DE3312054C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K31/00—Actuating devices; Operating means; Releasing devices
- F16K31/02—Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic
- F16K31/06—Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic using a magnet, e.g. diaphragm valves, cutting off by means of a liquid
- F16K31/08—Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic using a magnet, e.g. diaphragm valves, cutting off by means of a liquid using a permanent magnet
- F16K31/082—Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic using a magnet, e.g. diaphragm valves, cutting off by means of a liquid using a permanent magnet using a electromagnet and a permanent magnet
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Description
Die Erfindung betrifft ein den Durchfluß eines Druckmittels
steuerndes Umschaltventil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Umschaltventile der genannten Art sind bekannt (DE-OS 31 19 049);
sie sind bisher so konstruiert, daß die Steuervorrichtung für die
Betätigung des Ventils einen aktiven, äußeren Antrieb aufweist, durch den
die für die Bewegung des Ventilkörpers notwendige Energie geliefert wird.
Für derartige Antriebe werden im allgemeinen pneumatische, hydraulische
oder elektromagnetische Systeme, z. B. Hubmagnete, eingesetzt.
Werden die Steuersignale, durch die eine Bewegung des
Ventils in der einen oder der anderen Richtung ausgelöst wird, durch
elektronische Mittel erzeugt, so reicht die Energie des elektronischen
Systems im allgemeinen nicht aus, um die Ventilbewegungen sicherzustellen.
Es ist daher notwendig, die erwähnten zusätzlichen Steuerantriebe
bereitzustellen und die elektronischen Steuermittel lediglich zum Auslösen
dieser Antriebe einzusetzen. Durch die Notwendigkeit, aktive Antriebe für
die Ventile bereitzustellen, erfordern derartige Steuersysteme einen
erheblichen Aufwand und sind störanfällig.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein - elektronisch
- gesteuertes Umschaltventil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu
schaffen, für das kein zusätzlicher äußerer Antrieb erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird entsprechend dem kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 gelöst.
Dadurch treten in jeder der beiden Endlagen am Ventilkörper von dem
zu steuernden Druckmittel hervorgerufene, resultierende Kräfte auf, die
das Ventil aus der jeweiligen Endlage heraus in der gewünschten Richtung
betätigen. Dabei wird die notwendige Bewegungsenergie dem Druckmittel
selbst entzogen, das sehr häufig unter einem hohen Druck von
beispielsweise 1000 bar steht. Ein zusätzlicher äußerer Antrieb für das
Ventil wird auf diese Weise entbehrlich. Die Steuervorrichtung hat daher
nur noch die Aufgabe, das Ventil in jeder der beiden Endlagen zu halten,
wird also zu einem passiven Halteelement, das nicht mehr für die Bewegung
des Ventils "aufkommen" muß.
Aus der US-PS 40 51 862 ist zwar ein Steuerventil bekannt, bei dem
die vorstehend beanspruchten Relationen zwischen dem Schaftdurchmesser und
den Ventilsitzen zufällig bereits verwirklicht sind. Mit dieser
Konstruktion läßt sich die gestellte Aufgabe jedoch nicht lösen, da die
Verbindung zwischen dem Zuführkanal und dem Steuerkanal zwar selbsttätig
geöffnet, aber nicht wieder geschlossen werden kann. Ohne einen äußeren
Antrieb ist dieses Steuerventil daher nicht funktionsfähig.
Die von der Steuervorrichtung bewirkte Halterung kann
vorteilhafterweise direkt am Ventil bzw. seinem Schaft erfolgen, wenn eine
in ihrem Aufbau einfache Konstruktion angestrebt wird, die darüber hinaus
relativ kurze Schaltzeiten ermöglicht; eine direkte Halterung ist daher
vor
allem für kleine, schnelle Ventile geeignet.
Müssen relativ große Ventilkräfte beherrscht werden, so
ist es zweckmäßig, die Steuervorrichtung über eine Ver
riegelung indirekt auf den Ventilkörper bzw. seinen Schaft
wirken zu lassen. Diese indirekte Halterung wird daher
vor allem für große Ventile angewendet, die relativ
langsam bewegt werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in einem Längsschnitt durch ein Ventil
eine erste Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 gibt schematisch ein Beispiel für eine indirekte
Halterung des Ventils mit Hilfe einer Ver
riegelung wieder.
