DE3317449C2 - Sprühventil für die Gruppenbedüsung des Schildausbaues - Google Patents
Sprühventil für die Gruppenbedüsung des SchildausbauesInfo
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Abstract
Der beim Rücken von Ausbaueinheiten im untertägigen Bergbau freigesetzte Staub wird sicher niedergeschlagen, indem sowohl eine der jeweils vorrückenden Ausbaueinheit wie auch den benachbarten Ausbaueinheiten zugeordnete Bedüsung in Gang gesetzt wird. Diese Bedüsung besteht je Ausbaueinheit lediglich aus einem einzigen Sprühventil, wobei diesem jeweils eine Steuereinheit vorgeschaltet ist. Über diese Steuereinheit wird sowohl das Sprühventil der zu rückenden Ausbaueinheit wie auch die Sprühventile der jeweils auf beiden Seiten benachbarten Ausbaueinheiten angesteuert. Die Verbindung der einzelnen Sprühventile bzw. der einzelnen Steuereinheiten untereinander erfolgt über Mehrfachschläuche, so daß eine einfache und sichere steuermäßige Verbindung bei geringstem Aufwand gegeben ist. Aussparung (11) bilden und beim Schließen der Halbschalen (1, 2) etwa in der Br
Description
Die- Erfindung betrifft ein Sprühventil für die Gruppenbedüsung beim Rücken des Schildausbaues im untertägigen
Bergbau, mit einer Eintrittsbohrung für die Druckwasserzuführung, einer Austrittsbohrung und einem
als Rückschlagventil ausgebildeten Absperrorgan, das über einen durch das vom entsprechenden Anschluß
für die Steuerdruckleitung aus zugeführte Steuerdruckmedium des zu rückenden Schildes beaufschlagten Stößel
oder direkt über das Steuerdruckmedium zu öffnen ist.
Derartige Sprühventile werden im untertätigen Bergbau, insbesondere im Steinkohlenbergbau eingesetzt,
um den beim Rücken des Ausbaues aufgrund des Absenkens der Kappen freiwerdenden Staub möglichst
gleich am Entstehungsort niederzuschlagen. Nur so ist sichergestellt, daß der Staub nicht von den Wettern mitgenommen
und durch den Streb hindurchgeführt wird. Da das Bedüsen allen im Bereich der jeweils gedrückten
bzw. zu rückenden Ausbaueinheit nicht ausreicht sind die Ausbaueii.heiten jeweils so mit Sprühventilen ausgerüstet
daß jeweils auch gleich die Bedüsung der benachbarten Ausbaueinheiten mit einsetzt wenn -iie jeweils
mittlere Ausbaueinheit gerückt wird. Neben der
ίο mittleren Ausbaueinheit werden bei neueren Strebausrüstungen
gleichzeitig jeweils die zwei nach beiden Seiten benachbarten Ausbaueinheiten mitbedüst Dazu
sind die einzelnen Ausbaueinheiten mit beispielsweise je vier zusätzlichen Sprühventilen ausgerüstet die getrennt
beim Rücken der jeweils zugeordneten Ausbaueinheit angesteuert werden. Die Ansteuerung erfolgt
über den Arbeitsdruck des Rückzylinders der jeweils zu rückenden Ausbaueinheit Derartige Sprühventile sind
aus der DE-OS 23 05 361.4 sowie aus Glückauf 1975, Seite 603 bekannt Bei diesen bekannten Sprühventilen
ist im Inneren des Ventilkörpers ein als Rückschlagventil ausgebildetes Absperrorgan vorgesehen, das die Verbindung
zwischen Eintrittsbohrung und Austrittsbohrung verschließt. Das Öffnen des Rückschlagventils erfolgt
über einen Stößel, der seinerseits wiederum über die Druckflüssigkeit, Λ h. das Steuerdruckmedium des
Rückzylinders beaufschlagbar angeordnet ist. Wird die Ausbaueinheit gerückt, so wird der Stößel gleichzeitig
mit Betätigen des Rückzylinders beaufschlagt so daß er das Rückschlagventfl· und damit die Verbindung zwischen
Eintrittsbohrung und Austrittsbohrung für das Druckwasser öffnet.
