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Levier- und Kartenschlagvurrichtung. Die Erfindung betrifft eine Levier-
und Kartenschlagvorrichtung für Jacquardkarten, -bei der die Lochstempel mit Hilfe
von Selenzellen ; betätigt werden,.. die an der einen Seite einer mit durchsichtigen
und undurchsichtigen Feldern versehenen Musterpatrone angebracht sind, welche von
der entgegengesetzten Seite durch eine oder mehrere Lichtquellen beleuchtet wird.
Derartige Vorrichtungen waren bisher mit einer Kamera versehen, durch welche die
durch das Muster hindurchgehenden Lichtstrahlen nach den Selenzellen geleitet wurden.
j Die Erfindung bezweckt, sowohl diese Vorrichtung als die für die Herstellung der
zu ' schlagenden Jacquardkarten erforderlichen Musterpatronen zu vereinfachen und
den Lochvorgang zu beschleunigen.
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Es hat sich als möglich erwiesen, Selenzellen von genügender Empfindlichkeit
mit so kleinen Abmessungen herzustellen, daß eine Vergrößerung der einzelnen Vierecke
der Musterpatrone mittels einer Kamera nicht erforderlich ist, auch wenn die Patrone
auf der üblichen Papiersorte mit sehr kleinen Vierecken hergestellt ist. Die Kamera
kann somit fortgelassen und durch einen zwischen der Lichtquelle bzw. den Lichtquellen
und der Patrone angebrachten Schirm mit einer bzw. mehreren Lichtöffnungen von einer
derartigen Größe ersetzt werden, daß lediglich das Viereck bzw. die Vierecke beleuchtet
werden, die mittels der an der entgegengesetzten Seite der Patrone in Beziehung
zu der Lichtquelle bzw. der Lichtquellen stehenden Selenzellen wiederzugeben sind.
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Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in den beigefügten
Zeichnungen veranschaulicht.
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Fig. i zeigt das System im Ganzen, und Fig. 2 eine Einzelheit. . In
Fig. i bezeichnet i die Musterpatrone, die unmittelbar über der Selenzelle 2 liegt.
Der gerade oberhalb der Selenzelle befindliche Teil der Patrone wird durch eine
Glühlampe ¢ beleuchtet. Der beleuchtete Teil wird durch einen undurchsichtigen Schirm
3 begrenzt, der mit einer Öffnung versehen ist, deren Form und Größe einem kleinen
Viereck des Musterpapiers entspricht, das in Übereinstimmung mit dem Maßstabe der
bezeichneten Musterpatrone verwendet wird, oder, falls die Patrone auf Papier ohne
Vierecke gezeichnet ist, verwendet werden könnte, damit jedes einzelne Viereck,
wie gewöhnlich, der Kreuzung eines Kettenfadens und eines Einschußfadens des Gewebes
entsprechen soll. Der Selenüberzug der Zelle 2 ist einerseits durch Leitungen 5
und 6 mit dem einen Pole einer elektrischen Stromquelle S und anderseits durch eine
Leitung 37 mit dem einen Ende der Wickelung eines Relais 13 verbunden, dessen anderes
Wickelungsende durch eine Leitung i2 und eine Bürste c mit einem Kommutator 9 in
elektrischer Verbindung steht.
Dieser ist durch eine Bürste a und
eine Leitung ro mit dem anderen Pole der Stromquelle S verbunden. Wenn der Kommutator
9 eine derartige Stellung einnimmt, daß die Bürsten a und c miteinander leitend
verbunden sind, wird, wenn die Selenzelle 2 beleuchtet wird, d. h. wenn ein durchsichtiger
Teil der Musterpatröne i sich zwischen der Lampe 4 und der Zelle befindet, das Relais
13 erregt.
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Der Kommutator 9 ist auf einer in der Richtung des Pfeiles 55 umlaufenden
Welle 7 befestigt, die auch eine den lotrecht beweglichen Lochstempel 40 wie gewöhnlich
betätigende Exzentervorrichtung 8 trägt. Der Kommutator besteht aus vier untereinander
leitend verbundenen Metallscheiben g", gb, 9c und 9Y. Fig. 2 zeigt die wirkliche
Form und gegenseitige Stellung dieser Scheiben im Verhältnis zu den Bürsten a,
b, c, d, wobei die Bürsten, um das Kupplungsschema zu verdeutlichen, als
an verschiedenen Teilen des Umkreises des Kommutators anliegend gezeichnet sind.
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Die Glühlampe 4 ist durch eine Leitung 5-1
mit der Leitung 6
und durch eine Leitung i i mit der Bürste b verbunden, die an der Scheibe gb des
Kommutators anliegt. Die Lampe 4 wird somit eingeschaltet, sobald die Bürsten
a und b
durch die Scheiben 911 und gb leitend miteinander verbunden
werden. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, ist die Scheibe gb so. angeordnet, daß der Stromkreis
der Glühlampe während etwa einer halben Umdrehung des Kominutators geschlossen bleibt,
bevor die Bürste c der Selenzelle in Berührung mit ihrer Kommutatorscheibe 9° gelangt.
