DE3309724C2 - - Google Patents
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-
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung in einem Gefäß angeordneten zur Kühlung eines
elektrischen Bauteils, insbesondere einer Transformatorordnung gemäß dem Gattungsbegriff
des Patentanspruchs 1.
Mit diesem Gattungsbegriff nimmt die Erfindung bezug auf einen
Stand der Technik, wie er sich beispielsweise aus der US-PS 23 88 566
ergibt.
Das hieraus
bekannte Kühlsystem für einen Groß-Transformator arbeitet in
erster Linie mit erzwungenem Durchfluß. Das Kühlmittel wird dabei
am Boden des Gefäßes zu- und abgeführt. Um bei kleinen Leistungen
und auch beim Ausfall der Umwälzpumpe eine (eingeschränkte) Kühlwirkung
zu erzielen, sind Trenn- und Leitwände sowie steuerbare
Klappen eingebaut, welche den Zu- und Abfluß sperren und die Kühlung
auf "natürliche Kühlung" umschalten.
Die Kühlung von Transformatoren ist auch in dem
Prospekt "Die Kühlung von Großtransformatoren" von Aktiengesellschaft
Brown, Boveri Baden (Schweiz), April
1966, Nr. 3219D, Seite 6, beschrieben.
Die natürliche Kühlung ist die einfachste Kühlungsart
von elektrischen Apparaturen. Sie arbeitet zuverlässig
und betriebssicher. Die in der Wicklung, im Blechpaket
und in den massiven metallischen Konstruktionsteilen entstehende
Wärme bewirkt, daß das Öl durch den natürlichen
Auftrieb (Thermosiphonwirkung) selbständig in Zirkulation
gerät. Das erwärmte Öl strömt im oberen Teil aus dem
Gefäß, in dem sich die elektrische Apparatur befindet,
aus, gelangt in einem Kühler in dem es gekühlt wird, und
tritt anschließend im unteren Teil wieder in das Gefäß
ein, und der natürliche Kreislauf vollzieht sich von neuem.
Der Kühler besteht normalerweise aus Radiatoren, die zusätzlich
durch Ventilatoren belüftet werden können, um
die Kühlwirkung zu erhöhen. Bei den derzeit üblichen Kühlsystemen
von beispielsweise Großtransformatoren mit Leistungen
über ca. 30 MVA ist die natürliche Thermosiphonkühlung
gleichzeitig mit einer Kühlung mit erzwungenem
Durchfluß der Kühlflüssigkeit gekoppelt, um die Kühlleistung
bei erhöhter Beanspruchung des Transformators steigern
zu können. Dadurch wird aber der natürlichen Zirkulation
ein erzwungener Kreislauf überlagert, und die Temperaturverteilung
innerhalb des Transformatorenkessels derart
stark ausgeglichen, daß die für eine Thermosiphonwirkung
notwendige Temperaturdifferenz von beispielsweise 20°C
zwischen unterem und oberem Teil des Kessels unterschritten
wird. Die natürliche Kühlung kommt zum Stillstand und muß
nunmehr durch einen forcierten erzwungenen Durchfluß ersetzt
werden. Dies erfordert aber leistungsstärkere Umwälzpumpen
und -kühler und größer dimensionierte Rohrleitungen, die
die Investitionskosten erhöhen. Außerdem bleibt eine Unsicherheit
hinsichtlich der Ausbildung von heißen Stellen
innerhalb der Wicklung, da der erzwungene Durchlauf
sich in erster Linie in einem Strömungsweg des geringsten
Widerstandes, ungeachtet der thermischen Verhältnisse,
vollzieht.
Dabei wird beispielsweise bei Transformatoren mit einer
Leistung bis zu ca. 500 MVA in zahlreichen Anwendungsfällen
die Kühlung mit erzwungenen Durchfluß des Kühlmittels
lediglich für zeitlich limitierte Über- und Spitzenbelastungen
und der sich daraus ergebenden thermischen Überbeanspruchung
der Transformatorenwicklung benötigt, während
für eine Kühlung im Nennleistungsbereich allein die Thermosiphonkühlung
vollständig ausreichen würde.