Nachteilig ist, daß somit je Ausbaueinheit beispielsweise
fünf im Prinzip gleiche Sprühventile erforderlich sind, was eine erhebliche kostenmäßige Belastung darstellt.
Besonders aufwendig wird damit auch die Montage, die zusätzlich dadurch erschwert ist, daß jeweils das
zugeordnete Sprühventil der benachbarten Ausbaueinheiten mit dem Rückzylinder der jeweils zu rückenden
Ausbaueinheit verbunden sein mu£·. Die Verschlauchung ist damit sehr aufwendig und kann nur im Streb
selbst vorgenommen werden. Dabei besteht die Gefahr, daß die Verschlauchung falsch angebracht und damit
Fehlschaltungen möglich sind. Nachteilig ist außerdem die Vielzahl der Schläuche, die den Arbeitsraum und den
Fahrweg im Strebbereich erheblich einschränken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einfach und sicher steuerbarer und ohne die Gefahr von Fehlanschlüssen
der Steuerdruckleitungen montierbare Sprühventile für die Gruppenbedüsung zu schaffen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem Stößel eine Steuereinheit vorgeschaltet ist, die
neben dem Anschluß für die Steuerdruckleitung der zugehörigen Ausbaueinheit mit weiteren einzeln oder
gruppenweise ansteuerbaren Anschlüssen für Steuerdruckverbindungsleitungen zu den benachbarten Ausbaueinheiten
ausgerüstet ist.
Mit einem derartigen Sprühventil kann eine Gruppenbedüsung für drei, fünf oder sieben oder noch mehr
Ausbaueinheiten bewerkstelligt werden, ohne den bisherigen
großen Schlauch- bzw. Steuerleitungsaufwand. Außerdem ist es lediglich erforderlich, jeder einzelnen
Ausbaueinheit nur ein einziges Sprühventil mit der erfindungsgemäßen vorgeschalteten Steuereinheit zuzuordnen.
Mit Hilfe der dem Stößel vorgeschalteten Steuereinheit kann jedes einzelne Sprühventil so geschaltet
werden, daß es der gewählten Gruppenbedüsung
entsprechend jeweils beim Vorziehen der züge-
ordneten Ausbaueinheit sowie der benachbarten oder der übernächsten Ausbaueinheit anspricht und Druckwasser
abgibt. Eine wirkungsvolle Staubbekämpfung ist damit gesichert
Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Steuereinheit einen Schwimmkolben
aufweist, der in mehrere Teilkolben unterteilt ist, denen wiederum die Anschlüsse einzeln oder gruppenweise
zugeordnet sind. Je nach Nachbarschaftsgrad der einzelnen Ausbaueinheit können so Verbindungsleitungen
angeschlossen werden, die jeweils ein Ansprechen der einzelnen Sprühventile der entsprechend gewählten
Gruppenbedüsung entsprechend sicherstellen. Dabei können die einzelnen Steuereinheiten bzw. Sprühventile
der benachbarten Ausbaueinheit zweckmäßig über Mehrfachschläuche miteinander verbunden werden.
Dabei können die Verbindungen bereits über Tage vorbereitet werden, so daß eine wesentlich sichere Steuerung
derartiger Sprühventile bzw. Gruppenbedüsungen gewährleistet ist.
Das Zuordnen der einzelnen Steuerdrur'cverbindungsleitungen
bzw. auch der Steuerdruckleitung jeweils und die gezielte Weiterleitung des Druckmediums
ist erfindungsgemäß dadurch besonders zweckmäßig zu bewerkstelligen, daß die Anschlüsse rechtwinklig zu
dem achsmittig zum Stößel vorgesehenen Anschluß angeordnet sind. Die Übersichtlichkeit ist weiter dadurch
verbessert, daß einzelnen Teilkolben Doppelanschlüsse, einem ein Anschluß sowie der Bohrung im Bereich
oberhalb des dem Stößel zugeordneten Teilkolbens ein weiterer Anschluß vorgesehen ist
Neben der indirekten Steuerung des Absperrorgans ist auch eine direkte Steuerung durch das Steuerdruckmedium
dann möglich, wenn der Anzahl der zusammengeschlossenen Ausbaueinheiten entsprechend viele
Teilkolben vorgesehen und mit einen Innenkanal bzw. der dem Anschluß zugeordnete Teilkolben mit Zuführungskanälen
ausgerüstet sind. Damit wird es möglich, auch ausschließlich direkt druckgesteuerte Sprühventile
zu verwenden, was die Vielseitigkeit der Erfindung erhöht.