Die Berührung zwischen der Bürste c und der Scheibe 9c dauert höchstens während
eines Zehntels einer Umdrehung des Kommutators an und hört gleichzeitig mit der
Berührung zwischen der Bürste b und der Scheibe gb auf.
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Wenn das Relais 13, wie erwähnt, erregt wird, schließt sein Anker
42, der durch eine Leitung 14 mit der Leitung 6 verbunden ist, den Kontakt 15, 16,
dessen Teil 16 mit dem einen Ende der Wickelung eines Elektromagneten 18 verbunden
ist. Das andere Ende der Magnetwickelung ist durch die Leitungen ig und iga mit
der Bürste d verbunden. Wenn diese an der Kommutatorscheibe glj anliegt (Fig. 2),
wird somit der Elektromagnet 18 erregt, sofern gleichzeitig der Relaiskontakt 15,
16 geschlossen wird. Der Anker 41 des Magneten 18, der an einer mittels einer geeigneten
Führung 39 geführten Lenkstange 38 befestigt ist, wird dann angezogen, so daß eine
den Anker tragende Stange 38 abwärts in der Zeichnung gezogen wird. Die Stange 38
ist bei 36 an einem doppelarmigen Stromschließer 25 angelenkt, der an den Enden
mit Kontaktstiften 27, 28 versehen ist, die dazu bestimmt sind, je mit einem Metallzylinder
29 bzw. 3o in Berührung zu kommen. Wenn der Elektromagnet 18 unwirksam ist, drückt
eine Feder 24, die den Teil 25 in der in ausgezogenen Linien gezeigten Stellung
in Fig. i hält, die Kontaktstifte 27 gegen den Zylinder 29. Wenn dagegen der Magnet
18 wirksam ist, werden der Anker 41 und die Stange 38 herabgezogen, so daß der Teil
25 die in punktierten Linien angedeutete Stellung einnimmt, in der die Kontaktstifte
27 von dem Zylinder 29 entfernt und die Kontaktstifte z8 gegen den Zylinder 3o gedrückt
gehalten werden.
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Durch die Metallfeder 24 und eine Leitung 22 ist der Teil 25 mit dem
einen Ende der Wickelung eines Elektromagneten 23 verbunden, während das andere
Ende der Wickelung durch die Leitung 6 mit der Stromquelle in Verbindung steht.
Die beiden Metallzylinder 29, 3o sind durch Bürsten -na und die Leitungen 31, 19
und iga mit der Bürste #I und somit auch zeitweise durch den Kommutator mit der
Stromquelle verbunden. Der Elektromagnet 23 wird deshalb unabhängig von der Stellung
des Teils 25 erregt, sobald die Bürste d an ihrer Kommutatorscheibe 911 anliegt
(Fig. 2). Falls die Zylinder 29, 30 mit endlosen Bändern 43, 44 von isolierendem
Material, z. B. geeignetem Papier, umgeben werden, kann dagegen kein Strom dem Elektromagneten
23 zugeführt werden.
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Sämtliche oben beschriebenen Organe sind für jede Selenzelle angeordnet
mit Ausnahme der Zylinder 29 und 3o, die für sämtliche Selenzellen gemeinsam sind.
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Wenn bei der Wiedergabe der Musterpatrone gewisse Zellen beleuchtet
und leitend, und andere Zellen unbeleuchtet und nichtleitend sind, nehmen diejenigen
Stromschließer 25, die den nichtbeleuchteten Zellen entsprechen, die in Fig. i ausgezogene
Stellung ein, während die den beleuchteten Zellen entsprechenden Stromschließer
25 die punktiert gezeigte Stellung einnehmen. Falls der Zylinder 29 mit einem isolierenden
Band 43 umgeben ist, schließen lediglich die Stromschließer 25, die den beleuchteten
Zellen entsprechen, den Stromkreis ihrer Elektromagnete z3. Wären dann aber in dem
Bande 43 den Berührungspunkten gewisser Kontaktstifte 27 entsprechende Löcher angebracht,
würden nicht nur die sämtlichen beleuchteten Zellen, sondern auch einige, den genannten
Löchern entsprechende unbeleuchtete Zellen den Stromkreis ihrer Elektromagnete 23
schließen. Derselbe Umstand würde vorhanden sein, -falls der Zylinder 3o nur mit
einem mit Löchern für gewisse Kontaktstifte 28 versehenen Papierband umgeben wäre.
