DE3316111A1 - Elektrohandwerkzeug mit steuerung fuer verschiedene funktionen - Google Patents

Elektrohandwerkzeug mit steuerung fuer verschiedene funktionen

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Description

10.156
Beschreibung;
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Elektrohandwerkzeug gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung bezieht sich speziell auf Elektrobohrmaschinen und ähnliche Elektrohandwerkzeuge, die verschiedene Funktionen wie z.B. "Schlagen", "Mehrfachgeschwindigkeit", "Umkehrbarkeit" und "Elektronikkupplung" aufweisen. Die vorliegende Erfindung zielt ab auf eine Steuerung für ein zwei oder mehr derartiger Funktionen aufweisendes Elektrohandwerkzeug, so daß die Funktionen selektiv kombiniert werden können.
Allgemein bekannt und im Handel erhältlich sind Elektrobohrmaschinen, die mit der gewöhnlichen Funktion "Bohren" die Funktionen "Schlagen", "Umkehren" und "Elektronikkupplung" kombinieren. Es sind außerdem Elektrobohrmaschinen bekannt, die mit Mehrfachgeschwindigkeit-Getriebeanordnungen ausgestattet sind, so daß die Bohrmaschine mit unterschiedlichen, voreingestellten Geschwindigkeiten betrieben werden kann.
Zweck der Funktion "Schlagen" ist im wesentlichen, besonders widerstandsfähige Materialien, beispielsweise Beton, bohren zu können, welche der eigentlichen Bohr- (Dreh-) Wirkung kaum nachgeben.
Eine Umkehr-Funktion ermöglicht das Drehen des Bohrers im Gegenuhrzeigersinn, um beispielsweise den Bohrer leichter aus einem gebohrten Loch herausziehen oder eine Schraube lösen zu können. Solche Arbeiten erfolgen zweckmäßigerweise bei einer Geschwindigkeit, die niedriger ist als die manchmal erforderliche Bohrgeschwindigkeit.
Die Funktion "Elektronikkupplung" ermöglicht das automatische Abschalten des Motors von der Energiezufuhr, wenn das auf die Ankerwelle des Motors einwirkende Drehmoment einen vorgegebenen Maximalwert überschreitet.
Einige der oben genannten Funktionen, beispielsweise die Funktionen "Schlagen" und "Umkehren", sollten im Betrieb nicht gleichzeitig vorhanden sein, damit eine Beschädigung des Bohrers vermieden wird. Außerdem ist es manchmal vorzuziehen, die Funktion "Elektronikkupplung" bei gewissen Arbeiten außer Kraft zu setzen, damit vermieden wird, daß die Kupplung den Motor dauernd anhält und die Durchführung bestimmter Arbeiten unmöglieh gemacht wird, beispielsweise gewisse, bei hoher Geschwindigkeit und hohem Drehmoment durchgeführte Schlagbohrarbeiten .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Elektrohandwerkzeug, insbesondere eine elektrische Bohrmaschine, mit einer Steuerung zu schaffen, die es der Bedienungsperson gestattet, die gewünschte und richtige Funktionskombination auszuwählen, ohne daß die Möglichkeit besteht, einen Fehler zu machen.
Um einige der genannten Funktionen zu erhalten, ist es notwendig, eine oder mehrere interne Bauteile der Elektrobohrmaschine mechanisch zu bewegen. Wenn beispielsweise bei einer Mehrfachgeschwindigkeits-Getriebeanordnung der Gang (d.h. die Geschwindigkeit) gewechselt wird, wird bzw. werden ein oder mehrere Zahnräder mechanisch verschoben. Außerdem wird beim Wechsel von einer Betriebsart "Schlagen" in eine Betriebsart "Nur Bohren" oder umgekehrt für gewöhnlich ein bewegungsbegrenzender Anschlag für die Einspannfutterspindel mechanisch ge-
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dreht. Um hingegen andere Funktionen zu aktivieren, müssen elektrische Schaltungsteile beeinflußt werden; dies gilt z.B. dann, wenn eine Elektronikkupplung betriebsbereit gemacht wird oder in den funktionslosen Zustand versetzt wird.
Die oben genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete Erfindung gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. Die Steuervorrichtung ist vorzugsweise ein Schieber, mit dem im Inneren des Werkzeuggehäuses ein wellenähnliches Glied verbunden ist, welches den oder die elektrischen Schalter betätigt.
