DE3317748A1 - Kontinuierliches walzwerk - Google Patents

Kontinuierliches walzwerk

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Description

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HITACHI, LTD., Tokyo Jap an
Kontinuierliches Walzwerk
Die Erfindung bezieht sich auf ein kontinuierliches Walzwerk mit hintereinander abwechselnd aufeinanderfolgend angeordneten Horizontal- und Vertikal-Walzgerüsten, insbesondere ein verbessertes kontinuierliches Walzwerk, bei dem der Wechsel der in den Walzgerüsten vorgesehenen Walzen und Walzgutführungen vereinfacht ist.
Ein bekanntes kontinuierliches Walzwerk, ζ. Β. ein kontinuierliches Knüppel-Fertigwalzwerk, ist mit einer Mehrzahl von Horizontal-Walzgerüsten mit jeweils zwei Horizontalwalzen und einer Mehrzahl von Vertikal-Walzgerüsten mit jeweils zwei Vertikalwalzen ausgerüstet. Die Horizontal- und die Vertikal-Walzgerüste sind dabei längs der Walzstrecke abwechselnd aufeinanderfolgend angeordnet, wobei jeweils zwischen zwei benachbarten Walzgerüsten Walzgutführungen vorgesehen sind. Bei diesem Typ eines kontinuierlichen Walzwerks ist es erwünscht, den Temperaturabfall des Knüppels während des Walzvorgangs zu minimieren, um dadurch Energie zu sparen und ferner den vom Gehäuse
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beanspruchten Platz sowie die Kosten für die Fundamentkonstruktion zu verringern. Diese Bedingungen werden bei dem konventionellen kontinuierlichen Walzwerk nicht vollständig erfüllt, weil die in vorgegebenen Abständen voneinander angeordneten Walzgerüste
jeweils für sich in einer die Walzlinie schneidenden Richtung in die Walzen- und Walzgutführungs-Wechselpositionen bewegbar sind. Dieses Problem wird nachstehend näher erläutert. Bei dem kontinuierlichen Walzwerk ist es · erforderlich, Walzen und Walzgutführungen unterschiedlicher Größe z. B. entsprechend der Größe des zu walzenden Knüppels, zu verwenden. Um einen hohen Wirkungsgrad hinsichtlich des Walzen- und Walzgutführungs-Wechsels zu erzielen, ist es erwünscht, sämtliche Walzgerüste gleichzeitig in die Wechselposition zubewegen, d. h. sämtliche Walzgerüste senkrecht zur Walzlinie zu verschieben und zu verfahren. Bei dem konventionellen kontinuierlichen Walzwerk, bei dem die Walzgerüste jeweils für sich zurückbewegbar sind, werden die freien Räume zwischen
benachbarten Walzgerüsten als Bereitschaftsräume genutzt, in denen die anstelle der zurückgezogenen Walzgerüste zu verwendenden Walzgerüste angeordnet sind. Beim Wechseln der Walzgerüste werden die alten Walzgerüste durch die Bewegung in Rückfahrrichtung ausgebaut, und dann werden die neuen Walzgerüste aus den Bereitschaftsstellungen in die Einbaustellungen gebracht. Somit ist es bei dem konventionellen kontinuierlichen Walzwerk erforderlich, zwischen jeweils zwei benachbarten Walzgerüsten einen Abstand zu unterhalten, der der Breite des Walzgerüsts
entspricht. D. h., es ist schwierig, den Abstand zwischen den Walzgerüsten auf weniger als die Breite eines Walzgerüsts zu verringern.
