DE331380C - Kolben-Schmierpresse - Google Patents

Kolben-Schmierpresse

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DE331380C
DE331380C DE1919331380D DE331380DD DE331380C DE 331380 C DE331380 C DE 331380C DE 1919331380 D DE1919331380 D DE 1919331380D DE 331380D D DE331380D D DE 331380DD DE 331380 C DE331380 C DE 331380C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16NLUBRICATING
    • F16N11/00Arrangements for supplying grease from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated; Grease cups
    • F16N11/08Arrangements for supplying grease from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated; Grease cups with mechanical drive, other than directly by springs or weights

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

  • Kolben-Schmierpresse. Die Erfindung bezieht sich auf eine Kolbenschmierpresse, insbesondere für schnellumlaufende Kraftmaschinen, wie Flugzeugmotoren usw., welche infolge ihrer neuartigen Ausbildung in erster Linie für schwerflüssige Öle oder dickflüssige Fette sich eignet und durch zuverlässige Verteilung der Schmiermittel den Wirkungsgrad der Maschine, erheblich verbessert und deren Lebensdauer erhöht. Es sind zwar Schmiervorrichtungen bekannt, bei denen das Öl auch durch einen mittels Spindel geschalteten Kolben in die Leitungen gepreßt wird. Diese Vorrichtungen sind aber wegen des unmittelbaren Spindelantriebes für schnellumlaufende Motore nicht verwendbar und füllen sich nicht selbsttätig, so daß bei leerem Ölzylinder der Kolben von Hand in die Anfangsstellung zurückgebracht und das Schmiermittel in den ersteren eingegossen werden muß. Infolge der umständlichen Wartung allein schon- sind diese Vorrichtungen für die oben angeführten Zwecke nicht brauchbar.
  • Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, daß durch ein Planetenrad- oder dergleichen Übersetzungsgetriebe eine Nockenwelle in lang saure Drehung versetzt wird; deren Nocken zwei ortsfeste Hebel verschwenkt und diese durch Klinken abwechselnd mit zwei Schalträdern kuppelt, durch welche die Mutter der an den beiden Enden mit Kolben versehenen Spindel ruckweise nach links oder rechts gedreht und dadurch die Kolben für das in die Leitungen zu pressende Fett o. dgl. achsial hin und her verschoben werden, wobei die selbsttätige Umschaltung der Kolbenspindel in Rechts- und Linksdrehung durch achsiale Verschiebung der Nockenwelle mit Hilfe der Kolben erfolgt.
  • Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel einer solchen selbsttätigen Schmierpresse in Fig. x im Längsschnitt und in Fig. 2 im Querschnitt gemäß. der Linie A-B der Fig. r.
  • Der Antrieb der Vorrichtung erfolgt von der Welle x mit Hilfe einer biegsamen Welle o. dgl., wobei die erstere z. B. zwischen die Tachometerwelle eingesetzt sein kann. Auf der Welle z sitzt die Schnecke 2, welche in das große Schneckenrad 3 eingreift, das lose auf einer Büchse läuft. Am Schneckenrad 3 sind mittels Stehbolzen die gleich großen Stirnräder 4 drehbar gelagert, welche an dem an der Zwischenwand 5 fest angeordneten Zahnrad 6 abrollen, wobei infolge der gleichen Größe der Räder 4, 6 bei einer Umdrehung des Schneckenrades 3 ein einmaliger Umlauf der Räder 4 erfolgt. Diese sind durch Keilbüchsen mit den weiteren Zahnrädern 7 verbunden, welche einen Zahn mehr besitzen als die Räder 4 und im Eingriff stehen mit dem auf der hohlen Achse 8 lose aufgekeilten Zahnrad g. Auf diese Weise wird erreicht, daß bei einer Umdrehung des Schnekkenrades 2 die hohle Achse 8 um einen Zahn gedreht wird, so daß die letztere auf eine sehr geringe Umlaufzahl eingestellt werden kann.