Der Schieber kann mechanisch mit einem in einem Mehrfachgeschwindigkeits-Getriebekasten vorgesehenen beweglichen Zahnrad gekoppelt sein, wobei die Bewegung des Schiebers das übersetzungsverhältnis des Zahnradkastens auswählt.
Alterntiv oder zusätzlich kann der Schieber einen Betriebsart-Umschaltmechanismus bewegen, um von einer Betriebsart "Schlagen" in eine Betriebsart "Nur Bohren" umzuschalten, und umgekehrt.
Einer der elektrischen Schalter kann eine Umkehr-Funktion steuern, während ein anderer Schalter eine Elektronikkupplung-Funktion steuert. Es kann auch ein Schalter gleichzeitig sowohl die Umkehr- als auch die Elektronikkupplung-Funktion steuern.
Der Schieber kann bei einer Schlagbohrmaschine mit Umkehr- und Elektronikkupplung-Funktion drei Stellungen einnehmen. In einer ersten Stellung des Schiebers ist das Schlagen ausgeschlossen, und es sind zwei Schalter betätigt, um sowohl die Umkehr- als auch die Elektronik-
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kupplung-Funktion zu aktivieren. In einer zweiten Schieberstellung ist der Schlagbetrieb möglich, während der
Umkehrschalter entaktiviert und der Elektronikkupplungschalter aktiviert ist. In der dritten Schieberstellung ist der Schlagbetrieb möglich, jedoch sind die beiden erwähnten Schalter entaktiviert.
Vorzugsweise erstreckt sich ein mit dem Schieber verbundenes stangenähnliches Glied parallel zur Drehachse des Motors, und es besitzt einen oder mehrere Abschnitte aus Isolierstoff. Diese Abschnitte sind zwischen ein oder mehrere Paare elastischer elektrischer Kontakte einschiebbar, um einen oder mehrere elektrische Schalter zu öffnen. Bei einer Mehrgeschwindigkeits-Bohrmaschine kann
an dem vorderen Ende des stangenähnlichen Glieds eine
Zahnrad-Verschiebegabel befestigt sein.
Im folgenden werden Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
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Fig. 1 ein Blockdiagramm einer für eine Ausführungsform
der Erfindung vorgesehenen Steuerung einer Schlagbohrmaschine mit Umkehr- und Elektronikkupplung-Funktion;
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Fig. 2 eine Seitenansicht des Vorderteils einer anderen Ausführungsform der Erfindung, angewendet bei einer mit zwei Gängen ausgestatteten Bohrmaschine, wobei zur Darstellung einiger innerer Bauteile das Gehäuse teilweise weggebrochen ist;
Fig. 3 einen Ausschnitt der in Fig. 2 gezeigten Bohrmaschine, wobei die Ausrichtung mancher Teile verzeichnet ist und ein Teil des Zweigang-Getriebes dargestellt ist; und
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Fig. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in Fig. 2.
Der in Fig. 1 gezeigte Funktionsblock 1 stellt ein handbetätigbares Steuerglied, vorzugsweise einen Schieber dar, mit dem die Funktion "Schlagen" einer Schlagbohrmaschine aktivierbar oder entaktivierbar ist. Das Steuerglied 1 ist von Hand zwischen drei verschiedenen Stellungen bewegbar, und abhängig von der ausgewählten Stellung erzeugt es unterschiedliche Befehle A, B und C für eine mit dem Motor 3 der Bohrmaschine zusammenarbeitende Steuerschaltung 2. Der Funktionsblock 4 stellt die Funktion "Schlagen" der Bohrmaschine dar. Der Funktionsblock 5 stellt die Umkehr-Funktion des Motors 3 dar, durch die die Drehrichtung des Motors umgekehrt werden kann. Der Funktionsblock 6 stellt eine Elektronikkupplung-Funktion des Motors 3 dar, durch welche der Motor automatisch von der Energiezufuhr abgeschaltet wird, wenn das auf die Ankerwelle des Motors einwirkende Drehmoment einen vorbestimmten Wert übersteigt.