Bei der Auslegung herkömmlicher Kühlsysteme wird deswegen
oftmals von vornherein die natürliche Kühlung überhaupt
nicht mehr berücksichtigt, und zwar deshalb nicht, weil
die Strömungsverhältnisse der Kühlflüssigkeit im Transformatorenkessel
und die hydrodynamischen Gesetzmäßigkeiten,
die sich aus der gegenseitigen Beeinflussung von natürlicher
Kühlung und Kühlung mit erzwungenem Durchlauf ergeben,
bis heute noch nicht in allen Einzelheiten bekannt sind.
Die Konsequenz jedoch ist, daß man die weggefallene natürliche
Kühlung durch leistungsstärkere und somit durch
teurere Anlagenteile für die Kühlung mit erzwungenem Durchfluß
kompensieren muß.
Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren zur Kühlung eines elektrischen Bauteils,
insbesondere Transformators, zu schaffen, bei dem sich Konvektionskühlung
und Zwangskühlung nicht gegenseitig nachteilig beeinflussen.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichneten
Merkmale gelöst.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen
die folgenden:
Da der Bemessung und der Auslegung des Kühlsystems sowohl
für Nenn- als auch für Spitzenleistungsbereich einer elektrischen
Apparatur, beispielsweise eines Transformators,
zwei voneinander unabhängige, auf zwei verschiedenen Prinzipien
beruhende und sich gegenseitig nicht negativ beeinflussende
Kühlungsarten umfaßt, kann mit einer hohen
Betriebssicherheit, infolge der Redundanz im Kühlsystem
und mit einer langen Lebensdauer des Transformators gerechnet
werden.
Da die Kühlung mit erzwungenem Durchfluß als Zusatzkühlung
bei erhöhter Beanspruchung, beispielsweise des Transformators,
in Ergänzung zur natürlichen Kühlung ausgelegt ist,
können die Anlagenteile der Kühlung mit erzwungenem Durchfluß,
wie Umwälzpumpe, Kühler etc. vergleichsweise geringer
dimensioniert werden, womit sich entsprechend die Investitionskosten
reduzieren.
Gemäß Anspruch 2 erfolgt die Entnahme und der Rückfluß
der Kühlflüssigkeit mit erzwungenem Durchfluß
aus dem und in das Gefäß durch Öffnungen, welche im
oberen Teil des Gefäßes liegen.
Der Vorteil nach Anspruch 2 ist insbesondere darin zu
sehen, daß der Wirkungsgrad der Kühlung mit erzwungenem
Durchlauf hoch ist, so daß die Anlagenteile für diese
Kühlungsart redimensioniert und somit die Investitionskosten
gesenkt werden können.
Entsprechend Anspruch 3 erfolgt die Entnahme und der Rückfluß
der Kühlflüssigkeit mit erzwungenem Durchfluß
aus dem und in das Gefäß durch Öffnungen, welche im
unteren Teil des Gefäßes liegen.
Hierdurch wird der Wirkungsgrad der natürlichen Kühlung
gesteigert und der Wirkungsgrad des erzwungenen Durchflusses,
infolge des tieferen Temperaturniveaus beim Eintritt des
Kühlmittels in den Kühler mit erzwungenem Durchfluß,
reduziert.
Gemäß Anspruch 4 erfolgt die Entnahme und der Rückfluß
der Kühlflüssigkeit mit erzwungenem Durchfluß
aus dem und in das Gefäß durch Öffnungen, welche im
mittleren Teil des Gefäßes liegen.
Bei dieser Lösung liegt der Wirkungsgrad für beide Kühlungsarten
in einem mittleren Bereich.
Nach Anspruch 5 erfolgt die Entnahme und der Rückfluß
der Kühlflüssigkeit mit erzwungenem Durchfluß
aus dem und in das Gefäß durch Öffnungen, welche möglichst
weit voneinander entfernt liegen.
Der Vorteil nach Anspruch 5 besteht insbesondere darin,
daß das Temperaturniveau der Kühlflüssigkeit in den Horizontalebenen,
in denen die Entnahme- und Rückflußöffnungen
für die Kühlung mit erzwungenem Durchfluß liegen, über
den gesamten horizontalen Querschnitt des Gefäßes nahezu
konstant gehalten werden kann.
Entsprechend Anspruch 6 ist die Einmündung der Entnahme-
und Rückflußrohre für die Kühlflüssigkeit mit
erzwungenem Durchfluß in das Gefäß in der gleichen Horizontalebene
des Gefäßes angeordnet. Auf diese Weise können
beide Kühlungsarten in optimaler Weise miteinander kombiniert
werden.