ORIGINAL INSPECTED
In der JA-Offenlegungsschrift Nr. 39014/1982 (Anmeldungs-Nr. 113489/1980) ist ein kontinuierliches Walzwerk angegeben, dessen Walzenwechselsystem mit verkürzter Walzenwechselzeit arbeitet, wobei die Antriebseinheiten für die Horizontal- und die Vertikal-Walzgerüste in Vertikal- und Horizontalrichtung versetzt angeordnet sind, um den Abstand zwischen den Walzgerüsten zu verringern, und wobei sämtliche Walzgerüste auf einem einzigen Wagen montiert sind. Zum Wechseln der Walzen werden die Walzgerüste gemeinsam von dem Wagen in die Walzenwechselposition bewegt, in der neue Walzgerüste mit neuen Walzen auf einem weiteren Wagen montiert und zum Wechsel bereit sind, und die alten Walzgerüste werden gleichzeitig gegen die neuen Walzgerüste mit Gehäusen ausgewechselt, wodurch der Walzenwechsel innerhalb kürzerer Zeit durchführbar ist. Allerdings ist es bei diesem System notwendig, daß in unwirtschaftlicher Weise ein weiterer Gehäusesatz für die Horizontal- und die Vertikal-Walzgerüste vorgesehen wird.
Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines kontinuierlichen Walzwerks, bei dem der Abstand zwischen den Horizontal- und Vertikal-Walzgerüsten verringert ist und die Notwendigkeit der Bereitstellung eines zweiten Gehäusesatzes für die Walzgerüste entfällt, während gleichzeitig ein höherer Wirkungsgrad des Walzenwechselvorgangs und damit eine höhere Leistungsfähigkeit des Walzwerks erzielbar sind.
Das kontinuierliche Walzwerk nach der Erfindung mit Horizontal- und Vertikal-Walzgerüsten, die abwechselnd aufeinanderfolgend angeordnet sind, und mit Walzgutführun-
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gen zwischen den Arbeitswalzen benachbarter Walzgerüste, wobei die Walzgerüste gemeinsam mit den Walzgutführungen in einer die Walzlinie schneidenden Richtung in eine Wechselposition bewegbar sind, in der die Arbeitswalzen und/oder die Walzgutführungen auswechselbar sind, ist gekennzeichnet durch einen Halterahmen, der die Walzgerüste haltert und in die Wechselposition bewegbar ist, wodurch die Walzgerüste und die Walzgutführungen in die Wechselposition bringbar sind, und durch eine Versetzungsvorrichtung, die jeweils ein Walzgerüst relativ zu dem benachbarten Walzgerüst und zu dem Halterahmen in die Wechselposition bewegt, so daß die Walzlinien benachbarter Walzgerüste zueinander versetzt sind.
Mit dieser Anordnung ist es möglich, die für den Walzenwechsel erforderliche Zeit zu verkürzen und dadurch die Leistungsfähigkeit des kontinuierlichen Walzwerks zu steigern.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein kontinuierliches
Walzwerk mit abwechselnd aufeinanderfolgend angeordneten Horizontal- und Vertikal-Walzgerüsten, wobei die Walzgerüste in der Walzposition angeordnet sind;
Fig. 2 eine Schnittansicht II-II von Fig. 1; Fig. 3 eine Schnittansicht III-III von Fig. 2; ^ Fig. 4 eine Draufsicht auf das kontinuierliche
Walzwerk von Fig. 1, wobei die Walzgerüste in Walzenwechselpositionen gezeigt sind;
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Fig. 5 eine Schnittansicht V-V von Fig. 4; und Fig. 6 eine Schnittansicht VI-VI von Fig. 6.