In einem Ventilgehäuse 1 (Fig. 1) ist ein Zuführkanal 2
für ein hydraulisches Druckmedium vorgesehen, der an eine
nicht gezeigte Druckmittelquelle angeschlossen ist. Der
Kanal 2 endet in einer domartigen Kammer 3, die nach unten
offen und durch einen tellerartigen Ventilkörper 4 ver
schlossen ist. Dieser sitzt am unteren Ende eines Ventil
schaftes 5, der durch eine Bohrung 6 nach oben aus dem
Ventilgehäuse 1 herausragt. Der Durchmesser des Schaftes 5,
der im Bereich der Kammer 3 reduziert ist, ist mit s be
zeichnet. Weiterhin hat der Schaft 5 etwa auf halber Höhe
eine zweite ringförmige Einschnürung 7, die über horizontale
Bohrungen 8 mit einer Längsbohrung 9 verbunden ist, die
zur vom Schaft 5 abgewandten Seite des Ventilkörpers 4
führt. Der Strömungsweg 7, 8, 9 dient der Abfuhr von Druck
mittel-Leckage.
Der Ventilkörper 4 befindet sich in einer wannenartigen
Ausnehmung 10 eines Bodens 11, der an das Ventilgehäuse 1
von unten angesetzt ist. Von der Ausnehmung 10 gehen ein
Steuerkanal 12 und ein Ablauf 13 aus. Im Steuerkanal 12
wird das hydraulische Druckmedium einem nicht dargestellten,
zu betätigenden Organ, beispielsweise einem Einspritz
ventil einer Brennkraftmaschine, zu- und von diesem wieder
zurückgeführt, wobei es durch den Ablauf 13 zu einer
nicht gezeigten Auffangeinrichtung abfließt.
Der Ventilkörper 4 öffnet bzw. schließt dabei zum einen
den Strömungsweg von der Kammer 3 zum Strömungskanal 12,
wobei er auf einem Ventilsitz 14 aufliegt, dessen Durch
messer demjenigen der Kammer 3 entspricht und mit D be
zeichnet ist. Zum anderen verschließt bzw. öffnet er im
Zusammenwirken mit einem Ventilsitz 15 den Abfluß des
Druckmittels aus dem Steuerkanal 12 in den stets druck
losen Ablauf 13; der Durchmesser dieses Ventilsitzes 15
ist d.
Aufgrund der unterschiedlichen Durchmesser D und s wirkt
in der oberen Stellung des Ventilkörpers 4, bei der der
Ventilsitz 14 aufliegt, eine resultierende Kraft nach
unten, die dem Produkt des Druckmitteldruckes mit der
Ringfläche F D -F s entspricht, wobei F D die Querschnitts
fläche des Ventilsitzes 14 und F s die Querschnittsfläche
des Ventilschaftes 5 sind.
Umgekehrt erfolgt der Antrieb des Ventils beim Aufliegen
des Ventilkörpers 4 auf dem Ventilsitz 15 durch eine
resultierende Kraft, die dem Druckmitteldruck multipliziert
mit der Ringfläche F s -F d entspricht (F d = Querschnitts
fläche des Ventilsitzes 15). In beiden Bewegungsrichtungen
erfolgt eine Dämpfung der Bewegung des Ventilkörpers 4 dabei
durch die Gegenkraft des hydraulischen Druckmediums jeweils
automatisch bei der Annäherung an die Ventilsitze 14 bzw.
15.
Die vom Druckmedium angetriebene Betätigung des Ventils
wird gesteuert von einer Magnetanordnung 16, die in einem
eigenen Gehäuse 17 auf dem Ventilgehäuse 1 untergebracht
ist. Sie besteht aus zwei Permanentmagneten 18, 19, deren
magnetische Kraftfelder durch ringförmige Kerne oder Pol
schuhe 20, 21 und 26, 27 bis auf einen Luftspalt 22 ge
schlossen sind. In diesem Luftspalt 22 ist ein beweglicher
Anker 23 vorgesehen, der am aus dem Ventilgehäuse 1 her
ausragenden Ende des Ventilschaftes 5 befestigt ist. Der
Anker 23 wird in einer oberen Stellung vom Magneten 18
und in einer unteren Stellung vom Magneten 19 gegen die
geschilderten, resultierenden Kräfte am Ventilkörper 4
gehalten.
In den ringförmigen Kernen 20, 21 und 26, 27 untergebrachte
Spulen 24 und 25 sind mit einer nicht gezeigten Stromquelle
derart verbunden, das ein durch sie fließender Strom ein
Magnetfeld aufbaut, das demjenigen des zugehörigen
Permanentmagneten 18 bzw. 19 entgegengerichtet ist. Das
Feld des Permanentmagneten 18 bzw. 19 wird bei einem Strom
stoß daher so weit geschwächt, daß der Anker 23 freige
geben wird und aus der einen "gehaltenen" Lage in die
andere "schwingt".