Das als Schieber 1 ausgebildete Steuerglied veranlaßt in einer ersten Stellung, daß die Antriebsspindel der Bohrmaschine in einer Stellung gehalten wird, in der ein Paar von Schlagsperrklinken in axialem Abstand voneinander gehalten werden und daher keine axial hin- und hergehende Schlagbewegung der Einspannfutterspindel erzeugen können. In den beiden anderen Stellungen des Schiebers 1 ist die Antriebsspindel nicht bezüglich axialer Bewegung gesperrt, und die Schlagsperrklinken können unter gegenseitigem Zusammenwirken relativ zueinander drehen, um eine Schlagwirkung der Antriebsspindel zu erzeugen. Diese Schlagwirkung tritt dann ein, wenn die Bedienungsperson die Bohrmaschine gegen ein Werkstück, d.h. eine Unterlage drückt, so daß die Ein-
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Spannfutterspindel in bekannter Weise gegen die Wirkung einer schwachen Feder axial in die Bohrmaschine verschoben wird, um mit den zwei Schlagsperrklinken in Eingriff zu kommen.
Zusätzlich zu seiner Schlagfunktion öffnet und schließt der Schieber 1 zwei Sätze elektrischer Kontakte oder Schalter in unterschiedlichen Kombinationen, und zwar abhängig davon, welche der drei Stellungen der Schieber 1 einnimmt. Der Schieber wird von einer Rastvorrichtung lösbar in der ausgewählten Stellung gehalten.
In der ersten Stellung des Schiebers 1 wird der Befehl A an die Steuerschaltung 2 gegeben. In dieser Stellung sind beide Schalter oder Kontaktsätze geschlossen, so daß die Umkehr-Funktion 5 und die Elektronikkupplung-Funktion 6 in der Steuerschaltung 2 freigegeben werden. Die Bohrmaschine kann dann in einer Betriebsart "Nur Bohren" arbeiten, wobei die Schlagwirkung ausgeschaltet ist, während durch Betätigung eines Umkehrschalters jedoch der Betrieb in entgegengesetzter Drehrichtung der Spindel möglich ist. Außerdem wird im Falle einer Überlastung der Bohrmaschine die Elektronikkupplung des Motors 3 abschalten. In anderen Worten: Der Befehl A schließt die Funktion "Schlagen" aus, ermöglicht hingegen die Funktionen "Umkehren" und "Elektronikkupplung".
In der zweiten Stellung des Schiebers 1 wird der Befehl B an die Steuereinheit 2 gegeben. In diesem Fall wird das Schlagen ermöglicht, der der Umkehr-Funktion zugeordnete Schalter ist geöffnet, jedoch ist der der Elektronikkupplung-Funktion zugeordnete Schalter weiter geschlossen. Mit dem Befehl B arbeitet die Bohrmaschine also mit Schlagwirkung und der Funktion "Elektronikkupplung", kann jedoch nicht im Umkehrbetrieb arbeiten, d.h.,
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die Umkehr-Funktion ist gesperrt.
In der dritten Stellung des Schiebers 1 wird der Befehl C an die Steuerschaltung 2 gegeben. In dieser Stellung arbeitet die Bohrmaschine noch in der Betriebsart "Schlagen", jedoch sind die beiden der Umkehr- und der Elektronikkupplung-Funktion zugeordneten Schalter geöffnet. Demnach veranlaßt der Befehl C die Bohrmaschine, mit Schlagwirkung zu arbeiten, und zwar kombiniert mit dem Drehen des Bohrers, hingegen sind die Funktionen "Umkehren" und "Elektronikkupplung" ausgeschaltet.
Obschon bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel die Schalter zum Ausschalten oder Entaktivieren der Funktionen geöffnet werden, kann selbstverständlich die· Schaltung so ausgelegt sein, daß die Schalter zum Entaktivieren der Funktionen geschlossen und zum Aktivieren der Funktionen geöffnet werden.
Das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel kann, ohne vom Grundgedanken der Erfindung abzuweichen, auf verschiedene Weise modifiziert werden, was von den Funktionen abhängt, die für ein spezielles Handwerkzeug vorgesehen sind.
Beispielsweise könnte der Befehl B fortgelassen werden, so daß der Schieber nur zwischen zwei Stellungen zum Erzeugen des Befehls A bzw. des Befehls C verschoben würde. Dies würde bedeuten, daß in der Betriebsart "Nur Bohren" sowohl Umkehr- als auch Kupplungs-Funktion aktiviert wären, daß jedoch in der Betriebsart "Schlagen" beide dieser Funktionen ausgeschaltet wären.