Die Fig. 1-3 zeigen gemeinsam das kontinuierliche Walzwerk in einem Zustand, in dem die Walzgerüste in den Walzpositionen angeordnet sind. Gemäß Fig. 2 ist bei dem Walzwerk ein Schienenpaar 17, 19 auf dem Boden- oder Fundament 100 verlegt und verläuft in Richtung B unter Querung der Walzlinie A. Ein Rahmen 56, der die Walzgerüste haltert, weist Räder 18 und 20 auf, die auf den Schienen 17 und 19 verfahrbar sind. Die Schienen 17 und 19 weisen versenkbare Abschnitte 17A und 19A zum Festlegen des Rahmens 56 in der Walzposition (vgl. Fig. 3) auf. Sohlplatten 13 und 14, die auf beide Seiten des Rahmens 56 zu dessen Festlegung in der Walzposition wirken, sind auf dem Boden 100 angeordnet. Die Sohlplatten 13 und 14 sind Spannzylindern 15 und 16 zugeordnet, die die Sohlplatten 13 und 14 an entgegengesetzte Seiten des Rahmens 56 pressen. Wenn sich der Rahmen in der Walzposition befindet, werden die versenkbaren Abschnitte 17A und 19A der Schienen 17 und 19 abgesenkt, so daß der Rahmen 56 auf den Sohlplatten 13 und 14 getragen wird. Dann werden die Spannzylinder 15 und 16 betätigt und fixieren den Rahmen 56 in dieser Stellung, indem sie auf beide Seiten des Rahmens 56 Druck ausüben.
Gemäß dem schraffierten Teil von Fig. 2 weist der Rahmen 56 längs der Walzlinie A eine beträchtliche Länge auf. Ein Horizontal-Walzgerüst 2 mit zwei horizontalen Arbeitswalzen 24 und ein Horizontal-Walzgerüst 4 mit zwei horizontalen Arbeitswalzen 22 sind an dem Rahmen 56 befestigt. Ferner weist das kontinuierliche Walzwerk zwei Vertikal-
Walzgerüste 1 und 3 auf. Die Horizontal- und die Vertikal-Walzgerüste sind abwechselnd aufeinanderfolgend angeordnet, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist. Die Vertikal- Walzgerüste 1 und 3 sind an dem Rahmen 56 montierbar und in Richtung B in erwünschter Weise mittels Rädern 103 und 104 beweglich, die auf den Schienen 17 und 19 verfahrbar sind. Diese Räder 103 und 104 sind an den Rückseiten der Räder 18 und 20 (bei Betrachtung von Fig. 2) angeordnet, wie aus Fig. 2 hervorgeht. Die Vertikal-Walzgerüste 1 und 3 sind zwar mit dem Rahmen 56 verriegelbar, können jedoch gelöst und in erwünschter Weise relativ zum Rahmen 56 bewegt werden. In den Vertikal-Walzgerüsten 3 bzw. 1 sind Paare von vertikalen Arbeitswalzen 23 bzw. 23A angeordnet. Die Horizontal- und die Vertikal-Walzgerüste 2,4, 1 und 3 weisen entsprechende Walzgutführungen 25-32 auf, und zwar Walzgutführungen 25 und 26 auslauf- und einlaufseitig des Horizontal-Walzgerüsts 2, 27 und 28 auslauf- und einlaufseitig des Vertikal-Walzgerüsts 3, 29 und 30 auslauf- und einlaufseitig des Horizontal-Walzgerüsts 2 sowie 31 und 32 auslauf- und einlaufseitig des Vertikal-Walzgerüsts 1. D. h., jedes Walzgerüst weist ein Paar Walzgutführungen auf, und zwar jeweils eine an der Einlaufseite und eine an der Auslaufseite.
Die Arbeitswalzen 23A und 23 der Vertikal-Walzgerüste 1 und 3 werden von Motoren 9 und 11 durch obere Antriebseinheiten 54 und 55 sowie Reduktionsgetriebe 5 und 7 angetrieben. Gleichermaßen werden die Arbeitswalzen 24 und 22 der Horizontal-Walzgerüste 2 und 4 von Motoren 10 und 12 über Reduktionsgetriebe 6 und 8 angetrieben. Eine Stützvorrichtung 21 stützt den langen Rahmen 56 im wesentlichen im zentralen unteren Abschnitt desselben ab, wodurch eine Auslenkung des Rahmens 56 vermieden wird.
