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Titel der Erfindung
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Flachstrickmaschine Anwendungsgebiet der Erfindung Die Erfindung betrifft
eine Flachstrickmaschine, bei der den Nadeln verschiebbare Platinen zugeordnet sind,
die in einer ersten Stellung zur schonenden Behandlung der Nadeln die NadelfUße
Uber eine Versenkung der Nadelschäfte gegen Federwirkung aus dem Bereich der Schloßteile
herausbringen und unabhängig von der Schloßbewegung heraushalten können, wobei das
obere Ende der Platine auf dem Nadelschaft aufliegt und an der Platine ein erster
Puß vorgesehen iat, der durch Verschiebung der Platine aus der ersten Stellung in
eine andere Stellung aus dem Bereich mindestens einer zum Versenken der Nadeischäfte
in die Nadelsohlitze vorgesehenen Druckleiste bringbar ist.
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Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Bekannt ist eine
Flachstrickmaschine der vors@ehend erwähnten rt, bei der die Platinen durch eine
unterhalb des Nadelbettes angeordnete Jacquardtrommel mustergemäß verschoben werden,
damit das Ende der Platine mit unterschiedlichen Führungsbahnen des Schloßschlittens
zusammenwirken kann (DE-AS 1.635.854).
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Diese Lösung ist in der Hinsicht nachteilig, daß die Jacquardtrommel
einen relativ aufwendigen mechanischen Musterspeicher darstellt, der ueber das komplette
Nadelbett reichen und in Bezug auf letzteres versetzbar sein muß. Der Einsatz eines
derartigen
mechanischen Musterspeichers verursacht bei Einsatz von mehrsystemigen Schlössern
weiterhin Musterbeschränkungen bzw. Produktivitätsverluste und bedingt einen komplizierteren
Schloßaufbau.
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Ziel der Erfindung Es ist deshalb das Ziel der vorliegenden Erfindung
Strickwaren ohne Auferlegung von Musterbeschränkungen in hoher Produktivität herzustellen.
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Darlegung des Webens der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe
zu Grunde, eine Flachstrickmaschine der eingangs erwähnten Art so auszugestalten,
daß zur Auswahl der Platinen eine oder mehrere auf dem Schlitten der Maschinen Platz
findene elektromagnetisch arbeitende Mustervorrichtungen eingesetzt werden können,
die an j zudem Stricksystem eine Auswahl der Nadeln in 3-Wege-Technik gestatten.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöat, daß die Platinen
mit einem in Nadelaustriebsrichtung verschiebbaren und quer dazu verschwenkbaren
Nadelstößer gelenkig verbunden sind, dessen In- oder Außereingriffstellung mit einem
zum Austrieb der Platinen aus der ersten Stellung bestimmten Schloßteil durch eine
lediglich in Richtung des Stößers verschwenkbare, mit Je einem Musterfuß versehene
Musterplatine steuerbar ist, die durch mindestens ein auf dem Schlitten der Maschine
angeordnetes, zur Einwirkung auf den Musterfuß befitimates, elektromagnetisches
Stellglied betätigbar iat, wobei die Platinen durch einen zweiten Fuß und eine feste
Schloßkurve im Auswahlbereich des Stellgliedes wieder in die erste Stellung überführbar
sind.
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Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal ist die Platine über einen
lediglich in Nadelaustriebsrichtung bewegbaren Zwisohenschieber mit dem Nadelstößer
verbundene an dem sowohl die Platine als auch der Nadelstößer angelenkt sind und
an dem auch der zweite Fuß ausgebildet ist.
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Einem letsten Erfindungsmerkmal zufolge ist der zweite Fuß in eine
Ausnehmung am Zwischenschieber schwenkbar und einrastbar.
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Ausführungsbeispiel Die vorstehend besohriebene Erfindung soll im
folgenden an Hand eines AusfUhrungsbeispieles näher erläutert werden.
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In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen: Fig. 1s einen Querschnitt
durch ein Nadelbett einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine und Fig. 2s den
Schloßaufbau fUr ein Stricksystem.
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In den Nuten 1 des Nadelbettes 2 der Flachstrickmaschine sind die
mit einem Austriebs- und Kulierfuß 3 versehenen Nadeln 4 angeordnet. Die Nadeln
4 sind mit ihrem Schaft 5 nicht nur in Richtung ihrer Längsachse verschieblich,
sondern auch quer zur Ebene des Nadelbettes 2 gegen die Wirkung je einer Feder 6
verschwenkbar. Am Nadel schaft 5 liegt eine in Richtung des Nadelaustriebes verschiebbare
und quer dazu verschwenkbare Platine 7 auf, die mit einem lediglich in Richtung
des Nadelaustrieb verschiebbaren Zuischenschieber 8 gelenkig verbunden ist, und
einen Puß 9 besitzt. Der Zwischenschieber 8 ist gleichfalls mit einem Fuß 10 versehen,
der in eine Ausnehmung 11 an Zwischenschieber 8 schwenkbar und einrastbar iat. Am
unteren Ende des Zwischenschiebers 8 ist ein Nadelstößer 12 angelenkt, der in Richtung
des Nadelaustriebes verschiebbar und quer dazu verschwenkbar und mit einem Fuß 13
ausgestattet ist.
