DE3310124C2 - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D295/00—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
- C07D295/04—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms
- C07D295/08—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly bound oxygen or sulfur atoms
- C07D295/084—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly bound oxygen or sulfur atoms with the ring nitrogen atoms and the oxygen or sulfur atoms attached to the same carbon chain, which is not interrupted by carbocyclic rings
- C07D295/088—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly bound oxygen or sulfur atoms with the ring nitrogen atoms and the oxygen or sulfur atoms attached to the same carbon chain, which is not interrupted by carbocyclic rings to an acyclic saturated chain
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G18/00—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
- C08G18/06—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
- C08G18/08—Processes
- C08G18/16—Catalysts
- C08G18/18—Catalysts containing secondary or tertiary amines or salts thereof
- C08G18/20—Heterocyclic amines; Salts thereof
- C08G18/2009—Heterocyclic amines; Salts thereof containing one heterocyclic ring
- C08G18/2027—Heterocyclic amines; Salts thereof containing one heterocyclic ring having two nitrogen atoms in the ring
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- Polyurethanes Or Polyureas (AREA)
Description
Bekanntlich sind tertiäre Amine, wie Dimethyläthanolamin,
Katalysatoren zur Herstellung von Polyurethanen. Dimethyläthanolamin
hat jedoch den Nachteil eines unangenehmen Geruches
sowie einer unzureichenden katalytischen Wirkung
bei der Urethanreaktion und Aushärtung.
Die Verbindungen der Erfindung zeichnen sich durch eine
hohe Aktivität bei der Urethanreaktion zur Herstellung von
Polyurethanen aus. Dementsprechend können diese Verbindungen
als Katalysatoren zur Herstellung von Polyurethanen
aus Polyesterpolyolen eingesetzt werden, für die bisher
Morpholine als Katalysatoren verwendet wurden. Einige der
Morpholine haben bekanntlich toxische Eigenschaften. Somit
können die Verbindungen der Erfindung das Problem der
Toxizität der Morpholin-Katalysatoren lösen. Ein weiterer
Vorteil der Verbindungen der Erfindung ist ihre Temperaturempfindlichkeit
bei der katalytischen Wirkung. Mit zunehmender
Temperatur nimmt die katalytische Wirkung bei
der Herstellung von Polyurethanen zu.
Ein anderes Merkmal der Verbindungen der Erfindung ist,
daß in ihrer Gegenwart die Herstellung von Polyurethan-Weichschaumstoffen
mit günstigen Eigenschaften ermöglicht
wird. Diese Schaumstoffe zeigen nur eine geringe Restverformung
beim Naßkomprimieren bei erhöhter Temperatur. Üblicherweise
werden bei Verwendung von hydroxylhaltigen tertiären
Aminen, wie Dimethyläthanolamin, als Katalysatoren, Polyurethan-Schaumstoffe
mit zunehmender Restverformung beim
Naßkomprimieren bei erhöhter Temperatur erhalten. Überraschenderweise
wurde festgestelllt, daß bei Verwendung der
Verbindungen der Erfindung als Katalysatoren Polyurethan-Schaumstoffe
erhalten werden, die diese Zunahme der Restverformung
nicht zeigen. Die mit den Verbindungen der Erfindung
hergestellten Polyurethan-Schaumstoffe haben deshalb
gute Dehnungseigenschaften, ohne Verschlechterung ihrer
anderen Eigenschaften.
Ein weiteres Merkmal der Verbindungen der Erfindung ist
ihre Geruchlosigkeit. Dies beruht auf ihrem sehr hohen Siedepunkt
und dementsprechend ihrem sehr niedrigen Dampfdruck.
Diese Eigenschaften sind natürlich für die Herstellung
von Polyurethanen von wesentlicher Bedeutung.
Bei den in Anspruch 1 angegebenen Verbindungen bedeuten R₁
und R₂ vorzugsweise eine Methylgruppe.
Die Verbindungen der Erfindung lassen sich in an sich bekannter
Weise in einem zweistufigen Verfahren herstellen.