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Die Fig. 4-6 zeigen die Walzgerüste des Walzwerks in den Walzenwechselpositionen. Dabei ist der Rahmen 56 auf den Schienen 17 und 19 in der die Walzlinie A schneidenden Richtung B zurückgefahren, und die Vertikal-Walzgerüste 1 und 3 sind vom Rahmen 56 noch weiter zurückgefahren, so daß die Walzlinien benachbarter Walzgerüste relativ zueinander versetzt sind. Die Vertikal-Walzgerüste 1 und 3 weisen an ihren Enden Räder 103 und 104 auf, so daß diese Walzgerüste 1 und 3 zurückfahrbar sind. Die Räder 103 und 104 sind auf den Schienen 17 und 19 sowie auf parallel zu diesen verlaufenden Hilfsschienen 17B und 19B verfahrbar. Die Vertikal-Walzgerüste 1 und 3 sind über den Montaqgeflachen 106 und 105 am Rahmen 56 mit einem kleinen Zwischenabstand plazierbar. Ferner sind Mittel (nicht gezeigt) vorgesehen, um die Vertikal-Walzgerüste 1 und 3 festzulegen.
Nach den Fig. 4-6 werden zum Wechseln der Walzen und der Walzgutführungen die Vertikal-Walzgerüste 1 und 3 von einer Walzgerüst-Rückziehvorrichtung 47 zurückgezogen, so daß die Walzlinien benachbarter Walzgerüste zueinander versetzt sind. Das Wechseln von Walzen und Walzgutführungen wird nach Maßgabe einer Änderung des Querschnitts oder der Größe des Walzguts vorgenommen. Nachstehend wird erläutert, wie der Walzen- und Walzgutführungswechsel tatsächlich vorgenommen wird.
Die dem horizontalen Walzgerüst 2 zugeordnete einlaufseitige Walzgutführung 30 wird von einem Hebezeug 50, das über der Walzenwechselposition entsprechend Fig. 5 angeordnet ist, ausgebaut. Gleichzeitig wird die auslaufseitige Walzgutführung 29 des Horizontal-Walzgerüsts 2 durch
ein weiteres Hebezeug 51 ausgebaut. Dann werden die horizontalen Walzen 24 des Walzgerüsts 2 auf einen Drehtisch 41 zurückgezogen, der drehbar an der Ausbauposition angeordnet ist, und zwar durch einen Walzenausbauzylinder 42, der parallel zu den Schienen 17 und 19 entsprechend Fig. 4 angeordnet ist. Ein Drehzylinder 40 dreht den Drehtisch 41 in eine Richtung, die zur Richtung B um einen vorbestimmten Winkel θ versetzt ist. Dann werden die horizontalen Walzen 24 von einem Walzenausbauzylinder 46, dessen Achse in der Versatzrichtung des Drehtischs verläuft, auf einen seitlichen Verschiebewagen 43 zurückgenommen. Der seitliche Verschiebewagen 43 weist Befestigungsflächen auf beiden Seiten auf, und neue horizontale Walzen werden an einer der Montageflächen befestigt. D. h., die alten horizontalen Walzen 24, die auf den seitlichen Verschiebewagen 43 ausgebaut wurden, werden zu einer leeren Montagefläche verbracht. Dann werden die neu zu montierenden horizontalen Walzen durch umgekehrten oder Schubbetrieb des Walzenausbauzylinders 46 auf den Drehtisch 41 geschoben. Anschließend wird der Drehtisch 41 um einen Winkel θ gedreht, und die neuen horizontalen Walzen werden in das horizontale Walzgerüst eingesetzt, wodurch der Walzenwechsel im horizontalen Walzgerüst 2 beendet ist. Nach dem Wechsel der horizontalen Walzen werden eine neue einlaufseitige Walzgutführung 30 und eine neue auslaufseitige Walzgutführung 29 von den Hebezeugen 50 bzw. 51 eingebaut. Der Wechsel der Walzen und der Walzgutführungen im horizontalen Walzgerüst 2.ist damit beendet. Danach wird die Walzenöffnung zum Einstellen der Walzlinie durch eine Anstell-Antriebseinheit 101 eingestellt, die in das horizontale Walzgerüst 2 eingebaut ist (vgl. Fig. 6), wodurch die Einstellvorgänge in bezug auf
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das Walzgerüst 2 beendet sind. Der Walzen- und Walzgutführungswechsel sowie die Anstellung der Walzenöffnung beim zweiten horizontalen Walzgerüst 4 erfolgt in der gleichen Weise wie für das Walzgerüst 2, so daß diese Vorgänge nicht nochmals erläutert werden.