In diesem Falle würden sämtliche- Elektromagnete 23, die den unbeleuchteten Zellen
und einige, die den beleuchteten Zellen entsprechen, erregt werden. Durch die Verwendung
der beiden isolierten Bänder 43 und 44 und durch die in ihnen in Übereinstimmung
mit
der gewünschten Bindung gemachten Löcher wird es somit möglich, in gewünschter Weise
die Wirkung zu modifizieren, die lediglich durch die lichtdurchlässigen und nichtdurchlässigen
Teile der Patrone i erreicht werden würde. Die Patrone i braucht deshalb nur die
Figuren des Gewebes in ganzen Flächen wiedergeben, während das sich in gewöhnlichen
Fällen nach verhältnismäßig wenigen Einschüssen wiederholende Bindemuster durch
Lochung der Papierbänder 43, 44 wiedergegeben wird, was einer bedeutenden Arbeitsersparnisbei
der Herstellung des Musters entspricht.
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Die Anker 32 der Elektromagnete 23 sind als Winkelhebel ausgebildet,
die um Zapfen 36 drehbar und an federnden Zugstangen 33 artgelenkt sind, welche
ihrerseits mit den Lochstempeln 34 des Lochapparates gelenkig verbunden sind. Die
Stempel 34 sind mit einer Welle 45 drehbar verbunden, die eine längliche Öffnung
49 jedes Stempels durchsetzt, so daß der Stempel senkrecht zu der Welle verschoben
werden kann.
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Jeder Stempel 34 wird durch eine Feder 47 und einen festen Anschlag
46 in lotrechter Stellung zwischen dem Stanzhammer 40 und den entsprechenden, in
gewöhnlicher Weise angeordneten Stanzen 48 gehalten, sofern nicht der entsprechende
Elektromagnet 23 durch Anziehen seines Ankers 32 und der Stange 33 den entsprechenden
Lochstempel 34 in die durch gestrichelte Linien in Fig. i angedeutete Stellung dreht,
in welcher, der Stempel beim Herabgehen des Stanzhammers unwirksam bleibt, so daß
kein Lochen der Karte stattfindet.
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Da nun die Erregung des Elektromagneten 23; die, -wie oben beschrieben,
von zwei in jedem einzelnen Falle bestimmenden Umständen abhängig ist, nämlich i.
von der die Beleuchtung der dem fraglichen Magneten entsprechenden Selenzelle und
der davon herrührenden Erregung oder Nichterregung der Elektromagnete i3 und 18,
sowie der entsprechenden Umschaltung des Stromschließers 25, und 2. von der Anordnung
der dem Bindemuster entsprechenden Löcher der Papierbänder 43, 44 für jede Patronenablesung,
die lediglich. dieselbe Dauer wie die Stromzufuhr zu der entsprechenden Selenzelle
durch die Bürste c besitzen würden, welche Zufuhr auf höchstens ein Zehntel einer
Kommutatorumdrehung beschränkt ist, so würde eine zuverlässige Einstellung der Lochstempel
nicht erreicht werden können, indem die auf Unwirksamkeit eingestellten Stempel
in ihre wirksame Stellung gegebenenfalls zurückkehren könnten, bevor der Stanzhammer
40 sich soweit herabbewegt hätte, daß er die Stempel erfassen kann. Anderseits ist
die knappe Zeitbeschränkung der Stromzufuhr zu den Selenzellen erforderlich, damit
bei fortgesetzter Verwendung des alpparates ihre gesteigerte Erwärmung und eine
davon herrührende Leistungsfähigkeit auch im unbeleuchteten Zustande verhindert
wird, die eine sichere Ablesung des Musters unmöglich machen würde. Um die Lochstempel
34 genügend lange Zeit in unwirksamer Stellung zurückzuhalten, ist deshalb die folgende
Anordnung getroffen Der Anker 32 des Elektromagneten 23 ist durch eine Stange 35
mit dem einen Teil 21 einer Kontaktvorrichtung verbunden, deren anderer Teil 2o
mit den Leitungen ig und iga und der Bürste d verbunden ist. Der Teil 21 ist durch
die Leitung 22 mit der Wickelung des Elektromagneten 23 verbunden. Die Kommutatorscheibe
9,1 (Fig. 2) berührt die Bürste d während ein wenig mehr als ein Viertel' einer
Umdrehung von dem Augenblicke ab, wo die Stromkreise der Selenzellen geschlossen
werden. Wenn ein Elektromagnet 23 durch Stromschließung bei 27, 29 oder 28, 3o augenblicklich
erregt und sein Anker 32 angezogen wird, wird der Kontakt 2o, 21 geschlossen, und
infolgedessen dauert die Stromzufuhr des Elektromagneten 23 ebenso lange, wie die
Bürste d gegen die Scheibe g" anliegt. Die Zugstange ist, wie erwähnt, federnd,
weil es bei schnellem Gang des Apparates vorteilhaft sein kann, den Kommutator g
im Verhältnis zu dem Exzenter 8 derart einzustellen, daß die Lochstempel von dem
Hammer 4.0 noch nicht losgelassen worden sind, wenn die Elektromagnete 23 erregt
werden.