Gemäß Anspruch 7 ist die Einmündung der Entnahme- und
Rückflußrohre für die Kühlflüssigkeit mit erzwungenem
Durchfluß in das Gefäß im oberen oder im unteren,
oder im mittleren Teil des Gefäßes angeordnet. Hierdurch
wird jeweils ein optimaler Wirkungsgrad für eine der beiden
Kühlungsarten oder für beide Kühlungsarten gemeinsam erreicht.
Entsprechend Anspruch 8 ist die Einmündung der Entnahme
und Rückflußrohre für die Kühlflüssigkeit mit
erzwungenem Durchfluß in das Gefäß an Stellen angeordnet,
die möglichst weit voneinander entfernt liegen.
Hierdurch wird sichergestellt, daß das Temperaturniveau
der Kühlflüssigkeit in den Horizontalebenen des Gefäßes,
in denen die Entnahme- und Rückflußöffnungen für die
Kühlung mit erzwungenem Durchfluß liegen, über den gesamten
horizontalen Querschnitt des Gefäßes nahezu konstant
gehalten werden kann.
Die Erfindung wird nachstehend anhand in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert;
In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer beispielsweisen
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kühlsystems
einschließlich eines Transformators mit
teilweisem Schnitt durch den Kühler der Kühlung
mit erzwungenem Durchfluß;
Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch einen Teil des oberen
Abschnitts des Transformators gemäß Fig. 1;
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch den Kühler des Kühlkreises
mit erzwungenem Durchfluß gemäß Fig. 1,
und
Fig. 4 einen Horizontalschnitt durch einen Teil des Radiators
gemäß Fig. 1.
Fig. 1 zeigt einen Großtransformator 1, welcher sowohl
mit einer natürlichen Thermosiphonkühlung 6, 7, 8, 10,
als auch mit einer Kühlung des erzwungenem Durchflusses
11, 12, 13, 14, 15, 16 versehen ist. Der Transformator 1,
dessen Wicklung 20 in seinem Kessel 18 in eine Kühlflüssigkeit
eingetaucht ist, ist mit jeweils isolierten HS-Anschlußstutzen
2 und NS-Anschlußstutzen 3 auf Rädern
4 verfahrbar auf einem Fundament 5 angeordnet. Die natürliche
Thermosiphonkühlung 6, 7, 8, 10 besteht aus dem
Entnahmerohr 6, den Radiatoren 7 und dem Rückflußrohr
8. Die Rohre 6, 8 und die Radiatoren 7 sind auf einer
Tragkonstruktion 9 auf dem Fundament 5 abgestützt. Zur
zusätzlichen Kühlung der Radiatoren 7 dienen auch zwei
Ventilatoren 10. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Radiatoren 7 räumlich vom Transformatorenkessel
18 getrennt. Sie können jedoch auch unmittelbar direkt
am Transformatorenkessel 18 angeordnet sein.
Die Kühlung mit erzwungenem Durchfluß 11, 12, 13, 14
besteht aus dem ersten Entnahme- bzw. Rückflußrohr 11,
dem Kühler 12, der Umwälzpumpe 13 und dem zweiten Entnahme-
bzw. Rückflußrohr 14. Der Kühler 12 ist teilweise geschnitten
dargestellt, wobei der Ventilator 15 sichtbar
wird, welcher durch den Elektromotor 16 angetrieben wird.
In Fig. 1 ist ersichtlich, daß das Entnahmerohr 6 der
natürlichen Thermosiphonkühlung 6, 7, 8, 10 in den Deckel
17 des Transformatorkessels 18 und das Rückflußrohr 8
in den unteren Teil der Seitenwand des Transformatorkessels
18 einmünden.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, münden jedoch, sowohl das Entnahme
11, 14-, als auch das Rückflußrohr 11, 14 der Kühlung
mit dem erzwungenen Durchfluß 11, 12, 13, 14 in der gleichen
Horizontalebene in die Stirnseiten 19, 19′ des Transformatorkessels
18 ein. Es ist vorteilhaft, wenn die Einmündungen
der Rohre 11, 14 an den weitest voneinander
entfernten Stellen, an den Endpunkten der Diagonalen der
rechteckigen Horizontalebene des Transformatorenkessels 18
liegen. In Fig. 2 ist die schematisch dargestellte Transformatorenwicklung
mit der Bezugsziffer 20 bezeichnet.