  • Am rechten Ende der Achse 8 befindet sich der Nocken io, welcher den Spindel- und Kolbenvorschub vermittelt. Zu diesem Zweck wirkt der erstere abwechselnd auf zwei zu beiden Seiten der Achse 8 liegende Hebel 1t, x2, welche zueinander versetzt und an der Zwischenwand 5 drehbar gelagert sind (s. Fig. x). Die Hebel ii, i2 werden durch eine Zugfeder 13 stets gegeneinander- gehalten und an die Achse 8 gepreßt und sind an den freien Enden mit Rasten 14 versehen. In eine dieser Rasten greift mittels Zapfen das Querhaupt 15, das verschwenkbar an der Mitnehmerscheibe 16 sitzt, die lose um die Achse 8 sich dreht und mit den beiden Fortsätzen 17 ausgerüstet ist. An diesen sind Schaltklinken 18, ig gelenkig vorgesehen, welche durch eine gleichfalls an einem Arm der Scheibe 16 angeordnete Feder 22 abwechselnd mit den Rädern 2o, 2i in Eingriff gehalten werden. Die letzteren sind auf der Spindelmutter 23 aufgekeilt, welche auf die ganze Länge der hohlen Achse 8 die Spindel 24 umfaßt, zu deren beiden Enden die Kolben 25 sich befinden, die sich in ihren Zylindern 26 hin und her verschieben.
  • Zur Vermittlung des abwechselnden Eingriffes der Schaltklinken 18, ig besitzen diese an ihren freien Enden Rollen 33 und laufen mit diesen auf die Segmente 34 auf und von ihnen ab, welche einstellbar an der Gehäusewand angeordnet sind.
  • Auf der Mitnehmerscheibe 16 ist der Bügel 27 in Schlitzführungen verschiebbar gelagert, welcher mit dem Querkopf 15 gekuppelt ist und zwei Anschläge 28, 29 besitzt, welche den Hebeln 11, 12 entsprechend versetzt sind und abwechselnd in die Bahn des Nockens 1o gestellt werden können. Ferner ist auf der Achse 8 eine Scheibe 3o angeordnet, und zwar fest, welche am Umfang nach beiden Seiten gleichmäßig abgeschrägt ist (Fig. i) und mit einer der schrägen Flächen an den Kugeln 31 anliegt, welche durch Federn 32 gegen die ersteren gedrückt werden.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Angenommen, die Kolben 25 befinden sich in ihren rechtsseitigen Endstellungen (wie gezeichnet), das im rechten Zylinder 26 vom Vorratsbehälter 35 durch den Kanal 36 angesaugte Fett wird zum Zwischenraum 37 und von diesem durch das Filter 38 in die Einzelleitungen 39 gepreßt, während der linke Kolben durch Ansaugen vom Behälter 35 seinen Zylinder füllt, wobei die Zu- und Ableitungskanäle mit Rückschlägventilen 40 versehen sind.
  • Wie schon erwähnt ist, wird die hohle Achse 8 mit dem Nocken io durch das Schnecken- und Planetenradgetriebe 2, 3, 4, 6, 7, 9 in eine sehr langsame Drehung versetzt, und der Nocken 1o dreht sich in der gezeichneten Stellung im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers. In der Bahn des Nockens 1o liegt der Hebel ii sowie der Anschlag 26 des Bügels 27. Bei der Drehung in der Pfeilrichtung (Fig. 2) drückt der Nocken io den noch nicht gekuppelten Hebel ix zur Seite, welcher durch die Feder 13 stets an die Achse 8 gepreßt wird. Mittlerweile gelangt der Nocken io an den Anschlag 28 und drückt diesen mit dem Bügel 27 nach außen. Dadurch erfolgt die Entkupplung des Hebels 12 mit dem Querhaupt 15 und die Kupplung desselben mit dem Hebel ii, welcher erst jetzt die Kolbenschaltung bewirkt. Der Nocken 1o dreht sich gleichmäßig weiter und kann nun den Hebel 12 und den durch die Bügelverschiebung nach innen gestellten Anschlag 2.9 nicht -mehr' betätigen, weil beide außer dem Bereich des Nockens, links von ihm, liegen. Dagegen drückt der Nocken 1o bei jedem Umlauf den Hebel ix nach außen, der jetzt infolge der Kupplung mit 15 die Scheibe 16 und mit dieser die Klinken 18, ig mitnimmt. Bei dieser Schwenkbewegung läuft die eine Klinke 18 auf ihrem Segment 34 weiter und bleibt dadurch mit ihrem Sperrad 21 außer Eingriff, während die Klinke 1g von ihrem Segment 34 abgleitet und so mit ihrem Rad 2o in Eingriff kommt. Infolgedessen wird dieses nach links mit verdreht (s: Pfeil in Fig. 1), desgleichen die Spindelmutter 23 und dadurch die Spindel 24 mit den Kolben 35 achsial verschoben. Der Nocken 1o verläßt mittlerweile den Hebel n, welcher unter dem Einfluß der Feder 13 in seine Anfangsstellung zurückgedrückt wird, d. h. bis er wieder an der Achse 8 anliegt. Mit dem Hebel 1i dreht sich auch die Mitnehmerscheibe 16 mit ihren Klinken zurück, die Klinke ig läuft wieder auf ihr Segment 3e auf und gibt dadurch ihr Sperrad 21 frei. Durch diese Schaltung bewegen sich die Kolben 25 absatzweise nach links, und zwar so lange, bis die Zylinder 26 durchlaufen sind und