 bis 3
einen Einschub 1, der in einem auf der Zeichnung nicht dargestell
ten Verkaufsautomaten für Waren oder Dienstleistungen angeordnet
und befestigt ist. Beim Ausführungsbeispiel besteht der Einschub 1
- wie insbesondere aus Fig. 3 hervorgeht - aus einem im Querschnitt
C-förmigen Profilstück 1.1 mit einem Steg 1.11 und zwei Schenkeln
1.12, die an ihren freien Enden abgewinkelt und mittels eines Ab
schlußbleches 1.2 verbunden sind. An den in Längsrichtung des Profil
stückes 1.1 liegenden Kanten sind die Schenkel 1.12 des Profil
stückes 1.1 mit Aufkantungen 1.13 versehen. In den Ecken zwischen
dem Steg 1.11 und den Schenkeln 1.12 des Profilstückes 1.1 sind
weiterhin im Querschnitt L-förmige Führungsleisten 1.3 zur Führung
einer herausnehmbaren Stapelkasse angeordnet.
Diese Stapelkasse besteht aus einem Aufnahmebehälter 2 für die zu
stapelnden Banknoten und einem Sicherheitsbehälter 3, der dazu
bestimmt ist, den Aufnahmebehälter 2 kassensicher zu umgeben, wenn
die gefüllte Stapelkasse aus dem Einschub 1 herausgenommen worden ist.
Der Aufnahmebehälter 2, dessen Querschnitt wiederum am besten in
Fig. 3 zu erkennen ist, besteht aus einem an der Oberseite vollstän
dig und an der Rückseite teilweisen offenen Gehäuse 2.1 mit einem
U-förmigen Querschnitt, das einen Boden 2.11 und zwei Seitenwände
2.12 aufweist, die an der offenen Oberseite umgebördelt und an der
Rückseite umgekantet sind. An der Vorderseite ist das Gehäuse 2.1
des Aufnahmebehälters 2 durch eine Frontplatte 2.2 abgeschlossen,
die gemäß der Vorderansicht nach Fig. 1 einen an zwei Lagerlaschen
2.3 gelagerten Griff 2.4 trägt.
Im Inneren des Aufnahmebehälters 2 ist eine Druckplatte 2.5 verschieb
bar gelagert, welche die in die teilweise offene Rückseite des Aufnahmebehäl
ters 2 eingeführten Banknoten in der Art eines Stapels festhält. Zu
diesem Zweck ist die Druckplatte 2.5 durch Federn belastet, die der
besseren Übersichtlichkeit wegen in der Zeichnung nicht dargestellt
sind. Die Zeichnung zeigt jedoch insgesamt sechs Führungsstangen
2.6, die in Längsrichtung des Aufnahmebehälters 2 verlaufen (siehe Fig. 3)
und dazu bestimmt sind, die nutzbare Breite des Aufnahmebehälters 2
der Breite der jeweils zu stapelnden Banknoten anzupassen. Zu diesem
Zweck sind die Führungsstangen 2.6 auswechselbar.
Der Sicherheitsbehälter 3 wird gemäß Fig. 3 durch ein im Querschnitt
U-förmiges Außenteil 3.1 mit einem Boden 3.11 und zwei Seitenwänden
3.12 gebildet, welches durch ein im Querschnitt ebenfalls U-förmiges
Deckelteil 3.2 an der Oberseite abgeschlossen wird, wobei die nach
unten weisenden Schenkel dieses Deckelteils 3.2 im Inneren der
Seitenwände 3.12 des Außenteils 3.1 liegen. Wie aus dem Längsschnitt
in Fig. 2 hervorgeht, verläuft der Boden 3.11 des Außenteils 3.1 in der Mitte
nur über einen Teil der Länge des Sicherheitsbehälters 3. Die über
die gesamte Länge des Sicherheitsbehälters 3 verlaufende Unterseite
wird durch einen im Querschnitt U-förmigen Zwischenboden 3.3 gebil
det, dessen nach oben weisende Schenkel an den Seitenwänden 3.12
des Außenteils 3.1 befestigt sind, wie wiederum Fig. 3 erkennen läßt.