Gleiche Teile wie in Fig. 1 und 2 sind in den nachfolgenden
Figuren mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
Fig. 3 zeigt einen vertikalen Schnitt durch den Kühler 12
gemäß Fig. 1. Der Kühler 12 besteht im wesentlichen aus
dem Gehäuse 21, der unteren 22- und den zu einem Bündel
zusammengeschlossenen vertikal angeordneten Rohren 23.
In Fig. 3 ist nur eine Lage der Rohre 23, die gestaffelt
hintereinander liegen, dargestellt. Ebenfalls ist die
Einmündung Rohre 11, 14 in den Kühler 12 zu erkennen.
In Fig. 4 ist schließlich ein Horizontalschnitt durch
einen Teil der Radiatoren 7 und das Endteil des Entnahmerohres
6 gezeigt.
Nachstehend soll die Funktionsweise des erfindungsgemäßen
Kühlsystems näher erläutert werden:
Im beispielsweisen Nennleistungsbereich des Transformators
1 werden die zu kühlenden Teile, vor allem die Wicklung
20, das Blechpaket und das Eisengestell mittels des natürlichen
Kreislaufes der Thermosiphonkühlung 6, 7, 8,
10 gekühlt. Die im Eisengestellt und in den massiven metallischen
Konstruktionsteilen entstehende Wärme wird
durch das Kühlöl im natürlichen Kreislauf abgeführt und
gleichfallls wird durch diese Kühlungsart eine unzulässige
Erwärmung an der Wicklung vermieden. Hohe Oberflächentemperaturen
an den massiven Eisenteilen führen bekanntlich
zu einer raschen Alterung des Kühlöls und Temperaturen,
die in der Wicklung eine bestimmte kritische Grenze überschreiten,
können zum frühzeitigen Verschleiß der Isolation
und somit zur Verringerung der Lebensdauer des Transformators
führen. Aus diesem Grund ist eine ausreichende
und kontinuierliche Kühlung dieser Teile von ausschlaggebender
Bedeutung.
Wird nun die Leitung des Transformators 1 gesteigert,
so wird sich mit geringfügiger zeitlicher Verzögerung
ebenfalls die Verlustwärme erhöhen, die dann möglichst
rasch durch die Kühlflüssigkeit aus dem Transformator 1
abgeführt werden muß.
Durch, in Fig. 1 bis 4 nicht dargestellte Meßfühler,
die beispielsweise in der Transformatorenwicklung 20 angeordnet
sind, und/oder durch Messung der Kühlflüssigkeitstemperatur
und/oder durch Messung der elektrischen Leistung
und/oder durch Messung des elektrischen Stromes wird die
zunehmende Erwärmung der zu kühlenden Teile detektiert
und es werden durch einen, in Fig. 1 ebenfalls nicht dargestellten
Regelkreis oder von Hand in einer ersten Kühlungsstufe
die Ventilatoren 10 der natürlichen Kühlung zwecks
verstärkter Belüftung der Radiatoren 7 eingeschaltet.
Steigt die Erwärmung nun weiter an, so wird ebenfalls
durch einen in Fig. 1 bis 6 nicht dargestellten Regelkreis
oder von Hand in einer zweiten Kühlungsstufe die Kühlung
mit erzwungenem Durchfluß 11, 12, 13, 14, 15, 16 in Betrieb
gesetzt.
Die gemeinsame Arbeitsweise der beiden Kühlarten gestaltet
sich nun in drei Varianten im wesentlichen wie folgt:
Die Entnahme- bzw. Rückflußrohre 11, 14
der Kühlung mit erzwungenem Durchfluß 11, 12,
13, 14, 15, 16 münden in den oberen Teil der
Stirnwände 19, 19′ des Transformatorkessels
18, auf der gleichen Horizontalebene des
Kessels 18, ein.
Je nach Leistung der verwendeten Umwälzpumpen
13 und Kühler 12 wird mehr oder weniger stark
nur die im oberen Teil des Kessels 18, sich
befindende Kühlflüssigkeit zusätzlich gekühlt,
jedoch nur bis zu einem Ausmaß, daß die
Temperaturdifferenz von beispielsweise 20°C
zwischen dem oberen und unteren Teil des
Kessels 18, nicht unterschritten wird, damit
der natürliche Kreislauf nicht gehindert
wird.