Um das Ansprechen der einzelnen Teilkolben bei der druckgesteuerten Ausbildung des Sprühventils zu optimieren,
ist nach einer Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Teilkolben am oberen Ende kegelstumpfförmig
ausgebildet sind und am unteren Ende unter Belassung eines Hohlraumes einen dem oberen Ende angepaßten
Paßsitz aufweisen. Ein derart ausgebildetes Sprühventil mit Steuereinheit stellt somit ebenfalls sicher,
daß mit den einzelnen Ausbaueinheiten zugeordneten, gleich ausgebildeten Sprühventilen eine beliebige
Gruppenbedüsung hergestellt werden kann. Die Drucksteuerung ist sowohl beim Anschluß der Steuerdruckleitung
am unteren Anschluß möglich, als auch bei jedem beliebigen rechtwinklig dazu vorgesehenen Anschluß
für die einzelnen Steuerdruckverbindungsleitungen.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß aufgrund der gezielten Ansteuerungsmöglichkeit
jeweils nur ein Sprühventil je Ausbaueinheit benötigt wird. Durch die Einsparung der entsprechend vielen
bisher zusätzlich benötigten Sprühventile pro Ausbaueinheit werden erhebliche Kosteneinsparungen bei der
Ausrüstung eines Strebes erreicht. Vorteilhaft ist weiter, daß bei wesentlich vereinfachter Verschlauchung nun
eine Mehrfachverschlauchung angewendet werden kann, wobei die Mehrfaclftchläuche zur Verbindung der
Steuereinheiten der einzelnen benachbarten Ausbaueinhcicen
bereits über Tage vorbereitet und mit Anschlüssen versehen werden können. Anschlußfehler sind
damit praktisch ausgeschlossen. Dadurch, daß der eigentliche Ventilkörper mit dem der Steuereinheit lösbar
verbunden ist, kann bei sich ändernden Gegebenheiten eine Anpassung der Gruppenbedüsung auch unter Tage
vorgenommen werden, indem jeweils die Steuereinheit ausgetauscht und beispielsweise durch eine mit Mehrteilkolben
ersetzt wird. Dann kann die Gruppenbedüsung erweitert werden, indem beispielsweise jeweils
ίο drei nach beiden Seiten benachbarte Ausbaueinheiten
gleichzeitig mit der zu rückenden bezüglich der Bedüsung angesteuert werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes
ergeben sich aus der nachfolgenden Be-Schreibung der zugehörigen Zeichnung, in der bevorzugte
Ausführungsbeispiele mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt sind. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch ein Sprühventil mit integrierter Steuereinheit,
Fig.2 ein Schema der kombinierten Schaltung benachbarter
Sprühventile in Fünfergruppen,
F i g. 3 eine schematisierte Darstellung der steuerleitungsmäßigen
Verbindung benachbarter Sprühveniile,
F i g. 4 einen Schnitt durch ein druckgesteuertes Ventil und
F i g. 4 einen Schnitt durch ein druckgesteuertes Ventil und
F i g. 5 einen Schnitt durch eine Steuereinheit, die mit dem in Fig.4 dargestellte Sprühventil integriert verbunden
werden kann.
F i g. 1 zeigt ein Sprühventil, mit der einer Seite des Ventilblockes 6 zugeordneten Austrittsbohrung 3 und Eintrittsbohrung 2. Die Austrittsbohrung 3 und die Eintrittsbohrung 2 sind durch eine im Ventilblock 6 vorgesehene Bohrung miteinander zu verbinden, in der ein Ventilkolben 4 beweglich angeordnet ist, der über die Feder 5 sowie auf der anderen Seite durch ein anstehendes Druckmedium belastet ist.