An endseitigen, nach innen weisenden Abkantungen 3.21 des Deckelteils
3.2 bzw. Abkantungen 3.31 des Zwischenbodens 3.3 sind U-förmige
Führungsschienen 3.4 für den Aufnahmebehälter 2 befestigt. Der Auf
nahmebehälter 2 kann somit von vorn her in den frontseitig offenen
Sicherheitsbehälter 3 eingeschoben bzw. aus diesem herausgenommen
werden.
Um die rückseitige Öffnung des im wesentlichen durch das Außen
teil 3.1 und das Deckelteil 3.2 gebildeten Sicherheitsbehälters 3
verschließen zu können, ist eine Klappe 4 vorgesehen, die bogenförmig
in der Art eines Zylindermantelsegments ausgebildet und an einer
Bodenplatte 4.1 sowie einer Deckplatte 4.2 befestigt ist. Über die
Bodenplatte 4.1 und die Deckplatte 4.2 ist die Klappe 4 schwenkbar
um eine senkrechte Achse am Sicherheitsbehälter 3 gelagert. Ent
sprechende Lagerzapfen 4.3 sind wiederum in Fig. 3 u. 4 zu erkennen. In
den Fig. 4 und 5 sind die beiden möglichen Endstellungen der Klappe
4 gezeigt, und zwar befindet sich diese Klappe 4 in Fig. 5 in der
Schließstellung und in Fig. 4 in der Offenstellung.
In der Frontplatte 2.2 des Aufnahmebehälters 2 ist ein Schloß 5
angeordnet, dessen Riegel 5.1 dazu dient, den Aufnahmebehälter 2
am Sicherheitsbehälter 3 festzulegen. Durch ein weiteres Schloß 6,
das beim Ausführungsbeispiel im unteren Teil der Frontplatte 2.2
angeordnet ist, kann die aus Aufnahmebehälter 2 und Sicherheitsbe
hälter 3 bestehende Stapelkasse am Einschub 1 festgelegt werden, wie
der in Fig. 2 in der Schließstellung dargestellte Riegel 6.1 zeigt.
Um während des normalen Betriebes des Automaten Banknoten in die
rückwärtige Öffnung des Aufnahmebehälters 2 einführen zu können,
ist es erforderlich, daß sich die Klappe 4 gemäß der Darstellung
in Fig. 4 in der Offenstellung befindet. Wenn die mit Banknoten
gefüllte, aus Aufnahmebehälter 2 und Sicherheitsbehälter 3 bestehende
Stapelkasse jedoch aus dem Einschub 1 des Automaten herausgenommen
wird, wozu der Riegel 6.1 des Schlosses 6 verschwenkt werden muß, ist
es erforderlich, daß die rückwärtige Öffnung sowohl des Sicherheits
behälters 3 als auch des Aufnahmebehälters 2 durch die Klappe 4
banksicher verschlossen ist.
Um die Klappe 4 bei einer Entnahme der aus Aufnahmebehälter 2 und
Sicherheitsbehälter 3 bestehenden Stapelkasse aus dem Einschub 1
selbsttätig zu verschließen, ist die Klappe 4 mit einem Mitnehmer 7
versehen, der beim Herausziehen der Stapelkasse aus dem Einschub 1
auf eine Auflaufschräge 8.1 eines Betätigungshebels 8 aufläuft und
hierdurch eine zwangsweise Überführung der Klappe 4 aus ihrer Offen
stellung gemäß Fig. 4 in ihre Schließstellung gemäß Fig. 5 bewirkt.
