DE3307716C2 - Rollstuhl mit an den Antriebsrädern befestigten Greifreifen - Google Patents

Rollstuhl mit an den Antriebsrädern befestigten Greifreifen

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    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
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Abstract

Um die Fahrbreite und die Faltbreite eines Rollstuhls mit Greifreifen verringern zu können, wird vorgeschlagen, den Greifreifen (1) nicht starr an der Radfelge (2) zu befestigen sondern mittels flexibler Halter (3), auf denen der Greifreifen (1) axial, aber auch schief, verschoben werden kann. Die weite Position (1) des Greifreifens und die enge Position (1a) können z. B. durch Kugeln (8), (9) und Federn (10), (11) fixiert werden.

Description

Die Erfindung betrifft einen Rollstuhl gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solcher Rollstuhl ist durch die DE-OS 26 37 478 bekannt. Dort sind Greifreifen außen an den Felgen der Antriebsräder befestigt, um die Antriebsräder von Hand antreiben und abbremsen zu können. Hierbei ist die Befestigung derart, daß zwischen Felge und Greifreifen axial ein Abstand von mehr als Daumenbreite besteht, damit der Greifreifen zwischen dem innenlieeenden Daumen und den außenliegenden Fingern erfaßt werden kann. Ferner ist es aus arbeitsphysiologischen Gründen vorteilhaft, wenn der Greifreifen einen möglichst großen Querschnitt hat.
Abstand zwischen G reif reif en und Felge sowie großer Greifreifenquerschniti bestimmen die Gesamtbreite des Rollstuhls. Diese ist in den meisten Fällen unkritisch, sie kann jedoch das Passieren enger Durchgänge unmöglich machen und das Manövrieren in beengtem Raum erschweren. Außerdem vergrößern die vorstehenden Greifreifen die Faltbreite des Rollstuhls, so daß dieser schlecht in Kleinwagen verstaut werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen G reif reif en größeren Querschnitts als üblich und ausreichenden Abstands zum Antriebsrad zu schaffen, der dennoch das Passieren engerer Durchgänge ermöglicht und die übliche Faltbreite von Rollstühlen verringert.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst Hierbei kann der Querschnitt des Greifreifens so groß gewählt sein, daß er in eingeschobenem Zustand an den Speichen anliegt und außen bündig mit der Nabe des Antriebsrades abschließt Im ausgeschobenen Zustand soll dagegen der Daumen zwischen Greifreifen und Felge des Antriebsrades bequem Platz haben. Die beiden Endlagen des Greifreifens werden zweckmäßigerweise durch Rastmittel fixiert.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in den F i g. 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen erläutert. F i g. 1 zeigt ein erstes Beispiel der Erfindung und F i g. 2 ein zweites Beipiel.
In Fig. 1 sind zwischen dem Greifreifen (1) und der Radfelge (2) des Rollstuhls mehrere rohrfömige Halter (3) gleichmäßig verteilt mit Nieten (4) an der Radfelge
(2) befestigt. Das andere Ende des Halters (3) ragt in das Loch (5) des Greifreifens (1) hinein. Als Werkstoff des Halters (3) ist vorzugsweise ein zäh-elastisches Material wie Polyamid oder Acetalharz vorgesehen, aus dem sich der Halter (3) im Spritzgießverfahren sehr wirtschaftlich herstellen läßt.
Um das Herausrutschen des Greifreifens (1) aus dem Halter (3) zu verhindern, hat der Halter auf einem kleinen Teil seines Umfanges eine Nase (6). Bei der Montage des Greifreifens (1) an der Felge (2) wird der Halter
(3) zunächst schräg mit der Nase (6) in das Loch (5) des Greifreifens (1) eingehängt, was durch die Abrundung
(7) erleichtert wird, die der Nase (6) gegenüber liegt. Nach dem Befestigen der Halter (3) an der Felge (2) durch Niete (4) kann der Greifreifen (1) nicht mehr abgezogen werden.
Die Position des Greifreifens (1), bei der die Nase (6) des Halters (3) im Inneren des Greifreifens (1) anschlägt, ist die Gebrauchsposition des Greifreifens (1). Hierbei ist der Abstand zwischen Greifreifen (1) und Felge (2) groß genug, daß der Daumen der antreibenden Hand Platz hat. Zum Passieren enger Durchgänge oder zwecks kleinster Faltbreite des Rollstuhls kann der Greifreifen (1) in die gestrichelte Position (Ia^ geschoben werden. Wegen der Elastizität des Werkstoffs des Halters (3) und/oder des Spiels des Halters (3) in den Löchern (5) des Greifreifens (1) kann diese Verschiebung aber auch schief erfolgen, d. h. zunächst wird die Verschiebung am oben stehenden Halter (3) vorgenommen, während sich der Greifreifen (t) unten noch in der äußeren Position befindet. An den beiden dazwischen liegenden Haltern (3) ist der Greifreifen (1) dann zur Hälfte eingeschoben. Dann wird der Rollstuhl um eine halbe Umdrehung der Radfelge (2) weiterbewegt, so daß derjenige Halter (3) nach oben kommt, der den
Greifreifen (1) noch in der äußeren Position trägt Wenn auch hier der Greifreifen (1) in die gestrichelte Position (la; geschoben wird, liegt er nunmehr am ganzen Umfang an der Felge (2) an.
Nicht zwingend erforderlich aber vorteilhaft ist es, die äußere Position des Greifreifens (t) und die innere Position (\a) zu fixieren. Das kann mit aus Kugeln (8, 9) sowie Federn (10, 11) betreffenden Schnappverschlüssen geschehen, die in den Halter (3) eingebaut sind. Statt dessen ist es -tuch möglich, die elastischen Eigenschalten des Werkstoffs des Halters (3) auszunutzen, indem anstelle der Schnappverschlüsse (8 bis 11) federnde Zungen wirken, die Bestandteile des Halters (3) sind. Da der Daumen der antreibenden Hand den Halter (3) vorwiegend an dem Teil seines Umfangs berührt, der der Felge (2) zugewandt ist, sollten die Kugeln (8, 9) — wie gezeichnet - oder die entsprechenden Zungen auf der gegenüberliegenden Seite des Halters (3) aus diesen herausschauen oder um 90 Grad versetzt in '.angentialer Richtung des Greifreifens (1) angeordnet sein.
Um die Biegefestigkeit des Halters (3) in Umfangsrichtung des Greifreifens (1) zu erhöhen, kann der Halter (3) statt eines kreisrunden Querschnitts einen in Umfangsrichtung des Greifreifens (1) verlängerten Querschnitt erhalten. Dem entspricht statt des kreisrunden Loches (5) ein entsprechendes Langloch im Greifreifen
Für eine günstige Einleitung der Antriebskraft in den
Greifreifen (1) ist ein möglichst großer Querschnitt des Greifreifens (1) vorteilhaft. Daher soll die Breite dieses Querschnitts so groß sein, daß der Greifreifen in seiner Position (ta) nach außen bündig abschließt mit der (nicht gezeichneten) Breite der Radnabe, die z. B. durch Speichen mit der Felge (2) verbunden ist. Hierdurch wird ein größerer Querschnitt des Greifreifens (1) ermöglicht als bisher üblich, ohne die gesamte Breite des Rades zu vergrößern, die von der Breite der Radnabe bestimmt wird. Ein maximaler Querschnitt des Greifreifens (1) wird erreicht, wenn dieser nicht kreisrund ist, sondern ovalförmig in radialer Richtung des Greifreifens (I) vergrößert ist.
In einem zweiten Beispiel der Erfindung, siehe F i g. 2, werden in den Greifreifen (1) eingelötete Stifte (12) verwendet, welche in einem Halteteil (13), das an die Felge (2) angenietet ist, verschiebbar gelagert sind Auch hierbei muß die Elastizität des Halteteils (13) und/oder das Spiel zwischen Stift (12) und Loch (14) des Halteleils (13) die Schiefstellung des Greifreifens (1) zulr.ssen. Zwei Ringnuten (15) des Stiftes (12) in Verbindung mit der Kugel (16) und der Feder (17) können die äußere (1) und die innere Position (la)des Greifreifens (1) fixieren. Von gewissem Nachteil ist jedoch, daß die Stifte (12) in der inneren Position des Greifreifens (l.-^nach innen über die Felge (2) hinweg vorstehen und stören können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