Außerdem kann die Schlagbohrmaschine einen Mehrgeschwindigkeits-Getriebekasten aufweisen, so daß die Befehle B und C unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten der Ein-
• Spannfutterspindeln steuern können.
In einer anderen Ausführungsform kann die Bohrmaschine nur eine Betriebsart "Nur Bohren" aufweisen, ohne daß Schlagbohrbetrieb möglich ist. In einem solchen Fall
könnte der Funktionsblock 4 die Funktion "Hohe Geschwindigkeit" repräsentieren. Dann würde beim Befehl A die Bohrmaschine bei niedriger Geschwindigkeit drehen, wobei die Funktionen "Umkehren" und "Kupplung" möglich '0 wären. Beim Befehl C hingegen würde die Bohrmaschine mit hoher Geschwindigkeit drehen, während die Umkehr- und Kupplungsfunktionen entaktiviert wären.
Fig. 2 zeigt eine Zweigang-Bohrmaschine mit einer als
^5 Befehlsschieber 11 ausgebildeten, handbetätigbaren Auswählvorrichtung 10 zum Verschieben von Zahnrädern zwecks Gangwechsel, d.h. Geschwindigkeitsänderung. Ein herabdrückbarer Druckknopf 12 verriegelt den Schieber 11 in der ausgewählten Stellung. Die in der Zeichnung dargestellte Stellung des Schiebers entspricht der Stellung für niedrige Geschwindigkeit. Durch Herabdrücken des Druckknopfs 12 und durch Verschieben des Schiebers 11 nach links in Richtung des Pfeils 23 wird hohe Geschwindigkeit ausgewählt. Eine Welle 14 ist mit dem Schieber 11 verbunden und bewegt sich mit ihm. Das rückwärtige Ende der Welle 14 besitzt eine Spitze 17 aus Isolierstoff, beispielsweise einem geeigneten Kunststoffmaterial. In der dargestellten Stellung für niedrige Geschwindigkeit liegt die Isolierstoffspitze 17 zwischen einem Paar elastischer Metallkontakte 21, welche von der Spitze getrennt werden. Wenn der Schieber 11 in Richtung des Pfeils verschoben wird, löst sich die Spitze 17 von den elektrischen Kontakten 21, welche sich hierdurch schließen und eine Funktion in der Steuerschaltung 22 ändern. Die Steuerschaltung 22 besteht aus einer
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• gedruckten Schaltungstafel, die direkt unter der Oberseite des Gehäuses der Bohrmaschine montiert ist. Auf der gedruckten Schaltungstafel sind verschiedene elektrische Bauelemente montiert. Die Steuerschaltung 22 liefert verschiedene Betriebsfunktionen der Bohrmaschine, beispielsweise eine Geschwindigkeitssteuerung bei einer ausgewählten Geschwindigkeit, eine Elektronikkupplung-Funktion zum Schutz des Elektromotors der Bohrmaschine, und eine Umkehr-Funktion, deren Schaltung in '0 Betrieb ist, wenn die Drehrichtung des Motors umgekehrt wird.
Fig. 3 zeigt, wie der Schieber 11 mittels eines dreieckförmigen Arms 13, der vom rückwärtigen Ende des Schie-
•5 bers 11 nach innen ragt und mit diesem einstückig ausgebildet ist, fest mit der Welle 14 verbunden ist. Die Welle 14 besitzt dort, wo sie den Arm 13 durchsetzt, einen Gewindeabschnitt, mittels dessen die axiale Stellung der Welle 14 bezüglich des Arms 13 beim Zusammenbau des Werkzeugs eingestellt wird. Man erkennt die Steuerschaltung 22, von der die elastischen Kontakte 21 abstehen, die von der Isolierstoffspitze 17 auseinandergehalten werden. Die Steuerschaltung besitzt Leitungen, von denen eine Leitung 24 dargestellt ist, über die sie elektrisch an den Betätigungsschalter der Bohrmaschine und deren Elektromotor angeschlossen ist. Fig. 4, die einen Anblick von dem rückwärtigen Ende der Bohrmaschine aus darstellt, veranschaulicht deutlich, wie die Kontakte 21 an den Enden elastischer Metallstreifen ausge-