F i g. 1 zeigt ein Sprühventil, mit der einer Seite des Ventilblockes 6 zugeordneten Austrittsbohrung 3 und Eintrittsbohrung 2. Die Austrittsbohrung 3 und die Eintrittsbohrung 2 sind durch eine im Ventilblock 6 vorgesehene Bohrung miteinander zu verbinden, in der ein Ventilkolben 4 beweglich angeordnet ist, der über die Feder 5 sowie auf der anderen Seite durch ein anstehendes Druckmedium belastet ist.
Der Ventilkolben 4 ist durch den Stößel 9 beeinflußbar, der im Anschlußstück 8 beweglich gehalten ist Das
Anschlußstück 8 dient dabei gleichzeitig zur lösbaren Verb-ndung des eigentlichen Sprühventilkörpers mit
dem Körper der Steuereinheit 10.
Auf der dem Anschlußstück 8 gegenüberliegenden Seite der Steuereinheit 10 ist der Anschluß 11 für den
Steuerdruck bzw. das Steuerdruckmediuiu vorgesehen.
Dieser Anschluß 11 geht in eine die Steuereinheit 10 durchdringende Bohrung 13 über. In der Bohrung 13 ist
eine Schwimmkolbensteuerung 14 mit dem Schwimmkolben 15 angeordnet. Der Schwimmkolben 15 wird bei
Beaufschlagung durch das Steuerdruckmedium aus der dargestellten Position verschoben und beeinflußt dabei
über den Stößel 9 den Ventilkolben 4, so daß die Verbindung zwischen der Eintrittsbohrung 3 und der Austrittsbonrung
2 geöffnet wird. Das Sprühventil 1 tritt in Tätigkeit.
Der Schwimmkolben 15 ist bei der in F i g. 1 dargestellten Ausbildung in vier Teilkolben 18, 19,20, 21 unterteilt,
die einzeln in der Bohrung 13 beweglich angeordnet sind. Die Ausbildung der einzelnen Teilkolben
18,19,20,21 wird anhand der nebenstehenden Darstellung
verdeutlicht. Die einzelnen Teilkolben bestehen aus einem einen geringeren Durchmesser als die Bohrung
13 aufweisenden zylindrischen Mittelstück und zwei aufgesetzten dem Durchmesser der Bohrung 13
angepaßten Ringen, wobei der eine etwa mittig und der
6j andere am unteren Ende angeordnet ist. Zwischen beiden
Ringen ist eine Dichtung vorgesehen.
Über die einzelnen Teilkolben 18, 19, 20, 21 wird je nach Anschluß der Steuerdruckleitung am Anschluß 11
oder der Steuerdruckverbindungsleitungen an den rechtwinklig dazu angeordneten Anschlüssen 23,24,25,
26,27,28,29,30 der Stößel 9 von allen Teilkolben 18,19,
20, 21, mehreren Teilkolben 19, 20, 21 oder auch nur dem oberen Teilkolben 21 beaufschlagt. F i g. 2 verdeutlicht
die Steuerung einer Gruppenbedüsung über die jeweilige Steuereinheit 10. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Steuereinheit 10 für die Steuerung der Gruppenbedüsung von fünf Ausbaueinheiten 32,34,
36, 38, 40 vorgesehen und dementsprechend ausgebildet. Den Ausbaueinheiten 32,34,36,38,40 sind entsprechende
Sprühvep.tile 1,33,35,37 und 39 zugeordnet, von
denen allerdings nur die vorgesetzten Steuereinheiten 10 dargestellt sind. Sprühventil und Steuereinheit werden
als gesteuerte Ventileinheit bezeichnet. Beim Vorrücken der Ausbaueinheit 32 wird über den Rückzylinder
Steuerdruckmedium über die Steuerdruckleitung dem Anschluß Ii zugeführt. Hierdurch wird die Gesamtheit
der Teilkolben beeinflußt, wodurch das zugeordnete, in F i g. 2 nicht im einzelnen dargestellte eigentliche
Sprühventil geöffnet wird. Gleichzeitig tritt Druckmedium über die freigelegten Anschlüsse 23, 24
und die in den Mehrfachschläuchen 42, 43 verlegten Steuerdruckverbindungsieitungen zu den Sprühventilen
33, 37 der benachbarten Ausbaueinheiten 34, 38. Diese Steuerdruckverbindungsleitungen sind den Anschlüssen
25,26 bei der Ausbaueinheit 34 und den Anschlüssen 28, 29 bei der Ausbaueinheit 38 zugeordnet. Durch die entsprechende