Beim Ausführungsbeispiel ist der Mitnehmer 7 an der Bodenplatte 4.1
der Klappe 4 angeordnet. Um eine Schwenkbewegung dieses Mitnehmers 7
zu ermöglichen, ist der Zwischenboden 3.3 des Sicherheitsbehälters
3 mit einer bogenförmigen Ausnehmung 3.32 versehen, die in den
Fig. 4 und 5 zu erkennen ist. Der die Auflaufschräge 8.1 aufweisende
Betätigungshebel 8 ist beim Ausführungsbeispiel entgegen der Kraft
einer Zugfeder 8.2 auf einem Lagerbolzen 8.3 verschwenkbar gela
gert. In seiner in den Fig. 4 und 5 dargestellten Wirkstellung
stützt sich der Betätigungshebel 8 an einem Anschlagbolzen 1.4 ab,
der am Boden 1.12 des Einschubes 1 angeordnet ist.
Wie aus der Betrachtung der Fig. 4 ersichtlich ist, bewirkt ein
Herausziehen des mit dem Aufnahmebehälter 2 verbundenen Sicherheits
behälters 3 aus dem Einschub 1, daß der Mitnehmer 7 auf die Auflauf
schräge 8.1 des am Einschub 1 angeordneten Betätigungshebels 8 auf
trifft. Die um die Lagerzapfen 4.3 verschwenkbare Klappe 4 wird
demgemäß zwangsweise aus ihrer Offenstellung gemäß Fig. 4 in ihre
Schließstellung gemäß Fig. 5 überführt, wenn die Stapelkasse aus
dem Einschub 1 herausgezogen wird. In der Schließstellung gemäß
Fig. 5 wird die Klappe 4 durch einen Sperrbolzen 9 formschlüssig
verriegelt, indem dieser Sperrbolzen 9 in eine Arretiervertiefung
4.11 in der Bodenplatte 4.1 der Klappe 4 eingreift, wie dies die
Fig. 5 zeigt. Diese Arretiervertiefung 4.11 ist derart tief ausgebil
det, daß der Sperrbolzen 9 auch nicht durch Gewaltanwendung auf die
Klappe 4 aus der Arretiervertiefung 4.11 herausgeworfen werden kann.
Eine Aufhebung der formschlüssigen Arretierung ist nur möglich, wenn
ein am Zwischenboden 3.3 des Sicherheitsbehälters 3 entgegen der
Kraft von Zugfedern 9.2 verschiebbarer Zugriegel 9.1 betätigt wird.
Eine solche Betätigung ist somit erst möglich, wenn durch Öffnen
des Schlosses 5 der Aufnahmebehälter 2 aus dem Sicherheitsbehälter
3 herausgenommen worden ist. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt somit
die Klappe 4 in ihrer formschlüssig verriegelten Schließstellung.
Die Fig. 4 und 5 lassen schließlich erkennen, daß der Zugriegel 9.1
auf Führungsstiften 9.3 verschiebbar an der Oberseite des Zwischen
bodens 3.3 des Sicherheitsbehälters 3 gelagert ist und daß in der
in Fig. 4 dargestellten Offenstellung der Klappe 4 der Sperrbolzen
9 in eine Arretiervertiefung 4.12 eingreift. Diese Arretiervertie
fung 4.12 ist so ausgebildet, daß die Klappe 4 entgegen der Kraft
der Zugfeder 9.2 aus der Offenstellung in die Schließstellung über
führt werden kann, wobei der Zugriegel 9.1 zurückgedrückt wird.