der rechte Kolben mit seinem Bund 41 an die Druckstifte 42 stößt. Diese bewirken die achsiale Verschiebung der Nockenwelle 8, so daß der Nocken io allmählich aus dem Bereich des Hebels ix kommt. Gleichzeitig verschiebt sich die Scheibe 3o (Fig. i) und drückt die Kugeln 31 auf ihre Schneide. Nach Überwindung der letzteren wird die Scheibe 3o von den Druckkugeln 31 plötzlich vollends in ihre linke Endstellung geschoben und dadurch der Nocken io unter den Hebel 12 und Anschlag 2g eingestellt. Dieser wird durch den stets im gleichen Sinne sich drehenden Nocken 1o nach außen gedrückt, dadurch die Kupplung des Hebels 12 mit 15 und die Drehung der Scheibe 16 nach rechts bewirkt. Die Klinke ig läuft nun auf ihrem Segment weiter, während Klinke 18 von dem Segment abgleitet, in das Sperrad 21 einklinkt und dieses mit der Spindelmutter 23 ebenfalls nach rechts dreht, desgleichen die Spindel mit den Kolben nach rechts achsial verschiebt, und zwar so lange, bis der linke Kolben 25 mit seinem Bund 43 unmittelbar gegen die Hohlachse 8 stößt und die Verschiebung derselben mit ihrem Nocken sowie die Umschaltung durch denselben bewirkt, wie schon beschrieben wurde.
  • Durch geeignete Wahl des Übersetzungsverhältnisses im Planetrad- oder Schneckenradgetriebe kann die Schaltung der Kolben gemäß den Verzweigungsstellen eingestellt und die Vorrichtung in jeden Abmessungen ausgeführt werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Kolben-Schmierpresse, insbesondere für schnellumlaufende Kraftmaschinen, bei der mit langsamer Drehung eine ortsfeste Hebelvorrichtung mit Klinken und zwei Schalträdern die Kolben für das in die Leitungen zu pressende Fett unter selbsttätiger Umschaltung durch die Kolben achsial hin und her verschiebt, dadurch gekennzeichnet, daß auf der hülsenartigen Spindelmutter (a3) dreh- und achsial verschiebbar eine Nockenwelle (8) gelagert ist, welche an einem Ende durch ein Übersetzungsgetriebe bekannter Art langsam in Drehung versetzt, am anderen mit ihrem Nocken (=o) die die Spindelmutter drehende Mitnehmervorrichtung betätigt und in der Mitte mit einer Umschaltscheibe (30) versehen ist, welche selbsttätig ein plötzliches achsiales Verschieben der Nockenwelle in die Endstellungen bewirkt.
  2. 2. Kolben-Schmierpresse nachAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmervorrichtung für die Spindelmutter (23) aus zwei ortsfest gelagerten, gegen die Nockenwelle (8) federnd gepreßten und versetzt zueinander angeordneten Hebeln (11, 12) besteht, von denen j e einer bei jeder Umdrehung der Welle (8) durch den Nocken (=o) verschwenkt wird und dabei mit Hilfe einer mit Kupplungsquerhaupt (15) versehenen Mitnehmerscheibe (16) und an dieser angeordneten und in Schalträder (2o, 21) greifenden Klinken (i8, =g) die Spindelmutter (23) in Teildrehungen versetzt, wobei das Wechseln des Eingriffes in eines der Schalträder durch einen auf der Scheibe (16) verschiebbaren Bügel (27) erfolgt, dessen Anschläge (28, 29) vom Nocken (=o) abwechselnd in seine Bahn gestellt werden.
  3. 3. Kolben-Schmierpresse nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinken (18, =g) zum abwechselnden Eingriff in ihre Sperräder (2o, 21) mit ihren Rollen (33) beim Verstellen der Mitnehmerscheibe (16) abwechselnd auf Segmente (34) auf und von diesen ablaufen und dadurch in eine der Sperrscheiben (2o, 21) einklinken.
  4. 4. Kolben-Schrnierpresse nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Nockenwelle (8) sitzende Umschaltscheibe (30) mit nach beiden Seiten gleichmäßig abgeschrägten Rändern versehen und an federnd beeinflußten Druckkugeln (31) anliegt in der Weise, daß die letzteren bei der durch die Bunde (41, 43) der Kolben .(25) in bekannter Weise eingeleiteten achsialen Verschiebung der Nockenwelle (8).beim Überwinden der Schneide ein plötzliches Verschieben der Welle (8) mit dem Nocken (=o) in die jeweilige Endstellung bewirken.
DE1919331380D 1919-08-05 1919-08-05 Kolben-Schmierpresse Expired DE331380C (de)

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