Die Entnahme- bzw. Rückflußrohre 11, 14
der Kühlung mit erzwungenem Durchfluß 11, 12,
13, 14, 15, 16 münden in den unteren Teil der
Stirnwände 19, 19′ des Transformatorkessels 18,
auf der gleichen Horizontalebene des Kessels 18,
ein.
Je nach Leistung der verwendeten Umwälzpumpe
13 und Kühler 12 wird mehr oder weniger stark
nur die im unteren Teil des Kessels 18, sich
befindende Kühlflüssigkeit zusätzlich gekühlt.
Die Entnahme- bzw. Rückflußrohre 11, 14
der Kühlung mit erzwungenem Durchfluß 11, 12,
13, 14 münden in den mittleren Teil der Stirnwände
19, 19′ des Transformatorkessels 18, auf
der gleichen Horizontalebene des Kessels 18,
ein.
Je nach Leistung der verwendeten Umwälzpumpe
13 und Kühler 12 wird mehr oder weniger stark
nur die im mittleren Teil des Kessels 18, sich
befindende Kühlflüssigkeit zusätzlich gekühlt.
Generell ist festzuhalten, daß die totale Kühlleistung
die sich aus der erfindungsgemäßen Kombination beider
Kühlungsarten unter Berücksichtigung der eingesetzten
Mittel, im wesentlichen bestehend aus Kühler 7, 12, Rohrleitungen
6, 8, 11, 14 und Umwälzpumpe 13 ergibt, im
Vergleich zur herkömmlichen Kopplung beider Kühlungsarten
zugenommen hat, und zwar deshalb, weil der natürliche
Kreislauf sich in jedem Betriebsbereich des Transformators
1 ungehindert vollziehen kann und störende Einflüsse durch
den erzwungenden Durchfluß der Kühlflüssigkeit ausgeschlossen
werden.
In Variante 1 liegt der Wirkungsgrad der Kühlung mit erzwungenem
Durchfluß 11, 12, 13, 14, 15, 16 am höchsten,
und zwar deshalb, weil die Kühlleistung um so größer
ist, je höher die Eingangstemperatur der Kühlflüssigkeit
in den Kühler 12 ist.
In der Variante 2 liegt wiederum der Wirkungsgrad für
den natürlichen Kreislauf am höchsten, weil die Temperaturdifferenz
zwischen oberem und unterem Teil des Kessels
18 am größten ist. Das durch den natürlichen Kreislauf
bereits gekühlte und durch das Rückflußrohr 8 in den
Kessel 18 einströmende Öl wird nun noch weiter gekühlt.
Die Variante 3 zeigt nun einen Lösungsweg auf, der die
Kühlflüssigkeit im Kessel 18 auf ein tieferes Temperaturniveau
absenkt, aber zunächst nur im mittleren Bereich
des Kessels 18. Von dem mittleren Teil des Kessels 18
aus wird sich die Kühlung sowohl in die oberen als auch
in die unteren Teile nun gleichmäßig fortsetzen, wobei
aber die Temperaturdifferenz zwischen oberem und unterem
Teil nahezu konstant aufrechterhalten bleibt. Hierdurch
ist gewährleistet, daß es zu keinem Eingriff in den natürlichen
Kreislauf kommt.
Selbstverständlich bleibt die Einmündung der Rohre 11,
14 nicht auf die drei aufgeführten Varianten beschränkt
und es sind beliebig viele, über die gesamte Höhe des
Transformatorenkessels 18 verteilte Horizontalebenen möglich,
in denen die Rohre 11, 14 einmünden können.
Bisher wurde immer davon ausgegangen, daß der Transformator
1 in seinem Nennleistungsbereich ausschließlich
mittels Thermoisophonkühlung 6, 7, 8, 10 und darüber hinaus
mit einer kombinierten Kühlung bestehend aus Thermoisophonkühlung
6, 7, 8, 10 und Kühlung mit erzwungenem Durchfluß
11, 12, 13, 14, 15, 16 gekühlt wird.