In der ersten Stufe wird Piperazin mit Äthylenoxid, Propylenoxid
oder 1,2-Butylenoxid zum entsprechenden N-Hydroxyalkylpiperazin
umgesetzt. In der zweiten Stufe wird diese
Verbindung N-alkyliert, beispielsweise durch die Leuckart-Wallach-Reaktion
gemäß US-PS 40 26 840 und die in der
DE-PS 26 18 580 beschriebene reduktive Methylierungsreaktion.
Zur Herstellung von Polyurethanen werden die Verbindungen
der Erfindung als Katalysatoren in einer Menge von 0,01
bis 4 Teilen, vorzugsweise 0,05 bis 3 Teilen pro 100 Teile
Polyol verwendet. Die Verbindungen können in Kombination
mit Triäthylendiamin und organischen Zinnverbindungen verwendet
werden, die gewöhnlich als Cokatalysatoren eingesetzt
werden.
Die zur Herstellung von Polyurethanen verwendeten Polyisocyanate
sind bekannt. Spezielle Beispiele sind Toluylendiisocyanate,
Diphenylmethandiisocyanate, polymere Polyisocyanate
und aliphatische Polyisocyanate. Als Polyole
kommen Polyesterpolyole und Polyätherpolyole in Frage, zum
Beispiel Polyesterpolyole aus Dicarbonsäuren und mehrwertigen
Alkoholen, Polyätherpolyole auf der Basis von Anlagerungsprodukten
aus mehrwertigen Alkoholen, wie Äthylenglykol,
Glycerin, Pentaerythrit, Trimethylolpropan oder
Rohrzucker, mit Äthylenoxid oder Propylenoxid, sowie Aminpolyole.
Zur Herstellung von Polyurethanen können gegebenenfalls
Treibmittel, wie CFCl₃ und CH₂Cl₂, Netzmittel, wie Organopolysiloxane,
Mittel zur Flammfestausrüstung, wie Alkylhalogenide
und halogenierte Phosphorverbindungen
verwendet werden. Die Art und die Menge dieser
Zusätze ist bekannt.
Die Beispiele erläutern die Herstellung der erfindungsgemäßen
Verbindungen.
In einem 3 Liter fassenden Rundkolben, der mit einem Rührwerk
und einem Kühler ausgerüstet ist, werden 672 g Piperazin
und 1600 ml Methanol vorgelegt. Der Kolben wird in
ein Wasserbad eingestellt, und Äthylenoxid wird langsam
in die Lösung eingeleitet. Die Temperatur der Lösung wird
durch äußere Kühlung mit Eis bei 15 bis 25°C gehalten.
Nach Einleitung von insgesamt 103 g Äthylenoxid wird die
Temperatur des Wasserbades auf 60°C erhöht und die Lösung
eine weitere Stunde gerührt. Nach beendeter Umsetzung enthält
die Lösung 503 g nichtumgesetztes Piperazin, 130 g N-Hydroxyäthylpiperazin
sowie 27 g Bis-(N-hydroxyäthyl)-piperazin.
Die Lösung wird destilliert. Es werden 120 g N-Hydroxyäthylpiperazin
vom Siedepunkt 121 bis 123°C/10 Torr erhalten.
Die Umsetzung gemäß (a) wird mit Propylenoxid anstelle von
Äthylenoxid wiederholt. Propylenoxid wird durch einen
Tropftrichter eingegeben. Nach beendeter Zugabe wird die
Temperatur des Wasserbades auf 60°C erhöht. Nach Destillation
des Reaktionsgemisches wird das N-(2-Hydroxypropyl)-piperazin
vom Kp. 115°C/12 Torr erhalten.
In einem Kolben, der mit einem Rührwerk und einem Tropftrichter
ausgerüstet ist, wird ein Gemisch aus 207 g Ameisensäure
und 20 g Wasser vorgelegt. In diesem Gemisch werden
langsam 391 g gemäß (a) hergestelltes N-Hydroxyäthylpiperazin
eingetropft. Sodann wird die Temperatur des Gemisches
auf 100°C erhöht, und hierauf werden 271 g 36,6prozentige
Formaldehydlösung langsam eingetropft. Das Gemisch
wird unter Rückfluß erhitzt, bis die Kohlendioxidentwicklung
aufhört. Anschließend wird das Reaktionsgemisch
abgekühlt und in einem Drehverdampfer konzentriert.
Ein Stück festes Natriumhydroxid wird zum Konzentrat gegeben.