^v bildet sind, die sich zunächst von der gedruckten Schaltungstafel der Steuerschaltung 22 nach unten erstrecken, um sich dann seitlich zur Lage der Achse der Isolierstoff spit ze 17 zu erstrecken. Gemäß Fig. 3 erstreckt sich die Welle 14 durch einen in der Getriebekastenwand
^ ausgebildeten zylindrischen Sitz 15 nach vorne, wobei
die Welle 14 in dem Sitz 15 gleitend gelagert ist. An dem vorderen Ende der Welle 14 ist starr ein sich zur Welle rechtwinklig erstreckender Gabelhebel 16 befestigt. Die Gabeln des Hebels 16 greifen in eine Ringnut 18 ein, die in der Nabe eines ersten, gleitbar auf der Einspannfutterspindel 20 montierten Zahnrads 19 ausgebildet ist. Das Zahnrad 19 und die Spindel 20 besitzen miteinander in Eingriff befindliche Axialverzahnungen, und die Spindel 20 wird von dem Zahnrad 19 angetrieben. Ein auf der Ankerwelle des Bohrmaschinenmotors sitzendes Ritzel kämmt mit einem auf einer Vorgelegewelle 26 montierten Zahnrad 25 und treibt dieses an. In der in Fig. 3 gezeigten Stellung wird die Antriebsgruppe von einem weiteren, auf der Vorgelegewelle sitzenden Zahnrad 27 vervollständigt, welches mit dem Zahnrad 19 kämmt, und hierbei arbeitet die Bohrmaschine mit niedriger Geschwindigkeit. Man erkennt, daß der Schieber 11 in einer hinteren Stellung ist. Wenn der Schieber 11 in Richtung des Pfeils 23 nach vorne gestoßen wird, schiebt der gegabelte Hebel 16 das Zahnrad 19 entlang der Spindel nach vorne, wobei es sich von dem Zahnrad 27 löst und unter Einwirkung einer Klauenkupplung mit einem anderen (nicht dargestellten) Zahnrad in Eingriff kommt, welches auf der Einspannfutterspindel 20 fest montiert ist. Dieses Zahnrad kämmt mit einem weiteren (nicht dargestellten) Zahnrad auf der Vorgelegewelle 26 und vervollständigt eine zweite Antriebsgruppe, durch die die Einspannfutterspindel 20 mit hoher Geschwindigkeit gedreht wird. Während dieser Vorwärtsbewegung der Welle 14 wird die Isolierstoffspitze 17 von dem Gleitstück aus dem Kontaktpaar 21 gezogen, so daß sich die Kontaktstücke schließen.
Wenn die Kontakte 21 geöffnet sind, sind Umkehr- und Elektronikkupplung-Funktion der Steuerschaltung 22 frei-
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gegeben. Sind die Kontakte 21 geschlossen, werden die Umkehr- und die Elektronikkupplung-Funktion außer Kraft gesetzt.
Wenn im Betrieb entsprechend der in Fig. 3 dargeitell» ten Stellung die Bohrmaschine mit niedriger Gesehwindigkeit arbeitet, wird der Elektromotor durch dit Ilek= tronikkupplung gegen Überlastung geschützt, und die Drehrichtung der Einspannfutterwelle kann durch Handbetätigung eines (nicht gezeigten) Umkehrschalters um= gedreht werden. Einzelheiten einer solchen Anordnung sind dem Fachmann bekannt. Wenn dann der Schieber 11 in seine vordere Stellung gebraeht wird, arbeitst di© Bohrmaschine mit hoher Geschwindigkeit, wobei die Il@k<= tronikkupplung abgeschaltet ist und der Bohrer nicht in umgekehrter Richtung angetrieben werden kann» Folg» lieh kann für Betrieb mit niedriger Drehiahl und hohem Drehmoment die Bohrmaschine bis ^u einer v©rg©g©» benen Drehmomentbelastung in die eine oder die andere Richtung betrieben werden. Beim Bohren mit hoher Drehzahl jedoch arbeitet die Bohrmaschine ©hn© üntsrbr©- chung durch Drehmomentbegrenzung und nur in der n©rma= len Richtung.
Abhängig von dem speziellen AnwendungS2W©ck der Il©ktrobohrmaschine könnten die Kontakte 21 auch derart verschaltet sein, daß sie nur die llgktronikkupplung= Funktion oder nur die Umkehr-Funktion steuern.