Ein Einsetzen der aus Aufnahmebehälter 2 und Sicherheitsbehälter 3
bestehenden Stapelkasse in den Einschub 1 ist nur bei in der Offen
stellung befindlicher Klappe 4 möglich, weil die Länge der Stapel
kasse durch die bogenförmige Ausbildung der Klappe 4 in deren
Schließstellung nach Fig. 5 derart vergrößert wird, daß die Stapel
kasse mit geschlossener Klappe 4 nicht in den Automaten eingesetzt
und mittels des Schlosses 6 verriegelt werden kann. Die beschriebene
Ausgestaltung setzt somit voraus, daß die Klappe 4 von Hand in
ihre Offenstellung gemäß Fig. 4 überführt wird, bevor eine leere
Stapelkasse in den Einschub 1 eingesetzt werden kann. Da bei einem
derartigen Einschieben einer leeren Stapelkasse in den Einschub 1
die zum selbsttätigen Schließen der Klappe 4 bei der Entnahme erfor
derliche Auflaufschräge 8.1 des Betätigungshebels 8 im Bewegungs
bereich des Mitnehmers 7 liegt, ist der Betätigungshebel 8 verschwenk
bar ausgeführt. Er besitzt zu diesem Zweck eine in den Fig. 4 und
5 erkennbare Schwenkschräge 8.4, die den Betätigungshebel 8 ent
gegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, wenn die Stapelkasse mit ge
öffneter Klappe 4 in den Einschub 1 des Automaten eingeschoben wird.
- Bezugsziffernliste
1 Einschub
1.1 Profilstück
1.11 Steg
1.12 Schenkel
1.13 Aufkantung
1.2 Abschlußblech
1.3 Führungsleiste
1.4 Anschlagbolzen
2 Aufnahmebehälter
2.1 Gehäuse
2.11 Boden
2.12 Seitenwand
2.2 Frontplatte
2.3 Lagerlasche
2.4 Griff
2.5 Druckplatte
2.6 Führungsstange
3 Sicherheitsbehälter
3.1 Außenteil
3.11 Boden
3.12 Seitenwand
3.2 Deckelteil
3.21 Abkantung
3.3 Zwischenboden
3.31 Abkantung
3.32 Ausnehmung
3.4 Führungsschiene
4 Klappe
4.1 Bodenplatte
4.11 Arretiervertiefung
4.12 Arretiervertiefung
4.2 Deckplatte
4.3 Lagerzapfen
5 Schloß
5.1 Riegel
6 Schloß
6.1 Riegel
7 Mitnehmer
8 Betätigungshebel
8.1 Auflaufschräge
8.2 Zugfeder
8.3 Lagerbolzen
8.4 Schwenkschräge
9 Sperrbolzen
9.1 Zugriegel
9.2 Zugfeder
9.3 Führungsstift
Claims (6)
1. Stapelkasse für Banknoten, die in einen Einschub (1) eines
Warenverkaufs- oder Dientsleistungsautomaten auswechselbar
einsetzbar ist, mit einem Aufnahmebehälter (2) für die Bank
noten und einem diesen umschließenden Sicherheitsbehälter
(3), mit einer die Einführöffnung des Aufnahmebehälters (2)
verschließenden Klappe (4) am Sicherheitsbehälter (3) sowie
mit einem an der Klappe (4) angeordneten Mitnehmer (7), der
durch Zusammenwirken mit einem am Einschub (1) angeordneten
Betätigungshebel (8) bei Entnahme der Stapelkasse (2, 3) aus
dem Einschub (1) die Klappe (4) zwangweise und selbsttätig
in die Schließstellung überführt und den Aufnahmebehälter (2)
durch Einrasten eines Verschlusses in die Klappe (4) kassen
sicher verschließt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Betätigungshebel (8) eine Auflaufschräge (8.1) für
den Mitnehmer (7) aufweist, entlang der der Mitnehmer (7) bei
Entnahme der Stapelkasse (2, 3) aus dem Einschub (1) gleitet
und die Klappe (4) in die Schließstellung überführt, und daß
an der Klappe (4) zwei Arretierungsvertiefungen (4.11 und
4.12) für einen unter der Kraft einer Feder (9.2) stehenden
Sperrbolzen (9) ausgebildet sind, der durch Einrasten in eine
Arretierungsvertiefung (4.11 oder 4.12) die Klappe (4) in
der Offenstellung kraftschlüssig oder in der Schließstellung
formschlüssig verriegelt.
2. Stapelkasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Betätigungshebel (8) entgegen der Kraft einer Zugfeder (8.2)
verschwenkbar am Einschub (1) gelagert ist, wobei die Zugfeder
(8.2) den Betätigungshebel (8) gegen einen Anschlagbolzen
(1.4) in der Grundstellung hält, und daß der Betätigungshebel
(8) eine Schwenkschräge (8.4) für den Mitnehmer (7)
aufweist, wobei der Mitnehmer (7) beim Einschieben der Sta
pelkasse (2, 3) mit geöffneter Klappe (4) in den Einschub (1)
den Betätigungshebel (8) entgegen der Kraft der Zugfeder (8.2)
aus dem Verschiebeweg des Mitnehmers (7) verschwenkt.
3. Stapelkasse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klappe (4) bogenförmig in der Art eines Zylinderman
telsegments ausgebildet ist, das über eine Deckplatte (4.2)
und eine Bodenplatte (4.1) um eine mittlere Achse (4.3) dreh
bar am Sicherheitsbehälter (3) gelagert ist.
4. Stapelkasse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an
der Bodenplatte (4.1) der Klappe (4) der Mitnehmer (7) ange
ordnet und die beiden Arretierungsvertiefungen (4.11 und
4.12) für den Sperrbolzen (9) ausgebildet sind.
5. Stapelkasse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sperrbolzen (9) an einem von Hand entgegen
der Kraft der Feder (9.2) betätigbaren Zugriegel (9.1) im
Innern des Sicherheitsbehälters (3) angeordnet ist, der nur
nach Entnahme der Stapelkasse (2, 3) aus dem Einschub (1) zu
gänglich ist.
6. Stapelkasse nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Betätigungshebel (8) am Boden des Einschu
bes (1) und der Zugriegel (9.1) am Zwischenboden (3.3) des
Sicherheitsbehälters (3) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833304332 DE3304332A1 (de) | 1983-02-09 | 1983-02-09 | Stapelkasse fuer banknoten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19833304332 DE3304332A1 (de) | 1983-02-09 | 1983-02-09 | Stapelkasse fuer banknoten |
Publications (2)
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| DE3304332A1 DE3304332A1 (de) | 1984-08-16 |
| DE3304332C2 true DE3304332C2 (de) | 1988-01-07 |
Family
ID=6190349
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19833304332 Granted DE3304332A1 (de) | 1983-02-09 | 1983-02-09 | Stapelkasse fuer banknoten |
Country Status (1)
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|---|---|
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3825156C1 (en) * | 1988-07-23 | 1990-01-11 | Paul 4992 Espelkamp De Gauselmann | Device for stacking banknotes in a housing |
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Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH687222A5 (it) * | 1992-03-13 | 1996-10-15 | Tean Ag | Macchina per il conteggio ed il controllo di banconote di qualsiasi taglio, comunque accavallate. |
| EP0662675B1 (de) * | 1994-01-10 | 1999-07-14 | Mars Incorporated | Manipulationssichere Geldkassette mit einer Behälter-im-Behälter-Konstruktion |
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| JPS58135043A (ja) * | 1982-02-04 | 1983-08-11 | Laurel Bank Mach Co Ltd | 自動入出金機における紙幣分離送出機構 |
-
1983
- 1983-02-09 DE DE19833304332 patent/DE3304332A1/de active Granted
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3825156C1 (en) * | 1988-07-23 | 1990-01-11 | Paul 4992 Espelkamp De Gauselmann | Device for stacking banknotes in a housing |
| DE4212974A1 (de) * | 1992-04-18 | 1993-10-21 | Nsm Ag | Einrichtung für die Prüfung und Speicherung von Banknoten bei einem selbstkassierenden Automaten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3304332A1 (de) | 1984-08-16 |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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