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Jedem Nadelstößer 12 ist weiterhin eine lediglich in Richtung des
Nadelstößers 12 verschwenkbare Musterplatine 14 zugeordnet, die jeweils einen Musterfuß
15 besitzt, der durch ein oder mehrere elektromagnetisch betätigbare Stellglieder
16 wahlweise beeinflußbar ist. Die Iusterftiße 15 von aufeinanderfolgenden Musterplatinen
14 sind entsprechend der Anordnung der
Stellglieder 16 an den Auswahlstellen
A1;A2 und A3 gestaffelt vorgesehen. Gelagert sind die Musterplatinen 14 jeweile
auf einem der ortsfesten Drähte 17;17a (Fig. 1).
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Zur Beeinflussung der Nadelfüße 3 sind innerhalb eines Stricksystems
starre und schaltbare Austriebsschloßteile 18;19 bzw. 20;21;22 sowie die Kulierteile
23;24 vorhanden, während auf die Füße 9 der Platinen 7 lediglich etarr angeordnete
Druckleisten 25;25a einwirken. Der Fuß 10 des Zwischenschiebers 8 wird allein durch
die starre Schloßkurve 26 beeinflußt, während auf den Nadelstößer 12 sowohl schaltbare
Austriebsschloßteile 27;27a;28;28a;29;29a als auch schaltbare Druckschloßteile 30;30a;31;31a;32
und 32a einwirken (Fig. 2).
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Bei Rechtslauf des Schlittens befinden sich sowohl die Drucks schloßteile
30a;31a und 32a als auch die Austriebsschloßteils 27;28 und 29 in Tätigkeit. Das
Schloßteil 21 befindet sich gleichfalls im Schloßkanal, während das Schloßteil 20
eingezogen ist. Vor Einlauf in das Schloß system werden die Nadelstößer 12 vermittels
der Schloßkurve 26 und des Druckschloßteils 30a an der Auswahlstelle A1 in eine
einheitliche Auswahlstellun (Fig. 1) gebracht. Je nach der eingenommenen Schwenkstellung
der elektromagnetisch betätigbaren Stellglieder 16 werden die Musterplatinen 14
über ihren Musterfuß 15 nach innen geschwenkt oder nicht, wodurch im erstgenannten
Fall (s. unteres Stellglied 16 in Fig. 1) der Nadelstößer 12 nicht mit dem Austriebsschloßteil
27 in Eingriff gelangen kann.
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Der Nadelstößer 12 bleibt folglich in seiner unteren Stellung (Fig.
1), wodurch die zugehörige Platine 7 über ihren Fuß 9 durch die Druckleiste 25a
in das Nadelbett versenkt und der Austriebsfuß 3 der Nadeln 4 aus dem Schloßkanal
ausgesteuert wird. Die entsprechende Nadel 4 wird folglich nicht ausgetrieben.
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Befindet sich das Stellglied 16 dagegen in einer Position, in welcher
es nicht auf den Musterfuß 15 der Musterplatine 14 auflaufen kann, ao wird der Nadelstößer
12 vom Austriebsschloßteil 27 ausgetrieben. Die zugehörige Platine 7 wird folglich
über den Zwischenschieber 8 ebenfalls angehoben, so daß ihr Fuß dem Einfluß der
Druckleiste 25a entzogen ist. Der Fuß 3
der entsprechenden Nadel
4 verbleibt damit im Schloßkanal und wird von den Schloßteilen 18;21 und 19 ausgetrieben,
so daß die Nadel 4 bis in die Striokposition oder - falls das Austriebsschloßteil
22 sich in wirksamer Stellung befindet - bis in die lEaschenübergabeposition gelangt.
An der Auswahlstelle A2 werden dann die noch in ihrer unteren Poei tion befindlichen
Nadelstößer 12, deren zugehörige Nadeln 4 in die Nadel schlitze gedrückt wurden,
wieder mittels des Druckschloßteiles 31a in die Auswahlstellung (Fig. 1) gebracht.
Die Füße 3 der zugehörigen Nadeln 4 treten etwa gleichzeitig wieder in den Schloßkanal
zwischen den Schloßteilen 18 und 19 ein, da die Druckleiste 25a die Füße 9 der Platinen
7 nicht mehr beeinflußt.