Die in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellte Ausführung§f©rm kann dadurch abgewandelt werden, daß di§ Welle 14 naeh hinten verlängert wird, um an der rückwärtigen Varlän= gerung eine zweite Spitze oder einen zweiten Abiehnitt aus Isolierstoff vorzusehen, wobei dieser awsit© Ab= schnitt ein zweites Paar an die Steuerschaltung 22
angeschlossener elektrischer Kontakte betätigt. Dieses zweite Paar von Kontakten kann eine Funktion der Steuerschaltung 22 aktivieren oder entaktivieren, während die Kontakte 21 eine andere Punktion steuern. Der Schieber 11 kann so angeordnet werden, daß er drei von dem Druckknopf 11 verriegelbare Stellungen einnehmen kann. In der dem Befehl A gemäß Fig. 1 entsprechenden Stellung sind beide Kontaktpaare geöffnet. In der zweiten Stellung entsprechend dem Befehl B in Fig. 1 wären die Kontakte des zweiten Kontaktpaares geschlossen, während die Kontakte 21 noch geöffnet wären. Schließlich wären in der dritten Stellung entsprechend dem Befehl C beide Kontaktpaare geschlossen.
in einer weiteren Abwandlung der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele könnte die Bohrmaschine mit einem Paar um die Einspannfutterspindel 20 angeordneter und zusammenwirkender Schlagsperrklinken ausgestattet sein, sowie mit einer Betriebsart-Änderungsvorrichtung, um die Ein-Spannfutterspindel in einer vorderen Stellung zu halten oder der Einspannfutterspindel eine begrenzte axiale Hin- und Herbewegung zu gestatten, wie es an sich bekannt ist. Eine Stellung der Betriebsart-Änderungsvorrichtung veranlaßt die Bohrmaschine, in einer Betriebsart "Nur Bohren" zu arbeiten, in der anderen Stellung (oder in einem anderen Bereich von Stellungen) wird die Bohrmaschine veranlaßt, gleichzeitig mit dem Bohrbetrieb in einer Betriebsart "Schlagen" zu arbeiten. Der Schieber 11 könnte durch mechanische Verbindungsmittel so angeordnet sein, daß er die Betriebsart-Änderungsvorrichtung betätigt. Somit könnte die Bohrmaschine unter dem Befehl A bei einer gegebenen Geschwindigkeit in der Betriebsart "Nur Bohren" arbeiten, während die Funktionen "Umkehren" und "Elektronikkupplung" zur Verfügung sttinden. Dann könnte unter dem Befehl B die Bohrmaschine bei
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der gleichen Geschwindigkeit in der Betriebsart "Schlagen" arbeiten, wobei die Funktion "Elektronikkupplung" zur Verfügung stünde, die Funktion "Umkehr" jedoch ausgeschlossen wäre. Schließlich würde die Bohrmaschine unter dem Befehl C mit einer anderen Geschwindigkeit in der Betriebsart "Schlagen" arbeiten, wobei sowohl die Funktion "Elektronikkupplung" als auch die Funktion "Umkehren" ausgeschlossen wären.
Erfindungsgemäß wird also der Schieber zum Ändern einer mechanischen Anordnung des Handwerkzeugs verwendet, wobei gleichzeitig weitere Funktionen in der Steuerschaltung automatisch freigegeben oder gesperrt werden. Somit kann die Bedienungsperson in äußerst bequemer Weise entsprechend der Art der auszuführenden Arbeit die Kombination von Betriebszuständen auswählen, ohne daß die Gefahr besteht, fälschlicherweise eine Reihe von Funktionen zu kombinieren, die eine Beschädigung des Werkzeugs oder ungeeignete Funktionsweise des Werkzeugs zur Folge haben könnten.
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Claims (10)

  1. Elektrohandwerkzeug mit Steuerung für verschiedene Funktionen
    Patentansprüche
    (i.) Elektrohandwerkzeug, mit einem Elektromotor, einer Steuerschaltung zum Steuern der Motorfunktionen, und einer handbetätigbaren Steuervorrichtung, mit der verschiedene Betriebsarten des Handwerkzeugs mechanisch auswählbar sind, dadurch gekennzeichnet , daß die Steuervorrichtung (10) außerdem einen oder mehrere elektrische Schalter (21) betätigt, die eine oder mehrere der von der Steuerschaltung gesteuerten Motorfunktionen (5, 6) entaktiviert oder aktiviert.