Es bildet sich eine organische Phase, die in einen
Kolben überführt und an einer Kolonne destilliert wird.
Es wird das N-Methyl-N′-hydroxyäthylpiperazin vom Kp.
116°C/14 Torr erhalten. Die Struktur wird durch die Elementaranalyse,
das NMR-Spektrum und das Massenspektrum
bestätigt.
Die Verbindung wird gemäß (c) aus N-(2-Hydroxypropyl)-
piperazin hergestellt. Das Produkt siedet bei 135°C/20 Torr.
Auch hier wird die Struktur durch die Elementaranalyse,
das NMR-Spektrum und das Massenspektrum bestätigt.
Zur Herstellung eines Polyurethan-Schaumstoffes werden die
nachstehend angegebenen Verbindungen in den angegebenen
Mengenverhältnissen miteinander vermischt. Die Schäumung
erfolgt in üblicher Weise. Das Polyol, Wasser, Netzmittel,
Katalysator und Polyisocyanat werden unter Rühren miteinander
vermischt und in einen auf 40°C erwärmten Behälter
aus Aluminium mit einem Fassungsvermögen von 25 ml gegossen.
Ein Teil des Produktes wird als Probe verwendet, deren
physikalische Eigenschaften bestimmt werden. Die Ergebnisse
sind in Tabelle I zusammengefaßt.
Im Vergleich mit dem gemäß Beispiel 3 hergestellten Vergleichsprodukt
wird ein Polyurethan-Schaumstoff mit guten
Dehnungseigenschaften erhalten, ohne Zunahme der Restverformung
bei der Aushärtung bei Naßkompression bei erhöhter
Temperatur.
Beispiel 2 wird mit N-Äthylmorpholin anstelle von
N-Methyl-N′-hydroxyäthylpiperazin wiederholt. Die Ergebnisse
sind in Tabelle II zusammengefaßt.
Aus den Tabellen I und II ist ersichtlich, daß die Zahlenverhältnisse
zwischen Startzeit, Gelzeit und Steigzeit der
einzelnen Ansätze von Beispiel 2 und Beispiel 3 (Vergleich)
im selben Bereich liegen. Das heißt, trotz Austausch des Katalysators
N-Ethylmorpholin durch den erfindungsgemäßen Katalysator
N-Methyl-N′-hydroxyethylpiperazin läuft die Polymerisationsreaktion
in vergleichbarer Weise ab, und liefert
entsprechende Produkte. Die Dichte der erfindungsgemäßen
Schaumstoffe nach Tabelle I liegt durchschnittlich etwas
niedriger und die Dehnung etwas höher als die entsprechenden
Werte in Tabelle II. Dieser Unterschied ist jedoch nicht
signifikant und auch die Haltbarkeit der Schaumstoffe nach
Beispiel 2 (Tabelle I) und Beispiel 3 (Tabelle II) kann als
gleich angesehen werden, denn die Werte für die Restverformung
bei Naßkompressions-Aushärtung bei erhöhter Temperatur
sind nahezu identisch.
Bei allen erfindungsgemäßen Beispielen ist die Geruchsbelästigung
jedoch erheblich reduziert.
Beispiel 2 wird mit N-Methyl-N′-(2-hydroxypropyl)-piperazin
wiederholt. Die Ergebnisse sind in Tabelle III zusammengefaßt.
Es ist ersichtlich, daß ein Polyurethan-Schaumstoff
mit guter Dehnung ohne Erhöhung der Restverformung bei Naßkompressionshärtung
bei erhöhter Temperatur erhalten wird.
Claims (2)
1. N-Alkyl-N′-hydroxyalkylpiperazine der allgemeinen Formel
in der R₁ ein C1-3-Alkylrest und R₂ ein Wasserstoffatom,
eine Methyl- oder Äthylgruppe bedeutet, ausgenommen N-Methyl-N′-hydroxyäthylpiperazin.
2. Verwendung der Verbindungen nach Anspruch 1 und N-Methyl-N′-hydroxyäthylpiperazin
als Katalysatoren zur
Herstellung von Polyurethanen.
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| JP57044625A JPS58162625A (ja) | 1982-03-23 | 1982-03-23 | ポリウレタン製造用触媒 |
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