Der Wechsel von Walzen und Walzgutführungen des Vertikal-Walzgerüsts 1 findet wie folgt statt. Das Vertikalwalzgerüst 1 ist von der Walzseite her (der unteren Seite in Fig. 4) vom Rahmen 56 zurückgefahren, der seinerseits durch die Rückziehvorrichtung 47 zurückgezogen wurde und Xn der Wechselposition durch diese Vorrichtung gehalten wird. Dann werden die auslaufseitige Walzgutführung 31 und die einlaufseitige Walzgutführung 32 durch ein Hebezeug und ein weiteres Hebezeug (nicht gezeigt, aber auf einer Seite des Hebezeugs 52 angeordnet) gemäß den Fig. 5 und 6 ausgebaut. Anschließend werden die Walzen 24 mittels eines Kranhakens (der dem Kranhaken 49 für das zweite vertikale Walzgerüst 3 auf der rechten Seite von Fig. 6 entspricht) eines Hängekrans und einer Vertikalwalzen-Hebevorrichtung (entsprechend der Hebevorrichtung 48 für das zweite vertikale Walzgerüst 3) ausgebaut, und neue vertikale Walzen werden mit diesem Kranhaken und der Hebevorrichtung eingebaut. Dann werden neue Walzgutführungen 31 und 32 für die Auslauf- und die Einlaufseite des Vertikal-Walzgerüsts 1 mit entsprechenden Hebezeugen eingebaut, so daß der Wechsel beendet ist. Wie im Fall des Horizontal-Walzgerüsts wird die Walzenöffnung durch eine Anstellungs-Antriebseinheit 102 nach dem Wechsel der Walzen und Walzgutführungen eingestellt. Nunmehr sind die Walzen- und Walzgutführungs-Wechselvorgänge und das Anstellen hinsichtlich des Walzgerüsts 1 beendet. Der Vorgang zum
Wechsel der Walzen und Walzgutführungen hinsichtlich des zweiten vertikalen Walzgerüsts 3 wird nicht im einzelnen erläutert, da er dem vorstehend beschriebenen Vorgang gleicht.
Nach Beendigung der Wechselvorgänge für die Walzen und die Walzgutführungen in sämtlichen Walzgerüsten werden die Vertikal-Walzgerüste 1 und 3 am Rahmen 56 montiert und festgelegt derart, daß die Walzlinien der vertikalen Walzgerüste. 1 und 3 mit der Walzlinie der horizontalen Walzgerüste 2, 4 koinzidieren, während die Walzgerüste 2, 4 und 1, 3 in der Wechselposition verbleiben. Nach Ausrichtung der Walzlinie werden dann die Walzgerüste 1, 2, 3 und 4 durch Verfahren des Rahmens 56 entsprechend den Fig. 1-3 in die Walzposition verbracht. Dann werden die versenkbaren Abschnitte 17A und 19A der Schienen 17 und abgesenkt, so daß beide Seitenabschnitte des Rahmens 56 auf den Sohlplatten 13 und 14 aufliegen, die dann durch die Spannzylinder 15 und 16 betätigt werden und dadurch den Rahmen 56 festlegen.