  2. 2. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Getriebeanordnung vorgesehen ist, so daß das Handwerkzeug mit zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten arbeiten kann, und daß die Steuervorrichtung (10) mechanisch mit einem in der Getriebeanordnung vorgesehenen beweglichen Zahnrad (19) gekoppelt ist, wobei eine Bewegung der Steuervorrichtung (10) das übersetzungsverhältnis der Getriebeanordnung auswählt.
  3. 3. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Steuervorrichtung (10) einen Schieber (11) aufweist, mit dem ein den oder
    Redecfcestraße 43 8000 München 60 Telefon (089) 883603/88 36CK Telex 52123T3 Telegramme Patenlconsult
    die elektrischen Schalter (21) betätigendes Glied (14) verbunden ist.
  4. 4. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch g e -
    kennzeichnet, daß das Glied (14) wellenähnlich ausgebildet ist und sich parallel zur Drehachse des Motors erstreckt, und daß das Glied (14) einen oder mehrere Abschnitte (17) aus Isolierstoff aufweist, der bzw. die zwischen ein oder mehrere Paare elastischer elektrischer Kontaktstücke (21) bringbar ist bzw. sind, um den oder die Schalter (21) zu öffnen.
  5. 5. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß an dem wellenähnlichen Glied (14) eine Zahnrad-Verschiebegabel (16) befestigt ist, die von dem Glied (14) absteht.
  6. 6. Elektrohandwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß einer Spannfutterspindel (20) des Handwerkzeugs ein Schlagmechanismus zugeordnet ist, durch den das Handwerkzeug in einer Betriebsart "Schlagen" (4) betreibbar ist, und daß die handbetätigbare Steuervorrichtung (10) mit einem Betriebsartänderungs-Mechanismus verbunden ist, um die Betriebsart "Schlagen" oder eine Betriebsart "Nur Bohren" auszuwählen.
  7. 7. Elektrohandwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die Steuerschaltung (22) eine Umkehr-Funktion (5) aufweist, die durch Bewegen der Steuervorrichtung (10) entaktiviert oder aktiviert wird.
  8. 8. Elektrohandwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß
    die Steuerschaltung (22) eine Elektronikkupplung-Funktion (6) aufweist, die durch Bewegen der Steuervorrichtung (10) entaktiviert oder aktiviert wird.
  9. 9. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Betriebsarten "Schlagen" (4) und "Nur Bohren" vorgesehen sind, daß die Motorfunktionen von separaten Einschiebschaltern (21) entaktivierbare und aktivierbare Umkehr- und Elektronikkupplung-Funktionen (5, 6) umfassen, daß die Steuervorrichtung (10) ein Schieber (11) ist, der drei Stellungen einzunehmen vermag, daß in der ersten Stellung des Schiebers (11) die Betriebsart "Nur Bohren" ausführbar ist, und die beiden Einschiebschalter (21) betätigt sind, um die Umkehr- und Elektronikkupplung-Funktionen (5, 6) zu aktivieren, daß in der zweiten Stellung die Betriebsart "Schlagen" (4) durchführbar ist, wobei der Umkehr-Schalter entaktiviert und der Elektronikkupplung-Schalter aktiviert ist, und daß in der dritten Stellung die Betriebsart "Schlagen" (4) durchführbar ist, wobei jedoch beide Einschiebschalter (21) entaktiviert sind.
  10. 10. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß der Schieber (11) auch das Zahnradverschieben in einer für mehrfache Geschwindigkeiten ausgelegten Getriebeanordnung vornimmt.
DE19833316111 1982-05-07 1983-05-03 Elektrohandwerkzeug mit steuerung fuer verschiedene funktionen Granted DE3316111A1 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
ITMI1982U21800U IT8221800U1 (it) 1982-05-07 1982-05-07 Dispositivo selettore per trapano elettrico a piu' velocita' con percussione.
IT8221149A IT1210884B (it) 1982-05-07 1982-05-07 Sistema di controllo per trapano elettrico con percussione, reversibilita' e frizione elettronica.

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3316111A1 true DE3316111A1 (de) 1983-11-10
DE3316111C2 DE3316111C2 (de) 1991-12-05

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19833316111 Granted DE3316111A1 (de) 1982-05-07 1983-05-03 Elektrohandwerkzeug mit steuerung fuer verschiedene funktionen

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DE (1) DE3316111A1 (de)
FR (1) FR2526348B1 (de)

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