Selbstverständlich war dies nur ein Ausführungsbeispiel
und es sind beliebig viele Variationsmöglichkeiten denkbar,
bis zu welchem Leistungsbereich des Transformators
die Thermosiphonkühlung 6, 7, 8, 10 allein zur Anwendung
gelangt, und ab welcher Leistungsgrenze die Kühlung mit
erzwungenem Durchfluß 11, 12, 13, 14, 15, 16 zusätzlich
eingeschaltet wird. So kann beispielsweise das Kühlsystem
derart ausgelegt sein, daß bis zum halben Nennleistungsbereich
des Transformators 1 die Thermoisophonkühlung 6,
7, 8, 10 allein und darüber hinaus diese Kühlungsart gemeinsam
mit der Kühlung mit erzwungendem Durchfluß 11, 12,
13, 14, 15, 16 zur Kühlung des Transformators 1 herangezogen
wird.
Außerdem ist die Anwendung der Erfindung selbstverständlich
nicht nur auf Transformatoren 1 begrenzt, sondern sie kann
für jede in eine Flüssigkeit eintauchende und zu kühlende
Apparatur, beispielsweise Drosselspulen, Schalter
etc., angewendet werden, wobei die Kühlflüssigkeit
ein Dielektrikum sein kann oder auch nicht. Für die Kühlflüssigkeit
kommt in den meisten Fällen Öl infrage, wobei
aber auch jede andere Flüssigkeit, welche sich für Kühlzwecke
eignet, verwendet werden kann.
Claims (8)
1. Verfahren zur Kühlung eines in einem Gefäß angeordneten elektrischen Bauteils, insbesondere
einer Transformatorwicklung, wobei das Bauteil bis zu einer bestimmten
elektrischen Leistung mittels Konvektionsströmungen des
Kühlmittels im natürlichen Durchfluß gekühlt wird, und oberhalb
dieser Leistung das Kühlmittel mittels einer Pumpe im
erzwungenen Durchfluß umgewälzt wird, wobei die Entnahme und
der Rückfluß des Kühlmittels des erzwungenen Durchflusses
durch Öffnungen erfolgen, welche in der gleichen Horizontalebene
des Gefäßes liegen, dadurch gekennzeichnet, daß natürlicher
Durchfluß und erzwungener Durchfluß zwei getrennte
Kühlkreise bilden, die parallel zueinander geschaltet
sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entnahme und der Rückfluß der Kühlflüssigkeit
mit erzwungenem Durchfluß (11, 12, 13, 14,
15, 16) aus dem und in das Gefäß (18) durch Öffnungen
erfolgt, welche im oberen Teil des Gefäßes (18) liegen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entnahme und der Rückfluß der Kühlflüssigkeit
mit erzwungenem Durchfluß (11, 12, 13, 14,
15, 16) aus dem und in das Gefäß (18) durch Öffnungen
erfolgt, welche im unteren Teil des Gefäßes (18) liegen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entnahme und der Rückfluß der Kühlflüssigkeit
mit erzwungenem Durchfluß (11, 12, 13, 14,
15, 16) aus dem und in das Gefäß (18) durch Öffnungen
erfolgt, welche im mittleren Teil des Gefäßes (18) liegen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Entnahme und der Rückfluß
der Kühlflüssigkeit mit erzwungenem Durchfluß
(11, 12, 13, 14, 15, 16) aus dem und das Gefäß
(18) durch Öffnungen erfolgt, welche möglichst weit
voneinander entfernt liegen.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einmündung der
Entnahme- und Rückflußrohre (11, 14) für die Kühlflüssigkeit
mit erzwungenem Durchfluß (11, 12, 13, 14,
15, 16) in das Gefäß (18) in der gleichen Horizontalebene
des Gefäßes (18) angeordnet ist.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einmündung
der Entnahme- und Rückflußrohre (11, 14) für
die Kühlflüssigkeit mit erzwungenem Durchfluß
(11, 12, 13, 14, 15, 16) in das Gefäß (18) im oberen,
oder im unteren, oder im mittleren Teil des Gefäßes
(18) angeordnet ist.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einmündung
der Entnahme- und Rückflußrohre (11, 14) für die
Kühlflüssigkeit mit erzwungenem Durchfluß (11, 12, 13,
14, 15, 16) in das Gefäß (18) an Stellen angeordnet
ist, die möglichst weit voneinander entfernt liegen.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Families Citing this family (5)
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