Bei der vorstehend erläuterten Einrichtung bzw. dem Vorgehen wird der Wechsel der Walzen und der Walzgutführungen sowie die Walzlinien-Ausrichtung beendet, während die Walzgerüste in der Wechselposition verbleiben, so daß unmittelbar nach dem Verfahren der Walzgerüste in die Walzposition mit dem Walzvorgang begonnen werden kann. Somit ist es möglich, einen besseren, leichteren und genaueren Wechsel von Walzen und Walzgutführungen durchzuführen gegenüber der konventionellen Einrichtung, bei der sämtliche Horizontal- und Vertikal-Walzgerüste für sich zurückgezogen werden und die Justierung der Walzlinie erst
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erfolgt, nachdem die neuen Walzen und Walzgutführungen in der Walzposition eingestellt worden sind. Damit wird eine gesteigerte Leistungsfähigkeit des kontinuierlichen Walzwerks erzielt, und es ist ferner eine Automatisierung unter Verwendung von Steuervorrichtungen möglich, was in hohem Maß zur Einsparung von Arbeitszeit und zu besserer Wirtschaftlichkeit beiträgt.
Bei dem erläuterten .Ausführungsbeispiel werden die Horizontal-Walzgerüste und die Vertikal-Walzgerüste insgesamt in die Wechselposition zurückbewegt, und dann werden die Walzgerüste in der Wechselposition wieder so angeordnet, daß die Walzlinien dieser Walzgerüste zueinander versetzt sind. Der Wechsel von Walzen und Walzgutführungen erfolgt dann durch vorteilhafte Nutzung der durch die versetzte Anordnung der Walzgerüste gebildeten Zwischenräume. Daher benötigt das angegebene Walzwerk keinen der Breite jedes Walzgerüsts entsprechenden Abstand zwischen benachbarten Walzgerüsten im Gegensatz zu dem konventionellen kontinuierlichen Walzwerk, bei dem die Walzgerüste für sich in die Wechselposition zurückbewegt und die Zwischenräume zwischen benachbarten Walzgerüsten in den Wechselstellungen als Bereitschaftsräume genutzt werden, in denen neue Walzen und Walzgutführungen zur Vorbereitung des Wechsels angeordnet sind. Demgegenüber ist es nunmehr möglich, den Abstand zwischen den Horizontal- und Vertikal-Walzgerüsten erheblich zu verringern. Dadurch ergeben sich verschiedene vorteilhafte Auswirkungen, z. B. die Verhinderung eines Temperaturabfalls des Walzguts, etwa eines Knüppels, was wiederum in einem höheren Wärmewirkungsgrad des Walzvorgangs resultiert, ferner eine Verringerung des Raumbedarfs, eine Verringerung der Größe der Walzlinie insge-
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samt, was wiederum eine Verringerung der Größe von Gehäuse und Fundament erlaubt, etc.
Insbesondere erfolgt bei dem Ausfuhrungsbeispiel mit dem Drehtisch 41 die Bewegung der Walzen zum Walzenwechsel in eine Richtung, die zu der Bewegungsrichtung des Tragrahmens schräg verläuft, was eine wirksame Nutzung des toten Raums erlaubt. Damit ergibt sich bei dem Ausführungsbeispiel eine höhere Nutzungsrate des verfügbaren Raums.
Zusätzlich erfolgt bei dem Ausfuhrungsbeispiel der Einbau und der Ausbau der Walzen und der Walzgutführungen mit speziellen Hebezeugen, z. B. dem Hebezeug 50. Dadurch ergibt sich in Verbindung mit der wirksamen Nutzung des vorhandenen Raums eine verbesserte praktische Anwendbarkeit des Walzwerks.
Ferner ist es möglich, die Anstellung der Walzlinie nach dem Wechsel von Walzen und Walzgutführungen durchzuführen, während sich die neuen Walzen noch in der Wechselposition befinden, und zwar durch das Vorsehen von Antriebseinheiten, z, B. 101, für die Einstellung der Walzenöffnung. Infolgedessen wird der Wirkungsgrad der Walzenwechselvorgänge erheblich verbessert.