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Diejenigen Nadelstößer 12, deren zugehörige Musterplatinen 14 über
ihren Musterfuß 15 von einem Stellglied 16 der Auswahlstelle A2 beeinträchtigt werden,
werden vom Austriebsschloßteil 28 nicht beeinflußt. Da der Nadelstößer 12 aleo nicht
ausgetrieben wird, gerät der Puß 9 der Platine 7 unter den Einfluß der Druckleiste
25 und die zugehörige Nadel 4 wird abermals in das Nadelbett 2 versenkt, wo sie
keinerlei mechanischer Beanspruchung durch die Schlösser unterworfen ist. Diejenigen
Nadeln 4 dagegen, deren zugehörige Sueterplatinen 14 nicht von einem Stellglied
16 beeinträchtigt wurden, werden in die Fangstellung ausgetrieben, da der entsprechende
Nadelstößer 12 vom Austriebsschloßteil 28 angehoben wird, wodurch der Fuß 9 der
zugehörigen Platine 7 über das Niveau der Druckleiste 25 angehoben wird, und der
Fuß 3 der zugehörigen Nadel 4 weiter im Schloßkanal zwischen den Schloßteilen 18
und 19 verbleibt.
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Damit ist innerhalb eines Schloßsystems eine Auswahl der Nadeln 4
zwischen Niohtaustrieb (Hinterlegen), Teilaustrieb (Fangen bzw. Maschenübernahme)
und Vollaustrieb (Stricken bzw.
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Maschenübergabe) möglich. An der Auswahlstelle A3 können die Nadeln
für ein nachfolgendes Stricksystem (falls vorhanden) neu ausgewählt werden, wozu
alle Nadelstößer 12 zunächst wieder vermittels der Sohloßkurve 26 und des Druckschloßteiles
32a in die Auswahl stellung (Fig. 1) überftflirt werden. Die Auswahl für das nachfolgende
Schloß system erfolgt dann analog der
Auswahl an der Auswahl stelle
Al Bei Linkslauf des Schlittens befinden sich dann sowohl die Druckschloßteile 30;31
und 32 als auch die Austriebsschloßteile 27a;28a und 29a für den Nadelstößer in
Tätigkeit.
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Die Stricksohloßteile 30a;31a und 32a und die Austriebsschloßteile
27;28 und 29 sind hingegen unwirksam. Das Schloßteil 20 befindet sich im Schloßkanal,
während das Schloßteil 21 zurückgezogen ist. Vor Ein in das Schloß system werden
die Nadelstößer 12 zunächst wieder vermittels der Schloßkurve 26 und des Druckschloßteiles
32 an der Auswahlstelle A3 in eine einheitliche Auswahl stellung (Fig. 1) gebracht.
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An der Auswahl stelle A3 erfolgt dann (in gleicher Weise wie b-ei
Rechtslauf des Schlittens an der Auswahlstelle A1) eine Vorauswahl der Nadeln zwischen
Vollaustrieb (d.h. Stricken, bzw. bei Zuschaltung des Schloßteiles 22 Maschenübergabe)
und Richtaustrieb und an der Auswahlstelle A2 eine Auswahl der Nadeln zwischen Teilaustrieb
(Fangen bzw. Maschenübernahme) und Niohtaustrieb (Hinterlegen). An der Auswahlstelle
Al kann dann - Linkslauf des Schlittens vorausgesetzt - die Auswahl für ein nachfolgendes
Stricksystem (falls vorhanden) erfolgen.
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Um beim Stricken unterschiedlich breiter Artikel eine produktivitätssteigernde
Anpassung des Schlittenhubes an die effektiv genutzte Arbeitsbreite der Maschine
zu ermöglichen, mttssen die Schloßteile im Bereich der Schlittenumkehr innerhalb
der Nadelfontur frei schaltbar sein. Zu diesem Zweck werden die Füße 10 der Zwischenschieber
8 der Randnadeln 4 mittels eines geeigneten Instrumentes in die Ausnehmung 11 geschwenkt.
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Dann wird die entsprechende Platine 7 zusammen mit der Nadel 4 gegen
die Wirkung der Feder 6 in das Nadelbett versenkt und die Platine 7 in Richtung
des Nadelaustriebs verschoben, bis derjenige Bereich der Platine 7 unter der Leiste
33 liegt, der von dem Vorsprung 34 und dem Fuß 9 eingeschlossen ist. Damit sind
alle Füße der Nadeln 4 bzlr. Zwischenschieber 10 der Wirkung der Schloßteile entzogen
Aufstellung
der verwendeten Bezugszeichen und Begriffe 1 Nuten 2 Nadelbett 3 Fuß 4 Nadeln 5
Schaft 6 Feder 7 Platine 8 Zwischenschieber 9 Fuß 10 Fuß 11 Ausnehmung 12 Nadelstößer
13 Fuß 14 Musterplatine 15 Musterfuß 16 Stellglied 17;17a Drähte 18;19 starre Austriebsschloßteile
20;21;22 schaltbare Austriebsschloßteile 23;24 Kulierteil 25;25a Druckleisten 26
Schloßkurve
| 27;27a |
| 28;28a # Austriebsschloßteile |
| 29;29a |
| 30;30a |
| 31;31a # Druckschloßteile |
| 32;32a |
33 Leiste 34 Vorsprung
Leerseite