Beaufschlagung mit dem Druckmedium werden auch die diesen Steuereinheiten zugeordneten
Sprühventile 33, 37 geöffnet. Über die Anschlüsse 26 bzw. 28 und die dort angeschlossenen Steuerdruckverbindungsleitungen
zu den Ausbaueinheiten 36, 40 bzw. den zugeordneten Sprühventilen 35,39 erfolgt auch ein
öffnen dieser Sprühventile 35 bzw. 39 da Druckmedium über die Anschlüsse 27 bzw. 30 zu einem Verschieben
des Stößels 9 bzw. des Ventilkolbens 4 führen. Somit spricht gleichzeitig mit dem Sprühventil 1 auch das
Sprühventil 37 und 39 und 33 und 35 an.
Die im Verhältnis einfache Verschlauchung bzw. Verbindung der einzelnen gesteuerten Ventileinheiten der
Ausbaueinheiten 32, 34, 36, 38, 40 wird anhand der F i g. 3 verdeutlicht. Die einzelnen Ventileinheiten bzw.
Sprühventile weisen wie bereits erläutert auf beiden Seiten ihrer Steuereinheiten 10 vier Anschlußbohrungen
23, 25, 27, 28 bzw. 24, 26, 29, 30 gemäß F i g. 1 auf. Diese sind jeweils über Mehrfachschläuche 42, 43 verbunden,
wodurch eine übertägige Vorbereitung der Verschlauchung möglich und Fehlanschlüsse unterbunden
sind.
In Fig.4 ist ein druckgesteuertes Ventil 45 üblicher
Bauart wiedergegeben. Dieses druckgesteuerte Ventil 45 weist eine in Richtung des Ventilkolbens 46 angeordnete
Austrittsbohrung 3 und die dazu rechtwinklig angeordnete Eintrittsbohrung 2 auf. Koaxial zur Eintrittsbohrung 2 ist hier der Anschluß 53 für die Steuereinheit
10 vorgesehen, die in Fig.5 wiedergegeben ist. Über
diesen Anschluß 53 wird bei Ansteuerung des druckgesteuerten Ventils 45 Steuerdruckmedium in den Druckraum
48 und damit auf die Kolbenfläche 49 gegeben, so daß der Ventilkolben 46 gegen die Ventilfeder 47 verschoben
und dadurch die Verbindung zwischen Eintrittsbohrung 3 und Austrittsbohrung 2 geöffnet wird.
Dieses Ventil 45 ist einfach aufgebaut. Bei einfacher Ventilfeder 47 ist das Montieren und Demontieren des
Ventils dadurch erleichtert, daß es lediglich durch eine als Schraubkappe ausgebildete Kappe 50 zugänglich isL
Diesem druckgesteuerten Ventil 45 ist wie erläutert die Steuereinheit 10 zuzuordnen, so daß sich dann eine
im Prinzip dem in Fig. 1 dargestellten Sprühventil entsprechendes Sprühventil abgibt, nur daß dieses direkt
druckgesteuert ausgebildet ist. Die in F i g. 5 gezeigte
Steuereinheit 10 entspricht grundsätzlich der Steuereinheit nach Fig. 1. Zur Druckdirektsteuerung ist im Anschlußstück
8 ein Innenkanal 51 vorgesehen, über den das von der zu rückenden Ausbaueinheit ausgehende
und durch den Anschluß 11 und die gesamte Steuereinheit
hindurchgeführte Steuerdruckmedium gleichzeitig dem Ventilkolben und auch über die entsprechenden
Anschlüsse den Steuereinheiten der benachbarten Ausbaueinheiten zugeführt wird. Hierzu weisen auch die
einzelnen Teilkolben 17, 18, 19, 20, 21 Innenkanäle 52
is auf. Die einzelnen Teilkolben 17, 18, 19, 20, 21 sind am
oberen Ende kegelstumpfförmig ausgebildet und haben am unteren Ende 55 einen dem Kegelstumpf angepaßten
Pausiiz 56. Dabei isi über die Ausbildung als Kegelstumpf
sichergestellt, daß jeweils zwischen den einzel-
nen Teilkolben 17,18,19,20,21 ein Hohlraum geringen
Volumens verbleibt. Beim Einleiten des Steuerdruckes über den Anschluß 11 wird zunächst der Teilkolben 17
oder beim Wirksamwerden des Steuerdruckmediums einer benachbarten Ausbaueinheit über einen der An-Schlüsse
23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30 der jeweils angesprochene Teilkolben 18 oder 19 oder 20 oder 21 angehobtn.