Der hohe magnetische Kraftfluß, der mit Hilfe der Permanent
magneten 18 bzw. 19 erreicht werden kann, erlaubt es, einen
relativ großen Spaltabstand zwischen den Polschuhen 20,
21 bzw. 26, 27 und dem Anker 23 einzuhalten, wodurch
Herstellungstoleranzen und thermische Dehnungsunterschiede
ausgeglichen werden können. Die Erregung der Spulen 24
und 25 zur Erzeugung eines magnetischen Gegenflusses und
zur vorübergehenden Neutralisation der Wirkung der
Permanentmagneten 18 bzw. 19 ist äußerst kurzzeitig,
so daß durch den stoßartig auftretenden elektrischen
Strom praktisch keine Erwärmung des Systems stattfindet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2, in der nur die Steuer
vorrichtung skizziert ist, ist die Magnetanordnung 16
durch eine mechanische Verriegelung ersetzt. Diese besteht
in einem konisch zulaufenden Verriegelungsstift 30, der
mit ebenfalls konischen Verriegelungsflächen 31 und 32
zusammenwirkt; diese befinden sich auf einer Scheibe 33,
die mit Abstand am stirnseitigen Ende des Ventilschaftes 5
befestigt ist.
Der Verriegelungsstift 30 ist Teil eines Ankers 37 eines
Elektromagneten 36, der in einem auf dem Ventilgehäuse 1
angeordneten eigenen Gehäuse untergebracht ist. Bei einem
Stromstoß durch die Spule 35 des Elektromagneten 36, die
über Leitungen 34 an eine nicht dargestellte Stromversor
gung angeschlossen ist, wird der Anker 33 von dem durch den
Strom erzeugten und im wesentlichen durch den Kern 38 ge
formten Magnetfeld gegen die Kraft einer Feder 39 angezogen,
wodurch der Verriegelungsschaft 30 den Ventilschaft 5 frei
gibt. Eine Entlüftungsöffnung am Gehäuse 37 des Magneten
36 ist mit 40 bezeichnet.
Selbstverständlich kann die mechanische Verriegelung auch
auf andere Weise als durch einen Verriegelungsstift er
folgen, sofern sie die erforderliche Unempfindlichkeit
gegen Herstellungstoleranzen und thermische Dehnungen auf
weist und - abgesehen vom aktivierten Zustand der Aus
lösung - ständig eine gegen den "im Betrieb stehenden"
Ventilsitz wirkende Kraft ausübt.
Claims (3)
1. Den Durchfluß eines Druckmittels steuerndes Umschaltventil, dessen
an einem Schaft befestigter Ventilkörper sich, von einer Steuervorrichtung
gesteuert, aus einer stabilen Endlage in eine zweite stabile Endlage
bewegt, um entweder einen Druckmittelzuführkanal mit einem
Druckmittelsteuerkanal zu verbinden und dessen Verbindung zu einem
Druckmittelablauf zu sperren oder den Druckmittelsteuerkanal mit dem
Druckmittelablauf zu verbinden und die Verbindung des
Druckmittelsteuerkanals mit dem Druckmittelzuführkanal zu sperren, wobei
der Ventilkörper in beiden Endlagen von der Steuervorrichtung auf je einem
Ventilsitz gehalten und mindestens einseitig durch das Druckmittel
belastet ist, dessen Zuführkanal auf der dem Ventilschaft zugewandten
Seite des Ventilkörpers und dessen Ablauf auf der dem Ventilschaft
abgewandten Seite des Ventilkörpers angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sitzdurchmesser (D) des Ventilsitzes (14) auf der dem Ventilschaft
(5) zugewandten Seite größer und derjenige (d) des Ventilsitzes (15) auf
der vom Ventilschaft (5) abgekehrten Seite kleiner als der
Schaftdurchmesser (s) sind.
2. Umschaltventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuervorrichtung (16) direkt auf den Ventilkörper (4) bzw. seinen Schaft
(5) einwirkt.
3. Umschaltventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuervorrichtung (36) über eine Verriegelung (30 bis 33) indirekt auf den
Ventilkörper (4) bzw. seinen Schaft (5) einwirkt.
Priority Applications (1)
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| DE19833312054 DE3312054A1 (de) | 1983-04-02 | 1983-04-02 | Den durchfluss eines druckmediums steuerndes umschaltventil |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19833312054 DE3312054A1 (de) | 1983-04-02 | 1983-04-02 | Den durchfluss eines druckmediums steuerndes umschaltventil |
Publications (2)
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| DE3312054A1 DE3312054A1 (de) | 1984-10-11 |
| DE3312054C2 true DE3312054C2 (de) | 1987-11-05 |
Family
ID=6195373
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19833312054 Granted DE3312054A1 (de) | 1983-04-02 | 1983-04-02 | Den durchfluss eines druckmediums steuerndes umschaltventil |
Country Status (1)
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-
1983
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Also Published As
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