Patentansprüche;
1. Rollstuhl mit an den Antriebsrädern befestigten Greifreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (3,8 bis 11) bzw. (12,13,15 bis 17) zwischen Greifreifen (1) und Felge (2) des Antriebsrades so ausgebildet sind, daß sie eine axiale oder angenähert axiale Verschiebung des Greifreifens (1) gegenüber der Felge (2) des Antriebsrades zulassen.
2. Rollstuhl nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch gleichmäßig am Umfang der Felge (2) des Antriebsrades befestigte Halter (3), die in Löcher (5) des Greifreifens (1) hineinragen und auf denen der Greifreifen (1) axial und — unter Ausnutzung der Elastizität des Werkstoffs des Halters (3) und/oder des Spiels zwischen dem HaKer (3) und dem Loch (5) des Greif reifens (1) — auch schief verschiebbar ist
3. Rollstuhl nach Anspruchs dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung des Greif reifens (1) vom Halter (3) von einer am Halter befindlichen Nase (6) verhindert wird.
4. Rollstuhl nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (3) mit Rastmitteln (8 bis 11) ausgestattet sind, die die beiden Endlagen des Greifreifens (1) fixieren.
5. Rollstuhl nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastmittel als Kugeln (8, 9) und Federn (10, 11) bestehende Schnappverschlüsse oder in Form von federnde Zungen, die einstückig mit dem Halter (3) verbunden sind, ausgebildet sind.
6. Rollstuhl nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (5) des Greifreifens (1) und der Querschnitt der Halter (3) in tangentialer Richtung des Greifreifens (1) größer sind als in radialer Richtung.
7. Rollstuhl nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Greifreifens (1) so groß gewählt ist, daß er in eingeschobenem Zustand (IaJaußen bündig mit der Nabe des Antriebsrades abschließt.
8. Rollstuhl nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Greifreifens (1) in radialer Richtung größer ist als in axialer Richtung.
9. Rollstuhl nach einem der Ansprüche 1,7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß am Greifreifen (1) befestigte Stifte (12) in Halteteilen (13) gleiten, die an der Radfelge (2) befestigt sind, daß die Halteteile (13) genügend Elastizität und/oder Spiel in ihren Löchern (14) haben, die ein Schiefstellen des Greifreifens (1) und seiner Stifte (12) erlauben und daß Rastmittel (15,16) vorhanden sind.
DE19833307716 1983-03-04 1983-03-04 Rollstuhl mit an den Antriebsrädern befestigten Greifreifen Expired DE3307716C2 (de)

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