L-Jt wenn dieser und damit auch die darüber angeordneten Teilkolben angehoben sind, kann die
Druckflüssigkeit über die Zuführungskanäle 57, 58 in den Innenkanal 52 bzw. 51 eindringen und schließlich
auf dem Ventilkolben 46 einwirken. Das Ansprechen der einzelnen benachbarten gesteuerten Ventileinheiten
erfolgt gleichzeitig oder sogar vorher, weil die entsprechenden Anschlüsse 23, 24 beispielsweise sofort vom
Steuerdruckmedium gleichzeitig mit dem Teilkolben 17 beaufschlagt sind.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Sprühventil für die Gruppenbedüsung beim Rücken des Schildausbaues im untertägigen Bergbau,
mit einer Eintrittsbohrung für die Druckwasserzuführung, einer Austrittsbohrung und einem als
Rückschlagventil ausgebildeten Absperrorgan, das über einen durch das vom entsprechenden Anschluß
für die Steuerdruckleitung aus zugeführte Steuerdruckmedium des zu rückenden Schildes beaufschlagten
Stößel oder direkt über das Steuerdruckmedium zu öffnen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Stößel (9) eine Steuereinheit (10) vorgeschaltet ist, die neben dem Anschluß (11)
für die Steuerdruckleitung der zugehörigen Ausbaueinheit (32) mit weiteren, einzeln oder gruppenweise
ansteuerbaren Anschlüssen (23,24,25,26,27,28, .29,
30) für Steuerdruckverbindungsleitungen zu den benachbarten Aüsbaueinheiten (34,36,38.40) ausgerüstet
ist
2. Sprühventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (10) einen Schwimmkolben
(15) aufweist, der in mehrere Teilkolben (18, 19,20,21) unterteilt ist, denen die Anschlüsse (23,24,
25, 26, 27, 28, 29, 30) einzeln oder gruppenweise zugeordnet sind.
3. Sprühventil nach Anspruch 1 und Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse (23,24,
25,26,27,28, ?9t 30) rechtwinklig zu dem achsmittig
zum Stößel (9) vorgesehenen Anschluß (11) angeordnet sind.
4. Sprühventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Teilkolben (18, i9, 21) Doppelanschlüsse
(23, 24; 25, 26; 28, 29), dem Teilkolben (20) ein Anschluß (27) sowie der Bohrung (13) oberhalb
des Teilkolbens (21) ein weiterer Anschluß (30) zugeordnet sind.
5. Sprühventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anzahl der zusammengeschlossenen
Ausbaueinheiten (32, 34, 36, 38, 40) entsprechend viele Teilkolben (17,18,19,20,21) vorgesehen
und mit einem Innenkanal (52) bzw. der Teilkolben (17) mit Zuführungskanälen (57,58) ausgerüstet sind.
6. Sprühventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilkolben (17, 18, 19, 20, 21) am
oberen Ende (54) kegelstumpfförmig ausgebildet sind und am unteren Ende (55) unter Belassung eines
Hohlraumes einen dem oberen Ende angepaßten Paßsitz (56) aufweisen.
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