Wie erläutert, können die Arbeiten zum Wechsel der Walzen und der Walzgutführungen durchgeführt werden, indem die freien Räume wirksam genutzt werden, die sich durch die Versetzung der Walzgerüste ergeben, nachdem sämtliche Walzgerüste und die Walzgutführungen als Ganzes in die Wechselposition verbracht wurden. Infolgedessen wird eine Reihe verschiedener Vorteile erzielt, z. B. eine Verringe-
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rung der Abstände zwischen den Walzgerüsten, ein schneller Wechsel von Walzen und Walzgutführungen sowie eine höhere Leistungsfähigkeit des gesamten kontinuierlichen Walzwerks.
Die Erfindung wurde zwar unter Bezugnahme auf ein spezielles Ausführungsbeispiel mit zwei Vertikal- und zwei Horizontal-Walzgerüsten, die jeweils abwechselnd aufeinanderfolgend angeordnet sind, erläutert; dies stellt jedoch keine Beschränkung dar, da die Anzahl Walzgerüste beliebig erhöht oder verringert werden kann.
L e e r s e i t e

Claims (5)

  1. 33177'
    BEETZ & PARTNER .:.'..' ·.."... Patentanwälte Steinsdorfstr. 10 ■ D-8000 München 22 European Patent Attorneys
    Telefon (0 89) 22 72 01 - 22 72 44 - 29 59 10 '
    Telex 5 22 048 - Telegramm. Allpat München Dipl.-Ing. R. BEETZ sen.
    Dr-Ing. R. BEETZ jun. Dr-Ing. W. TIMPE 8l-34.943P(34.944H) Dipl.-Ing. J. SIEGFRIED
    Priv.-Doz. Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. W. SCHMITT-
    Dipl.-Ing. K. LAMPRECHT 11981
    !6. Mai 1983
    Anspruch e
    1, Kontinuierliches Walzwerk mit Horizontal- und Vertikal-Walzgerüsten, die abwechselnd aufeinanderfolgend angeordnet sind, und mit Walzgutführungen zwischen den Arbeitswalzen benachbarter Walzgerüste, wobei die Walzgerüste gemeinsam mit den Walzgutführungen in einer die Walzlinie schneidenden Richtung in eine Wechselposition bewegbar sind, in der die Arbeitswalzen und/oder die Walzgutführungen auswechselbar sind,
    gekennzeichnet durch einen Halterahmen (56), der die Walzgerüste (1-4) haltert und in die Wechselposition bewegbar ist, wodurch die Walzgerüste (1-4) und die Walzgutführungen (25-32) in die Wechselposition bringbar sind; und - eine Versetzungsvorrichtung (47), die jeweils ein Walzgerüst relativ zu dem benachbarten Walzgerüst und zu dem Halterahmen (56) in die Wechselposition bewegt, so daß die Walzlinien benachbarter Walzgerüste (1, 2, 3, 4) zueinander versetzt sind.
    81-A7817-02-Schö
    ORIGINAL INSPECTED
    t ·
  2. 2. Walzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Versetzungsvorrichtung (47) bewegten Walzgerüste die Vertikal-Walzgerüste (1, 3) sind.
  3. 3. Walzwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Drehtisch (41) und einen seitlichen Verschiebewagen (43), die an der Wechselposition angeordnet sind und die Horizontal-Walzgerüste (2, 4 j in einer die Be wegungsrichtung des Halterahmens (56) unter einem vorgegebenen Winkel (Θ) schneidenden Richtung von der Wechselposition zu einer Horizontalwalzen-Wechselstation führen und bewegen.
  4. 4. Walzwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Hebezeuge (50-53) zum Wechseln der Walzgutführungen (25-32) an den Einlauf- und Auslaufseiten der Walzgerüste (1-4), wobei die Hebezeuge (50-53) oberhalb der jeweiligen Walzgutführungen der in der Wechselposition versetzt angeordneten Walzgerüste (1-4) vorgesehen sind.
  5. 5. Walzwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Antriebseinheit (101) zum Anstellen der Walzenöffnung jedes Walzgerüsts (1-4), wobei die Antriebseinheit entweder an dem entsprechenden Walzgerüst befestigt oder am Halterahmen (56) angeordnet ist.
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